Allg. Ausgaben

5 Allgemeine Ausgaben („Insgemein“)

5.1 Ausgaben für das Steinerne Haus

    • Grundzinsen: 11 alb. 2 d., jährlich zahlbar je an den Amtsverweser Gläser und den nass. Rentmeister Nemnich, ab 1758 Rentmeister Kreutzer (ABR 1750-1770)
    • Kontribution und Bede: zahlbar an den jeweiligen Emser Bürgermeister des Jahres; 1750-1751: 4 fl. 18 alb. 2 d.; 1752: 4 fl. 9 alb.; 1753: 4 fl. 8 alb.; 1754: 4 fl. 9 alb. 4 f.; 1755: 3 fl. 18 alb. 7 d.; 1756: 4 fl. 9 alb. 4 d.; 1757: 4 fl. 28 alb. 2 d.; 1758: 4 fl. 9 alb. 4 d.; 1759: 5 fl. 25 alb. 6 d.; 1760-1763: 6 fl. 24 alb. 5 d. (1760: Bgm. Schupp, 1761: Zimmerschitt, 1762: Bgm. Eichholtz, 1763: Bgm. Johannes Schupp); 1764: 6 fl. 24 alb. 4 d. (Bgm. Nikolaus Scherff); 1765: 5 fl. 26 alb. (Bgm. Carl Kap); 1766: 4 fl. 26 alb. 4 d. (Bgm. Johann David Treß); 1767: 6 fl. 17 alb. (Bgm. Hermann Brück); 1768: 5 fl. 3 alb. 6 d.; 1769: 5 fl. 16 alb. 4 d.; 1770: 5 fl. 16 alb. 1 d.
    • Dem Pfarrer Lantz zu Ems für 2 Bettvorhänge und 10 Gebund Roggenstroh, so derselbe zum Bettwerk hergegeben, als Ihro Hochgräfliche Gnaden, der Herr von Hohenlohe-Langenburg im Steinernen Haus logiert haben, 3 fl. 20 alb. (ABR 1751)
    • Zinsen vom Bettwerk, so die Archenholtzische Wittib gelehnt, als verschiedene Kurgäste den Sommer über im Steinernen Haus logiert, gezahlt 6 fl. 25 alb. 4 d. (ABR 1751)
    • Zinsen von 2 Betten und Laken (Leylachen) als der Herr Geheimrat von Brehmer im Steinernen Haus logiert, sind bezahlt worden lt. Urkunde Nr. 4, 5 fl. 20 alb. (ABR 1752)
    • Zinsen von 2 Betten und Laken (Leylachen) als die Frau Gräfin von Löwenstein-Wertheim 5 Wochen im Steinernen Haus logiert hat, gezahlt lt. Quittung Nr. 3, 7 fl. 15 alb. (ABR 1754)

5.2 Ausgaben der Rechnungsabhörung

5.2.1 Rechnungsvorprüfung: erscheint als „Probgebühr von dieser Rechnung“, „für die Probatur dieser Rechnung“, „für diese Rechnung zu probieren“; 1750-1763: 1 fl., 1764-1770: 1 fl. 15 alb.; als Prüfer werden genannt: fürstl. Rechnungsjustifikator Follenius (1741), Kammersekretär Johann Daniel Hauck (1749-1750, 1756-1757), Christian Herrmann (1768-1770)


5.2.2 Rechnungsablagegebühr: für i. d. R. 2 Abhörer der Rechnung 1 fl. 15 alb. je Rechnung; 1746: 1 fl. 15 alb. für Superintendent Friedrich Andreas Panzerbieter und Regierungsrat Wilhelm Ludwig Steck; 1748: 3 fl. für 1747 und 1748; 1749: 1 fl. 15 alb.; 1750-1751: je 22 alb. 4 d. an Oberhofprediger Friedrich Wilhelm Berchelmann; 1752-1754: je 1 fl. 15 alb.; 1755: 22 alb. 4 d.; 1756-1764: 1 fl. 15 alb.; 1764: 22 alb. 4 d. (ABR 1764-2); 1765: 22 alb. 4 d.; 1766: 1 fl. 15 alb.; 1767: 2 fl.; 1768-1770: je 2 fl. an Johann Balthasar Weiz und Elias Christoph Hanitzsch


5.2.3 Däten[1] der Rechnungsablage: betragen 2 fl. 15 alb. pro Tage, die der Rechnungsführer geltend macht, 1745 und 1754 werden auch weitere Rechnungsabhörer bezahlt

