{"id":1946,"date":"2017-07-25T14:42:10","date_gmt":"2017-07-25T14:42:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=1946"},"modified":"2017-07-25T14:42:10","modified_gmt":"2017-07-25T14:42:10","slug":"reichsabschied-speyer-1542","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=1946","title":{"rendered":"Reichsabschied Speyer 1542"},"content":{"rendered":"<p><strong>Reichsabschied Speyer vom 11.04.1542<\/strong> (nach Edition Koch 1747)<\/p>\n<table border=\"0\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<colgroup>\n<col width=\"67*\" \/>\n<col width=\"189*\" \/> <\/colgroup>\n<tbody>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Rathschl\u00e4g \u00fcber ein gemein Concilium.<\/i><\/p>\n<p><i>T\u00fcrcken=H\u00fclff.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\">[p. 444] <i>Wir Ferdinand, von GOttes Gnaden, R\u00f6mischer K\u00f6nig, zu allen Zeiten Mehrer des Reichs, in Germanien, zu Hungern, B\u00f6heim, Dalmatien, Croatien, und Sclavonien, rc. K\u00f6nig, Infant in Hispanien, Ertz=Hertzog zu Oesterreich, Hertzog zu Burgundi, zu Braband, zu Steyer, zu Kerndten, zu Crain, zu L\u00fctzelburg und zu | W\u00fcrtemberg, F\u00fcrst zu Schwaben, Marggraf des Heil. R\u00f6m. Reichs zu Burggaw, M\u00e4hren, Ober= und Nieder=Lau\u00dfnitz, Graf zu Habspurg, zu Tyrol, zu Pfierd, zu Kyburg und zu G\u00f6rtz, rc. Landgraf in Elsa\u00df, Herr auf der Windischen Marck, zu Portenaw, und zu Salins, rc. Bekennen und thun kund allerm\u00e4nniglich, nachdem die R\u00f6m. Kayserliche <\/i>[pag. 445]<i> Majest\u00e4t, Unser lieber Bruder und Herr, aus gantz V\u00e4tterlicher gn\u00e4diger Lieb und Neigung, so Ihr Kayserl. Majest. zu dem Heil Reich, bevorab Teutscher Nation, ihrem Vatterland tragen, verschienen Jahrs, Ihre Hispanische K\u00f6nigreich und Land, nicht mit kleiner Ihrer Majest\u00e4t Ungelegenheit, verlassen, und sich in das Heil. Reich Teutscher Nation begeben, f\u00fcrnemlich darum, da\u00df der Zwyspalt und Mi\u00dfverstand von wegen der Religion im Reich eingefallen, zu Christlicher Einigkeit und Vergleichung gebracht, und darneben dem Erbfeind gemeiner Christenheit zu Erhaltung und Bewahrung des Christlichen Volcks \/ und bevorab Teutscher Nation stattlicher Widerstand, auch in andern nothwendigen Articuln, die dem Reich obgelegen, Einsehung beschehen m\u00f6chte. Wie dann Ihr Kayserl. Majest. an aller ihrer Verm\u00f6glichkeit nichts erwinden lassen, und noch nichts erwinden l\u00e4\u00dft, besonder nach unserer derhalben gepflogener Handlung zu Hagenau, und folgends zu Wormbs, letzlich auch in eigener Person, auf dem j\u00fcngst= gehaltenen Reichs=Tag zu Regenspurg, allen m\u00fcglichen Flei\u00df und Ernst f\u00fcrgewendt hat, damit im Heil. Reich Fried, Ruhe und Einigkeit gepflantzet und erhalten, die Ungleichheit und Mi\u00dfvertrauen unter den St\u00e4nden abgestellt werde. Dieweil aber die Sachen auf bestimmten Reichs=Tag nicht verglichen werden m\u00f6gen, ist demnach Ihr Kayserl. Majest\u00e4t tringentlich verursacht worden, sich aus Teutscher Nation in Italien zu begeben, und zu Vollnziehung Ihrer Majest\u00e4t, auff angeregtem Reichs=Tag gethanen Erbietens, auch Genugthuung gemeiner Reichs=St\u00e4nde Ersuchen und Bitt hat Ihr Majest\u00e4t, bey der P\u00e4bstlichen Heiligkeit, eigener Person von Haltung wegen eines General= oder National=Conciliums und Reformation in Teutscher Nation, auch der T\u00fcrcken=H\u00fclff halben, alles Flei\u00df und Ernsts gehandelt, und die Sachen bey ihrer Heiligkeit so weit verfolgt, da\u00df sich dieselbige bewilliget, ihr ansehnliche Bottschafft auff nechstk\u00fcnfftigen Reich=Tag zu schicken, allda allen St\u00e4nden jetzt=ber\u00fchrter Articul halben, ihren Willen und Gem\u00fcth zu entdecken.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Kaysers Caroli V. Zug vor Algier <\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 1. Und als nun Ihr Kayserl. Majest. Willens gewesen, sich bey ihren Hispanischen, und andern Ihrer Majest. K\u00f6nigreichen und Landen, zu zu Widerstand des Erbfeinds der Christenheit des T\u00fcrcken zu bewerben \/ und auf Wasser und Land \/ gefast und bereit zu machen, auf da\u00df der Reichs=Stand H\u00fclff, so dazumahl auf drey Jahr lang wider gedachten Erb=Feind den T\u00fcrcken bewilligt worden, um so vielmehr stattlicher erschiessen m\u00f6cht: So hat Ihr Kays. Majest\u00e4t gemeiner Christenheit zu Nutz und Gutem, und dem bemeldten Erbfeind derselben zum Nachtheil \/ den Zug f\u00fcr Algier f\u00fcrgenommen \/ f\u00fcrnemlichen darum, da\u00df Ihr Kayserl. Majest. ihre Hispanische und andere | K\u00f6nigreich und Land, durch Eroberung Algier \/ in Sicherheit und Fried zu bringen verhofft \/ damit alsdann Ihro Kayserl. Majest. dem T\u00fcrcken zu Widerstand \/ von ihren K\u00f6nigreichen und Landen desto stattlicher H\u00fclff erlangen m\u00f6chte.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\">&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>T\u00fcrckens Eroberung der Vestungen Pest und Ofen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 2. So aber Ihr Kayserl. Majest\u00e4t, solchen Zug, aus zugestandenen Ungewitter, ihrem Vorhaben nach, nicht in Wirckung bringen m\u00f6gen, hat sie sich folgends in Ihrer Majest., Hispanische K\u00f6nigreich gethan, damit sie sich, als obsteht, mit ihrer H\u00fclff zu angeregtem Christlichen Werck, dem Widerstand des T\u00fcrckens, auff Wasser und Land bereit und gefast machen m\u00f6ge, wie dann Ihre Majest\u00e4t im t\u00e4glicher Ubung und Handlung ist, und an allem dem, das Ihre Majest\u00e4t nach Endigung des Regenspurgischen Reichstags, dieser Sachen zu Frucht und Gutem handelen und f\u00fcrdern m\u00f6gen, nichts erwinden hat lassen, inmassen dann solchs Ihre Kayserl. Majest. noch thut, und hinf\u00fcro mit allen Gnaden zu thun nicht weniger geneigt ist. Und wiewohl Ihre Kayserliche Majest. auf obgedachtem Regenspurgischen Reichs=Abschied gn\u00e4diglich bedacht gewesen, ihre Commissarien zu der gemeinen Reichs=Versammung, so auf denselben Regenspurgischen Reichstag, f\u00fcrnemlich von wegen Richtigmachung der beharrlichen T\u00fcrcken=H\u00fclff \/ und anderer mehr Puncten halben, auf den vierzehenden Tag Januarii nechst verschienen, allher f\u00fcrgenommen worden, zu verordnen und zu schicken: Jedoch, und dieweil sich nach demselben Regenspurgischen Reichs=Tag leider, zugetragen, da\u00df gemeiner Christenheit Erbfeind der T\u00fcrck \/ eigner Person \/ mit Macht in unser K\u00f6nigreich Hungern eingedrungen \/ den K\u00f6niglichen Stuhl \/ Schlo\u00df und Stadt Ofen eingenommen \/ denselbigen mit samt Pest nothd\u00fcrfftiglich besetzt \/ und alles Gesch\u00fctz und Munition, so er mit ihm daselbst hingebracht, und von unserm Kriegs=Volck erobert, samt dem, so vor in Ofen gewesen, (welches alles eine treffentliche Anzahl ist,) daselbst in aller Bereitschafft gelassen; Aus welchem und allem anderm der T\u00fcrcken nachfolgenden erzeigen unterhalten, gewi\u00dflich keins andern zu versehen, dann da\u00df er auf diesen vorstehenden Sommer nicht allein den \u00fcberbleibenden Theil unser Cron Hungern in seinen Gewalt zu bringen \/ besonder auch alle anstossende Lande Teutscher Nation zu \u00fcberziehen, und in sein viehische und tyrannische Dienstbarkeit zu bezwingen unterstehen werde, wie dann nun, nach Eroberung Ofen \/ als auch der andern P\u00e4\u00df, Th\u00fcr und Thor gegen Teutscher Nation frey offen stehen, und einen guten Theil der Gegenwehr, deren sich die Teutsche Nation gegen ihm gebrauchen m\u00f6gen, unter sich ge- <\/i>[pag. 446]<i> -bracht, und da\u00df er nunmehr in das Heil. R\u00f6misch Reich ein eben platt Land hat. Hierum, und damit nun der vorstehend Unrath und Verderben gemeiner Christenheit, und sonderlich Teutscher Nation, f\u00fcrkommen und verh\u00fctet, der T\u00fcrck nicht allein von diesen Christlichen landen abgetrieben, besonder mit Gnaden und H\u00fclff des Allm\u00e4chtigen erlegt werden m\u00f6g, dadurch nicht allein die n\u00e4chst anstossende, sondern auch alle weit gelegene Christliche Land, und bevorab gemeine St\u00e4nde des Heil. Reichs, und derselben Unterthanen, in langwierigen Frieden, Ruhe und Sicherheit gesetzt werden<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Zum ausschreibenden Reichs=Tag Kays. verordnete R\u00e4th und Commissarien.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Gegen den T\u00fcrcken beharrliche H\u00fclff.