{"id":4719,"date":"2020-08-19T18:38:38","date_gmt":"2020-08-19T18:38:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=4719"},"modified":"2020-08-19T18:38:38","modified_gmt":"2020-08-19T18:38:38","slug":"schoeffenweistum","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=4719","title":{"rendered":"Sch\u00f6ffenweistum"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sch\u00f6ffenweistum nach dem Fr\u00fcchter Gerichtsbuch <\/strong>(HHStAW, Abt. 3\/8. Nr. 9, fol. 352r-353r)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[fol. 352r] <em>Sch\u00f6pffen wei\u00dfthumb, so uff s[anc]t Brixij<\/em><a href=\"#_ftn1\" name=\"_ftnref1\">[1]<\/a><em>, ruhe- und dinktage \u00f6ffentlich zu Fr\u00fccht f\u00fcrgelesen wird \u00fcber die Hoheit, welche dem wohledelen, gestreng- und vesten juncker Johann Gottfried vom Stein al\u00df hohen obrigkeit von dem gr\u00e4v[lichen] Hau\u00df \u00fcberla\u00dfen worden in a[nn]o 1614.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Demnach uf den tag s[anc]t Brixij, welcher ist den 13 Wintermonat, ein j\u00e4hrlicher ding- und rugetag alhier zu Fr\u00fccht pfleget gehalten zu werden, so wird in demselben unser gro\u00dfgebietender juncker Johann Gottfried vom Stein al\u00df eigentliche unsere hohe obrigkeit, grund- und gewaltherrn, wie solche hiebevor die s\u00e4mbtlicher graven und herrn von Na\u00dfaw, Saarbr\u00fccken und Cazenelnbogen ohn einigen eintrag gehalten und erkant.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Erstlichen von wegen seiner hohen obrigkeit wird er von und erkent f\u00fcr den h\u00f6chsten m\u00e4rckern, wie ingleichen auch wegen seiner vorfahren f\u00fcr einen m\u00e4rcker erkent, 3ten wegen des tautsch von juncker Adamen vom Stein wird er f\u00fcr einen m\u00e4rcker erkent und wird also in allem, nichts ausgeschieden, erkent\u00a0 f\u00fcr einen oberm\u00e4rcker.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Neben diesem allen wird obgedachten unserm gro\u00dfgebietenden juncker Johann Gottfried vom Stein alhier zuerkent eine sch\u00e4ferey, dieselbe solcher gestalt und ma\u00dfen anzustellen und zu halten, damit die andere nachtbarn und unterse\u00dfene ihr viehlein darbey auch erhalten und ausbringen k\u00f6nnen. Mann erkennt ihm auch zu, seine zin\u00df, beth und gef\u00e4lle, dieselbe <\/em>[fol. 352v]<em> bey gutem sonnenschein auf s[anct] Brixij tag zu lieffern und zu \u00fcberhandreichen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Es wird auch der wohledle gestrenge und veste juncker Adam vom Stein f\u00fcr einen m\u00e4rcker erk\u00e4nt, welcher sein antheil auch an der sch\u00e4ferey hat, wie imgleichen unsern herrn collator dieser pfarr, al\u00df der wohledele gestrenge juncker Schilling von Lohnstein, wird auch f\u00fcr einen m\u00e4rcker miterk\u00e4nt. Demselben wird der zehende zur helfft klein und gro\u00df, wie er in Fr\u00fcchter marcken erfr\u00fcchtet, ausgeschieden, was in den r\u00f6dern mit der hacken verarbeitet wird. Dargegen herr collator zu geb\u00fchrender zeit al\u00df peterstag<\/em><a href=\"#_ftn2\" name=\"_ftnref2\">[2]<\/a><em> im winter einen stier in die herdtkuh, wo aber derselbe nicht d\u00fcchtig, einen andern ochsen schaffen, zu demselbigen hafer, hew und fuder gnugsamb, wie imgleichen zwey widder unter die schaaf, wann derselbigen vorhanden seind, auf ihren kosten zu stellen, auch den ochsen zu rechter zeit des jahrs wieder abzuhohlen schuldig ist.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>F<\/em><em>erner hat obgesagter h[err] collator den sch\u00fczen ihre belohnung und hergebrachte gerechtigkeit, nemlich 3 halb \u00e4chtel korn j\u00e4hrlich, zu geben, solten auch sie selbsten oder ihre abgeordnete diener uf obged[achten] dingtag neben andern m\u00e4rckern zu erscheinen und soll auch achtung geben, wie die pfarrb\u00e4w das jahr \u00fcber gebawet und erhalten worden seyen, und im fall dieselbe mangelhafft, anordnung zu thun, damit sie der geb\u00fchr nach ufgerichtet und erbawet werden m\u00f6ge.