    • 1741: Mir, dem Rechner, für 2 Tage Diäten, so bei Probierung und Abhör der 3 Rechnungen de annis 1739, 1740 und 1741 zugebracht habe, 5 fl.
    • 1744: Rechnungsablagedäten sind mir, dem Rechner, für 2 Tage, als die 1742te und 1743te, sodann 1744te Rechnungen abgenommen, in Ausgabe bewilligt (passiret) worden, 5 fl.
    • 1745: Rechnungsabhördiäten de annis 1742, 1743 und 1744 sind Ihro Hochwürden, dem Herrn Superintendenten und dem Herrn Regierungrat Steck bezahlt worden laut Quittung numero 2, 4 fl. 15 alb. — Denselben ferner Rechnungsabhördiäten de anno 1745 besag Quittung numero 3, 1 fl. 15 alb. — Mir, dem Rechner, ferner Rechnungsablagediäten wegen dieser Rechnung inclusive der Reisekosen, 2 fl. 15 alb.
    • 1746-1754: Mir, dem Rechner, Rechnungsablagedäten wegen dieser Rechnung, 2 fl. 15 alb.
    • 1754: Diäten von 1 ½ Tagen bei Abhörung der Rechnungen de annis 1752, 1753 et 1754 denen Herrn Commissariis, 6 fl.
    • 1755-1760: Mir, dem Rechner, Rechnungsablagedäten wegen dieser Rechnung, 2 fl. 15 alb.
    • 1761-1762: Mir, dem Rechner, Rechnungsablagediäten, 2 fl. 15 alb.
    • 1763: Dem Rechnungsführer Rechnungsablagediäten, 2 fl. 15 alb.
    • 1764-1: Der verwittibten Rechnungsführerin gewöhnliche Rechnungsablagediäten vom halben Jahr, 2 fl. 15 alb.
    • 1764-2: Dem Rechnungsführer von dieser Rechnung Ablagediäten, 1 fl. 15 alb.
    • 1765: Mir, dem Rechnungsführer, Rechnungsablagediäten wie gewöhnlich, 1 fl. 15 alb.
    • 1766-1767: Mir, dem Rechnungsführer, Rechnungsablagediäten wie gewöhnlich, 2 fl. 15 alb.
    • 1768: Dem Rechner die gewöhnlichen Rechnungsablagediäten, 2 fl. 15 alb.
    • 1769-1770: Dem Rechner Rechnungsablagediäten, 2 fl. 15 alb.