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 3. So hat dem allem nach, die Kayserliche Majest\u00e4t f\u00fcr eine hohe grosse Nothdurfft bedacht, einen gemeinen Reichs=Tag ausschreiben zu lassen \/ wie dann Wir, aus Ihr Kays. Maj. Befehl, solchen gemeinen Reichs=Tag, auf den obbestimmten vierzehenden Tag Januarii allher in Unser und des H. Reichs Stadt Speyer \/ ausgeschrieben, des Gem\u00fcths, Willens, und Meynung, mit samt den Wohlgebohrnen, und Ehrsamen, Gelehrten, Unsern und des Reichs lieben Getreuen, Hugen Grafen zu Montfort und Rotenfels, und Johann von Naues zu Messantz, R\u00f6m. Kayserl. Majest. R\u00e4then \/ und Vice=Cantzler \/ als Ihrer Kayserl. Majest\u00e4t hierzu sonderlich verordneten Commissarien \/ anstatt und im Namen Ihrer Kayserl. Maj. und f\u00fcr uns selbst, neben und mit Churf\u00fcsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nden des Heil. Reichs, alles das zu handeln, zu rathschlagen, und zu schliessen, das in diesem hochbeschwerlichen Last, so gantzer Teutscher Nation, und gemeiner Christenheit des T\u00fcrcken gewaltigen Eintringens halben, obgelegen, zu Abstellung und Verh\u00fctung solches Lasts und unwiederbringlichen Verderbens immer erschie\u00dflich seyn mag: Auch wie und welcher Gestalt denselben Feind, \u00fcber die hievor bewilligte beharrliche H\u00fclff \/ mit mehrerm und gewaltigerm Zuzug au\u00dftr\u00e4glich entgegen gangen, und in andern mehr Puncten und Articuln, verm\u00f6g des Regenspurgischen Reichs=Abschieds, gehandelt werden m\u00f6ge, wie dann davon in gemeldtem unsern Au\u00dfschreiben dieses Reichs=Tags auch Meldung geschicht.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 4. Und dieweil aber der Kayserlichen Majest\u00e4t solchen Reichs=Tag eigener Person zu besuchen, von wegen K\u00fcrtze der Zeit, und Gestalt dieser Sachen die grosse Eyl erfordert, nicht m\u00fcglich gewesen, haben Wir uns, unangesehen, da\u00df Wir gnugsam Ursach gehabt, unsern K\u00f6nigreichen und Landen, somit t\u00e4glicher treffentlicher Anfechtung beladen, selbst beyzuwohnen, gemeiner Christenheit und bevorab gantzer Teutscher Nation, zu Wolfarth und Gutem, auf bemeldter Kayserl. Majest. freundlich Begehren und Befehl, an uns beschehen, zu solchem Reichs=Tag, so viel uns immer m\u00f6glich gewesen, bef\u00f6rdert, und denselben pers\u00f6nlich besucht. |<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 5. Auf welchem Reichs=Tag, Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und anderer St\u00e4nde im ziemlicher Anzahl, eigener Person, und etliche durch ihre Bottschafften, mit vollm\u00e4chtigem Gewalt, bey uns und obgemeldten Kayserlichen Commissarien, gehorsamlich ankommen und erschienen sind.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 6. Demnach haben Wir samt den bemelten Kayserlichen Commissarien, mit und neben den selben Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und gemeinen St\u00e4nden, den Articul der beharrlichen T\u00fcrcken=H\u00fclff \/ in obgedachtem unserm Ausschreiben verleibt, als den f\u00fcrnehmsten und nothwendigsten, zum Ersten f\u00fcr Hand genommen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Handlung K\u00f6nig Ferdinandi mit seinen B\u00f6hmischen Erb und incorporirten Landen zur T\u00fcrcken-H\u00fclff.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Ben\u00f6thigte Am[m]unition<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>und nothd\u00fcrfftig Proviant.<\/i><\/p>\n<p><i>Jn Hungern ausgeschriebener Ragkhus oder Landtag.<\/i><\/p>\n<p><i>Um eine T\u00fcrcken-H\u00fclff zu handelen.<\/i><\/p>\n<p><i>Verwilligte Anlag.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>B\u00f6hmische H\u00fclff.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 7. Wir haben auch gemeinen St\u00e4nden, freundlich und gn\u00e4diglich anzeigen und er\u00f6ffnen lassen, wes wir auf die Handlung und Bewilligung \/ der beharrlichen T\u00fcrcken=H\u00fclff halben \/ auf j\u00fcngstem Reichs=Tag zu Regenspurg beschehen \/ seydhero mit unsern K\u00f6nigreichen und Landen gehandelt \/ und Uns mit ihnen entschlossen haben. Und nemlich, da\u00df Wir auf den Beschlu\u00df des j\u00fcngsten Regenspurgischen Reichs=Abschieds, in unser Cron Beheim, sambt derselben Incorporirten, auch den Oesterreichischen Landen, Erstlich, etliche particular-Land=T\u00e4g, und folgends ein gemein Zusammenkunfft, von gemeldter Cron B\u00f6heim \/ und der andern Landen verordneten Aussch\u00fcssen halten lassen, und da\u00df sich daselbst die St\u00e4nde bemeldter unserer Cron B\u00f6heim sambt derselben incorporirten Landen, auch unser Oesterreichische Lande, auf unser gn\u00e4dige und flei\u00dfige Handlung und Anhalten, sich mit einander vereint und verglichen, da\u00df sie ihnen angezeigte \/ bewilligte \/ beharrliche H\u00fclff \/ nemlich die von Pr\u00e4laten \/ Herrn \/ Ritterschafften \/ Adel und St\u00e4dten \/ je von hundert G\u00fclden ihres Verm\u00f6gens \/ einen \/ und die Unterthanen auf dem Land wohnend, von sechtzig G\u00fclden einen G\u00fclden reichen wollen. Von welcher Bewilligung, wie Wir uns gantz ungezweiffelt versehen, N. tausend geringe Pferd \/ darunter N. tausend Itali\u00e4nische Pferd seyn sollen: Dergleichen die Armada und Schiffung \/ darauf man N. tausend Personen bed\u00fcrffen, die Monatlich unter N. tausend S\u00f6lden nicht erhalten werden m\u00f6gen: Auch N. hundert St\u00fcck B\u00fcchsen \/ darunter N. Maurbrecherin seyn sollen \/ darzu man ohn alle andere zugeh\u00f6rige Munition, bi\u00df in N. tausend Schantz=Knecht bed\u00fcrffen w\u00fcrde; dergleichen die Ort, Flecken, so wir vor j\u00fcngster Niederlag gehabt, und seithero \u00fcberkommen haben, unterhalten werden, und darneben auch geb\u00fchrende F\u00fcrsehung mit nothd\u00fcrfftiger Proviant, \u00fcber das gantze Heer \/ beschehen m\u00f6ge. Zu dem haben Wir in unserer Cron Hungern einen Ragkhus oder Landtag ausschreiben \/ und mit den St\u00e4nden derselben unser Cron handeln lassen. da\u00df sie auch unter ihnen selbst sich g\u00fctlich vergleichen, und <\/i>[p. 447]<i> wider den gemeinen Feind den T\u00fcrcken ein ansehnliche H\u00fclff thun wolten \/ in Bedenckung, da\u00df ihnen der Last und Verderben am n\u00e4chsten obgelegen rc. Darauf sie Anfangs ihrer Irrungen, und etliche Jahr her gew\u00e4hreten Uneinigkeiten, g\u00fctlich vereinigt und Ordnung f\u00fcrgenommen und gemacht, wie den Entsetzten und Verwaltigten ihre entwehrte G\u00fcter wieder zugestellet werden sollen, und demnach und zu unterth\u00e4niger Gehorsam, und zu Erhaltung unsers K\u00f6nigreichs Hungern \/ sich entschlossen und bewilligt \/ da\u00df ein jedes Hau\u00df \/ gleich angehends einen G\u00fclden zu Anlag geben \/ und dar\u00fcber auch ein jeder den sechzigsten Theil seines Verm\u00f6gens zu dieser Christlichen Expedition entrichten soll. Und wo wir in eigener Person in diesem Christlichen Zug mit seyn werden, alsdann wollen alle Pr\u00e4laten und Herrn, und andere gesessene Leut, in eigener Person mit ziehen und \u00fcber die obbestimmten Anlag eines G\u00fcldens, und sechtzigsten Theil des Verm\u00f6gens, auch ferner ihr jeder, von wegen seiner Unterthanen, stattlich helffen, und je auf zwantzig Bauren einen Reuter zu unterhalten anschlagen und mitbringen. Dergleichen sollen die Geistliche ihrer j\u00e4hrlichen Renthen \/ den zehenden Theil zu Anlag geben, wie dann solches alles bemeldter unser Cron Hungern St\u00e4nde, Decret und Abschied, unterschiedliches und mehrers Inhalts mitbringet und ausweiset. Und so dann derselben H\u00fclff zu unser Cron B\u00f6heim, und derselben incorporirten, und Oesterreichischen bewilligten H\u00fclff gerechnet, w\u00fcrde sich dieselbige gegen gemeiner St\u00e4nde auf j\u00fcngstem Regenspurgischen Reichs=Tag begehrten H\u00fclff, wol vergleichen, und daran kein Abgang seyn. Und dieweil auch unser Cron B\u00f6heim, samt derselben incorporirten und Oesterreichischen Landen, aus dem, da\u00df der T\u00fcrck Ofen und Pest \/ neben dem Vorrath des trefflichen Gesch\u00fctzes \/ und darzu geh\u00f6riger Munition besetzt \/ und dasselbig Kriegs=Volck t\u00e4glich st\u00e4rcken mag, des Uberzugs und Verderbens st\u00fcndlich gew\u00e4rtig seyn m\u00fcssen: So haben die verordnete Aussch\u00fc\u00df, von unser Cron B\u00f6heim, und derselben incorporirten und Oesterreichischen Landen \/ aus Erforderung der hohen Nothdurfft f\u00fcrgenommen, jetzo in Eyl, von obbestimmter ihrer Bewilligung, N. tausend geringer Pferd, samt N. tausend Martelosen aufzubringen, und an die Gr\u00e4ntzen zu verordnen, damit durch dieselben, bi\u00df auf ferner H\u00fclff und Zuzug, die t\u00e4gliche Streiff, auch Verderbung und Verheerung der Proviant=Kasten in Nieder=Oesterreich und M\u00e4hren, als viel m\u00fcglich, verh\u00fctet werden, welche sonst, vor und eher vom Reich, und andern Orten H\u00fclff erwartet, verderbet, Unserm und des Reichs Kriegs=Volck die Proviant abgestrickt w\u00fcrde, dardurch folgends die H\u00fclffen, vom Reich und andern Orten, so die gleichwohl ansehnlich | in den Anzug gebracht, aus Mangel der Proviant nicht unterhalten, oder zu Frucht gebracht werden m\u00f6chten. Derhalben dann bemeldten unsern K\u00f6nigreichen und Erblanden, dieweil sie ihre Pferd jetzo von Stund an in Bereitschafft ordnen, und an die Gr\u00e4ntzen schicken m\u00fcssen, um so viel mehr Ausgab und Beschwerung ausgelegt w\u00fcrde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Ihre K\u00f6n. Maj. Merita um das Reich.