{"id":3979,"date":"2019-04-28T13:55:54","date_gmt":"2019-04-28T13:55:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=3979"},"modified":"2019-04-28T13:55:54","modified_gmt":"2019-04-28T13:55:54","slug":"ems-quellen-zu-leporinus-6","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=3979","title":{"rendered":"Ems &#8211; Quellen zu Leporinus 6"},"content":{"rendered":"<p align=\"JUSTIFY\"><b>Bericht von Amtmann <i>Goedecke<\/i> und Inspektor Vigelius zu Nassau betreffend Krankheit von Pfarrer Leporinus<br \/>\n<\/b><span style=\"font-size: small;\">HHStAW, Abt. 171, Nr. E 661<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p align=\"RIGHT\">Nassau 1724 November 21<br \/>\n(pr\u00e4s. 1724 November 22)<\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>Hochwohlgebohrner Freyherr, hochedelgebohr[n]e, gestr[eng]e, vest und hochgelehrte, gn[\u00e4]d[ige]r, hochgeehrtiste Herren!<\/i><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>Ew[re] hochwohlgebohr[e]n Excell[enz], Hochedelgebohr[e]n, Gestr[engen] m\u00f6gen wier hierdurch nicht verhalten, wie da\u00df der bi\u00dfherige Gemeinschafts-Pfarrer Leporinus zu Emb\u00df nicht alleine geraume Zeit her Alters halber sich sehr ohnkr\u00e4fftig und ohnverm\u00f6gend im Predigen befunden habe, sondern sich nunmehro allerdings w\u00fcrcklich bettl\u00e4gerig und schwach befinden solle, da\u00df er auch am n\u00e4chstverwichenen Sonntag den gew\u00f6hnlichen Gottesdinst, so dann tags darauf als gestern montags einen Leichendienst nicht mehr selbsten hat versehen k\u00f6nnen, sondern solchen durch der jungen Herrn von Stein informatorem dahier hat verrichten la\u00dfen m\u00fc\u00dfen. Wann nun allem menschlichem Urtheile nach dieser, wie gedacht, alte und au\u00dfer dem gantz entkr\u00e4fftete Mann schwehrlich mehr das Bett lebendig quittiren oder in den Stand kommen wird, sein Predigambt f\u00fcrohin weiters der Geb\u00fchr nach verrichten zu k\u00f6nnen, so haben wier in Ansehung der bey der Vacantz, so wohl als Widerbestellung eines ordentlichen Gesambt-Pfarrers daselbsten jedesmahl gro\u00dfe <\/i>[pag.]<i> \u2026 und Verdrie\u00dflichkeiten, wie ex actis bekant, passiret sind, Ewr[e] hochwohlgebohr[ne] Excell[enz], Hochedelgebohr[e]n Gestr[enge]n diesen des Pfarrers Zustand nicht allein zeitlich geziemend berichten, sondern auch ohne alle un[ter]th[\u00e4ni]ge Maa\u00dfgabe dieses anfragen sollen, ob Ewr[e] hochwohlgebohr[n]e Excell[enz] und Hochedelgebohr[e]n Gestr[enge]n nach dero beliebigen Guthfinden jedoch resolviren und geruhen m\u00f6chten, an ser[enissi]mi tutoris hochf\u00fcrst[lich]e Durch[laucht] diesen Zustand sonder Auffschub und vor allem andern nachtr\u00fccklichst zu berichten und dieses etwa un[ter]th[\u00e4ni]gst ohnma\u00dfgeblich anzutragen, ob H\u00f6chstdieselbe g[n\u00e4]d[i]gst geruhen wolten zu Behinder- und Vorkom[m]ung aller fernern Ohngeb\u00fchrn\u00fc\u00dfen und Verdrie\u00dflichkeiten Ihro hochf\u00fcrst[liche] Durch[laucht], den Herrn Landgraffen zu He\u00dfen-Darmstad p[er] literas \/: de\u00dfen Concept wohl beyzulegen w\u00e4re :\/ zu ersuchen, mit Deroselben die alternativam des Vicariats, da\u00df nehmlich eine Predigt oder Gottesdinst durch einen darmst\u00e4ttischen und die andere durch einen na\u00dfau-dietzischen Prediger et sic vice versa gehalten und administrirt oder aber mit Zuziehung derer Beambten und Inspectoren von denen \u00c4ltisten der Gemeinde ein tertius, jedoch ordinatus candidatus weder in dem hochf\u00fcrst[lich] he\u00dfen-darmst\u00e4ttischen, noch na\u00dfau-dietz[ischen] Diensten stehende Vicarius gew\u00e4hlet, der bi\u00df dahin die beederseits <\/i>[pag.]