5.3 Diäten

    • 1745: Mir, dem Rechner [Engelhard], Diäten, als ich zu Ems gewesen und das publizierte Archenholtzische Classifications-Urthel angehört, mit Hin- und Herreise zugebracht 1 Tag, 2 fl. 15 alb.
    • 1750: Diäten und Kosten sind dem fürstlichen Ambtmann Herrn Schenck vermöge Dekret und Quittung bezahlt worden laut Urkunde numero 27, 6 fl. 16 alb. — Zehrung, als ich [Engelhard] wegen des Bauwesens des Steinernen Hauses mich 20 Tage zu Ems aufhalten müssen, an den dasigen Schultheiß Werner bezahlt laut dessen Quittung numero 32, 17 fl.
    • 1751: Mir, dem Rechner [Engelhard], Zehrung, als ich einen Tag zu Ems gewesen und Ihro Hochgräflichen Gnaden von Hohenlohe Langenburg die 2 mittleren Etagen im Steinernen Haus verzinst, für Pferdmiete und Zehrung, 2 fl. 15 alb. Mir, dem Rechner [Engelhard], ferner für Zehrung und Pferdmiete, als ich den 5. Juli abermals zu Ems gewesen und von Ihro Hochgräflichen Gnaden den Zins empfangen und zugleich die Reparation im Kelterhaus den Handwerksleuten verakkordiert, 2 fl. 15 alb.
    • 1756: Ferner mir, dem Rechner [Engelhard], Zehrung und Pferdmiete, als ich zu Ems gewesen und die nötigen Reparationen im Steinernen Haus in Augenschein genommen und solche zu verfertigen Anstalt gemacht habe, 1 fl.
    • 1758: Zehrung und Pferdmiete, als mir angezeigt worden, dass der Wind am Dachwerk und Fenster großen Schaden im Steinernen Haus getan hat und ich solches besichtigt habe, 1 fl.
    • 1759: Weiter mir, dem Rechner [Engelhard], für Zehrung und Fuhrlohn, als mir aufgegeben worden, eine Spezifikation über die dermalen vorhandenen Möbel (Meubles) zu verfertigen, 3 fl.
    • 1760: Weiter mir, dem Rechner [Engelhard], für Zehrung und Pferdmiete, als ich zu Ems gewesen, dem Hausbeständer Permontier die nötigen Möbel (Meubles) eingehändigt und was nötig gewesen, reparieren lassen, 3 fl.
    • 1762: Diäten dem fürstlichen Ambtmann Herrn Kekule zu Braubach für 1 Tag wegen Einnehmung des Augenscheins von dem durch eine Wasserflut eingestürzten Kelterhauses zu Ems laut Quittung numero 25, 2 fl. 15 alb. — Demselben ferner für 1 Tag laut Quittung numero 25 vorher, 2 fl. 15 alb. — Mir [Engelhard] ferner an Däten von 2 Tagen, täglich 2 ½ fl., so ich nebst dem fürstlichen Amtmann Herrn Kekule mit Besichtigung des durch die Fluten ruinierten Kelterhauses auf Befehl zugebracht 5 fl.
    • 1764-2: Mir, dem Rechnungsführer [Friedgen], für einen Tag Zehrung, als ich mit dem Meister Röhmer zu Ems gewesen, den Möbeln (Moebels) im Steinernen Haus nachgesehen nebst dem Dachwerck und Kamine im Steinernen Haus, für diesen Tag lauth Quittung numero 11, 2 fl. 15 alb.
    • 1767: Mir, dem Administrator [Friedgen], dass vermöge gnädigsten Befehls, den 25. und 26. Mai im Kirchspiel Katzenelnbogen gewesen, mit den Zinsrückständigen (Interessen Restantiariis) alle Posten attestieren lassen, womit in voriger Rechnung liquidiert worden, also meine Tagesdiäten à 2 fl. 15 alb. lt. Quittung numero 9, 5 fl.
    • 1768: Dem Rechner [Friedgen] Diäten von 1 Tag den 5. Juli anni currentis nebst dem fürstlichen Amtmann Herrn Kekule auf fürstlichen Befehl, die baufälligen Schornsteine in dem Steinernen Haus zu Ems zu besichtigen, so dann über die Bau-Reparations-Kosten einen Überschlag machen zu lassen, 2 fl. 15 alb. —Demselben [Friedgen] für 1 Tag, den 13. September anni currentis Diäten, auf fürstlichen Befehl verschiedene hölzerne Mobilien im Steinernen Haus offentlich zu versteigern, 2 fl. 15 alb. — Diäten deshalb dem dieser Versteigerung beigewohnten gemeinschaftlichen Schultheiß Otto daselbst laut Quittung numero 9, 1 fl.
    • 1769: Dem Rechner [Friedgen] Diäten von 2 Tagen, als den 12. et 13. September anni currentis, so er wegen rückständiger Interessen [Zinsen] de anno 1767 zu Katzenelnbogen nebst der Hin- und Herreise zugebracht, 5 fl. — Demselben weiter für Diäten und Zehrung den 13. et 14. November 1769 wegen daselbst und im Kirchspiel rückständiger Pensionen [Zinsen] de anno 1768, 5 fl. — Dem Rechner [Friedgen] Diäten für 1 Tag zu Koblenz Materialien als Kalk, Blei, Decknägel und Borden [Bretter] allda zu kaufen, 2 fl. 15 alb. (ABR 1769, unter „Baukosten“) — Demselben Diäten für 1 Tag zu Ems nach den angestellten Handwerksleuten und deren Arbeit zu sehen, 2 fl. 15 alb. (ABR 1769, unter „Baukosten“) — Demselben ferner für 1 Tag Diäten, um nach verfertigter Bauarbeit am Steinernen Haus zu sehen, ob solche tüchtig und akkordmäßig [vertragsmäßig] gemacht worden, 2 fl. 15 alb. (ABR 1769, unter „Baukosten“)
    • 1770: Dem Rechner [Friedgen] Diäten von 2 Tagen, als den 9. et 10. November anni currentis, so er mit der Hin- und Herreise zu Katzenelnbogen wegen der daselbst und im Kirchspiel Katzenelnbogen ausstehender vielen Pensionen [Zinsen] zugebracht, 5 fl.

