{"id":1953,"date":"2017-07-25T14:42:35","date_gmt":"2017-07-25T14:42:35","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=1953"},"modified":"2017-07-25T14:42:35","modified_gmt":"2017-07-25T14:42:35","slug":"reichsabschied-nuernberg-1542","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=1953","title":{"rendered":"Reichsabschied N\u00fcrnberg 1542"},"content":{"rendered":"<p><strong>Reichsabschied N\u00fcrnberg vom 26.08.1542<\/strong> (nach Edition Koch 1747)<\/p>\n<hr \/>\n<table border=\"0\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<colgroup>\n<col width=\"67*\" \/>\n<col width=\"189*\" \/> <\/colgroup>\n<tbody>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\">&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Ihro Kayserl. Maj. R\u00e4th und Commissarii.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Continuatio des Expedition wider den T\u00fcrcken.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\">[p. 471] <i>Wir Ferdinand von GOttes Gnaden R\u00f6mischer K\u00f6nig, zu allen Zeiten Mehrer des Reichs, in Germanien, zu Hungern, B\u00f6heim, Dalmatien, Croatien, und Schlavonien, rc. K\u00f6nig, Infant in Hispanien, Ertz=Hertzog zu Oesterreich, Hertzog zu Burgundi, zu Braband, zu Steyer, zu Kerndten, zu Crain, zu L\u00fctzelburg und zu | W\u00fcrtemberg, F\u00fcrst zu Schwaben, Marggraf des Heil. R\u00f6m. Reichs, zu Burgau, M\u00e4hren, Ober= und Nieder=Lau\u00dfnitz, Graf zu Habspurg, zu Tyrol, zu Pfierdt, zu Kyburg und zu G\u00f6rtz, rc. Landgraf in Elsa\u00df, Herr auf der Windischen Marck, zu Portenau, und zu Salins, rc. Bekennen offentlich und thun kund allerm\u00e4nniglich, als Wir und die Kayserl. Commissarii zu dem j\u00fcngst zu Speyer gehaltenem Reichs=Tag verordnet, Uns im Namen und an statt der R\u00f6misch Kayserl. Majest. unsers lieben Bruders und Herren, und f\u00fcr Uns selbst, mit Churf\u00fcrsten F\u00fcrsten und St\u00e4nden, und der Abwesenden Bottschafften verglichen und vereinigt, da\u00df auf den dreyzehenden Tag des Monats Julii nechst verschienen, alle Churf\u00fcrsten F\u00fcrsten und St\u00e4nde selbst pers\u00f6nlich, oder durch ihre Bottschafften mit gnugsam vollm\u00e4chtigem Gewalt allher in Unser und des Heil. Reichs Stadt N\u00fcrnberg einkomme sollen, alle Nothdurfft der Christlichen Expedition wider unsers Heil. Christlichen Namens und Glaubens Erbfeind den T\u00fcrcken f\u00fcrgenommen, und wes sich derhalben zugetragen h\u00e4tt oder w\u00fcrde, zu vernehmen, und geb\u00fchrende Ein= und F\u00fcrsehung zu thun, rc. Wie dann solches der obber\u00fchrte Speyerische Reichs=Abschied vermag, und mit mehrerm Anhang weiter ausweist. So hat demnach die Kayserl. Majest\u00e4t gleicher Gestalt auch geachtet, da\u00df solche allgemeine Reichs= Versammlung h\u00f6chlich vonn\u00f6then, und da\u00df dieselbig zu F\u00f6rderung dieses l\u00f6blichen Christlichen Wercks wol bedacht w\u00e4re, und de\u00dfhalben an Ihrer Kayserl. Majest\u00e4t statt \/ und in ihrem Namen \/ die Ehrw\u00fcrdigen und Hochgebohrnen, Christoffen, Bischoffen zu Augspurg, unsern And\u00e4chtigen, und Friederichen Pfaltzgrafen bey Rhein, Hertzogen in Beyern, unsern lieben Schwager und F\u00fcrsten: Auch Wohlgebornen, Ehrsamen, Gelehrten, Unsere und des Reichs liebe Getreuen Friederichen Grafen zu F\u00fcrstenberg, Werdenberg und Heiligenberg; Haugen, Grafen zu Montfort und Rotenfels, und Johann von | Navis zu Messanzi, Ihrer Kayserlichen Majest\u00e4t R\u00e4th und Commissarien, zu solcher Reichs=Versammlung sonderlich verordnet, mit dem Befelch bey gemeiner Reichs=Versammlung mit allem embsigem Flei\u00df und Ernst anzuhalten zu vermahnen, da\u00df sie nach Verm\u00f6g obber\u00fchrts Speyerischen Reichs=Abschieds, den Articul der Continuation dieser Christlichen Expedition unverz\u00fcgenlich, und f\u00fcr den gr\u00f6sten Haupt=Puncten f\u00fcr Handen nehmen, und ohn ferner Verl\u00e4ngerung darin fortschreiten wollen, und da\u00df dann sie die Commissarii, f\u00fcrter in allem andern, das gemeinen Reichs=St\u00e4nden ob= und an gelegen w\u00e4re, und dem Heil. Reich zu Wolfahrt, Nutz und Gutem kommen m\u00f6chte, das best und n\u00fctzlich zu f\u00f6rdern und zu handeln verhelffen solten.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\">&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Land=T\u00e4g in Hispanischen Landen,<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 1. Und da\u00df auch dabeneben dieselbige Kayserl. Commissarii gemeinen Reichs=St\u00e4nden anzeigen solten, da\u00df Ihro Kayserlichen Majest. ob der Handlung und Beschlu\u00df des Speyerischen Reichs=Tags, und f\u00fcrnemlich in der Reichs=St\u00e4nde gehorsamen und tr\u00f6stlichen Bewilligung der ansehenlichen beharrlichen H\u00fclff, so sie zu Ro\u00df und Fu\u00df zu Widerstand gemeiner Christenheit Erbfeinds des T\u00fcrcken bewilligt, zum h\u00f6chsten erfreuet, und solche der Reichs=St\u00e4nde Bewilligung von ihnen zu sonder freundlichem und gn\u00e4digem Wolgefallen und Begnugen angenommen, Ihro Kayserl. Majest. setzte auch in keinen Zweiffel, gemeine Reichs=St\u00e4nde w\u00fcrden solch ihr gehorsame Bewilligung zu diesem treffentlichen nothwendigen Werck, nach Verm\u00f6g obber\u00fchrts Speyerischen Reichs=Abschieds vollnziehen, und daran keinen Mangel erscheinen lassen. Darauf habe auch Ihr Kayserl. Majest\u00e4t ihrem selbst hievor gethanen Erbieten nach, und auf gemeiner Reichs=St\u00e4nde Ansuchen und Bitte, also bald in allen ihren Hispanischen K\u00f6nigreichen und Landen \/ Land=T\u00e4ge ausschreiben lassen, und endlich vorgehabt, sich also zu f\u00f6rdern, da\u00df sie solcher der Reichs=St\u00e4nde vorhanden Christlichen Expedition eigener Person zeitlich beywohnen, und dieselbe in das Werck bringen helffen m\u00f6cht: Wie dann Ihro Kayserl. Majest\u00e4t desselben noch auf diesen Tag begierig und hertzlich geneigt.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>wegen Ihr Kayserl. Majest\u00e4t Kranckheit verschoben.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 2. Aber Ihr Kayserl. Majest. w\u00e4re unter solcher Handlung mit beschwerli= <\/i>[p. 472]<i> cher Kranckheit angegriffen, und in derselben zehen Wochen gar l\u00e4gerhafftig worden \/ und derhalben die ausgeschriebene Land=T\u00e4g auf l\u00e4ngere Zeit zu erstrecken verursacht worden, bi\u00df Ihr Majest\u00e4t die Handlungen eigener Person verrichten m\u00f6gen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Aufwiglung der Schweitzer, rc.