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 8. Aus solchem allem gemeine Reichs=St\u00e4nde wol abnehmen und bedencken m\u00f6gen, da\u00df Wir mit unser Cron B\u00f6heim, und derselben incorporirten und anderer Landen Unterthanen, eine grosse B\u00fcrde \u00fcber uns nehmen, als, da\u00df wir samt gemeldten unsern Unterthanen, und gantz unzweiflich versehen, gemeine Reichs=St\u00e4nde werden daraus unser und unserer Unterthanen Christlich und ehrlich Gem\u00fcth sp\u00fcren, und g\u00e4ntzlich daf\u00fcr erkennen, achten und halten, da\u00df Wir nach Gelegenheit unsers langwierigen Verderbens, und vielf\u00e4ltiger grosser Au\u00dfgaben, und zum h\u00f6chsten angriffen haben, und also die Reichs=St\u00e4nde damit begn\u00fcgt und ers\u00e4ttiget seyn.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\">&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Darsetzung seines Leibs, Guts und Bluts.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 9. So seyn auch bemeldte unsere getreue Unterthanen, (unangesehen, da\u00df wir bey Zeiten weyland K\u00f6nigs Ludwigs in Hungern \/ und nach seinem Tod, bi\u00df anhero f\u00fcr und f\u00fcr, mit unnachl\u00e4\u00dfiger Kriegs\u00fcbung in Hungern \/ Crabawen \/ und Wendischen Landen beladen gewesen \/ dardurch wann wir und sie, an unsern Einkommen und Verm\u00f6gen nicht wenig ersch\u00f6pfft worden, auch unverhindert, da\u00df sie sich jetzo in ein solche Bewilligung eingelassen, dergleichen bey ihren Vorfahren nicht erh\u00f6rt worden,) \u00fcber das alles, noch wei er dieses gehorsamen Willens und Erbietens, da\u00df sie im Fall der mehrern Noth, an allem ihren Verm\u00f6gen nichts ersparen, besonder ihr Leib \/ Blut und Gut \/ wie sie auch bi\u00dfhero gethan, darstrecken wollen \/ auf da\u00df neben andern Christlichen H\u00fclffen, das f\u00fcrhabend Christlich Werck, gemeiner Christenheit und gantzer Teutscher Nation zu erschie\u00dflicher Nutzbarkeit gebracht werden m\u00f6ge.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\">&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Mehrere und l\u00e4ngere H\u00fclff des Reichs.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 10. Daneben haben gemeldter unser Cron B\u00f6heim, und derselben incorporirten, und auch der Oesterreichischen Landen verordnete Bottschafften, ihrer habenden Instruction nach, den gemeinen St\u00e4nden, in ihrer Werbung und Anbringung des T\u00fcrcken tyrannischen Handlung und Vorhaben, und wes sie zu Widerstand dieses m\u00e4chtigen Feinds, wo sie mit einem br\u00fcderlichen Zusatz nicht verlassen werden, gedulten und thun wollen, und \u00fcber sich allbereit genommen, mit gantz flei\u00dfigem gehorsam und freundlichen Bitten, gemeine St\u00e4nde wollen ihre gethane Bewilligung und Erbieten annehmen, und demnach der hiebevor bewilligten dreyj\u00e4hrigen H\u00fclff, nach Gelegenheit des Feindes Vorhaben, und Erheischung der Nothdurfft, ein mehrere H\u00fclff und l\u00e4ngere Jahr thun.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\">&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Theurung und andere Beschwerde der St\u00e4nd.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Wohin des T\u00fcrcken Macht gewendet werde.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Bekehrung zu GOtt n\u00f6thig.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Beharrliche und stattliche T\u00fcrcken=H\u00fclff der St\u00e4nde.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 11. Und wiewohl nun Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und gemeinen St\u00e4nden, etwas beschwer- <\/i>[pag. 448]<i> -lich ist, die beharrliche T\u00fcrcken=H\u00fclff \/ inmassen die auf vorgehaltenem Reichs=Tag zu Augspurg, und folgends zu Regenspurg bewilligt worden, zu leisten in Bedenckung und Erwegung der vielf\u00e4ltigen Unkosten und Beschwerden \/ damit gemeine St\u00e4nde, und ihre Unterthanen, etliche Jahr hero von wegen der langwierigen Theure \/ und hievor geleister T\u00fcrcken=H\u00fclff, auch anderer mehr Reichs=Beschwerden halben, beladen werden: Jedoch und dieweil des T\u00fcrcken gewaltig Eindringen in unser K\u00f6nigreich Hungern \u00f6ffentlich vor Augen, und dahin gericht ist, da\u00df die Teutsche Nation des T\u00fcrckens entweder mit H\u00fclff G\u00f6ttlicher Gnaden entwehren, und ihn aus Hungarn vertreiben, oder sich in unwiderbringlichen Abfall ihres Christlichen Glaubens und Namens \/ und dazu Verderben ihres Vaterlandes \/ Schm\u00e4hung ihrer Weiber und Kinder \/ und in tyrannische \/ viehische Dienstbarkeiten f\u00fchren lassen m\u00fcssen \/ in Bedenckung, da\u00df der T\u00fcrck alle seine Macht nicht allein dahin wenden w\u00fcrde, wie er Ofen \/ und andere eroberte P\u00e4\u00df rette und behalte, besonder auch, wie er den \u00fcbrigen uneroberten Theil unserer Kron Hungern in seinen Gewalt bringe, und alsdann daraus die anstossende Land Teutscher Nation \u00fcberziehe und verderbe. Dieweil aber best\u00e4ndiglich wol zu verhoffen, wo die Christliche St\u00e4nde sich zu GOtt mit wahrem rechten Glauben und Lieb wenden, und von S\u00fcnden, dardurch sein G\u00f6ttliche Majest\u00e4t zu Zorn und Straf bewegt, abweichen, und sein Christlich Volck in die H\u00e4nd der Ungl\u00e4ubigen nicht verfallen lassen, obschon der Ung[l]\u00e4ubigen Macht noch viel grausamer und erschrecklicher w\u00e4re: So haben dem allen nach, Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und gemeine St\u00e4nde, der Kayserl. Majest\u00e4t und uns zu unterth\u00e4nigem Gefallen, und zu Rettung des Christlichen Bluts, gemeines Vatterlands, und ersprie\u00dflichen Widerstand gemeiner Christenheit Erbfeinds des T\u00fcrcken bewilligt, sich also stattlich hoch anzugreiffen und die beharrliche T\u00fcrcken=H\u00fclff also f\u00fcrzunehmen, dardurch, zu GOtt verhoffentlich, dem T\u00fcrcken mit einer Schlacht obzusiegen, oder in einigen Abzug oder Flucht zu bringen, durch welcher Weg jedwederm dem Christlichen Volck geholffen, der Stadt Ofen und K\u00f6nigreich Hungern erobert \/ die anstossende T\u00fcrckischen Lande, so zu mehrem Theil noch Christen seyn, zu Abfall vom T\u00fcrcken verursacht, und aus der erb\u00e4rmliche die Gef\u00e4ngnu\u00df des Tyrannem erl\u00f6st, und dann mercklicher Unkosten, wo sonst auf die beharrliche H\u00fclff noch etliche Jahr gewendet werden m\u00fcste, erspart werde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\">&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Anzahl Kriegs=Volcks und Sch\u00fctzen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 12. Derowegen, und in Betrachtung solcher unvermeidlicher Nothdurfft haben sie sich entschlossen und vereiniget, solche H\u00fclff wider den T\u00fcrcken also anzuschi=|cken, da\u00df nicht allein die beharrliche T\u00fcrcken H\u00fclff \/ welche sie ihrer vorigen Bewilligung nach, die ersten zwey Jahr leisten solten, jetzo zusammen ger\u00fcckt, und gleich angehends in diesem Jahr an Kriegsleuten geleist, und das nachgehend Jahr die einfache H\u00fclff, so sie ihrer ersten Bewilligung nach, allererst im dritten Jahr, thun h\u00e4tten sollen, im Fall der Nothdurfft, auch geschickt und geleist werden soll, besonder da\u00df auch dar\u00fcber der ersten zweyen Jahr also zusammen geschlagene H\u00fclff, dermassen erh\u00f6het und gesteigert soll werden, da\u00df sie zum allergeringsten N. tausend zu Ro\u00df \/ unserer teuscher schwerer R\u00fcstung \/ und N. tausend zu Fu\u00df guts Kriegs=Volcks \/ in sich halten und begreiffen soll, darunter der vierttheil B\u00fcchsen=Sch\u00fctzen mit halben Hacken \/ Zielb\u00fcchsen \/ oder langen guten Rohrn, und des Schiessens wolk\u00fcndig und geschickt seyn, auch in dem Zug f\u00fcr und f\u00fcr, ehe man die Feinde erreicht, mit schiessen ge\u00fcbt werden sollen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Unter jedem F\u00e4hnlein 500. Knecht.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 13. Und damit an dieser Anzahl desto weniger abgehe, so soll das Kriegsvolck zu Ro\u00df und Fu\u00df \/ nach den Personen, und nicht nach den Solden gerechnet und aufgenommen werden, auch unter einem jeden F\u00e4hnlein Knecht f\u00fcnffhundert Personen \/ und nicht weniger sey.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Wie das Kriegs-Volck f\u00fcrderlichst aufzubringen.