Steinernes Haus

2 Steinernes Haus

2.1 Mieteinnahmen

Das Steinerne Haus (1968 abgerissen) wurde 1749 für 3450 fl für den Armenbadfonds erworben und in den ersten Jahren an Kurgäste vermietet. Ab 1759 ist Peter Permantier als Mieter belegt. Hierzu gehörte ein Kelterhaus, das bei einem Hochwasser 1761 einstürzte, aber dann wieder aufgebaut wurde.

Eintrag zum Hauskauf (ABR 1749): Sind vermög erlaßenen Rescripts vom 30ten Junii 1749 vor das zu Baads Embs befindliche Steinerne Hauß sambt der darhinter liegenden Ahlerischen Hoffraith und darauf stehenden Kelterhaußes an die Archenholtz- und Herrmanische Erben durch mich baar bezahlet worden, besag anliegenden Quittungen sub n[ume]ro 1, welche zurückgegeben worden, weilen der Kaufbrieff, worinnen die Originalquittung befindlich, bey Abhör der Rech[nung] vorgezeiget, zum fürst[lichen] Archiv gegeben worden.


Glasmann, Anton: Küfer

    • zahlt Mietzins von dem zum Steinernen Haus gehörigen Kelterhaus: 1750-1751: 9 fl. jährlich (10.01. bis 10.01.); 1752-1761: 10 fl. jährlich (10.01. bis 10.01.); 1763: 15 fl. vom 20 fl. für 1762 und 1763 (wobei 5 fl. erlassen); 1764-1770: 10 fl. (01.04. bis 01.04.)
    • zahlt Mietzins von einer Stube und Küche im obersten Stockwerk des Steinernen Hauses: 1757: 9 fl., 1758: 4 fl. 15 alb.
    • 1763: restiert 15 fl. aus 1762 und 1763
    • Am 19.06.1761 bringt ein Hochwasser dieses Kelterhaus zum Einsturz. Da Glasmann das Haus während des Wiederaufbaus ein halbes Jahr lang nicht bewohnen konnte, richtet er am 08.08.1763 eine nochmalige Bitte an das Konsistorium in Darmstadt, ihm den Mietzins für diese Zeit zu erlassen und den Fondsverwalter Engelhard anzuweisen, den Mietzins nicht weiterhin in voller Höhe von ihm zu fordern (ABR 1762, Beilage [6a]). Hierauf fordert das Konsistorium vom Braubacher Amtmann Kekulé am 08.09.1763 einen Bericht an (ABR 1762, Beilage [6]), den dieser am 24.10.1763 liefert und einen Erlass von 5 fl. vorschlägt (ABR 1762, Beilage [5]). Das Konsistorium geht in einer Einschätzung vom 03.11.1763 (ABR 1762, Beilage [4]) konform, worauf der Nachlass in einem Dekret vom 09.12.1763 (ABR 1762, Beilage [3]) dann endgültig genehmigt wird.

Permantier, Peter: aus der Picardie; + 18.05.1785 Fachbach (OFB Nievern Nr. 1381)

    • zahlt ab 01.04.1759 Mietzins für das Steinerne Haus (Mietdauer 6 Jahre): 50 fl. jährlich
    • 1764: restiert 50 fl.
    • zahlt ab 01.04.1766 Mietzins für das Steinerne Haus: 60 fl. jährlich

Rupp, Johann Georg: Chirurg

    • zahlt Zinsen „wegen Vergünstigung eines Durchganges und Plätzchens zur Miststätte“: 1750-1760: 3 fl. jährlich; 1761-1770: 2 fl. jährlich
    • Nach einem Vermerk in Rechnung 1754 soll das fürstliche Dekret hierfür im Original vorgelegt werden, um zu sehen, auf wieviele Jahre diese Vergünstigung gewährt wurde. Lt. Rechnung 1755 befand sich Rupp im 4. Jahr einer 6jährigen Leihe
    • Nach den Notamina zur Rechnung 1759 und 1760 will Rupp statt 3 fl. nur noch 2 fl. bezahlen. Der Fondsverwalter hat mit Rupp einen neuen Vertrag auf 4 Jahre zu machen und in der künftigen Rechnung beizulegen (ABR 1760, Beilage [1])

Snell, Johann Peter: Pfarrer in Dachsenhausen (OFB Dachsenhausen, Nr. 2474)

    • zahlt Mietzins für ein kleines Stübchen im Steinernen Haus 1755: 2 fl. 15 alb.