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 3. Und wie nun Ihr Kayserl. Majest. diese hoch nothwendige Christliche Expedition Teutscher Nation und gemeiner Christenheit zu Wolfahrt und Gutem, in Vollnziehung bringen helffen, in allem Werck und darbey entschlossen ist, ihr H\u00fclff aus Italia und Burgund, Ihrer Kayserl. Majest. Person f\u00fcrzuschicken, da h\u00e4tten sich allererst Ihrer Majest\u00e4t widerw\u00e4rtigen Practicken, die sie ungezweiffelt lang vorgehabt, offenbarlich erzeiget, also da\u00df Ihr Kayserl. Majest\u00e4t nicht allein in Italia, sondern in derselben Nidern Erblanden th\u00e4tlicher Handlung und Uberzugs gew\u00e4rtig w\u00e4re, zu welchem th\u00e4tlichem Vorhaben Ihr Kayserl. Majest\u00e4t doch niemand einige Ursach gegeben. Wie dann Ihro Majest\u00e4t bi\u00dfhero nie anders, dann eines friedlichen Gem\u00fcths gesp\u00fcrt oder befunden worden, und noch des F\u00fcrnehmens w\u00e4re, gegen allen Christlichen Potentaten friedlich und ruhig zu seyn. Aber Ihre Majest\u00e4t zweiffelt nicht, gemeine St\u00e4nde des Heilgen Reichs seyen zu guter Ma\u00df bericht und erinnert, die sich Ihrer Kayserl. Majest\u00e4t Widerw\u00e4rtige, die Zeithero von obber\u00fchrtem Speyerischem Reichs=Tag, ohn alles Ihrer Kayserl. Majest\u00e4t verursachen, mit Aufwiglung der Schweitzer und anderem Kriegs=Volck aus dem Heil. Reich Teutscher Nation unterstanden, Ihr Kayserliche Majest. nicht allein an Ihrem und des Heil. Reichs Eigenthum \/ des Hertzogthums Meyland \/ besonder auch, in Ihrer Maj. Nidern= Erblanden anzufechten und zu bekriegen. Derowegen Ihre Kayserl. Majest. wider ihren Willen und Gem\u00fcth, an ihrem F\u00fcrnehmen zu dieser Christlichen Expedition (dero sich Ihre Kayserl. Majest\u00e4t eigner Person gern zugen\u00e4hert h\u00e4tt,) dergleichen an Schickung ihrer stattlichen H\u00fclff verhindert, und sich zu der Gegenwehr zuschicken gedrungen worden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Bekriegung des T\u00fcrcken auf dem Meer.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 4. Aber nicht destoweniger will Ihro Kayserl. Majest. Ihre Sachen und Handlungen verhoffentlich dahin richten und f\u00f6rdern, da\u00df sich Ihr Kayserl. Majest\u00e4t, noch di\u00df Jahr, pers\u00f6nlich in das Reich verf\u00fcgen m\u00f6gen, dieses l\u00f6blich Christlich Werck continuiren und vollnziehen zu helffen: Sich auch darneben auf dem Meer gegen dem T\u00fcrcken dermassen zu erzeigen \/ damit er seiner Macht destoweniger in Hungern gebrauchen m\u00f6ge.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Kayserl. Flei\u00df Religions-Irthum zu vergleichen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 5. Was dann Ihr Kayserl. Majest\u00e4t zu ihrer pers\u00f6nlichen Ankunfft, in dem hochnachtheiligen Irrthum \/ die Religion betreffend, handeln und f\u00f6rdern mag, dieselben nachmals zu Christlicher und leidlicher | Einigkeit und Vergleichung zubringen \/ daran will Ihr Kayserl. Majest. keinen Flei\u00df noch M\u00f6glichkeit erwinden lassen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Kriegs=St\u00fcck.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 6. Ferner haben Wir auch gemeinen St\u00e4nden und gn\u00e4diger Meynung f\u00fcrhalten lassen, da\u00df Wir uns mit den ansehentlichen treflichen Kriegs=St\u00fccken \/ so uns auf obbemeldten Speyrischen Reichs=Tag, von wegen unserer K\u00f6nigreich und Landen in obbestimmte beharrliche T\u00fcrcken-H\u00fclff zu leisten auferlegt worden, nicht ohn grossen \u00fcberschwenglichen Kosten, in Bereitschafft geschickt \/ und damit also zeitlich gefast gewest, da\u00df derselben halben zum Anzug kein Mangel erschienen seyn solt: Wie dann solchs der Obrist=Feld=Hauptmann der Hochgebohrn Joachim Marggraf zu Brandenburg \/ zu Stettin \/ Pommern, der Cassuben, Wenden, und in Schlesien, zu Crossau, Hertzog, Burggraf zu N\u00fcrnberg, und F\u00fcrst zu R\u00fcgen, des Heil. R\u00f6mischen Reichs Ertz=C\u00e4mmerer und Churf\u00fcrst \/ unser lieber Oheim, sammt den verordneten Kriegs=R\u00e4then aus den Kreyssen augenscheinlich gesehen, und lautern Bericht empfangen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Ungleichheit in Lieferung des Kriegs-Volcks.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 7. Wir haben aber bey bemeldtem Obersten Feld=Hauptmann und verordneten Kriegs=R\u00e4then in Bericht befunden, und selbst gesehen, wie auch die Kayserl. Commissarii desselben gleicher Wei\u00df in gute Erfahrung kommen, da\u00df in Abfertigung der Crey\u00df=St\u00e4nden Kriegs=Volcks \/ zu diesem nothwendigen Christlichen Werck, grosse Ungleichheit gehalten worden \/ f\u00fcrnemlich, da\u00df etliche von den St\u00e4nden noch gar niemand zu Ro\u00df und Fu\u00df, auch etliche die gantze Anzahl Kriegs=Volcks nicht geschickt, sondern desselben einen trefflichen Abgang erscheinen lassen, zu dem, da\u00df etliche ihr Kriegs=Volck mit der Bezahlung nicht abgefertiget, und etliche zu Unterhaltung des Obersten Feld=Hauptmanns, und hohen Aemtern, laut des Speyerischen Reichs=Abschieds, gar kein Geld verordnet, und da\u00df bey etlichen am bewilligten Feld=Gesch\u00fctz und Pulver Abgang und Mangel erscheinet. Aus welcher ungleichen Abfertigung und erzehlten M\u00e4ngeln erfolgt da\u00df des Reichs ankommend Kriegs=Volck in keinen Anzug gebracht, und eine gute Zeit ungeschaffter Ding mit beschwerlichem der Reichs=St\u00e4nden Kosten still gelegen. Wiewol de\u00dfhalben an des Obersten Feld Hauptmanns, und der verordneten Krey\u00df=R\u00e4then Personen nicht gemangelt, sondern haben Wir dieselben zu dieser Christlichen Expedition allweg gantz freundlich, willig, und wolgeneigt befunden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\">&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Kayserl. pers\u00f6nliche Erscheinung.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 8. Und die weil Wir nun bedacht, was Nutz und Vortheils gemeiner Christenheit, und bevorab Teutscher Nation, an Unterhaltung und Vollnziehung dieser Christlichen Expedition gelegen, und entgegen was f\u00fcr unwiederbringlichen Nachtheil und Verder= <\/i>[p. 473]<i> ben, aus derselben Zerr\u00fcttung, oder l\u00e4ngern Verhinderung erfolgen m\u00f6ge: So haben Wir sammt dem obbemeldten Obersten Feld=Hauptmann und verordneten Kriegs=R\u00e4then, die Sachen mit h\u00f6chstem Flei\u00df erwegen, und in Bedenckung. da\u00df es also f\u00fcr hochnothwendig geacht, gn\u00e4diglich bewilligt, diesen Reichs=Tag, wiewol mit unser, auch unserer K\u00f6nigreich und Landen grosser Ungelegenheit, in eigener Person zu besuchen \/ damit in obbestimmten erscheinenden Abg\u00e4ngen, M\u00e4ngeln und Gebrechen, um so viel mehr eylende und unverz\u00fcgliche Erstattung und Ersetzung beschehe.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Wegen der Christlichen Expedition.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 9. Und als nun der Churf\u00fcrsten R\u00e4th, auch die F\u00fcrsten und andere St\u00e4nde in ziemlicher Anzahl eigener Person, und etliche durch ihre Bottschafften mit vollm\u00e4chtigem Gewalt, bey Uns und obbemeldten Kayserlichen Commissarien gehorsamlich ankommen und erschienen, haben wir sammt den Kayserlichen Commissarien mit und neben denselben Churf\u00fcrstlichen R\u00e4then, F\u00fcrsten und St\u00e4nden, und der abwesenden Bottschafften, den Articul der Continuation und Vollziehung der Christlichen Expedition und Heerzugs f\u00fcr Hand genommen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Kayserl. H\u00fclff zu Wasser und Land.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 10. Und wiewol die Kayserl. Majest\u00e4t durch ihrer Widerw\u00e4rtigen Practicken und th\u00e4tliche Handlungen dieser Christlichen Expedition pers\u00f6nlich beyzuwohnen, und ihre trefliche H\u00fclff aus Italia und Burgundi zu schicken, bi\u00dfhero verhindert worden: So setzen doch die Churf\u00fcrstliche R\u00e4the, F\u00fcrsten und St\u00e4nde, und der Abwesenden Bottschafften gar in keinen Zweifel, Ihre Kayserliche Majest\u00e4t werde ihrem Kaiserlichen Amt \/ hohen Verm\u00f6gen, auch vorigem und jetzigen Ihrer Majest. gethanem gn\u00e4digsten Erbieten nach, zu obber\u00fchrter f\u00fcrgenommener Christlicher Expedition, nochmals ihr stattliche H\u00fclff zu Wasser und Land reichlich erstatten und leisten.