5.4 Sonstige Kosten

    • Zinsabschreibungen:
      • 154 fl. Zinsrückstand werden Johann Henrich Lutz zu Braubach erlassen lt. eines fürstl. Reskripts unter Nr. 4 (ABR 1721-1726)
      • 1741: Der Witwe des Philipp Jakob Heiler werden 23 fl. rückständige Zinsen „wegen ihrer großen Dürftigkeit“ erlassen lt. hochfürstl. Reskript vom 18.09.1741 (ABR 1741) — Konsistorium zu Darmstadt an den Braubacher Amtmann Schenck vom 18.09.1741 (ABR 1741, Beilage [1]) und Quittung der Margaretha Elisabeth Heiler über die Auszahlung von 23 fl. (ABR 1741, Beilage [2])
      • 1743: 11 fl. 22 alb. 3,2 d. rückständige Zinsen vom 10.12.1740 bis 30.04.1743 von 82 fl. sind wegen Konrad Steubers „Konkursprozess“ nicht eingegangen lt. Schein numero 2
      • 1746: 245 fl. 28 alb. 2 ⅓ d. als ⅔ von 368 fl. 27 alb. 4 d. aufgewachsener Archenholtzischer Pension von 950 fl. Kapitalforderung de annis 1734 bis den 21.06.1740, da dieser Konkurs einen Anfang genommen, sollen vermöge Sentenz [Urteil] erlassen werden lt. Urkunde numero 2 et 3 — 315 fl. 2 alb. 4 d. rückständige Archenholtzische Pension vom 21.06.1740 bis 31.12.1745 von 950 fl. Kapital werden hier als verloren in Ausgabe gebracht
      • 1749: 16 fl. 7 1 ⅓ d. sind Christian Philipp Wagner an 48 fl. 21 alb. 4 d. als der 3. Teil des Rückstands erlassen worden lt. anliegendem Reskript (vom 30.01.1749) numero 6 — Gesuch des Philipp Wilhelm Wagner aus Dachsenhausen vom Januar 1749 (ABR 1762, Beilage [15]) — Der Braubacher Amtmann Schenck an Konsistorium zu Darmstadt vom 10.01.1749 (ABR 1762, Beilage [17]) — Konsistorium zu Darmstadt an Amtmann Schenck vom 30.01.1749 (ABR 1762, Beilage [18]) — Bescheinigung des Rechnungsführers Engelhard vom 10.01.1749 (ABR 1762, Beilage [16])
      • 1755: 366 fl. 16 alb. 7 d., so von des verstorbenen Schutzjuden Süßmann Moses dahier dieser Kasse schuldig gewesenen 3 Kapitalien à 850 fl. wegen entstandenen „Konkursprozesses“ von dieser Masse nicht eingebracht werden können, sondern nur 483 fl. 13 alb. 1 d., so dessen Erben sich offeriert haben, sollen vermöge anliegenden Urteils nunmehro bewandten Umständen nach angenommen werden, also wird obiger nicht … Rest der 3 Kapitalien, weil vorne pag. 3 das ganze Kapital zur Einnahme gesetzt worden, hier als verloren zur Ausgabe gebracht, numero 5 ½ und 6 — 765 fl. rückständige Pensiones [Zinsen] von obigen 3 Kapitalien de annis 1740-1754, so ebenfals nicht zu erlangen gewesen, werden hier als verloren zur Ausgabe gebracht — 28 fl. 4 d. ferner rückständiger Pensions-Rest von obigen 3 Kapitalien de anno 1739, so gleichfalls nicht zu erlangen gewesen, sollen vermöge anliegenden Rescripti in Ausgabe verschrieben werden, numero 7
      • 1765: Nach pag. 13 der 1764er Rechnung betragen die von meinem Antecessore [Vorgänger] eizukassierenden rückständigen Interesses [Zinsen]: 543 fl. 17 alb. 6 d., sodann pag. 14 de anno 1764 an Einnahmen dem Hauszins 62 fl., ferner hat die Engelhardtische Wittib in ihrer abgelegten Stumpfrechnung, pag. 19, mit 3815 fl. 9 alb. liquidiert, davon aber die Wagnerischen Kapitalien und Interessen mit 3548 fl. 10 alb., pag. 13, abgehen, weil solche wieder in die Liquidation kommen, bleiben dennoch Rechnungsrezess 266 fl. 29 alb. 1 d.; Summe: 872 fl. 16 alb. 7 d. Von diesen nun einzutreiben gebühren mir vermöge hochfürstlichen gnädigsten Konsistorialbefehls numero 3 ½ vom 7. Juni 1765 5 %, welches sich also 43 fl. 19 alb. beträgt