Stein, Charlotta: Witwe; zahlt Mietzins von einer Stube und Kammer im obersten Stockwerk des Steinernen Hauses

    • vom 01.07.1758 bis 01.07.1759: 8 fl. (ABR 1759)
    • restiert 01.07.1759 bis 01.07.1760: 2 fl. 40 kr. (ABR 1760)
    • vom 01.07.1759 bis 01.07.1760: 2 fl. 20 alb. (ABR 1761)

Zipp, N. N.: Brunnenknecht; zahlt Mietzins von einer Stube und Kammer im Steinernen Hauses

    • vom 01.08.1758 bis 01.08.1759: 11 fl. (ABR 1759)
    • restiert 7 fl. 20 kr. vom 01.08.1759 bis Ende März 1760 (ABR 1760)
    • vom 01.08.1759 bis Ende März 1760: 7 fl. 10 alb. (ABR 1761)

Kurgäste

    • von Brehmer, [Ausgust Ferdinand]: Geheimrat[1]
      • zahlt 1751 für 2 Zimmer in der 2. Etage 3 fl. wöchentlich = 10 fl. 15 alb. für 3 ½ Wochen
      • zahlt 1752 für 2 Zimmer in der 2. Etage 4 fl. 15 alb. wöchentlich = 18 fl. für 4 Wochen
    • Donibe: Brigadier; zahlt 1750 für 7 Monate im Steinern Haus 5 fl. 15 alb.
    • Hohenlohe-Langenburg, [Ludwig]: Graf[2]; zahlt 1751 für die zwei mittleren Stockwerke 15 fl. wöchentlich vom 08.06. bis 06.07.1751 = 60 fl. für 4 Wochen
    • Löwenstein-Wertheim: Gräfin; zahlt 1754 für den mittleren Saal und einem kleinen Zimmer daneben 22 fl. 15 alb. für 5 Wochen
    • von Walckon: die Fräulein; zahlen 1751 für ein Zimmer im mittleren Stockwerk 2 fl. wöchentlich = 5 fl. für 2 ½ Wochen
    • Reinhard: Ehefrau des Hofrats Reinhard aus Karlsruhe; zahlt 1753 für die unterste Stube im Steinernen Haus 1 fl. 15 alb. wöchentlich = 4 fl. 15 alb. für 3 Wochen