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Es soll auch h[err] collator alle jahr wegen des stiers oder ochsen geben 12 alb. Bey dieses gehehret auch der h[err] pastor dieses orths, al\u00df welchem der andere und <\/em>[fol. 353r]<em> andere halbe theil klein und grose zehendes wie oben ber\u00fchrt zust\u00e4ndig; dargegen er einen eber unter die herd schweine zu stellen schuldig ist.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Es werden auch die Te\u00fctsche Herren zu Cobelenz f\u00fcr m\u00e4rcker miterkent und wie vor alters zu ihren j\u00e4hrigen zin\u00dfem geb\u00fchrend gewiesen; dargegen sie den sch\u00fczen ihren lohn wie jederzeit br\u00e4\u00fcchlich, nehmlich jedes jahr 16 halb echteln korn zu geben schuldig sind.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00a0<\/em><em>Hierzu wird auch der h[err] praelat des kloster Arnsteins f\u00fcr einen m\u00e4rcker miterkant und wie bi\u00dfhero zu seinen zin\u00dfen und gerechtigkeiten gewiesen. Hiergegen er den sch\u00fczen ihren ordentlichen lohn, nehmlich 3 halb echtel korn jahr zuzustellen verpflichtet ist.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Es wird auch obgesezten m\u00e4rckern allen und jeden auf diesen tag zuerkent und durch den b\u00fcrgermeistern gegeben und f\u00fcrgestelt zwey ma\u00dfen wein, damit nach gelegenheiten zin\u00dfbahren leuten ein ehrentrunck geschenckt und mitgetheilt werden m\u00f6ge.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Hergegen burgemeister wegen seines j\u00e4hrlichen lohns von der gemeinde 12 alb. von unsern gro\u00dfg\u00fcnstigen junckern al\u00df hohen obrigkeit geb\u00fchret sch\u00fczen ihre belohnung, nehmlich vom Ballmacherhof anderthalb echtel und von Josten Hof 5 halb echtel korn, auch von jedem hof ein garb korn und ein garb haffer.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Imgleichen ist der wohledle, gestrenge juncker Adam vom Stein j\u00e4hrlich schuldig zu geben den sch\u00fczen siebehalb echtel korn. Hierzu ist auch jeder einwohner von jedem stamm ein garb korn und garb haffer schuldig, sofern es einen zehenden ertr\u00e4gt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00a0<\/em><em>Ebensoviel ist auch dem gl\u00f6ckener von jedem einwohner j\u00e4hrlichen ein garb korn und ein garb haffer zu geben schuldig, ausgeschieden das kleine h\u00f6ffgen, welches 2 garbe korn und 2 garbe haffer gibt.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><strong><span style=\"font-size: 10pt;\">Anmerkungen<\/span><\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"#_ftnref1\" name=\"_ftn1\">[1]<\/a> 13. November<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 10pt;\"><a href=\"#_ftnref2\" name=\"_ftn2\">[2] <\/a>22. Februar<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><b>Letztes Update: 19. August 2020<\/b><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><b>Ralph Jackmuth<\/b><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sch\u00f6ffenweistum nach dem Fr\u00fcchter Gerichtsbuch (HHStAW, Abt. 3\/8. Nr. 9, fol. 352r-353r) [fol. 352r] Sch\u00f6pffen wei\u00dfthumb, so uff s[anc]t Brixij[1], ruhe- und dinktage \u00f6ffentlich zu Fr\u00fccht f\u00fcrgelesen wird \u00fcber die Hoheit, welche dem wohledelen, gestreng- und vesten juncker Johann Gottfried vom Stein al\u00df hohen obrigkeit von dem gr\u00e4v[lichen] Hau\u00df \u00fcberla\u00dfen worden in a[nn]o 1614. Demnach &hellip; <a href=\"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=4719\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eSch\u00f6ffenweistum\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-4719","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4719","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=4719"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/4719\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=4719"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}