      • Mietnachlass: 1763: Dem Beständer des „Steinernen Kelterhauses“ Anton Glasmann sind 5 fl. an seinem Bestandsgeld [Miete] von 10 fl. erlassen worden lt. fürstl. Reskript vom 09.12.1763 und darunter befindlichen Scheins Nr. 8 (ABR 1762, Beilage [3])
      • Schreibmaterial: 1757-1770: 15 alb. jährlich; in Rechnung 1764-1 verausgabt die Rechnungsführerin die Hälfte mit 7 alb. 4 d.
      • Münzverlust: 1737: Sind bei der Münzdevaluation [-abwertung] an den damals vorrätig gehabten Sorten an Karolinen, Kopfstückern und halben Gulden verloren gegangen lt. Spezifikation und Urkunde, 73 fl. 10 alb. (ABR 1737 und Beilage [1]); 1757: Sind an 31 Stück Laubtaler, so ich [Engelhard] zu 2 fl. 40 kr. eingenommen und nachmals auf 2 fl. 45 kr. gesetzt und ausgegeben worden, verloren gegangen 15 alb. 4 d. — 1763: Verlust an für voll eingenommene, hernach aber heruntergesetzten (abgewürdigten) allerhand kleinen Münzsorten besage beiliegender Spezifikation und hochfürstl. Decreti vom 27. Oktober 1763, numeris 9 et 10, 30 fl. 20 alb. 6 d. — 1764: Bei Übernehmung dieser Kasse [Friedgen] an heruntergesetztem (abgewürtigten) Münzverlust lt. Stein vom fürstl. Amtmann Kekule, numero 6, 3 fl. 25 alb. (ABR 1764-2)
      • Rechnungsfehler: 1764: Der verwittibten Kriegskassiererin Engelhardtin einen Error [Irrtum] in Rechnung vergütet lt. Quittung und Schein Nr. 7, 3 fl. 13 alb. 1 d. (ABR 1764-2) — 1765: Der Engelhartischen Wittib einen abermaligen Error [Irrtum] in Rechnung vergütet wegen mehr im Empfang der Interessen [Zinsen] gesetzt, als wirklich empfangen, lt. Quittung und vidimierten Scheins vom fürstl. Amtmann, numero 7, 2 fl. 15 alb.
    • Kopialgebühren: 1744: der Braubacher Stadtschreiber Frowein erhält 27 alb. für mehrere Abschriften lt. einer anliegenden Quittung Nr. 3 (ABR 1744, Beilage [3]); 1745: Frowein erhält 15 alb. lt. einer Quittung Nr. 4 (nicht erhalten)
    • Deserviten (Anwaltsgebühren): 1747: Dem fürstlichen syndicus piorum corporum Herrn Blanck werden 10 fl. an Unkosten lt. eines Dekrets vom 17.08.1747 bezahlt, die dieser bei der Archenholtzischen Konkursmasse hatte, Quittung Nr. 2 (nicht erhalten) — 1753: Dem Rat Blanck werden 5 fl. abschläglich dessen Deservitenrechnung wegen des Süßmännischen Prozesses bezahlt, Quittung Nr. 6 (nicht erhalten) — 1760: Dem Registrator Gillmer werden 27 alb. Kanzleijura in Sachen contra Pauli bezahlt, Quittung Nr. 11 (nicht erhalten) — 1763: Dem Advokat Pluss zu Darmstadt werden 5 fl. 26 alb. 4 d. Deserviten bezahlt in Sachen der Armenbadskasse contra den kölnischen Kaufmann Johann Christoph Pauli lt. hochfürstl. Reskripts vom 15.09.1763 und Quittungen Nr. 6 und 7 (nicht erhalten)
    • Botenlöhne: 1749: Johann Christoph Orth werden 2 fl. 15 alb. bezahlt, um einen Packen Geld von Braubach bis nach Darmstadt zu Herrn Kammerrath Hermann zu tragen lt. Quittung Nr. 4 (nicht erhalten) — Philipp Jakob Brühl (von Braubach) und Johann Christoph Orth werden 5 fl. bezahlt, um Geld nach Darmstadt zu Herrn Kammerrath Hermann zu tragen lt. Quittung Nr. 5 (nicht erhalten)
    • Almosen: Dem Amtsverweser Hofkammerrat Gläser werden 30 fl. zur Austeilung an die Armen gezahlt: 1758: Reskript vom 07.07.1757 (nicht erhalten); 1765 und 1766: lt. Konsistorialbefehl vom 17.04.1765 (nicht erhalten); 1767-1770: Belege nicht erhalten

Anmerkungen

[1] Däten sind Tagegelder im Sinne einer Aufwandsentschädigung für alle an einem Tag entstandenen Kosten (meist Reisespesen)


Letzte Änderung: 13. Mai 2026
Ralph Jackmuth