2.2 Baukosten

2.2.1 Instandsetzungsarbeiten nach dem Erwerb des Hauses 1750-1751

    • Dem Glaser Meyerer zu Braubach für alle Fenster, teils mit neuem Blei und teils mit Scheiben zu reparieren, auch im großen Saal 2 neue zu machen 37 fl. 6 alb. 4 d., lt. Zettel Nr. 4 (ABR 1750)
    • Dem Leyendecker Peter Cramer [von Braubach] für das ganze Dachwerk in guten Stand zu setzen an Arbeitslohn gezahlt 37 fl., besage Rechnung und Quittung Nr 5. (ABR 1750)
    • Den Maurern und Weißbindern Wentzeln [von Braubach] für 8 Schornsteine über dem Dach frisch aufzumauern, wie auch das ganze Haus, im wenigsten 4 Stockwerke, auszubessern, imgleichen die Fensterrahmen in den 2 untersten Stockwerken vorn am Giebel grün, sodann alle Türen in den 2 untersten Stockwerken, teils mit Öl und teils mit Leinfarbe, hellbraun anzustreichen, 36 fl. 18 alb., lt. quittierter Rechnung Nr. 6 (ABR 1750)
    • Dem Schreiner Schuch zu Braubach für gemachte Arbeit 26 fl. 4 alb., vermöge Rechnung und Quittung Nr. 7 (ABR 1750)
    • Dem Schlosser Wendel Müller zu Ems für gemachte Arbeit gezahlt besage Rechnung und Quittung Nr. 8, 13 fl. 20 alb. (ABR 1750)
    • Dem Zimmermann Hegbert [Seibert!] zu Ems für gemachte Arbeit gezahlt lt. Quittung Nr. 9, 1 fl. 15 alb. (ABR 1750)
    • Fünf Mann von Ems Arbeitslohn, den Grund in den 4 Kellern herauszutun und wegzufahren, gezahlt vermöge quittierten Zettels Nr. 10, 29 fl. 9 alb. (ABR 1750)
    • Carl Zipp zu Ems für 25 Stück Bord [Bretter] gezahlt besage Quittung Nr. 11, 4 fl. (ABR 1750)
    • Matthias Cröll zu Koblenz für 2 ½ Tonnen Moselkalk, laut Quittung Nr. 12, 1 fl. 22 alb. 4 d. (ABR 1750)
    • Dem Schiffmann Johannes Heimbach von Niederlahnstein für 4 Tonnen Lahnkalk vermöge Quittung Nr. 13, 5 fl. 10 alb. (ABR 1750)
    • Dem Krämer Hubertus Coblet zu Koblenz für Farben und Leinöl besage Quittung Nr. 14, 8 fl. 25 alb. (ABR 1750)
    • Dem Juden Jonas David zu Braubach für 2 ½ Pfund englisches Zinn zum Löten lt. Quittung Nr. 15, 1 fl. 1 alb. (ABR 1750)
    • Dem Schiffmann Baltes Cron zu Niederlahnstein für 4 Tonnen Lahnkalk besage Quittung Nr. 16, 5 fl. 10 alb. (ABR 1750)
    • Dem Ziegler Elberskirch zu Ems für 600 Stück gebackene Steine lt. Quittung Nr. 17, 5 fl. (ABR 1750)