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Neben der geb\u00fchrenden Reichs=H\u00fclff.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 11. Und insonderheit auch darneben die geb\u00fchrende Reichs=H\u00fclff dem Burgundischen Krey\u00df \/ verm\u00f6g des Speyerischen Reichs=Abschieds \/ von Ihrer Majest\u00e4t Niederl\u00e4ndischen Erblanden wegen, auferlegt und bewilligt, neben und zugleich andern des Reichs Kreyssen ohn Verzug und Abgang schicken und unterhalten, auch anders, so dem selben Krey\u00df verm\u00f6ge des Speyerischen Reichs=Abschieds, zu thun geb\u00fchrt, und fernern Verzug erstatten und vollnziehen lassen, damit die geb\u00fchrend Gleichheit unter den Kreyssen erhalten, und m\u00e4nniglich desto mehr gehorsamen guten Willen und Neigung zu Bef\u00f6rderung dieser Christlichen Expedition gewinne. Wie dann gemeine St\u00e4nde und der Abwesenden Bottschafften wiederum gantz unterth\u00e4niglich und zum flei\u00dfigsten gesucht und gebetten haben.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Frau Maria K\u00f6nigin in Hungern, B\u00f6heim Witbe.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 12. Darauf dann Wir samt den Kayserl. Commissarien, solches bey der Kay=|serl. Majest. unserm lieben Herrn und Brudern, und der Durchleuchtigen F\u00fcrstin \/ Frauen Maria zu Hungern und B\u00f6heim, rc. K\u00f6nigin \/ Witbe, unserer freundlichen lieben Schwester, ferner anzubringen und zu bef\u00f6rdern bewilligt, des ungezweiffelten guten Versehens, Ihre Kayserliche Majest\u00e4t und Liebden werden sich dermassen gn\u00e4diglich und freundlich erzeigen, darob gemeine St\u00e4nde des Heil. Reichs wohl begn\u00fcgig und zufrieden seyn, und da\u00df solche H\u00fclff gar stattlich und viel mit einem mehrern, dann Ihr Kayserl. Majest\u00e4t zugeb\u00fchret h\u00e4tte, k\u00fcnfftiglich erstattet werde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>M\u00e4ngel und Gebrechen, so bey der Armada vorgehen, zu verbessern.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 13. Was aber belangt die beschwerlichen M\u00e4ngel \/ Abg\u00e4ng und Gebrechen \/ so sich bey der St\u00e4nden Kriegs=Volck Bestellung \/ Abfertigung und Bezahlung zugetragen \/ haben Wir und die Kayserl. Commissarii, auch gemeine Reichs=Versammlung nothd\u00fcrfftiglich wol bewegen, was f\u00fcrtreflicher Nutz und Wolfahrt gemeiner Christenheit, und sonderlich dem Reich Teutscher Nation aus dem erfolgen mag \/ eylende nothd\u00fcrfftige F\u00fcrsehung angeregter M\u00e4ngel beschicht, und gewisse geb\u00fchrende Unterhaltung des Kriegs=Volcks erfolgt, und herwiederum, was grosser unwiederbringlicher Nachtheil, Schaden, und Verderben zuversichtiglich zuerwarten, wo die M\u00e4ngel unabgeschafft l\u00e4nger bleiben werden. Und wiewol sich in Betrachtung dieses hoch notwendigen Christlichen Wercks billich zu versehen, da\u00df solche M\u00e4ngel nunmehr zu gutem Theil abgewendet seyen, oder doch auf die von hie aus an die Krey\u00df ausgangene Schreiben in K\u00fcrtze erstattet, und weitere Abg\u00e4ng oder Gebrechen an Unterhaltung dieses Christlichen Heers verh\u00fctet werde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Wegen Erhaltung der Armada.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Fiscals Amt gegen die Ungehorsamen zu procediren.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 14. Noch dann und damit an aller geb\u00fchrenden ernsten F\u00fcrsehung nichts abgehe, so haben Wir und die Kayserl. Commissarii, auch Churf\u00fcrstl. R\u00e4the \/ F\u00fcrsten und St\u00e4nde \/ und der Abwesenden Bottschafften \/ f\u00fcr gut und nothwendig angesehen, da\u00df die oberzehlten Abg\u00e4ng \/ M\u00e4ngel und Gebrechen \/ so viel deren noch ungebessert und unerstattet seynd, unverz\u00fcglich und unterschiedlich mit Verzeichn\u00fc\u00df der Ungehorsamen dem Kayserlichen Fiscal \u00fcberschickt \/ und durch ihn gegen allen und jeden solchen Ungehorsamen \/ nach Ausweisung des Speyerischen Reichs=Abschieds \/ Citation erlangt, und zu Erkl\u00e4rung der P\u00f6n, in demselben Reichs=Abschied begriffen, zum allerschleunigsten procedirt und vollfahren werde \/ dem wir auch solches zu thun neben Zuschickung der M\u00e4ngel und Namen der Ungehorsamen er[n]stlich befehlen sollen, und hiemit alsobald auch befohlen und auferlegt haben wollen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>K\u00f6niglich Schreiben an alle St\u00e4nde besagter M\u00e4ngel wegen.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Bey P\u00f6n Fiscalischen Processes.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 15. Und damit aber m\u00e4nniglich, und sonderlich die, so bi\u00dfhero an ihnen M\u00e4ngel erscheinen lassen, desto besser und mehrer Nei=<\/i> [p. 474]<i> gung und Willen gewinnen, zu Bef\u00fcrderung dieser hochnothwendigen Christlichen Expedition, so sollen und wollen Wir an alle und jede Krey\u00df und St\u00e4nde \/ dabey noch M\u00e4ngel erscheinen \/ sonderbahre Schreiben ausgehen lassen, und sie statt und im Nahmen der Kayserl. Majest\u00e4t und f\u00fcr uns selbst nochmahlen mit gn\u00e4digem Ernst erinnern des treflichen Nutzen und Wolfahrt \/ so ihnen und gemeiner Teutschen Nation aus Bef\u00f6rderung und Erhaltung des einmal bewilligten Christlichen Heers \/ oder aus Zertrennung desselbigen erfolgen m\u00f6ge \/ rc. Und sie darauf ernstlich ersuchen und vermahnen, ihre M\u00e4ngel abzuschaffen \/ und dem zu Speyer j\u00fcngst aufgerichtetem Reichs=Abschid zu geleben, mit Vergewissung, da\u00df im Fall ihrer beharrlichen Ungehorsame sie nicht allein die Fiscalischen Proce\u00df, besonder auch des Uberzugs von dem Obersten Feldhauptmann, und dazu geh\u00f6rigen genugsamen Anzahl Kriegsvolcks gewi\u00dflich zu gewarten haben sollen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>T\u00fcrck in eigener Person auf Hungern.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 16. Nach dem aber von mehrer Orten gleichlautende Kundschafften kommen, da\u00df der T\u00fcrck eigener Person mit grosser Macht von Constantinopel aus in Hungern anziehe \/ darab sich nichts gewissers zu versehen, dann da\u00df er, oder doch sein Kriegsvolck mit einer grossen Macht zu End des August=Monats in Hungern seyn, und dem Christlichen Heer, ohnzweifel seinem Stoltz und vorbehaltenen Siegen nach, zuziehen werde, derhalben eines mehrern eylenden Zuzugs hoch vonn\u00f6then seyn will: So sollen und wollen Wir verm\u00f6g unsers freundlichen und gn\u00e4digen Erbietens und Bewilligung auf j\u00fcngstem Reichs=Tag zu Speyer beschehen, bey unsern K\u00f6nigreichen und Erblanden mit allem f\u00f6rderlichem Flei\u00df und Ernst verf\u00fcgen \/ da\u00df sie im Namen des Allm\u00e4chtigen mit aller ihrer Macht auf seyen, und dem Christlichen Heer mit und neben der Reichs=St\u00e4nde Zuzug zu ziehen, und gemeiner Christenheit, zuf\u00f6rderst aber ihr eigenes und unser aller Vatterland, Leib, Ehr und Gut zu dieser Zeit, da es (als zu GOtt verhoffentlich ist,) am besten geschehen kan, zum treulichsten retten, schirmen, und durch H\u00fclff G\u00f6ttlicher Gnaden in langwierige gute Ruhe und Sicherheit bringen helffen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>De\u00dfwegen mehrere R\u00e4the.