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 14. Wann nun aber an f\u00fcrterlicher Aufnehmung und Ankommen des Kriegsvolcks, gar nahe alle und gewisse Wolfarth dieser Christlichen Expedition steht, und aber das Kriegsvolck nicht besser, f\u00fcrderlicher, noch auch mit geringerm Kosten, auf und in den Anzug gebracht werden mag, dann da\u00df ein jeder Stand sein auferlegt Kriegs=Volck, nach dem Wormsischen Anschlage zu dem Romzug bewilligt, und der eilenden T\u00fcrcken=H\u00fclff im zwey und drey\u00dfigsten Jahr geleist, selbst bestelle, und dasselbig also f\u00f6rdere, da\u00df alles Kriegsvolck zum f\u00f6rderlichsten in den Anzug bracht, und auf einem bestimmten Tag und Mahlstatt zusammen komme: So haben gemeine St\u00e4nde sich verglichen und geordnet, da\u00df ihrer jeder seine geb\u00fchrende Anzahl Kriegsvolcks, nach dem obber\u00fchrten Wormbsischen Anschlag zu dem Romzug bewilligt, und der eilenden T\u00fcrcken=H\u00fclff im zwey und drey\u00dfigsten Jahr geleist, unverz\u00fcglich annehmen soll, und nemlich die nahgesessene St\u00e4nde, als Francken \/ Bayern \/ Schwaben \/ und andere nahegesessene, ihr Kriegsvolck also f\u00fcrdern, da\u00df es bis auf den ersten Tag May nechstk\u00fcnfftig \/ gewi\u00dflich zu Wien in Oesterreich ankomme, und die \u00fcbrige weit=gesessene St\u00e4nde, ein solch F\u00fcrsehung thun, da\u00df auch ihr Kriegsvolck, auf den halben May, zu Wien ohn allen Verzug seye, und da\u00df sich an dem kein Stand s\u00e4umen, noch verhindern lassen soll.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\">&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Restitution des vorgeschossenen Gelds von der Anlag.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 15. Und damit niemand billich Ursach habe, dieses Christlich nothwendig Werck zu <\/i>[p. 449]<i> hindern oder aufzuhalten, so soll ein jeder Stand sein Anzahl Kriegsvolck, nach dem angzeigten Wormsischen Anschlag \/ zu dem Romzug bewilligt, und der eilenden T\u00fcrcken=H\u00fclff, im zwey und drey\u00dfigsten Jahr geleist, jetzo in der Eyl auf sein selbst Kosten bestellen und unterhalten, und doch einem jeden nachgehends, in Einziehung der gemeinen H\u00fclff, sein Geld, so er nach Ordnung dieses Reichs=Abschieds zu Unterhaltung seines Kriegsvolcks ausgegeben, von seinen geordneten vier oder drey Einnehmern \/ von seiner des Stands erlegten Anlage \/ alsobald, und wo dieselbe darzu nicht gnugsam, alsdann von den sechs Krey\u00df=Einnehmern aus andern desselbigen Krey\u00df=St\u00e4nden und \u00fcberbliebenen Anlag, wiederum abgezogen und erstattet werden: Dargegen soll auch von jedem Stand gnugsame Anzeig und Bericht, wie viel Gelds er zu Unterhaltung seines Kriegsvolcks ausgegeben, den bemeldten Einnehmern zuf\u00f6rderst in Schrifften zugestellt werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Trifftige Ursachen, der T\u00fcrcken=H\u00fclff sich nicht zu weigern.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 16. Und wiewohl in dem j\u00fcngsten Wormsischen Anschlag, sich etliche St\u00e4nde der Anschl\u00e4gen verwiedert, darzu auch etliche Bischoff, Pr\u00e4laten, Grafen, und Herrn, durch Churf\u00fcrsten und F\u00fcrsten, auch andere St\u00e4nde, altem Gebrauch nach ausgezogen werden, so soll sich doch in diesem Christlichen guten Werck niemand verwidern \/ noch Irrung oder Verhinderung zu machen unterstehen, in Bedenckung, da\u00df allen St\u00e4nden, als Christlichen Gliedern des Heiligen Reichs, die Rettung unsers Christlichen Glaubens und Vatterlands Teutscher Nation, unvermeidlich zustehet, und da\u00df auch solches, wie hernach angezeigt, niemand untr\u00e4glich seyn w\u00fcrde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Ausgezogene St\u00e4nd kommen auch in diesen Anschlag.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 17. Dergleichen sollen und wollen auch die Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und andere, so altem Gebrauch nach, etliche St\u00e4nde ausgezogen \/ dieselbe St\u00e4nde di\u00dfmahls in Betrachtung der hohen Nothdurfft, (doch ihnen an ihren alten Gebrauch unsch\u00e4dlich und unnachtheilig,) ihr geb\u00fchrende Anzahl Kriegsvolcks auch schicken \/ und sie in diesen gemeinen Anschlag kommen lassen, oder doch derselben auferlegte H\u00fclff, wie der Anschlag vermag, zusamt den Anschl\u00e4gen, so ihnen selbst auferlegt, zu dieser H\u00fclff bestellen und unterhalten.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Kayserl. Mandata an alle St\u00e4nde, wegen Bestellung des Kriegsvolcks.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Restitution der Vorschub-Gelder.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 18. Und damit solches alles desto gewisser und f\u00f6rderlicher, ohn allen Verzug (wie dann die hohe Nothdurfft erfordert,) in das Werck gebracht werde, sollen und wollen Wir, in Namen der R\u00f6misch Kayerl. Majest\u00e4t und f\u00fcr uns selbst, von hie aus unverz\u00fcgliche Mandata und Gebots=Briefe an alle St\u00e4nde ausgehen lassen \/ und darin einen jeden dieses Beschlu\u00df, und Ursachen, warum es also beschlossen, auch wes einem jeden zu seiner geb\u00fchrenden Anzahl | Kriegsvolcks zu bestellen \/ und bis zu Einbringung der gemeinen Anlag zu unterhalten geb\u00fchre \/ gn\u00e4diglich erinnern und berichten, mit dieser weitern Vermeldung, da\u00df alsdann, nemlich, so die Anlage eingezogen wird, einem jeden sein ausgelegt Geld von seinen verordneten Einnehmern \/ wieder von seiner selbst Anlage abgezogen, und wo die nicht reichte, von andern \u00fcberbliebenen Anschl\u00e4gen, durch die sechs Krey\u00df Einnehmer erstattet werden solle. Und darauf bey P\u00f6n der Acht gebieten, da\u00df jeder Stand sein auferlegt Volck bestelle und abfertige, damit dasselbige auf obbestimmte Zeit und Malstatt gewi\u00dflich ankomme, wie dann solches die Mandata weiters mitbringen und ausweisen werden, deren wir uns neben den Kayserlichen Commissarien mit gemeinen St\u00e4nden, und sie hinwieder mit uns, verglichen haben.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Aufnehmung Kriegsvolcks.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Beschwerung der Articuls=Brief.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 19. Darneben m\u00f6gen und sollen auch die Krey\u00df \/ Chur= und F\u00fcrsten \/ die es in ihren Kreyssen vonn\u00f6then seyn achten, alle ihres Krey\u00df verwandte St\u00e4nde zum f\u00f6rderlichsten an eine gelegene Malstatt beschreiben, und nach Sage dieser Ordnung, gut und erfahren Kriegsvolck aufnehmen \/ mit Hauptleuten und Kriegs=Rathen versehen, auch anders, so zu diesem nothwendigen Christlichen Werck geh\u00f6rig, in das Werck fertigen, und insonderheit das Kriegsvolck also bestellen, da\u00df sie den Articuls=Brief \/ so ihren Hauptleuten zugestellt werden soll, unverneinlich beschweren.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Anzahl Kriegsvolcks zu mehren<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 20. Als aber die gantze H\u00fclff, verm\u00f6g des obangezogenen Wormsischen Anschlags, und im zwey und drey\u00dfigsten Jahr geleister T\u00fcrcken=H\u00fclff \/ sich durch alle zehen Krey\u00df des Heil. Reichs nicht h\u00f6her erstrecken w\u00fcrde m\u00f6gen, dann zu Ro\u00df bi\u00df in N. tausend \/ und an Fu\u00dfvolck N. tausend \/ und dann in Betrachtung des Feinds Macht viel besser geachtet w\u00fcrde, die obber\u00fchrte Anzahl Kriegsvolcks, etwas zu mehren \/ weder an derselben in einigem Weg Mangel erscheinen zu lassen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\">&nbsp;<\/p>\n<p><i>Gantze Macht.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 21. Darum haben, gemeine St\u00e4nde f\u00fcr nothwendig bedacht, bewilliget und geordnet, da\u00df die obbestimmte bewilligte H\u00fclff, noch um einen N. Theil, welcher an Reysigen thut N. tausend \/ und an Fu\u00dfvolck N. tausend \/ erh\u00f6het und gemehrt werde, in Ansehung, das alsdann der gantze Anschlag, sammt diesem zugelegtem N. Theil \/ an Pferden nur N. tausend macht.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Nach Abzug Oester. Krey\u00df.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 22. Und so von dieser gantzen Anlag, die Anzahl Kriegsvolcks unsers Oesterreichischen Krey\u00df (wie dann uns zu Erstattung unser H\u00fclff bewilligt worden ist,) abgezogen w\u00fcrde: Nemlich an Reysigen N. tausend \/ und an Fu\u00dfvolck N. tausend \/ so bestehet noch zu Ro\u00df N. tausend, und an Fu\u00dfvolck N. tausend.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Kayserl. Maj. stellet den Obersten Feld-Hauptmann.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\">[p. 450]<i> \u00a7. 23. Als nun aber von Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und gemeinen St\u00e4nden, auf j\u00fcngstem zu Regenspurg gehaltenem Reichs=Tage, der Kayserl. Majest\u00e4t unterth\u00e4niglich ergeben und heimgestellt worden \/ aus etlichen damahln f\u00fcrgeschlagenen Churf\u00fcrsten und F\u00fcrsten, einen Obersten Feld=Hauptmann \u00fcber obbemelt Kriegsvolck zu erwehlen. (a)<\/i><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>(a) R. A. 1566. \u00a7. 51.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Marggraf zu Brandenburg Obrister Feldhauptmann.