    • Johann Adam Kimbel zu St. Goar[3] für 10 Reis[4] Leyensteine gezahlt vermöge Quittung Nr. 18, 16 fl. 20 alb. (ABR 1750)
    • Dem Holzhändler Valentin Hammes zu Braubach für Bord [Bretter] und Doppeldielen besage Quittung Nr. 19, 12 fl. 24 alb. 4 d. (ABR 1750)
    • Dem Kaufmann Benod zu Nassau für Farben und Leinöl vermöge Quittung Nr. 20., 7 fl. 1 alb. 4 d. (ABR 1750)
    • Dem Nagelschmied Ensenroth (Ensroth) zu Braubach für allerhand Nägel lt. quittierter Rechnung Nr. 21, 9 fl. 19 alb. (ABR 1750)
    • Dem Weißgerber Pfadler (Fadler) zu Braubach für 7 Pfund Lein besage Quittung Nr. 22, 1 fl. 12 alb. (ABR 1750)
    • Lukas Baltzer zu Ems für 4 Tonnen Moselkalk und 100 gebackene Steine vermöge Quittung Nr. 23, 2 fl. 12 alb. 4 d. (ABR 1750)
    • Johannes Gräf zu Koblenz für 22 Pfund Kennelblei (Candel-) lt. Quittung Nr. 24, 2 fl. 6 alb. (ABR 1750)
    • Für die Fenster, Stühle und Tische, wie auch das ganze Haus zu säubern gezahlt besage Quittung Nr. 25, 2 fl. 26 alb. (ABR 1750)
    • Für allerhand bezahlte Kleinigkeiten lt. anliegender Spezifikation Nr. 26, 1 fl. 19 alb. (ABR 1750)
    • In dem zum Steinernen Haus gehörigen Kelterhaus ist auf Gutfinden des hiesigen fürstl. Beamten eine Kammer gemacht, wie auch das Stübchen repariert worden, damit solches fernerhin verzinst und jährlich ein Zins erhoben werden könnte. Solche Reparationskosten sind, wie hernach folgt:
      • Dem Zimmermann Carl Seibert zu Ems für gemachte Arbeit gezahlt lt. Urkunde Nr. 6, 5 fl. 25 alb. (ABR 1751)
      • Dem Schlosser Müller für gemachte Arbeit gezahlt lt. Urkunde Nr. 7, 5 fl. (ABR 1751)
      • Dem Weißbinder Wentzel [von Braubach] für gemachte Arbeit vermöge Urkunde Nr. 8, 5 fl. (ABR 1751)
      • Dem Schreiner Nuß [von Ems] für gemachte Arbeit und 50 Stück Bord [Bretter] lt. Urkunde Nr. 9, 12 fl. 15 alb. (ABR 1751)
      • Dem Schiffmann Johannes Heimbach [von Niederlahnstein] für 2 Tonnen Lahnkalk vermöge Urkunde Nr. 10, 2 fl. 20 alb. (ABR 1751)
      • Dem Glaser J. Lilles zu Diez für 2 Fenster besage Urkunde Nr. 11, 2 fl. 20 alb.
    • Dem Krämer Kneuper zu Braubach für 2 Maß Leinöl, so zu den neuen Läden im Steinernen Haus anzustreichen, verbraucht worden, lt. Nr. 12, 24 alb. (ABR 1751)
    • Dem Krämer Benod zu Nassau für Farben, so dazu gekommen, besage Nr. 13, 29 fl. 2 d. (ABR 1751)