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 17. Und wiewol Wir uns \u00fcber vorige unserer Handlungen, die Wir unser Cron B\u00f6heim \/ und derselben Incorporirten, auch andern unsern Oesterreichischen Landen gepflogen, gn\u00e4diglich wohl versehen, da\u00df an solchem mehrerm Zuzug kein Mangel oder Abgang seyn werde, jedoch und sofern sich zutr\u00fcge, da\u00df de\u00dfhalben mehr Land=T\u00e4ge gehalten werde m\u00fcsten \/ haben uns auf unser gn\u00e4digst Begehren, die Churf\u00fcrstl. R\u00e4the, F\u00fcrsten und St\u00e4nde, und der Abwenden Bottschafften bewilligt und verordnet, da\u00df von | wegen der Churf\u00fcrsten, der Churf\u00fcrst zu Sachsen einen Rath, und von wegen der F\u00fcrsten \/ Hertzog Friederich \/ Pfaltzgraf \/ rc. oder Hertzog Wilhelm zu Bayern auch einen Rath \/ auch von wegen der Pr\u00e6laten und Grafen N. den dritten \/ und von der St\u00e4dt wegen \/ N. den vierdten Rath \/ auf unser Erfordern, zu solchen Land=T\u00e4gen schicken sollen, mit dem Befelch, da\u00df sie mit allem Flei\u00df und Ernst anhalten, und bef\u00f6rdern helffen, da\u00df bemeldte unsere K\u00f6nigreich und Landschafften, an ihrem mehrern Zuzug, den sie zu Rettung unsers Christlichen Kriegs=Volcks in Hungern mit aller Macht thun sollen, nichts abgehen, noch ermanglen lassen, in Betrachtung der vorstehenden Noth und der ansehnlichen treffentlichen H\u00fclff, die von gemeinen St\u00e4nden des Heil. Reichs bewilligt ist, und neben ihnen geleistet wird.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Und wann der T\u00fcrck zu starck w\u00e4re, mehrere H\u00fclff.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Gewisse Maa\u00df des bewilligten Zuzugs.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 18. Wann nun aber auf j\u00fcngstem Reichs=Tag zu Speyer in solchem Fall, da der T\u00fcrck also starck k\u00e4me \/ da\u00df sich zu besorgen, das Christliche Kriegs=Volck m\u00f6chte ohn Gefahr der Niederlag seiner nicht m\u00e4chtig seyn, diese nemliche F\u00fcrsehung beschehen und verordnet, da\u00df die nechstanstossende Churf\u00fcrsten \/ F\u00fcrsten und andere St\u00e4nde \/ als Sachsen \/ Bayern \/ Schwaben und Francken \/ in Eyl mit aller Macht \/ auf gleiche Darlegung gemeiner St\u00e4nde \/ aufseyn \/ zu ziehen \/ und retten, auch keiner auf den andern verziehen, und sich desto f\u00f6rderlicher in guter Bereitschafft und R\u00fcstung halten sollen. Und aber mehrmahlen im Werck befunden, da\u00df solche gemeine F\u00fcrsehung etwan wenig erschossen, darzu jetzo die hohe Nothdurfft (wie aus obangeregten Kundschafften leichtsam abzunehmen) erfordert, des eylenden Zuzugs halben, in guter R\u00fcstung und Bereitung bestm\u00f6glichst zu stehen, und damit nicht erwarten, bi\u00df ein jeder Krey\u00df des T\u00fcrcken Ankunfft und Gew\u00e4rtigkeit weiter von dem Obersten Feldhauptmann Bericht und erinnert wird, damit nicht abermahl (wie leider! vorhin etwan beschehen,) der langsam Zuzug unerschie\u00dflich, die rechte wohlgelegene Zeit versaumt, und dieser mercklicher grosser Kost, so bi\u00dfhero auffgelauffen, und dann zumahl noch weiter aufgehen wird, gar vergeblich sey. So haben wir samt den Kayserlichen Commissarien, auch die Churf\u00fcrstlichliche R\u00e4the, F\u00fcrsten und St\u00e4nde, und der Abwesenden Bottschafften f\u00fcr nutz und gut angesehen, da\u00df dieser Christlichen Expedition zu guter Bef\u00f6rderung, und dem Christlichen Heer zu Trost und Sicherheit des obber\u00fchrten der Reichs=St\u00e4nde zu Speyer bewilligten Zuzugs halben \/ auch eine gewisse Maa\u00df und mehr Sicherheit gemacht werde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Weitere Verordnung.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Zuziehend Kriegsvolck auf jedes Crey\u00df Kosten.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 19. Und demnach haben die gedachten St\u00e4nde und Bottschafften aus oberzehlten Ursachen der vorstehenden Noth und in Krafft der hievor zu Speyer beschehenen gemeiner St\u00e4nd Bewilligung sich verglichen und be= <\/i>[p. 475]<i> williget, da\u00df die n\u00e4chst anreinende f\u00fcnff Krey\u00df \/ nemlich Fr\u00e4nckisch \/ Bayerisch \/ Schw\u00e4bisch und gegen Schlesien \/ und M\u00e4hren die Ober und Nieder=S\u00e4chsische Krey\u00df \/ jeder noch mit halben Theil seiner nechst auferlegten geb\u00fchrenden T\u00fcrcken-H\u00fclff, zu Ro\u00df und Fu\u00df sich gefast machen, und in Bereitschafft sitzen, und auf unser und des Obersten Feld=Hauptmanns und verordneten Kriegs=R\u00e4then ferner erfordern und anmahnen \/ die obbestimmte Anzahl Kriegs=Volcks unverz\u00fcglich hinab in Hungarn, zu dem Christlichen Heer schicken sollen. Welche auch aller ma\u00df gefast und abgefertigt sollen werden, wie das hievor hinab verordnete Kriegs=Volck mit Besoldung und anderer Zugeh\u00f6rung versehen ist und seyn soll, also da\u00df auch solch zuziehend Kriegs=Volck \/ jedes aus seines Crey\u00df gemeinen Truhen seiner geb\u00fchrenden Besoldung entrichtet werde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Wie mehrers Krigsvolck zu erhalten.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 20. Und wo zu Unterhaltung dieses und anders hievor geschickten Kriegesvolcks nicht mehr in der Krey\u00df=Kisten bevor w\u00e4re \/ so soll doch ein jeder Churf\u00fcrst, F\u00fcrst und Stand, sein geb\u00fchrend Anzahl Kriegsvolck bis zu Anbringung einer neuen Anlag \/ oder ferner und anderer Erk\u00e4ndtn\u00fc\u00df gemeiner Reichs=St\u00e4nde unterhalten \/ und die geb\u00fchrende Besoldung darleyhen und f\u00fcrstrecken \/ in Bedenckung, da\u00df ein solcher St\u00e4rckung und Erhaltung des Christlichen Heers, f\u00fcrnemlich zwischen jetziger und k\u00fcnfftiger Winterszeit nach G\u00f6ttlicher Gnaden, alle Wohlfahrt und Errettung gemeiner Teutscher Nation, und aus unzeitiger Zertrennung oder Schw\u00e4chung dieses Kriegsvolcks, herwiederum nicht wohl anders, dann aller Schimpff \/ Hohn und Spott \/ auch unwiederbringlicher Schad, Verderben, und Gef\u00e4ngn\u00fc\u00df gemeiner Teutscher Nation erwachsen, oder da\u00df doch zum wenigsten dadurch aller Vortheil Teutscher Nation abgebrochen, und dem Feind zugestellt werden mag.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Restitution der ausgelegten Kosten.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 21. Darum sich dann ein jeder zu solcher Unterhaltung und F\u00fcstreckung auch um so viel desto gutwilliger beweisen soll \/ da\u00df er damit alle hievor zu diesem Christlichen Werck ausgelegte Kosten \/ ihme selbst und gemeinem Vatterland, wie zu Gott verhoffentlich, zu gutem Nutz bringen wird, die sonst zusamt sein selbst Leib, Haab und Gut verlohren, und in der unglaubigen viehischen Gewalt leichtsam gezogen werden m\u00f6chten.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Zuzug auf gleiche gemeiner R. St\u00e4nden Darlegung.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 22. Doch soll dieser Zuzug anders nicht \/ dann nach Ausweisung des obgedachten Speyerischen Reichs=Abschieds, auf gleiche Darlegung und Bezahlung gemeiner Reichs=St\u00e4nde beschehen \/ und zu | nechstk\u00fcnfftiger Reichs=Versammlung derhalben geb\u00fchrende Vergleichung gemacht werden. Und gedachten ausziehenden Creyssen billige Erstattung ihres dargestreckten Kostens, von den andern Creyssen, so viel ihrer jedem daran zu erlegen geb\u00fchren will, ohne alle Weigerung und Ausziehung folgen soll.