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Desselben Besoldung \u00e0 part verglichen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 24. Also haben Wir, aus sonderem Ihrer Kayserl. Majest\u00e4t Befelch, mit und neben Ihrer Majest\u00e4t verordneten Commissarien, den Hochgebohrnen Joachim \/ Marggrafen zu Brandenburg \/ zu Stettin, Pommern, der Cassuben, Wenden und in Schlesien, zu Crossaw, Hertzogen, Burggrafen zu N\u00fcrnberg, und F\u00fcrsten zu R\u00fcgen, des Heil. Reichs Ertz=C\u00e4mmerer \/ und Churf\u00fcrsten \/ unsern lieben Oheimen zum Obersten Feld=Hauptmann erwehlt und benennt, welcher sich auf Unser und gemeiner St\u00e4nd ersuchen und Bitte, der Kayserl. Majest. und Uns zu gehorsamen und freundlichen Gefallen, auch dem Reich zu gutem, und in Ansehung dieses Christlichen nothwendigen Wercks, der Obersten Hauptmannschafft \u00fcber obbemeltes Kriegsvolck zu Ro\u00df und zu Fu\u00df, unternommen, mit dem man der Besoldung seiner Hauptmannschafft \/ und anders verglichen und vereinigt ist, wie das seiner Liebde Bestellungs=Brief inh\u00e4lt.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>10 Kriegs-R\u00e4th zugeordnet.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Aus den zehen Kreyssen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 25. Und diesem Obersten Hauptmann seynd zehen Kriegs=R\u00e4th zugeordnet \/ welche aus den zehen Kreyssen des Reichs erwehlt und geschickt sollen werden, also, da\u00df ein jeder Krey\u00df einen geschickten und der Krieg erfahrnen Mann, (b) nach sein des Krey\u00df gefallen, kiesen und schicken soll und mag. Und seynd nemlich dieses die zehen Krey\u00df. Die vier Churf\u00fcrsten bey Rhein Krey\u00df; Item der Fr\u00e4nckisch \/ Bayerisch \/ Oesterreichisch \/ und Westph\u00e4lisch \/ Ober=S\u00e4chsisch \/ Nider=S\u00e4chsisch \/ und der Burgundisch Krey\u00df. Und diese der zehen Krey\u00df verordnete Kriegs=R\u00e4the (welche den Reichs=St\u00e4nden verpflicht seyn, und was einhelliglich, oder mit dem mehrern beschlossen w\u00fcrde, dasselbig helffen vollnziehen, und darin dem Obersten=Feld=Hauptmann geb\u00fcrenden Gehorsam leisten sollen,) auch andere erfahrne Kriegsleut, mag und soll der Oberst=Hauptmann jederzeit zu ihm erfordern, und nach Gelegenheit der Zeit und L\u00e4ufften rathschlagen und handeln. (c)<\/i><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>(b) R. A. 1530. \u00a7. 121. 1641. \u00a7. 45. 1566. \u00a7 52.<br \/>\n<\/i><i>(c) R. A. 1512. \u00a7. 8. 1576. \u00a7. 98. 1594. \u00a7. 121.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Erfahrung aus Historien des erlittenen Schaden durch Menge der Obersten Lieutenants und Unter=Lieutenants gegen den T\u00fcrcken.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>Und nachdem man aus alten und neuen Historien und Geschichten mit Schaden erfahren hat \/ da\u00df gegen den T\u00fcrcken \/ durch Menige der Obersten und Regiment mehr Nachtheil und Schaden \/ dann Vortheil und Sieg er|wachsen ist \/ so sollen dem Obersten nicht mehr dann drey Oberste Lieutenant, die geschickt, und der Kriegs=Sachen wol ge\u00fcbt, und erfahren seyen, zugeordnet, und durch Uns, mit Vorwissen und Rath des Obersten, allhie auf diesem Reichs=Tag erkiest und benennt werden. Und nemlich ihrer einer Lieutenant \u00fcber die Reysigen, und die andere beyde Lieutenant \u00fcber das Fu\u00dfvolck seyn, und ihrer jedem zu Besoldung jedes Monats entricht und bezahlt werden, laut ihrer Bestallungen, deren sich gemeine St\u00e4nde mit ihnen verglichen und vereiniget haben. Doch sollen denselbigen dreyen Obersten=Lieutenanten, drey Unter=Lieutenant oder Geh\u00fclffen zugeordnet werden, also da\u00df sie die drey Unter=Lieutenant, durch den Obersten Hauptmann, und seine zugeordnete R\u00e4the, nach dem das Kriegsvolck zusammen kommen ist, erkiest, und mit der Bes\u00f6ldung unterhalten werden, wie diese Aemter des verschienen zwey und drey\u00dfigsten Jahres in dem Zug der eilenden T\u00fcrcken=H\u00fclff seyn unterhalten worden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Oberster Musterherr.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 27. Und dieweil sich Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nde zu uns versehen, da\u00df wir einen Obersten Muster=Herrn unterhalten werden, so haben sie von unn\u00f6then geacht, jemands zu solchem Amt annehmen zu lassen: Doch soll der Oberst=Feld=Hauptmann \u00fcber das Reichs=Kriegsvolck Macht haben bey der Musterung auch selbst zu seyn, oder jemand an seine Statt darzu zu schicken, ihm soll aber derhalben kein sonder Besoldung verordnet werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Oberster Pfenningmeister, und 2. Gegenschreiber.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 28. Es soll auch kein Oberster=Pfennigmeister \u00fcber das Kriegs=Volck angenommen werden, in Bedenckung, da\u00df ein jeder Krey\u00df durch seinen Krey\u00df=Rath, und desselbigen zugeordneten zwey Gegenschreiber sein Geb\u00fchr und Bezahlung erlegen w\u00fcrde lassen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Kundschafften.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 29. Dann die Kosten und Ausgaben belangend \/ die auf die Kundschafft lauffen werden, haben Wir auf der Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nd unterth\u00e4nige Bitt bewilliget, die Kundschafft nach aller Nothdurfft zu bestellen und zu unterhalten, und was uns jeder Zeit f\u00fcr Kundschafft zukommt, dem Obersten Feld=Hauptmann mittheilen, sich darnach zu richten haben. Wo aber die Kayserl. Majest\u00e4t, oder Wir, nicht pers\u00f6nlich zugegen w\u00e4ren, alsdann sollen und wollen Wir den gn\u00e4digen Befelch thun, da\u00df solche Kundschafften an gemeiner St\u00e4nde Obersten Feldhauptmann unverz\u00fcglich gebracht und er\u00f6ffnet, und auf denselben gewiesen und verordnet werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Unter-Aemter.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Deren Besoldung.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 30. Aber alle andere Unter=Aemter \/ deren man im Feld nothd\u00fcrfftig, und nicht entberen kan, die sollen durch den Obersten, und seine zugeordnete Kriegs=R\u00e4the, nach <\/i>[p. 451]<i> dem das Kriegs=Volck zusammen bracht ist, im Feld besetzt werden, und auf derselben Aemter, jedes Monats, so viel Solds verordnet und gegeben werden, wie viel auf ihr jedes, in dem obbestimmten Zug der eilenden T\u00fcrcken=H\u00fclff, so im verschienen zwey und drey\u00dfigsten Jahr geleist, unter Hertzog Friedrichen Pfaltzgrafen, rc. als oberstem Feld=Hauptmann, jedes Monats bezahlt ist worden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Reuter Bestellung, Sold zu Pferd.<\/i><\/p>\n<p><i>K\u00fcrisser.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 31. Aber der Reuter Bestellung betreffend, soll auf ein Pferd durchaus von allen St\u00e4nden des Monats (f\u00fcr jeden Monat drey\u00dfig Tag zu rechnen,) zw\u00f6lff G\u00fclden \/ und f\u00fcr einen G\u00fclden funffzehen Batzen \/ oder so viel Werth daf\u00fcr, und auf einen K\u00fcrisser \/so ein verdeckten Hengst hat \/ achtzehen G\u00fclden \/ f\u00fcr Sold und Schaden bezahlt werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>R\u00fcstw\u00e4gen und Zugeh\u00f6r.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7 32. Item, es sollen auch allweg zehen Pferden \/ ein ger\u00fcster guter Rei\u00dfwagen \/ mit vier guten Pferden einer Hackenb\u00fcchsen mit ihrer Reidschafft, und zweyen Schweinspiessen \/ oder Hellenparten \/ darzu Hauen und Schauffeln \/ wol versehen, zugeordnet, und darauf jedes Monats vier und zwantzig G\u00fclden bezahlt werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Wagen=Knecht.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Besoldung.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 33. Und damit in solchem allem gute Ordnung gehalten, sollen die Wagenknecht in allen Musterungen auch gemustert werden \/ und wo einiger Mangel an den Wagen=Pferden, oder Knechten, oder da\u00df sich auch erf\u00fcnde, da\u00df die Wagenknecht durch die Reuter, denen solche Wagen verordnet werden, unbillicher Wei\u00df beschwert werden wolten, soll der Kriegs=Rath eines jeden Krey\u00df, so der Musterher seyn w\u00fcrde, Einsehung, und die Billigkeit, daneben auch die Anzahl der vier Wagenpferd zu halten, und ob eins oder mehr schadhafft w\u00fcrden, gewi\u00dflich zu ersetzen verschaffen. Wo aber der Wagenknecht die Anzahl der vier Pferd nicht bekommen m\u00f6chte, sollen ihm f\u00fcr ein Pferd sechs G\u00fclden Solds alle Monat abgezogen werden. Und soll keiner einig reysig Pferd in die Wagen spannen, auch kein Harnisch oder Spie\u00df auf die W\u00e4gen legen, und die reysige Knecht Wagenknecht seyn lassen, und dann auch f\u00fcr reysige Knecht durch die Musterung reiten, und also doppel Besoldung nehmen lassen, welcher aber solches th\u00e4t, der soll nach Erkanntn\u00fc\u00df des Obersten und seiner zugeordneten Kriegs=R\u00e4th ernstlich gestrafft werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Trosser, und Botten, dessen Sold.