2.2.2 Instandsetzungsarbeiten 1752-1762

    • Dem Schreiner Wölbert zu Ems für gemachte Arbeit lt. quittierten Zettels Nr. 3, 3 fl. 4 alb. (ABR 1752)
    • Der Witwe des Eisenkrämer Jünger im Thal [Koblenz-Ehrenbreitstein] für anno 1751 abgefolgten Stangendraht zu Vorhängen besage Quittung Nr. 3, 4 fl. 3 alb. (ABR 1753)
    • Dem Leyendecker Krämer (Cramer) [von Braubach] für anno 1752 und 1753 das Dachwerk auf dem Steinernen Haus zu besteigen und das nötige zu machen, gezahlt vermöge Quittung Nr. 4, 3 fl. 7 alb. 4 d. (ABR 1753)
    • Dem Nagelschmied Ensenroth (Ensroth) [von Braubach] für zu dieser Arbeit gegebene Nägel gezahlt lt. Quittung Nr. 5, 1 fl. 22 alb. 4 d. (ABR 1753)
    • Dem Glaser Meyer [von Braubach] für anno 1754 und 1755 gemachte Arbeit gezahlt besage Zettel Nr. 3 ½, 2 fl. 5 alb. (ABR 1754)
    • Für eine alte eiserne Ofenplatte, so unter den Blechofen im Kelterhaus gelegt worden, an den Amtsverweser Gläser gezahlt lt. Quittung Nr. 5, 15 alb. (ABR 1755)
    • Dem Schiffmann Johannes Heimbach [von Niederlahnstein] für eine Tonne Lahnkalk besage Quittung Nr. 2, 1 fl. 10 alb. (ABR 1756)
    • Dem Weißbinder Sturm [von Braubach] für in dem obersten Saal und in zweien Nebenzimmer, wo der Speis heruntergefallen war, wieder gemacht und die Zimmer geweißt, Arbeitslohn gezahlt vermöge Urkunde Nr. 3, 4 fl. (ABR 1756)
    • Dem Glaser Lüller für im Steinernen Haus eingesetzte Scheiben gezahlt lt. Quittung Nr. 4, 1 fl. 6 alb. (ABR 1756)
    • Dem Glaser Reinhard für an den Fenster im Kelterhaus gemachte Arbeit besage Urkunde Nr. 5, 1 fl. 3 alb. (ABR 1756)
    • Dem Weißbinder und Maurer Wentzel [von Braubach] für einen Ofen zu setzen und den Kamin (das Camin) zu machen gezahlt vermöge Quittung Nr. 3, 1 fl. 7 alb. (ABR 1757)
    • Für 100 gebackene Steine dem Ziegler Elberskirch [von Ems] gezahlt besage Quittung Nr. 4, 25 alb. (ABR 1757)
    • Dem Schlosser Müller und Schreiner Wölbert (Welpert) [von Ems] für gemachte Arbeit lt. Quittung Nr. 5, 1 fl. 16 alb. (ABR 1757)
    • Dem Leyendecker Römer [von Braubach] für auf dem Dachwerk des Steinernen Hauses gemachte Arbeit gezahlt lt. Quittung Nr. 3, 1 fl. 20 alb. (ABR 1758)
    • Dem Leyendecker Römer [von Braubach] für auf dem Dachwerk des Steinernen Hauses gemachte Arbeit gezahlt lt. Quittung Nr. 2, 2 fl. 15 alb. (ABR 1759)
    • Dem Maurer Sturm [von Braubach] für im Haus gemachte Arbeit besage Quittung Nr. 3, 3 fl. 5 alb. (ABR 1759)
    • Dem Glaser Meyer [von Braubach] für ein Fenster im obersten Stockwerk zu machen gezahlt vermöge Quittung Nr. 4, 1 fl. 25 alb. (ABR 1759)
    • Dem Schlosser Anton Müller für gemachte Arbeit gezahlt lt. Quittung Nr. 5, 1 fl. 17 alb. (ABR 1759)
    • Dem Glaser Meyer [von Braubach] von an den Fenstern gemachte Arbeit gezahlt besage Rechnung und Quittung Nr. 2, 17 fl. 16 alb. (ABR 1760)
    • Dem Schreiner Schuch [von Braubach] für neue Läden, Boden und Bettladen und sonst gemachte Arbeit gezahlt vermöge Quittung Nr. 3, 4 fl. (ABR 1760)
    • Dem Schlosser Müller für gemachte Arbeit gezahlt lt. Rechnung und Quittung Nr. 4, 2 fl. 21 alb. (ABR 1760)
    • Dem Schiffmann Schmitt zu Niederlahnstein für in das Steinerne Haus gelieferte 32 Stück Bord [Bretter] besage Quittung Nr. 5, 6 fl. 12 alb. (ABR 1760)
    • Dem Leyendecker Römer [von Braubach] für auch dem Dachwerk des Steinernen Hauses gemachte Arbeit gezahlt vermöge Quittung Nr. 6, 3 fl. 5 alb. (ABR 1760)
    • Dem Nagelschmied Ensenroth (Ensroth) [von Braubach] für gelieferte 225 Stück Nägel lt. Quittung Nr. 7, 15 alb. (ABR 1760)
    • Dem Leyendecker Römer [von Braubach] für auch dem Dachwerk des Steinernen Hauses gemachte Arbeit gezahlt vermöge Quittung Nr. 2, 2 fl. 15 alb. (ABR 1761)
    • Dem dasigen Schreinermeister Kaiser (Kayßer) [von Ems] für einige darinnen verfertigte nötig gewesene Arbeit lt. Quittung Nr. 2, 2 fl. 2 alb. (ABR 1762)
    • Dem dasigen Schlossermeister Müller [von Ems] für einige gemachte, ebenfalls nötige Schlosserarbeit lt. Quittung Nr. 3, 15 fl. (ABR 1762)
    • Dem Leyendecker Römer zu Braubach für gemachte Arbeit lt. Quittung Nr. 4, 2 fl. 15 alb. (ABR 1762)
    • Dem Glasermeister Meuerer von Braubach für gemachte Arbeit lt. Quittung Nr. 5, 2 fl. 14 alb. (ABR 1762)