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>So es nicht vonn\u00f6then.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 23. Wo sich aber die Sachen also zutr\u00fcgen, da\u00df des mehrern Zuzugs nicht vonn\u00f6then w\u00e4re \/ wollen und sollen Wir, und der Oberst Feld=Hauptman, sampt den zugeordneten Kriegs=R\u00e4then, der St\u00e4nden des Heiligen Reichs mit solchem Zuzug gn\u00e4diglich verschonen \/ damit sie zu k\u00fcnfftigen Zeiten um so viel desto stattlicher helffen m\u00f6gen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Zu Unterhaltung und Schickung des Kriegsvolcks,<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>soll der Fiscal gegen die Ungehorsame, so wol Geistl. als Weltliche, <\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>beygef\u00fcgter P\u00f6n nach,<\/i><\/p>\n<p><i>procediren.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 24. Und da\u00df aber das zuziehende Kriegsvolck von den obbemeldten Creyssen, desto gewisser geschickt, und dasselbig, auch das vorige Kriegs=Volck \/ so von allen Creyssen hinnab verordnet, mit ihren geb\u00fchrenden Besoldungen und ander zugeh\u00f6riger Nothdurfft hinf\u00fchro auch gewi\u00dflich unterhalten werde: So haben Wir sampt den obgemeldten Kayserlichen Commissarien uns an statt der Kayserlichen Majest\u00e4t und f\u00fcr uns selbst \/ mit der Churf\u00fcrsten verordneten R\u00e4then, F\u00fcrsten und St\u00e4nden, und der Abwesenden Bottschafften verglichen und vereinigt: Meynen, setzen und ordnen auch darauff hiermit wissentlich von R\u00f6misch=Kayserl. und K\u00f6niglicher Macht Vollkommenheit \/ da\u00df solches alles von einem jeden, so viel es in betrifft, treulich und festiglich gehalten und vollenzogen werden soll. (a) W\u00fcrde aber jemand, er sey Churf\u00fcrst \/F\u00fcrst \/ Geistlich oder Weltlich \/ Pr\u00e4lat \/ Graf \/ Freyer \/ Herr \/ von der Ritterschafft und Adel \/ oder auch von den Frey= und Reichs=St\u00e4dten \/ an Schickung seiner Anzahl Kriegsvolcks \/ ihm, als obsteht, zu dem Zuzug auferlegt, oder auch an Schickung und geb\u00fchrender Unterhaltung seiner hievor, laut des Speyerischen Reichs=Abschieds auferlegten Anzahl Kriegs=Volcks, oder anderm, so ihm nach Sage desselben Abschieds, oder dieser Ordnung zu thun geb\u00fchrt \/ s\u00e4umig oder ungehorsam seyn \/ derselbig, (wo er ein Geistlicher ist \/) soll damit alsobald alle seine Privilegia, Schutz und Schirm \/ die er von Kayserlicher Majest\u00e4t, deren Vorfahren, und dem H. Reich hat, verwirckt \/ deren privirt und entsetzt seyn. (b) Ist aber der Ungehorsam oder Verbrecher Weltlich \/ so soll er dadurch in der Kayserlichen Majest\u00e4t und des Heil. Reichs Acht gefallen seyn \/ und der Kayserliche Fiscal soll zu Erkl\u00e4rung solcher P\u00f6n und Straff gegen denselben Ungehorsamen ohne allen Verzug procediren und vollfahren, und im Fall ihres beharrlichen Ungehorsams \/ soll sie <\/i>[p. 476]<i> auch der Obrist=Feldhauptmann mit der darzu nothwendigen Anzahl Kriegsvolcks \u00fcberziehen und straffen \/ inmassen der obber\u00fchrt j\u00fcngst Speyerische Reichs=Abschied von solcher P\u00f6n weiter ausweist.<\/i><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>(a) R. A. 1641. \u00a7. 87.<br \/>\n<\/i><i>(b) R. A. Speyer 1542. \u00a7. 102. 1559. \u00a7. 14.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Selb-summ zum Krieg n\u00f6thig.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Zu Erhaltung Christlichen Glaubens eigener Freyheit.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Nochmalige Anlage des gemeinen Pfennings.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 25. Weiter und nachdem aber zu Unterhaltung dieses jetzt zuziehenden Reichs=Kriegsvolcks, und des so vormahln darnieden in Hungern liegt, eine trefliche Summa Gelds auflauffen wird \/ und allbereit aufgelauffen ist, derowegen etliche Crey\u00df wie aus allerley statthafften Berichten und Anzeigungen zu vernehmen, aus ihren Crey\u00df=Truhen, und vor eingebrachten Anlagen solche Ausgaben nicht lang zu thun haben. Dergleichen auch etliche hohe und niedere St\u00e4nd, nicht wohl statt haben m\u00f6chten, die Besoldung und Unterhaltung ihrem Kriegsvolck lang also darzustrecken, oder doch des vorgestreckten Gelds lang zu entbehren und auszulegen. Und dann zu Schutz und Schirm unsers Heil. Christlichen Glaubens \/ Errettung unsers Vatterlands \/ und Erhaltung unserer eigenen Freyheit \/ Leib \/ Haab und G\u00fcter \/ keinem Christen sehr beschwerlich seyn kan noch soll, zu diesem Christlichen nothwendigen Werck seine Steuer und Anlage wieder zu geben, und sonderlich je mit einem halben G\u00fclden Anlag \/ hundert G\u00fclden Haupt=Guts \/ und sich selbst in Fried und Ruhe zu erhalten: So haben die Churf\u00fcrstliche R\u00e4the, F\u00fcrsten und St\u00e4nde, und der Abwesenden Bottschafften, f\u00fcr Nutz und nothwendig angesehen, jetzo alsbald wieder eine gemeine gleichm\u00e4\u00dfige und durchgehende Anlag des gemeinen Pfennings zu bewilligen, und dieselben wieder auf die Form, Wei\u00df und Maa\u00df, durch das gantze Reich Teutscher Nation anschlagen und einbringen zu lassen, wie die Anlage, so auf j\u00fcngstem zu Speyer gehaltenem Reichs=Tag durch gemeine St\u00e4nde des Heil. Reichs bewilligt, gesetzt und verabschiedet ist, und vor dem dreyzehenden Tag Julii nechst verschienen, eingezogen seyn solt. Als sie dann solche Anlage und gemeinen Pfenning \/ nach Gestalt der vorstehenden Noth und verhoffentlichen gemeinen Nutzens, und dann auch auf die schon beschehene Anzeigungen, wie es um etliche Crey\u00df=Kisten und vor eingebrachten Anlagen geschaffen, in Krafft des Speyerischen Reichs=Abschieds, jetzo bewilligt, auch sich vereinigt und verglichen haben, da\u00df derselbige gemein Pfenning und Anlage von neuem, nach Ausweisung des gedachten Speyerischen Reichs=Abschieds angelegt, eingebracht, und wider den T\u00fcrcken und seine Anh\u00e4nger ausgegeben und gebraucht werden soll.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Rechenschafft wegen der Einnahm<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 26. Und solch also f\u00fcrgenommene Anlage, soll nach jedes Crey\u00df Gelegenheit, doch zum f\u00f6rderlichsten allenthalben eingebracht, und in die derhalben verordnete Crey\u00df=Kisten, nach Sag u. Ausweisung des Speyerischen Reichs=Abschieds geliefert werden, darzu auch den ver=|ordneten Sechs Einnehmern eines jeden Crey\u00df hiermit auferlegt und befohlen seyn, solcher anderer eingebrachter Anlag halben aller ihrer Einnahm und Ausgab \/ erbare und richtige Anzeig und Rechenschaft zu thun der gantzen Reichs=Versammlung, oder denen, so von den Reichs=St\u00e4nden darzu sonderlich verordnet werden. Doch soll ihnen auf n\u00e4chst kommenden Reichs=Tag, von gemeiner Reichs=Versammlung ein gewisser Tag und Mahlstatt darzu ernennt und bestimmt werden: Vor welchem auch solche andere Anlage gewi\u00dflich allenthalben eingezogen, und in die Crey\u00df=Kisten eingesch\u00fcttet werden soll. Darzu sollen auch die Crey\u00df=Einnehmer auf die also bestimmte T\u00e4ge und Mahlstatt, durch etliche aus ihrem Mittel gewi\u00dflich ankommen, und ihres Einnehmens und Ausgebens erbare, richtige Raitung und Bericht thun. So dann ferner unter den St\u00e4nden auch solcher anderen einbrachter Anlag halben geb\u00fchrende Vergleichung gewi\u00dflich gemacht und f\u00fcrgesehen werden soll, da\u00df kein Crey\u00df noch Stand f\u00fcr dem andern beschwert werde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Vergleichung unter den Creysen der Anlage.