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 34. Dergleichen soll je auf zehen Pferd ein Trosser oder Bott, dem man halben Sold giebt, gehalten werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Fu\u00dfknechten Sold.<\/i><\/p>\n<p><i>Unter einem F\u00e4hnlein 500. Personen und 125. Sch\u00fctzen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 35. Aber den Fu\u00dfknechten sollen gleicher Gestalt f\u00fcr einen Monat drey\u00dfig Tag gerechnet, und jedem Knecht des Monats vier G\u00fclden bezahlt \/ und darzu auf ein F\u00e4hnlein Knecht \/ darunter f\u00fcnff hunder Personen seyn sollen, f\u00fcr alle Ordi=|nari und Extraordinari Ubersolde, hundert S\u00f6lde entricht, und daraus auch den Sch\u00fctzen \/ deren unter jedem F\u00e4hnlein hundert und f\u00fcnff und zwantzig seyn werden, auch andern doppel S\u00f6ldnern, jedem nach seine Geschicklichkeit, ihre geb\u00fchrende Ubersold gegeben werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Wie das Kriegsvolck von Hau\u00df abziehen,<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>und im Durchziehen sich halten soll.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><span lang=\"de-DE\"><i>\u00a7. 36. Es sollen auch alle Krey\u00df und sonderbare St\u00e4nd ihr Kriegsvolck nicht mit aufgerichtem F\u00e4hnlein vom Hau\u00df ausziehen lassen; Besonder sie sonst bis auf den gemeinen Musterplatz gen Wien in Oesterreich auf dem bestimmten Tag zu erscheinen, bescheiden, und insonderheit bey hoher Straf gebieten, da\u00df sie unter Wegen niemand beschweren noch besch\u00e4digen, besonder allenthalben wol und ehrbarlich bezahlen sollen. (a) Welcher aber darwider th\u00e4te, und ihm was dar\u00fcber begegnet, an dem soll niemand gefrevelt haben. Daneben haben Wir uns samt Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nden vereiniget, da\u00df Wir in unseren K\u00f6nigreichen und Landen, dergleichen ihrer jeder in seinen Landen und Gebieten, also tr\u00e4gliche und billiche Ordnung machen soll, da\u00df solch Christlich Kriegsvolck in seinem Durchziehen seine Nahrung und Nothdurfft um einen gleichen ziemlichen Pfenning erkauffen und bekommen m\u00f6ge.<\/i><\/span><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>(a) R. A. 1525. \u00a7. 2. 1530. \u00a7. 104. 1544 \u00a7. 73.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Gewalt des Obristen Hauptmanns, Officirn zu setzen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 37. Und damit unter allem Kriegsvolck desto besser Regiment und Ordnung erhalten werden m\u00f6ge, so soll der Oberst=Hauptmann vollen Gewalt und Macht haben \/ die Hauptleut und Befelchhaber, so er mit sammt den Kriegs=R\u00e4then zu besetzen hat, und andere, niemand dann allein die Kriegs=R\u00e4the, und die drey Obersten Lieutenant ausgeschlossen \/ im Fall da sie sich ungehorsam erzeigten, oder zu den befohlenen Aemtern unt\u00fcglich w\u00e4ren, wiederum, mit der Kriegs=R\u00e4th wissen und Rath zu erlauben, und an das nothd\u00fcrfftiglich zu besetzen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Wie mit eroberten Hungerischen St\u00e4dten, Schl\u00f6ssern und Flecken zu verfahren.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Erobertes Gesch\u00fctz in St\u00e4dten rc. weme es zukommet.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 38. Wir haben uns auch mit Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nden verglichen und vereiniget, da\u00df der Oberst=Feld=Hauptmann alle die, so der Kron Hungern unterworffen, und sich als Freund halten, nicht beschweren, noch brandsch\u00e4tzen soll lassen. Welche aber dem T\u00fcrcken anh\u00e4ngig \/ und sich wie Feind zu wehren unterst\u00fcnden \/ gegen denselben soll und mag er mit Rath der Kriegs=R\u00e4th, sich als gegen Feinden, erzeigen und beweisen, und was f\u00fcr Schl\u00f6\u00df \/ St\u00e4dt und Flecken erobert werden \/ die zu der Kron Hungern geh\u00f6rig sind \/ und Weyland K\u00f6nig Ludwig, und sein Vatter K\u00f6nig Ladislaus ingehabt haben, die sollen uns alsbald wiederum zugestellt und zu h\u00fcldigen angehalten werden: Dieselbe sollen und wollen Wir auch auf unseren selbst Kosten besetzen und verwahren, der Gestalt, da\u00df darneben an unser geb\u00fchrender Anzahl Kriegsvolcks, auch nichts abgehen soll. Wo aber der Allm\u00e4chtig Gnad und Sieg verliehe, da\u00df <\/i>[p. 452]<i> auch mehr Schl\u00f6\u00df \/ St\u00e4dt und Flecken \/ so der Cron Hungern in Zeiten bemeldter K\u00f6nig Ladislaen und Ludwigen nicht zugeh\u00f6rig gewesen \/ aus des T\u00fcrcken H\u00e4nden gewonn und erobert w\u00fcrden, dieselben sollen den Kriegs=Herrn zustehen und bleiben, die werden sich derhalben mit einander wol zu vergleichen wissen. Was aber von Gesch\u00fctz in Schl\u00f6ssern \/ St\u00e4dten \/ Flecken und andern Befestungen \/ dergleichen auch in St\u00fcrmen oder Streiten erobert w\u00fcrde \/ das soll den Herren des Kriegs zum halben Theil dem Obersten Feld=Hauptmann zustehen \/ ausgenommen das Gesch\u00fctz, so also befunden w\u00fcrde und Uns zugestanden h\u00e4tt, dasselbig soll uns ohn Abgang und Aufhalten wieder zustehen und folgen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Valvatio und Anschlag der groben M\u00fcntz.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Kayserl. und K\u00f6n. pers\u00f6nlicher Feldzug mit der Reichs=Fahnen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 39. Wann nun ferre halben des Wegs einem jeden Stand beschwerlich, und nicht wol m\u00fcglich, einen sondern Wechsel zu machen: So haben Wir mit Wissen und Rath gemeiner St\u00e4nde alle grobe M\u00fcntz im Heil. Reich \/ und desselben zehen Kreyssen ganghafftig valviren, und in einem gleichen Werth anschlagen lassen \/ und wollen darauf dem Handel zu gut, durch geb\u00fchrende Mandata und Gebots=Briefe verf\u00fcgen und verschaffen, da\u00df eines jeden M\u00fcntz nach ihrem also gesetzten Werth, nicht allein in unsern K\u00f6nigreichen und Landen \/ besonder auch an anderen Orten des Heil. Reichs \/ da des Reichs Kriegsvolck durchziehen und liegen wird, genommen werden, wie dann obber\u00fchrte unsere Mandata solch Valvation, und Wehrdung der M\u00fcntz weiter mitbringen und ausweisen. Und ob dann gleichwol sich zutr\u00fcge, da\u00df die Kayserl. Majest. Oder Wir pers\u00f6nlich im <span lang=\"de-DE\">Feld w\u00e4ren \/ und des Heil. Reichs Fahnen fliegen liessen in diesem Zug \/ aus bewegenden Ursachen angestellet \/ und in Ruhe bleiben \/ allerley Unordnung zu verh\u00fcten.<\/span><\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Andere Fahnen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 40. Sonst aber in der Kayserl. Majest\u00e4t und unserem Abwesen \/ soll des Reichs Fahnen nicht fliegen \/ besonder an seine Statt ein ander Fahn durch den Obersten Feldhauptmann aufgericht \/ und gebraucht werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Wie Einigkeit des gemeinsamen Kriegsvolcks zu erhalten.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 41. Damit aber unter dem gemeinen Kriegsvolck \/ so aus mancherley Nation und Land=Art in diesem Zug zusammen kommen wird, desto leichtsamer Freundschafft und Einigkeit erhalten \/ Meuterey und Emp\u00f6rung verh\u00fctet bleiben: So sollen alle und jede Priester \/ Prediger und Capl\u00e4n \/ so in diesem Zug mit seyn werden, sich zum h\u00f6chsten beflei\u00dfigen, und darzu ernstlich angehalten werden, da\u00df sie nichts z\u00e4nckisch oder hoch=disputirlichs, so zu Widerwillen und Unfreundschafft unter | dem Kriegsvolck Ursach geben m\u00f6chte \/ lehren oder predigen \/ und bevorab keiner des andern Religionen noch Ceremonien verachten noch l\u00e4stern \/ sondern dem G\u00f6ttlichen Wort gem\u00e4\u00df und z\u00fcchtiglich alles das lehren und vermahnen, da\u00df zur F\u00f6rderung dieses Christlichen guten Wercks \/ auch Pflantzung und Unterhaltung br\u00fcderlicher Lieb und Einigkeit \/ zwischen dem Christlichen Kriegsvolck, und dann was zu Bef\u00f6rderung desselben Gebet gegen GOtt um Gnade und Sieg \/ auch zur Abwendung des Gottesl\u00e4sterns \/ Schwerens \/ Vollauffens Ehebrechens, und der gleichen Laster rathsam und f\u00f6rderlich seyn m\u00f6ge.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Aller Sieg ist allein von GOtt.