2.2.3 Wiederaufbau des Kelterhauses 1762

Am 19.06.1761 stürzt das Kelterhaus wegen Hochwassers ein. Der Braubacher Amtmann Kekulé reicht hierzu am 31.01.1763 eine Abschätzung der Baukosten an das Konsistorium in Darmstadt ein, um sich die Ausgabeverbuchung genehmigen zu lassen (ABR 1762, Beilage [7b]). Die Kostenfreigabe erfolgt am 18.02.1763 (ABR 1762, Beilage [7])

    • Dem Maurermeister Sturm von Braubach für gemachte Maurerarbeit lt. Ratifikationsreskript vom hochfürstl. Konsistorium de dato Darmstadt, den 18.02.1763 und quittierter Spezifikation Nr. 6 und 7, 52 fl. 15 alb. (ABR 1762)
    • Dem Zimmermeister Carl Seybert zu Ems für gemachte Zimmerarbeit in vorbemeldetem Kelterhaus lt. Ratifikationsreskript sub numero 6 allegiert, Spezifikation und Quittung Nr. 8, 40 fl. (ABR 1762)
    • Dem Schreinermeister Kaiser (Kayßer) zu Ems für verfertigte Arbeit lt. allegiertem Ratifikationsreskript, vide numerus 6, Spezifikation und Quittung Nr. 9, 16 fl. 15 alb. (ABR 1762)
    • Dem Schlossermeister Müller zu Ems für gemachte Schlosserarbeit lt. Ratifikationsreskript, vide numerus 6, Spezifikation und Quittung Nr. 10, 8 fl. 22 alb. 4 d. (ABR 1762)
    • Dem Leyendecker Römer zu Braubach für gefertigte Leyendeckerarbeit lt. Ratifikationsreskript, vide numerus 6, Spezifikation und Quittung Nr. 11, 10 fl. (ABR 1762)
    • Dem Glasermeister Johann Philipp Meuerer zu Braubach lt. Ratifikationsreskript, vide numerus 6, Spezifikation und Quittung Nr. 12, 10 fl. (ABR 1762)
    • Für 12 Tonnen Kalk, jede per 15 alb., der Kalkbrennerin Hofmännin zu Katzenelnbogen lt. Quittung Nr. 13, 6 fl. (ABR 1762)
    • Für Fuhrlohn, davon Johannes Daubinger und Johann Peter Thorn zu Katzenelnbogen obigen Kalk von daher nach Braubach zu fahren, lt. Quittung Nr. 14, 8 fl. (ABR 1762)
    • Für 13 Stämme Bauholz der Gemeinde Ems lt. Quittung Nr. 15, 13 fl. 15 alb. (ABR 1762)
    • Für 2 Reis Leyenstein à 1 fl. 25 alb. per 1 Reis dem Steinhändler Johann Adam Kümbel zu Kaub lt. Quittung Nr. 16, 3 fl. 20 alb. (ABR 1762)
    • Für 10 ½ Pfund Decknägel, 400 Stück Speichernägel, 300 Stück halbe dito, 13 Stück Mast-Speichernägel dem Nagelschmied Scholl zu Koblenz lt. Spezifikation und Quittung Nr. 17, 5 fl. 5 alb. 4 d. (ABR 1762)
    • Vor 26 Gebund Roggenstroh in den Leimen dem Schultheiß Werner zu Ems lt. Quittung Nr. 18, 2 fl. 18 alb. (ABR 1762)
    • Für 400 Stück Tauchsteine (Taug-) zu Bendorf dem Steinhändler Eberhard daselbst lt. Quittung Nr. 19, 6 fl. 1 alb. (ABR 1762)
    • Für Fuhrlohn von diesen Steinen der Gemeinde Ems von 5/4 Stunden, so dieselbe von Bendorf aus über die gewöhnlichen (ordinaire) Frohndienste damit geleistet (praestiret), lt. Quittung Nr. 20, 2 fl. (ABR 1762)
    • Für 13 Stücke tannene Borden [Bretter] der Bordhändlerin Hammes zu Braubach lt. Quittung Nr. 21, 3 fl. (ABR 1762)