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 27. Und wiewohl nun aus erheischender oberzehlten Nothdurfft und Bewegungen, sonderlich zu Verh\u00fctung unzeitiger Zertrennung, oder Abzugs des Christlichen Kriegsvolcks \/ die Mehrung und Erwiderung obber\u00fchrter Anlag, nicht hat sollen noch m\u00f6gen verzogen werden, bis der vorderigen Anlag halben, Gestalt und Gelegenheit des Mangels oder Uberschu\u00df der Crey\u00df=Truhen g\u00e4ntzlich und eigentlich vernommen, und gegen einander verglichen w\u00fcrde: So w\u00e4ren doch die Christlichen R\u00e4the, F\u00fcrsten und St\u00e4nde, und der Abwesenden Bottschafften urbietig und willig gewesen, allhie auf diesem Reichs=Tag zu verharren, und solche Erk\u00fcndigung und unterschiedliche Raitung und Bericht aller Crey\u00df Einnahm und Ausgab von den verordneten Crey\u00df=Einnehmern in Schrifften erfordern zu lassen, und die geb\u00fchrende Vergleichung unter den Reichs=St\u00e4nden \/ nach Ausweisung des Speyerischen Reichs=Abschieds zu suchen und zu machen, und also alle Beschwerden und Ungleichheit aufzuheben, wo sie befunden h\u00e4tten, da\u00df dieser Zeit zu solcher Raitung und Vergleichung zu schreiten m\u00f6glich gewesen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Restanten der Anlag.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 28. Dieweil aber Wir und die Kayserl. Commissarii, auch gemeine Reichs=Versam[m]lung in gute Erfahrung kommen sind, da\u00df in etlichen Creysen die vorige Anlage noch nicht zusammen in den Crey\u00df=Kasten gesch\u00fcttet worden, und an etlichen Enden dieselbige Anlage von wegen allerley Verhinderung und Unrichtigkeiten, noch nicht gar eingebracht ist \/ derhalben uns samt den Kayserlichen Commissarien und gemeiner Reichs=Versammlung Rechnung von den Crey\u00df=Einnehmern zu empfahen, und die geb\u00fchrende Vergleichung <\/i>[p. 477]<i> zu machen, aus obber\u00fchrten Ursachen di\u00dfmahls unm\u00f6glich gewesen. <\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>F\u00f6rderlich in die Creys Truhen zu erlegen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 29. Hierum und damit dannoch solch Raitung und Vergleichung der hievor zu Speyer bewilligten Anlag, laut des Speyerischen Reichs=Abschieds, gewi\u00dflich ihren Fortgang gewinnen m\u00f6g: So haben Wir samt den Kayserlichen Commissarien im Namen und von wegen der Kayserl. Majest\u00e4t und f\u00fcr Uns selbst, uns mit den Churf\u00fcrstlichen R\u00e4then, F\u00fcrsten und St\u00e4nden, und der Abwesenden Bottschafften, und sie sich hinwiederum mit uns verglichen, da\u00df alle Crey\u00df=St\u00e4nde sich mit Einziehung und Erlegung derselben ihrer Anlagen in die Crey\u00df=Truhen bef\u00f6rdern \/ und die Crey\u00df=Einnehmer sich auch gefast machen, und auf den ersten Tag Decemb. zu N\u00fcrnberg bey gemeiner Reichs=Versammlung durch etliche aus ihnen gewi\u00dflich erscheinen, geschickt, alsobald alles ihres Einnehmen und Ausgebens erbare \/ richtige Anzeig \/ Bericht und Rechnung zu thun.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Rechnung der Einnehmer.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 30. Darauf dann auch alsobald solcher Rechnung und Bericht von ihnen aufgenommen, und zu der obber\u00fchrten bewilligten Vergleichung f\u00fcrgeschritten werden soll, und dem Unverm\u00f6glichen durch den Verm\u00f6glichen Erstattung und Widerlegung beschehen \/ damit also endlich und gewi\u00dflich den Beschwerden geholffen \/ und Gleichheit gemacht und erhalten werde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Mandata, da\u00df sich niemand wider das H Reich oder dessen Haupt, In Kriegsdienste begeben soll.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Bey straf.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 31. Und wiewohl die Kayserl. Majest. \u00fcber die hievor ausgegangene ernstliche Mandata und Gebotts=Brief \/ die Ihre Majest\u00e4t in das Heil. Reich Teutscher Nation ausgehen hat lassen, da\u00df sich niemand in Kriegesdienst wider Ihre Majest\u00e4t und des Heil. Reich begeben \/ noch gebrauchen lassen soll \/ bey Vermeidung der Straffen in denselben Ihrer Majest\u00e4t Mandaten verleibt \/ auch noch weiter sich mit Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nden, und sie sich hinwieder mit Ih. Kayserl. Majest. auf j\u00fcngst zu Regenspurg gehaltenen Reichstag verglichen und entschlossen haben, da\u00df seine Majest\u00e4t in ihren Erblanden \/ desgleichen Churf\u00fcrsten \/ F\u00fcrsten und St\u00e4nde \/ ein jeder in seinen F\u00fcrstenthumen \/ Herrschafften \/ Oberkeiten und Gebieten \/ den seinen keineswegs gestatten, sondern zum h\u00f6chsten verbieten soll \/ sich in Kriegsh\u00e4ndeln wider Ihre Majest\u00e4t und das Heilige Reich gebrauchen zu lassen. Welche aber in dem ungehorsam seyn, und darwider handeln w\u00fcrden, gegen denselben soll mit ernster Straff nach Ausweisung hievor ausgegangener Mandaten und obbemeldtes Regenspurgisches Reichs=Abschieds vollnfahren werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Fernere Mandata niemand in Feindes Dienste zu gehen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 32. Wiewohl auch Wir mit Rath, Wissen und Willen, der Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nden, und der Abwesenden Bottschafften, auf j\u00fcngstem zu Speyer gehaltenem Reichs=Tag von neuem Mandaten und Gebotts=Briefe in das Heil. Reich ausgehen und ver=|k\u00fcnden lassen, darinn wir m\u00e4nniglich die hievor ausgegangen Mandaten und obgedachten Regenspurgischen Reichs=Abschieds, und darinn verleibter P\u00f6n und Straffen erinnert, und bey Vermeidung derselben im Namen und an statt der Kayserlichen Majest. Und f\u00fcr uns selbst von neuem er[n]stlich gebotten, da\u00df sich hinf\u00fchro niemand wider die Kayserliche Majest\u00e4t unsern lieben Bruder und Herrn \/ Uns \/ noch unsere Land und Leut \/ oder auch andere \/ unsere und des Reichs Mitglieder \/ in fremder Potentaten oder auch anderer Herren Dienst begebe \/ denselben zuziehe, oder sich gebrauchen lasse, oder jemand darzu bewege oder aufwiegele rc, wie dann solches dieselben unsere Gebotts=Brief mehrers Inhalts weiter zu erkennen geben: So befinden wir doch, da\u00df den angezeigten Mandaten, und Regenspurgischen Reichs=Abschied von vielen nicht gelebt, noch nachkommen, da\u00df auch gegen den Ubertrettern und Ungehorsamen nicht allenthalben mit P\u00f6nen und Straffen den gedachten Mandaten und Abschied gem\u00e4\u00df f\u00fcrgefahren und gehandet ist worden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Straf der Ubertrettung dieser Mandaten.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Fiscal soll bey P\u00f6n der Acht gegen s\u00e4umige, verhinderliche oder ungehorsame Obrigkeit procediren.