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 42. Und dieweil dann aller Sieg allein von dem allm\u00e4chtigen GOtt verliehen wird \/ so haben sich gemeine St\u00e4nde mit uns, und Wir mit Ihnen vereiniget, und entschlossen, da\u00df durch das gantze Reich aus, die Prediger das Christlich Volck in allen Predigten unterweisen, und vermahnen sollen, da\u00df sie den Allm\u00e4chtigen um Gnad und Sieg dem Christlichen Heer wider den grausamen Feind den T\u00fcrcken zu verleyhen, hertzlich und flei\u00dfig bitten \/ und da\u00df auch derwegen in einer jeden Pfarrkirchen alle Tag ein Glock um zw\u00f6lff Uhr gel\u00e4ut \/ und das Volck durch die Prediger unterwiesen werden, sich alsdann des Christlichen Kriegsvolcks zu erinnern, und den Allm\u00e4chtigen um Abwendung seines Zorns \/ und Verleyhung seiner Gnaden und Siegs in ihren Gebetten anzuruffen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Wann der T\u00fcrck uberlegen w\u00e4re.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 43. Im Fall aber, da der T\u00fcrck also starck k\u00e4me, da\u00df sich zu sorgen, das Christliche Kriegsvolck m\u00f6cht ohne Gefahr der Niderlag, sein des T\u00fcrcken nicht m\u00e4chtig seyn, oder da es sich zutr\u00fcge, da\u00df unser Kriegsvolck (das doch der Allm\u00e4chtig gn\u00e4diglich abwende) geschlagen, oder also geschw\u00e4cht w\u00fcrde, da\u00df die Uberbliebene sich seiner des T\u00fcrcken Macht nicht aufhalten m\u00f6chten: So sollen alsdann unsere K\u00f6nigreich und Erbl\u00e4nder auf ihren Kosten, und die ansto\u00dfende Churf\u00fcrsten \/ F\u00fcrsten und andere St\u00e4nde \/ als Sachsen \/ Bayern \/ Schwaben \/ und Francken \/ in Eyl mit aller Macht auf gleiche Darlegung und Bezahlung gemeiner St\u00e4nde aufseyn, zuziehen und retten, auch keiner auf den andern verziehen, und sich desto f\u00f6rderlicher in guter Ritterschafft und R\u00fcstung halten.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Und seine Macht theilen m\u00f6chte.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 44. Wo aber der T\u00fcrck seiner Macht theilen \/ und einen Hauffen an einen andern Ort auf des R\u00f6mischen Reichs Verwandten schicken w\u00fcrde, sollen auch die anstossende und nahegesessene Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und andere St\u00e4nde, mit aller Macht zuziehen und retten, und zu des Obersten und der Kriegs=R\u00e4the Bedencken stehen, wie sie sich dargegen erzeigen wollen, dardurch dem Feind abgebrochen, und der Christenheit am meisten Nutz geschafft werde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Winter=L\u00e4ger oder Quartier.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 45. Und damit man auch jederzeit zu und von dem Obersten der Nothdurfft nach Bottschafft habe, wollen gemeine St\u00e4nde Ordnung geben, da\u00df derhalben ein Post an gelegene Malstatt gelegt, unterhalten werde, w\u00fcrde auch dem Obersten vonn\u00f6then seyn, der Besatzung und Winter=L\u00e4gers halben \/ mehrern Bescheid zu haben, der soll ihm von der Versammlung, so auf den dreyzehenden Tag Julii schierst zu N\u00fcrnberg seyn wird, gegeben werden, und dieselbige Versammlung solches also zu thun, von gemeiner Reichs=St\u00e4nde wegen gnugamen Gewalt und Befehl haben. (a)<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>(a) R. A. 1522. \u00a7. 5.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Pflicht und Eyd des Kriegsvolcks an ihren Obersten als Hauptmann. Ihre Besoldung.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 46. Und so alles Kriegs=Volck zu Ro\u00df und Fu\u00df \/ also zu und um Wien in Oesterreich \/ als hier zu f\u00fcrgenommenem Musterplatz \/ zusammen kommen ist \/ sollen sie dem Obersten in Namen und von wegen der R\u00f6misch=Kayserl. Majest\u00e4t, auch unser und gemeiner St\u00e4nde des Reichs geloben \/ schweren \/ und Pflicht thun \/ ihme als Hauptmann die Zeit der Bestellung gehorsam und gew\u00e4rtig zu seyn, und alsobald ihrer bis das selbst hin erdingten Besoldung entricht, oder zu frieden gestellt, und von derselben Zeit an, in ein gleiche Bezahlung gebracht werden; also da\u00df die Monaten ihre Bezahlung zugleich aus und angehen \/ damit durch solche gleiche Bezahlung das Kriegsvolck in desto besserer Ordnung und Gehorsamege erhalten werden m\u00f6ge.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Unterhaltung des Obersten Feldhauptmanns.<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"LEFT\"><i>Erh\u00f6hung des Anschlags.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 47. Und damit auch der Oberst=Feld=Hauptmann \/ sammt den andern ihme zugeordneten Befelchhabern, wie sich nach Sage ihrer Bestallungen geb\u00fchrt, unterhalten werden m\u00f6gen: So haben sich Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und gemeine St\u00e4nde verglichen und geordnet, da\u00df zu solcher Unterhaltung und Nothdurfft, ein mehrer Anschlag gemacht \/ und nemlich auf einen jeden Fu\u00dfknecht ein halber G\u00fclden \/ und auf einen jeden Reysigen \/ so f\u00fcr drey Knecht zu rechnen ist, anderthalb G\u00fclden geschlagen \/ und bis zu Einbringung der Anlag von einem jeden Stand, und nach erlegtem Anschlag aus eines jeden Krey\u00df Truhen entricht \/ und zur Bezahlung der gemeinen Aemter, nach eines jeden Krey\u00df Geb\u00fchr dem Krey\u00df=Rath und seinen Gegenschreibern \u00fcberschickt, und von ihnen zur Nothdurfft ausgegeben werden soll, wie sie de\u00dfhalben erbare Reitung zu thun getrauen. (b)<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>(b) R. A. 1521. \u00a7. 33. 1566. \u00a7. 63. 1598. \u00a7. 33.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Von den St\u00e4nden vorgeschossen Geld zu Abfertigung des Obristen Feldhauptmanns<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 48. Und als daneben etliche Churf\u00fcrsten und F\u00fcrsten, nemlich, die vier Churf\u00fcrsten bey Rhein \/ drey tausend G\u00fclden \/ der Churf\u00fcrst zu Sachsen und Hertzog Moritz zu Sachsen vier tausend G\u00fclden \/ der Ertz=Bischoff zu Saltzburg ein tausend. Item, die Bisch\u00f6ffe \/ Bamberg \/ W\u00fcrtzburg \/ Eystett \/ Speyer \/ Stra\u00dfburg und Augspurg \/ jeder ein tausend G\u00fclden \/ und | Hertzog Wilhelm zu Bayern \/ rc. auch tausend G\u00fclden \/ den G\u00fclden zu funffzehen Batzen zu rechnen, zu Abfertigung des Obersten Feld=Hauptmanns f\u00fcrgestreckt \/ so haben wir sammt Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und gemeinen St\u00e4nden Ihnen geg\u00f6nnet und zugelassen, da\u00df ihre Wahl jeder sein also ausgelegt Geld, von seinen verordneten Einnehmern empfahen, oder von seiner \u00fcbergebenen Anlag abziehen lassen m\u00f6ge, und wo die nicht reichte, aus gemeiner Truhen seines Krey\u00df bezahlt werden soll. Solche f\u00fcrgestreckte Summ Gelds soll nachgehends ausserhalb des oesterreichischen Krey\u00df, in die andere neun Krey\u00df gleich eingetheilt, und nach eines jeden Geb\u00fchr, die Ausgab wieder erstattet werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Beschwerung der St\u00e4nd, wegen ungleicher Anschl\u00e4g.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 49. Nachdem aber der ungleichen Anschl\u00e4g halben der meiste Theil aller St\u00e4nden sich beschwert \/ und nicht verhoffentlich ist, da\u00df derselben Vergleichung in einer solchen Eyl gefunden, nicht desto weniger gemeinen St\u00e4nden, so in des Reichs Anschl\u00e4gen belegt werden, gantz beschwerlich fallen wolte, diese f\u00fcrgenommene grosse H\u00fclff und Darlegen in die L\u00e4nge zu tragen, daneben auch nicht weniger beschwerlich w\u00e4re, da\u00df der arm gemein Bauersmann mit Steuer und Anlagen zu diesem grossen Werck \/ \u00fcber sein Verm\u00f6gen bedrangt werden solte \/ und dann diese Expedition unsern gemeinen Christlichen Glauben, gemeine Teutsche Nation und Vaterland, und also alle St\u00e4nde in gemein betrifft, so erfordert demnach die unvermeydliche Nothdurfft, da\u00df alle St\u00e4nde, St\u00e4dte und Einwohner des Heil. Reichs und Teutscher Nation, die sich derselben Wolfarth und Friedens gebrauchen, sie seyen in des Reichs Anschl\u00e4gen begriffen oder nicht, auch unangesehen einiger Freyheit in diese beharrliche H\u00fclff gezogen, darzu eintr\u00e4glicher Anschlag durchaus gemacht, und ein jeder hohes und nidern Stands, nach seinem Verm\u00f6gen angeschlagen, damit Niemand verschonet werde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Gemeiner Anschlag nach dem j\u00fcngsten Reichs=Tag zu Augspurg.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 50. Und wiewol derhalben auf zuvor gehaltenen Reichs=T\u00e4gen allerhand Anschl\u00e4g und Ordnung berathschlagt worden: So haben ihnen doch Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nd, f\u00fcr den f\u00fcglichsten und billigsten Weg gefallen lassen, da\u00df ein gemeiner Pfenning und Anschlag, durch das gantze Reich Teutscher Nation f\u00fcrgenommen und angeschlagen werde, auf die Wei\u00df, als von dem Kayserlichen Regiment zu E\u00dflingen hievor davon gerathschlagt, und von dem Ausschu\u00df des j\u00fcngsten Reichs=Tags zu Augspurg gehalten \/ auch ausgezogen und beschrieben ist worden, ausgenommen, da\u00df dieser Anschlag nach Gestalt der vorstehenden Noth, und obbestimmten treffentlichen be- <\/i>[p. 454]<i> -willigten nothwendigen H\u00fclff auch erh\u00f6cht und gesteigert werden mu\u00df, wie hernach folgt.