2.2.4 Instandsetzungsarbeiten 1763-1770 incl. der baufälligen Schornsteine 1769

    • Dem Leyendecker Meister Römer von Braubach für Besteigung des Dachs und dessen Ausflickung nebst Nägeln dazu lt. Quittung Nr. 2, 1 fl. 20 alb. (ABR 1763)
    • Dem Leyendecker Georg Jakob Römer dahier für das Dach auf dem Steinernen Haus 3mal zu besteigen, für die dazugetanen Steine und Nägel gezahlt lt. Quittung Nr. 3, 3 fl. 20 alb. (ABR 1764-2)
    • An besagten Amtsverweser Gläser vermöge gnädigstem Konsistorialbefehl vom 14. Februar 1765 gezahlt die diesseitige Hälfte Baukosten vom Armenbad in (das) 1764te Jahr lt. Quittung Nr. 10, 156 fl. 16 alb. 6 d. (ABR 1764-2)
    • Dem Meister Römer das Dach auf dem Steinernen Haus 2mal zu besteigen, Nägel und Steine dazugetan, lt. Quittung Nr. 3, 2 fl. 20 alb. (ABR 1764-2)
    • Dem Leyendecker Meister Römer dahier für das Dach auf dem Steinernen Haus zu besteigen und ein Stück auszubessern gezahlt lt. Quittung Nr. 4, 4 fl. 20 alb. (ABR 1764-2)
    • Dem Meister Römer lt. Quittung 20 alb. (ABR 1764-2, unter Allg. Ausgaben)
    • Dem Leyendecker Meister Römer wegen Leyendeckerarbeit und dazugetanen Steinen und Nägeln lt. Quittung Nr. 4, 4 fl. 15 alb. (ABR 1767)
    • Dem Meister Leyendecker Römer von Braubach für dieses Haus zu besteigen und für Flickarbeit lt. Quittung Nr. 5, 2 fl. 5 alb. (ABR 1768)
    • Fü4 500 Stück gebackene Steine zum Schornstein dem Häfner Johannes Schnee zu Boppard[5] Quittung Nr. 4, 5 fl. 12 alb. 4 d. (ABR 1769)
    • Für 105 ½ Pfund Blei dem Kaufmann … zu Koblenz lt. Quittung Nr. 5, 14 fl. 15 alb. (ABR 1769)
    • Für 5 Tonnen Moselkalk dem Schiffer Johannes Schneider von Trier lt. Quittung Nr. 6, 3 fl. 26 alb. 4 d. (ABR 1769)
    • Für 25 Stück tannene Borden 4 fl. 25 alb. und Fracht von vorspezifizierten Materialien nach Ems zu bringen dem Schiffer Rasch zu Niederlahnstein[6] Quittung Nr. 7, 6 fl. (ABR 1769)
    • Dem Leonhard Kumpel von Kaub von 4 Reis Leyensteinen lt. Quittung Nr. 8, 6 fl. 20 alb. (ABR 1769)
    • Dem Leyendecker Georg Jakob Römer zu Braubach für verfertigte Leyendeckerarbeit lt. Quittung Nr. 9, 21 fl. 15 alb. (ABR 1769)
    • Dem Maurermeister Johann Georg Sturm von Braubach für Arbeit wegen der neu gemachten 7 Schornsteine im Steinernen Haus lt. Quittung Nr. 10, 21 fl. (ABR 1769)
    • Für Fuhrlohn, Sand und Rüstreitel (Rüst-Raidel)[7] zur Stelle herbeizufahren lt. Quittung Nr. 11, 2 fl. (ABR 1769)
    • Für die Materialien von der Lahn zum Steinernen Haus zu bringen lt. Quittung Nr. 12, fl. (ABR 1769)
    • Dem Leyendecker Römer von Braubach für das Dach auf dem Steinernen Haus nach der Herbstzeit dieses Jahr zu besteigen lt. Quittung Nr. 13, 1 fl. (ABR 1769)
    • Dem Nagelschmied Allmand zu Niederlahnstein[8] für Nägel lt. Urkunde Nr. 14, 4 fl. 26 alb. 4 d. (ABR 1769)
    • Dem Leyendecker Römer von Braubach für sotanes Steinerne Haus und dessen Neben- oder Hinterhaus zu besteigen nebst Nägeln dazu lt. Quittung Nr. 6, 2 fl. 15 alb. (ABR 1770)

2.3 Inventar

Die Rechnungen erhalten ab 1750 am Schluss immer ein Inventar des Steinernen Hauses. 1751 waren vorhanden:

    • 1 Küchenschrank
    • 2 Schüsselbänke
    • 20 Bettladen mit hohen Stollen [Füßen]
    • 13 Bettladen ohne Stollen
    • 59 Lehnstühle, noch brauchbar
    • 25 Lehnstühle, mangelhaft
    • 26 Tische, teils brauchbar, teils mangelhaft
    • 19 Tischkreuze ohne Blätter [Platten], teils brauchbar, teils unbrauchbar
    • 1 großes ovales Tischblatt
    • 9 eiserne Stange zu Fenstervorhängen (1751 gekauft, 1753 verrechnet)
    • 4 eiserne Stangen an Bettladen (1751 gekauft, 1753 verrechnet)

1759 waren nach einer Visitation vorhanden:

    • 1 Küchenschrank, abschließbar
    • 2 Schüsselbänke
    • 2 eiserne Brandreidel [Feuerhaken]
    • 1 kleiner Schrank, steht in der Speisekammer
    • 20 Bettladen mit hohen Stollen [Füßen]: 5 Stück haben Böden und Kränze, die jetzt gemacht wurden, 2 Stück haben Böden, 12 Stück haben keine Böden, 1 Stück ohne Seitenbretter
    • 14 Bettladen ohne hohe Stollen: 4 Stück haben Böden, die jetzt gemacht wurden, 10 Stück haben keine Böden
    • 24 Tische, brauchbar
    • 2 Tische, unbrauchbar
    • 13 Tischkreuze ohne Blätter
    • 1 großes ovales Tischblatt, wozu kein Kreuz vorhanden
    • 63 hölzerne Lehnstühle, von denen einige brauchbar
    • 16 hölzerne Lehnstühle, die ohne Reparatur nicht mehr zu gebrauchen sind
    • 11 eiserne Stangen an Fenstern und Bettladen
    • im untersten Stockwerk befindet sich ein Schrank in der Mauer, abschließbar
    • im großen Saal im 2. Stockwerk befindet sich ein großer Weißzeug-Schrank und ein kleiner in der Mauer, beide abschließbar

1763 waren vorhanden:

    • An Eisenwerk (hat der Hausbeständer Permentie im Gebrauch)
      • 6 eiserne Öfen mit eisernen Aufsätzen
      • 1 große eiserne Herdplatte in der untersten Küche, die einen Sprung hat
      • 1 Stück von einer eisernen Platte, in der Küche der 2. Etage befindlich
      • 7 eiserne Fensterstangen
      • 4 eiserne Bettladenstangen
    • An Holzwerk (hat der Hausbeständer Permentie im Gebrauch)
      • 1 große ovale Tafel
      • 19 viereckige gewöhnliche (ordinaire) Tische mit Kreuzen
      • 1 rote Schloß Bang
      • 54 hölzerne Lehnstühle
      • 13 Tischkreuze ohne Blätter (stehen oben in der Kammer)
      • 30 zerbrochene Lehnstühle (stehen oben in der Kammer)
      • 9 Bettläden mit Stollen [Füßen] und Böden
      • 9 Bettläden ohne Böden (stehen oben in der Kammer)
      • 4 Bettläden ohne Stollen und Böden
      • 5 Bettläden ohne Stollen und Böden (stehen oben in der Kammer)
      • 1 abschließbarer Schrank in der Mauer im untersten Zimmer
      • 1 abschließbarer Weißzeugschrank in der Mauer im großen Saal befindlich
      • 1 abschließbarer allda befindlicher kleiner Schrank
      • 1 abschließbarer Küchenschrank nebst den dazugehörigen 2 Schüsselbänken, in der untersten Küche befindlich

Anmerkungen
[1] https://de.wikipedia.org/wiki/August_Ferdinand_von_Brehmer
[2] https://de.wikipedia.org/wiki/Ludwig_(Hohenlohe-Langenburg
[3] OFB St. Goar, Nr. 1201 (Kämpel, Kempel)
[4]Das Reis, Ries, war in Frankfurt am Main ein Maß für eine gewisse Anzahl Schiefersteine für Dachdeckerarbeiten. Dazu wurden die Steine aufrecht und eng mit der Breitseite nebeneinander in eine Reihe von 8 Werkschuh Länge gestellt. Der Werkschuh, auch Fuß oder nur Schuh genannt, hatte die Grundlänge von 12 Zoll, was etwa 28,5 Zentimetern entsprach. Eine etwaige Stückzahl Schiefersteinen, die so zu einer Reihe gestellt wurden, war bei etwa Dicke von 5 bis 6 Millimeter mit 50 bis 55 Stück anzunehmen. (https://de.wikipedia.org/wiki/Reis_(Einheit))
[5] OFB Boppard, Nr. S/224
[6] OFB Niederlahnstein, Nr. 3613
[7] Rüstreitel: in Hessen Querbalken am sog. Katzengebälk (dem obersten Teile des Gebälks) (Grimm: DWB)
[8] OFB Niederlahnstein, Nr. 34


Letzte Änderung: 13. Mai 2026
Ralph Jackmuth