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 33. Damit nun solches f\u00fcrkommen, die Ubertretter ihr geb\u00fchrend Straf empfahen, und allerley Beschwerden, so bi\u00dfhero in mehr Wege daraus erfolget, und hinf\u00fchro zu Verhinderung der Christlichen nothwendigen Expedition wider den T\u00fcrcken f\u00fcrgenommen, und anderer des Heiligen Reichs Wohlfahrt, nochmahln leichtsam daraus erfolgen m\u00f6cht, abgeschafft, und in k\u00fcnfftige Zeit verh\u00fct werden m\u00f6gen: So haben wir samt den Kayserlichen Commissarien, Uns mit den Churf\u00fcrstlichen R\u00e4then \/ F\u00fcrsten und St\u00e4nden \/ und der Abwesenden Bottschafften \/ und sie sich hinwieder mit uns vertragen und verglichen, da\u00df die Kayserliche Majest. wie auch ein jeder Churf\u00fcrst \/ F\u00fcrst und Stand zu Handhabung und Vollnziehung obbestimmter unserer Mandaten, und des Regenspurgischen Reichs=Abschieds \/ gegen solchen Ungehorsamen und Verbrechern \/ mit der gesetzten ernstlichen Straf \/ nemlich mit Nachschickung ihrer Weiber und Kinder \/ doch nach Gestalt und Gelegenheit der Sachen und Personen, auch mit Confiscirung und Einziehung ihrer G\u00fcter \/ und wo sie betretten werden, gegen ihren Personen mit gef\u00e4nglicher Annehmung und Bestraffung an Leib und Leben \/ unverz\u00fcglich vollfahren sollen und wollen. Wir setzen, ordnen und wollen auch, wo einige Obrigkeit daran s\u00e4umig \/ verhinderlich oder ungehorsam seyn w\u00fcrde, da\u00df dieselbige damit alsbald in der Kayserlichen Majest\u00e4t und des Heiligen Reichs Acht gefallen seyn \/ und gegen ihn, zu Erkl\u00e4rung solcher P\u00f6n, durch den Kays. Fiscal an dem Kayserlichen Cammer=Gericht unverz\u00fcglich procedirt und vollnfahren werden soll.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Verlegung des Christlichen Kriegs-Heer in die Winter=Quartier.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 34. Und dieweil aber durch die Winters=Zeit das Christliche Heer bey einander zu erhalten, nicht allein des \u00fcberschwenglichen Unkostens halben, so dar\u00fcber lauffen wird, gantz beschwerlich, sondern auch vergeblich, und ohne Frucht w\u00e4re, ausserhalb de\u00df, was man zu nothd\u00fcrfftiger Besatzung etlicher Flecken bed\u00fcrffen m\u00f6chte, so haben Wir und die Kayserl. Commissarii uns mit gemeinen St\u00e4nden, und sie sich mit uns verglichen und vereinigt, da\u00df Wir und der Oberste Feld=Hauptmann sammt seinen zugeordneten Kriegs=R\u00e4then, als die Gestalt und Gelegenheit des Feinds, Erzeigens, und Haltens, Erfahrung haben m\u00f6gen, solche Besatzung, bi\u00df zu n\u00e4chst=k\u00fcnfftiger Reichs=Versammlung, und auf derselben ferner Verordnung der Nothdurfft nach, thun sollen, und doch darinn diese Maa\u00df und Bescheidenheit halten, da\u00df kein Crey\u00df mehr dann der ander beschwert werde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Gleichm\u00e4ssige M\u00fcntz im Reich. Ringerung der St\u00e4nden Anschlag. Reformation der Policey Ordnung.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 35. Wiewol nun Verm\u00f6g und nach Ausweisung des obber\u00fchrten Speyerischen Reichs=Abschieds, allhie auch von anderen mehr Articuln, nemlich, von einer gleichm\u00e4\u00dfigen M\u00fcntz im Reich Teutscher Nation aufzurichten: Dergleichen von wegen Ringerung etlicher St\u00e4nde Anschl\u00e4ge \/ und dann von Vollnziehung oder Handhabung unserer Reformation und Ordnung guter Policey \/ so auf dem Reichs=Tag zu Augspurg aufgericht und auf dem nachfolgenden Reichs=Tag zu Regenspurg \/ im zwey und drey\u00dfigsten Jahr gehalten, in etlichen Puncten gebessert worden, auf diesem allhiesigen Reichs=Tag \/ weiter gehandelt und er\u00f6rtert worden seyn solt: So haben wir doch samt den Kayserl. Commissarien und gemeinen St\u00e4nden aus etlichen treflichen bewegenden Ursachen dieser Zeit davon nichts endlichs rathschlagen noch schliessen k\u00f6nnen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Vergleichung der Krey\u00dfkosten.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Expedition gegen den T\u00fcrcken. Neuer Reichs=Tag zu N\u00fcrnberg f\u00fcrgenommen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 36.Und damit aber die obber\u00fchrte, versprochene und nothwendige Vergleichung der Krey\u00df=Kisten \/ von wegen der Anlag und gemeinen Pfennings zwischen den Kreyssen zu machen= nicht l\u00e4nger verzogen: Dergleichen auch obgedachte Puncten, daran uns und den St\u00e4nden des Heil. Reichs treffenlich gelegen, zu geb\u00fchrender guter Endschafft gebracht werden So haben Wir und die Kayserl. Commissarii, uns im Namen und an statt der Kayserl. Majest\u00e4t und f\u00fcr uns selbst, mit den Churf\u00fcrstlichen R\u00e4then, F\u00fcrsten und St\u00e4nden, und sie sich hinwieder mit uns vereinigt, da\u00df von wegen der vorgenommenen Expedition gegen den T\u00fcrcken \/ auch dieser Articul, und anderer mehr des Heil. Reichs Obliegen halben, ein neuer Reichs=Tag auf den vierzehenden Tag Novembris schierst allhie zu N\u00fcrnberg einzukommen, f\u00fcrgenommen und gehalten werden soll: Darauf auch die Kayserl. Majest. in eigener Person \/ (so fern | es Ihrer Majest\u00e4t immer m\u00fcglich,) selbst, oder doch Wir sammt Ihrer Majest. ansehnlichen Commissarien erscheinen, und darin= innen mit Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nden, die dann darauf in Bedenckung der hohen Nothdurfft in eigner Person, oder doch im Fall ihrer ehehafften unvermeydlichen Verhinderungen, durch ihre vollm\u00e4chtige Bottschafften erscheinen sollen, alle gute Vergleichung und geb\u00fchrende F\u00fcrsehung thun wollen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Anwesende St\u00e4nde sollen nicht auf die Abwesende verziehen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 37. Und damit zu Berathschlagung und Erledigung obangeregter Articul, und anderer des Reichs Obliegen, desto f\u00fcrderlicher geschritten werde, so meynen und wollen wir, da\u00df gemeine St\u00e4nde \/ die pers\u00f6nlich oder durch ihre Bottschafften auf obbestimmten vierzehenden Tag zu N\u00fcrnberg einkommen werden, auf die Abwesenden nicht verziehen \/ sondern ihrer seyen wenig oder viel, unverz\u00fcglich in den Sachen f\u00fcrzufahren, und zu schliessen, Macht und Gewalt haben sollen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Cammer=Gerichts Visitation und Reformation.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 38. Und wiewol die R\u00f6m. Kayserliche Majest\u00e4t aus bewegenden Ursachen, die Visitation und Reformation des Kayserlichen Cammer=Gerichts \/ bis auf ihrer Majest\u00e4t pers\u00f6nliche Ankunfft in das Heilige Reich suspendirt und geschoben, laut Ihrer Kayserl. Majest\u00e4t schrifftlichen Urkund de\u00dfhalben ausgangen: So haben wir doch sammt den Kayserl. Commissarien auf gemeiner St\u00e4nd und der Abwesenden Bottschafften unterth\u00e4nige und flei\u00dfige Bitt, gn\u00e4diglich bewilligt und zugesagt, bey der Kayserlichen Majest\u00e4t mit allem guten und getreuen Flei\u00df zu bef\u00f6rdern, und anzuhalten da\u00df dieselbige Visitation und Reformation obgedachts Ihrer Majest\u00e4t Cammer=Gerichts, ferner nicht verzogen, sondern zum f\u00f6rderlichsten aller Massen und Gestalt, wie auf den sechzehenden Tag Julii nechst verschienen, zu Speyer geschehen seyn solt, gewi\u00dflich f\u00fcrgenommen und vollendet werde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Confirmation des Landfriedens.