<i> hochf\u00fcrst[liche] g[n\u00e4]d[i]gste Herrschafften sich ratione eines bequemen subjecti halber, de\u00dfen Praesentation das Stifft s[anc]ti Castoris in Coblentz hat, g\u00fctlichen vergleichen, die Pfarrdinste zu versehen h\u00e4tte. Worbey dann dieses ohnerinnert nicht la\u00dfen k\u00f6nnen, da\u00df, wann diese Pfarstelle vacant werden solte, zu deren Widerbestellung so viel nicht auf das jus praesentationis, als den praesentatum an diesem considerablen Orth Emb\u00df zu reflectiren w\u00e4re, gleichwie es 1) nicht allein die selbst redente Billigkeit, als 2tens der Orth wegen der gro\u00dfen Frequentz von hohen Standts und andern consinderablen Persohnen und 3) die \u00fcber 130 Familien gegenw\u00e4rtig starck seyende Gemeinde, mithin auch 4tens die n\u00e4chst daran sto\u00dfende verschiedene catholische Pastoreyen, in specie die gegenw\u00e4rtige uff dem Baad Emb\u00df churmayntzischer Seythe allerdings erfordert, da\u00df ein nicht allein ge&#8230; und bequemes, mit guten Gaben von Gott versehenes, sondern auch ein friedfertiges subjectum dahin praesentiret und bestellet werden m\u00f6ge, \u2026 Gott, bederseits Herrschafften und dero Unterthanen allerdings ohnfehlbar gedienet, mithin dardurch die bi\u00dfherige Verdrie\u00dflichkeiten, so von einem zeit[liche]n pastore mehrentheils hergekom[m]en sind, bey Seyth gebracht und alles zur g\u00f6ttlichen Ehre und der armen Seelen Besten angeordnet werden wird. Ew[re] hochwohlgebohr[ne] Excell[enz] und Hochedelgebohr[e] Gestr[enge]n werden au\u00dfer Zweiffel ohne un\u00dfere geziemende Erinnerung sich <\/i>[pag.]<i> von selbst die Idees machen k\u00f6nnen, was vor Gutes allenfals hierdurch gestifftet werden wird, wann diese unsere ohnma\u00dfgeblich pflichtm\u00e4\u00dfige Vorstellung zur Execution gebracht werden solte, als wie hierbey zu erinnern verm\u00f6gen und wie Deroselben der bi\u00dfher verdorbene Emb\u00dfer Zustand au\u00dfer dem bekant ist, al\u00df hoffen wier, Dieselbe geruhen werden, dieses Werck sich ohne Anstand angelegen seyn zu la\u00dfen. Die wier mit allem Respect verbleiben Ew[re] \u2026 hochwohlgeb[ohrne] Excell[enz], hochedelgeb[ohrne], gestr[enge], gn[\u00e4]d[i]gste, hochgeehrte Herrn treu gehorsambste \u2026 G\u00f6edeck [und] P. A. Vigelius<\/i><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>Na\u00dfau, den 21ten [Novem]ber 1724 <\/i><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-size: 10pt;\">Letzte \u00c4nderung: 28. April 2019<\/span><\/strong><br \/>\n<strong><span style=\"font-size: 10pt;\">Ralph Jackmuth<\/span><\/strong><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bericht von Amtmann Goedecke und Inspektor Vigelius zu Nassau betreffend Krankheit von Pfarrer Leporinus HHStAW, Abt. 171, Nr. E 661 Nassau 1724 November 21 (pr\u00e4s. 1724 November 22) Hochwohlgebohrner Freyherr, hochedelgebohr[n]e, gestr[eng]e, vest und hochgelehrte, gn[\u00e4]d[ige]r, hochgeehrtiste Herren! Ew[re] hochwohlgebohr[e]n Excell[enz], Hochedelgebohr[e]n, Gestr[engen] m\u00f6gen wier hierdurch nicht verhalten, wie da\u00df der bi\u00dfherige Gemeinschafts-Pfarrer Leporinus zu &hellip; <a href=\"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=3979\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eEms &#8211; Quellen zu Leporinus 6\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-3979","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3979","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=3979"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/3979\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=3979"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}