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 39. Wir und die Kayserl. Commissarii haben uns auch an statt und im Namen der Kayserl. Majest\u00e4t und f\u00fcr uns selbst mit gemeinen St\u00e4nden und der Abwesenden Bottschafften, und sie sich hinwieder mit uns vereiniget und verglichen, da\u00df der Speyerische Reichs=Abschied \/ sonst in allen seinen Puncten und Articuln, und sonderlich auch was die Erhaltung und Handhabung des gemeinen Land=Friedens und aufgerichten Fried=Stands belangt, bey W\u00fcrden und Kr\u00e4fften bleiben, und vestiglich vollnzogen und gehalten werden soll.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Wiederum 4 Reichs=R\u00e4the zu ordnen.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Die Brief zu erbrechen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 40. Damit aber mitler Zeit und bi\u00df zu solchem k\u00fcnfftigen Reichs=Tag, alles was zu wesentlicher Erhaltung der f\u00fcrgenommenen Christlichen Expedition dienstlich, bef\u00f6rdert, und gemeine Reichs=St\u00e4nde Gestalt und Gelegenheit der Kriegshandlungen desto zeitlicher und gewisser verst\u00e4ndigt werden m\u00f6gen: So ist f\u00fcr Nutz und Gut angesehen, da\u00df <\/i>[p. 479]<i> wiederum 4. R\u00e4the von gemeiner St\u00e4nden des Reichs wegen gen Regenspurg verordnet worden, und nemlich einer von den Churf\u00fcrsten \/ der andere von F\u00fcrsten \/ Geistlichen und Weltlichen \/ der dritt von Pr\u00e4laten und Grafen \/ und der vierdt von den St\u00e4dten geschickt werden \/ welche daselbst bis zu des Christlichen Kriegs=Volcks in Hungern Abzug, oder Erforderung der k\u00fcnfftigen Reichs=Versammlung verharren, und die Brief \/ so von dem Obersten Feld=Hauptmann und andern an die gemeine St\u00e4nde dieser Expedition halben, ausgehen werden, erbrechen \/ und wo vonn\u00f6then, Abschrifften davon in die Crey\u00df des Reichs \u00fcberschicken, damit die Crey\u00df=St\u00e4nde jederzeit der Kriegs=Sachen guten Bericht haben, und in f\u00fcrfallenden M\u00e4ngeln geb\u00fchrende F\u00fcrsehung thun m\u00f6gen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Irrung in der Session, Umfrag und Subscription,<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 41. Als sich auch etliche F\u00fcrsten und St\u00e4nde im Anfang dieses Reichs=Tags der Session und Umfrag halben geirret \/ welches zu Verl\u00e4ngerung der Reichs Sachen gelangt, de\u00dfhalben Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und gemeine St\u00e4nde, auf unser gn\u00e4digs Begehren, ihre Session ungef\u00e4hrlich und ohn alle Ordnung gehalten. Demnach wollen Wir, da\u00df einem jeden Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und Stand solch dieses Reichs=Tags ungef\u00e4hrliche Session und Umfrag, auch die Subscription zu Ende dieses Abschieds beschehen, an seinem hergebrachten Gebrauch und Gerechtigkeit in keinem Weg nachtheilig \/ sch\u00e4dlich, noch vergreiflich seyn soll.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>und deren g\u00fctliche Beylegung.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 42. Wir sollen und wollen auch \/ nach dem uns ein jeder seine Gerechtigkeit in Schrifften \u00fcbergeben hat, allen m\u00f6glichen Flei\u00df f\u00fcrwenden, solche Irrung der Session halben zum f\u00f6rderlichsten zu g\u00fcttlicher Vergleichung oder Er\u00f6rterung zu bringen \/ wie dann solches gemeine St\u00e4nde zu etlichen mahlen vertr\u00f6st seynd.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Kayserl. und K\u00f6nigl.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 43. Solches alles und jedes so obgeschrieben steht, und die Kayserl. Majest. unsern lieben Bruder und Herrn \/ und uns anr\u00fchrt \/ gereden und versprechen wir sammt den Kayserl. Commissarien, an statt und im Namen Ihro Kayserl. Majest. und f\u00fcr uns selbst \/ st\u00e4tt \/ vest \/ unverbr\u00fcchlich und aufrichtig zu halten \/ und zu vollnziehen, dem stracks und ungeweigert nachzukommen, und zu geleben, sonder alle Gef\u00e4hrde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>zusamt der St\u00e4nde Versprechen. Kayserl. Commissarii.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 44. Dessen zu Urkund haben Wir unser K\u00f6niglich Insiegel, und die obbemeldte Kayserl. Commissarien neben uns und ihr eigen Insiegel an diesen Abschied thun hencken. Und wir obbemeldte, von GOttes Gnaden Christoff Bischoff zu Augspurg, Friderich Pfaltzgraf bey Rhein, Hertzog in Bayern, auch Friderich Graf zu F\u00fcrstenberg, Werdenberg und Heiligenberg, Hugo Graf zu Montfort und Rotenfels, und Johann | von Navis zu Messantz, Bekennen da\u00df wir als verordnete Kayserl. Commissarii, unsere eigene Insiegel an diesen Abschied thun hencken. Und wir die verordnete Churf\u00fcrstliche R\u00e4the, F\u00fcrsten, Pr\u00e4laten, Grafen und Herren, auch der Abwesenden F\u00fcrsten, Pr\u00e4laten, Grafen und Herren, und des Heiligen Reichs Frey= und Reichs=St\u00e4dt gesandten Bottschafften und Gewalthaber hernach benennt. Bekennen offentlich mit diesem Abschied, da\u00df alle und jede obgeschriebene Puncten und Articuln mit unserm guten Willen, Wissen und Rath f\u00fcrgenommen und beschlossen seynd, willigen auch dieselben allesammt und sonderlich, hiemit und in Krafft dieses Briefs: Gereden und versprechen auch in guten wahren Treuen, die so viel einem jeden sein Herrschaft oder Freunde, von denen er geschickt oder gewalthabend ist, betrifft oder betreffen mag, wahr \/ stet \/ vest \/ aufrichtig und unverbrochen zu halten \/ zu vollziehen, und dem, nach allem unserm Verm\u00f6gen \/ nachzukommen und zu geleben, sonder Gef\u00e4hrde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00a7 45: Unterschriften der Vertreter der Reichsst\u00e4nde<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>Geschehen in Unser des Heil. Reichs Stadt N\u00fcrnberg auf den sechs und zwantzigsten Tag des Monats Augusti nach Christi unsers Herrn Geburt f\u00fcnffzehenhundert, und im zwey und viertzigsten, unser Reich des R\u00f6mischen im zw\u00f6lfften, und der andern im sechzehenden Jahren.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><b>Letztes Update: 21. Juli 2016<\/b><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><b>Ralph Jackmuth<\/b><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reichsabschied N\u00fcrnberg vom 26.08.1542 (nach Edition Koch 1747) &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Ihro Kayserl. Maj. R\u00e4th und Commissarii. &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Continuatio des Expedition wider den T\u00fcrcken. [p. 471] Wir Ferdinand von GOttes Gnaden R\u00f6mischer K\u00f6nig, zu allen Zeiten Mehrer des Reichs, in Germanien, zu Hungern, B\u00f6heim, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=1953\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eReichsabschied N\u00fcrnberg 1542\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1953","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1953","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1953"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1953\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1953"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}