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Von 100. fl. einen halben, und von 1000. fl. f\u00fcnf ungehindert aller Privilegien.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Der Gulden zu 15. Batzen oder 60. Kreutzer.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 51. Und nemlich sollen alle und jede Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten, Geistliche und Weltliche, Pr\u00e4laten, Grafen, Freyen, Herrn, die vom Adel, auch die Frey= und Reichs=St\u00e4dte, und alle andere, in St\u00e4dten, und auf dem Land, wes Stands, W\u00fcrden oder Wesens die seyn, Niemands ausgenommen \/ auch unangesehen aller Vertr\u00e4g \/ Freyheiten \/ Indulten und Herkommen \/ so dieser Bewilligung und Anlag zuwider seyn m\u00f6chten, von allen ihren beweglichen und unbeweglichen Haab und G\u00fctern, je von hundert G\u00fclden rechts Werths \/ einen halben G\u00fclden und von tausend G\u00fclden Werths G\u00fcter f\u00fcnff G\u00fclden \/ und also auf= und abzurechnen, dieses erste Jahr vollkommentlich, und das nechstfolgende Jahr im Fall der Nothdurfft gantz oder halb, nach Gestalt und Gelegenheit der Sachen, zu Anlag, Steuer, und Unterhaltung dieses Christlichen Wercks zahlen und entrichten, und soll der G\u00fclden zu funffzehen Batzen Batzen \/ oder sechzig Creutzer \/ oder zu ein und zwantzig Silber=Groschen \/ oder so viel Werth daf\u00fcr, einer andern ganghafftigen M\u00fcntz gerechnet werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Von 20. und unter 20. fl. werth.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 52. Welcher aber unter hundert G\u00fclden werth hat, der soll je von zwantzig G\u00fclden sechs Creutzer geben \/ und welcher unter zwantzig G\u00fclden werth hat, der soll vier Creutzer \/ oder so viel werth geben.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>50. fl. j\u00e4hrlicher Renthen.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Belegung der Unterthanen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 53. Es sollen auch funfftzig G\u00fclden j\u00e4hrlicher G\u00fclden \/ Zin\u00df und Einkommens \/ f\u00fcr ein tausend G\u00fclden werth \/ und Hauptguts gerechnet \/ und in diesem Anschlag entrichtet werden: Also und dergestalt, da\u00df die Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und andere St\u00e4nde, die sich der beharrlichen T\u00fcrcken=H\u00fclff halben mit ihren Unterthanen allbereit vertragen, und ihre Unterthanen h\u00f6her belegt haben, dann dieser gemeiner Anschlag tr\u00e4gt, von solcher ihr und ihrer Unterthanen erlegten Anlag, so viel als ihnen, nach laut dieses gemeinen Anschlags geb\u00fchren wird, nemlich von einem jeden tausend G\u00fclden Haupt=Gelds, f\u00fcnff G\u00fclden Anlag, als obsteht , den sechs Einnehmern ihres Krey\u00df, (darvon hernach weiter gesetzt wird,) gewi\u00dflich und unverz\u00fcglich erlegen sollen. Aber alle andere Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nd, die dieser beharrlichen T\u00fcrcken=H\u00fclff halben, sich mit ihren Unterthanen noch nicht verglichen, sollen hinf\u00fchro sammt und sonders sich dieses gemeinen Anschlags und Ordnung halten, und derselben wie hiebevor und hernach geschrieben steht, g\u00e4ntzlich geleben: Und damit Gleichheit gehalten werde, die ihre \/ weder h\u00f6her noch ringer \/ noch auch anderer Gestalt, doch allein auf di\u00dfmahl, von wegen dieser T\u00fcrcken=H\u00fclff anschlagen und belegen \/ doch soll hiemit gemeinen | St\u00e4nden anderer Sachen und f\u00fcrfallenden Nothdurfften halben, sich mit ihren Unterthanen von wegen geb\u00fchrender Anlag zu vergleichen, und zu belegen unbenommen seyn. (a)<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>(a) R. A. 1543. \u00a7. 24. 1548. \u00a7. 102. 1576. \u00a7. 11. 1566. \u00a7. 42.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Wie F\u00fcrsten, Herrn und Edelleut anzuschlagen.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>1000. fl. j\u00e4hrlichen Einkommens.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 54. Und nachdem der Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten, Pr\u00e4laten, Grafen, Freyen und Herrn, deren vom Adel und Communen und St\u00e4dten auch sonderbarer Person, F\u00fcrstenthum, Graffschafften, Herrschafften, Oberkeiten und Schl\u00f6sser, nicht leichtsam zu sch\u00e4tzen nach ihrem rechten Werth, noch anzuschlagen seynd, so sollen und wollen sie sie ihre Anlagen nach ihrem j\u00e4hrlichen Einkommen \/ an G\u00fclden und Zinsen \/ neben ihren andern G\u00fctern \/ Barschafften und Vorrath \/ wie jetzo angezeigt ist, rechnen, anschlagen und entrichten, also, da\u00df ein tausend G\u00fclden j\u00e4hrliches Einkom[m]ens auf zwantzig tausen G\u00fclden Hauptguts und Werths gerechnet werde und jedes tausend G\u00fclden Hauptguts, mit f\u00fcnff G\u00fclden \/ zu dieser T\u00fcrcken=H\u00fclff des Jahrs belegt und veranlagt werde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Was nicht in Anschlag kommen soll.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 55. Doch sollen in solchem Anschlag eines jeglichen Kleider \/ Kleinodter \/ Silber=Geschirr und anderer Hau\u00dfrath \/ deren ein jeder seinem Stand und Wesen nach zu t\u00e4glichem Gebrauch nicht wol entbehren kan: Item hohen Stands=Personen \/ denen vom Adel und Reysigen Knechten ihre Pferde \/ dergleichen auch andere ihre Wehr und Harnisch \/ auch Gesch\u00fctz \/ Pulver \/ und andere darzu geh\u00f6rige Munition nicht angeschlagen, aber sonst nichts anders von dieser Anlag ausgenommen werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Anlag der Barschafft.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>zehend Pfenning.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 56. Und dieweil nun funfftzig G\u00fclden j\u00e4hrlicher G\u00fclt f\u00fcr tausend G\u00fclden Hauptguts, als obsteht, angeschlagen, und davon j\u00e4hrlich f\u00fcnff G\u00fclden zu dieser Anlag zu erlegen verordnet worden, und aber etliche von ihren Barschafften \/ des Jahrs ein mehrer Nutzungen und Einkommens \/ ohn ihre sondere M\u00fch und Kosten haben, dann von den tausend G\u00fclden Hauptguts funfftzig Gulden: So haben wir sammt den bemeldten Kayserl. Commissarien, Uns mit Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nden, und sie hinwiederum mit uns verglichen, und f\u00fcr gleichm\u00e4\u00dfig und billich angesehen und geordnet, da\u00df dieselbe sie seyen hohes oder niders Stands, von solchen ihren mehrern j\u00e4hrlichen Gef\u00e4llen und Nutzungen auch den zehenden Pfenning bezahlen und entrichten, wie dann auch alle andere St\u00e4nd, von allen j\u00e4hrlichen Gef\u00e4llen und Einkommen den zehenden Pfenning zu dieser Anlag erlegen werden, dardurch auch die Ungleichheit der Anschl\u00e4g verh\u00fctet, und keiner f\u00fcr dem andern gesteigert w\u00fcrde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Zu Unterhaltung des Kriegs=Volcks gegen den T\u00fcrcken.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 57. Und die weil nun dieser Anschlag zu Unterhaltung des Christl. Kriegs= <\/i>[p. 455]<i> Volck \/ wider unsers Heil. Christlichen Glaubens und Namens Erbfeind den T\u00fcrcken \/ zur Rettung des Christlichen Bluts, auch zu Schutz und Schirm unsers gemeinen Vatterlands Teutscher Nation, und unser aller Freyheit \/ Leib und G\u00fcter nothwendig und Christlich f\u00fcrgenommen: Derowegen sich auch billich solcher Anlag niemand verwidern, noch dargegen einige Freyheit, Vertr\u00e4ge, oder alt Herkommen f\u00fcrziehen sollen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Von Adel und Reichs-Ritterschafft, auch Hann- und Seest\u00e4dt.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 58. Demnach haben wir auf der Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nde, und der abwesenden Bottschafften unterth\u00e4nige Bitt, an uns gelangt, gn\u00e4diglich bewilligt, und auf uns genommen, die vom Adel in dem Land zu Schwaben \/ Francken \/ und am Rhein \/ welche in den Anschl\u00e4gen des Heil. Reichs nicht begriffen seynd, dergleichen auch die Hann und See=St\u00e4dt \/ die nicht Churf\u00fcrsten \/ F\u00fcrsten oder andern Oberkeiten ohne Mittel unterworffen und zugeh\u00f6rig seynd \/ und in des Reichs Anschl\u00e4gen nicht belegt werden, zum f\u00f6rderlichsten an gelege Mahlstatt einer jeden Lands=Art zu beschreiben, und mit ihnen handeln zu lassen, da\u00df sie in Bedenckung oberzehlter Ursachen, (die ein jeder Christ, bevorab Teutscher Nation, billig zu Gem\u00fcth und Hertzen f\u00fchrt,) in diesem Christlichen gemeinen und gleichen Anschlag auch willigen \/ und denselbigen von ihr und ihrer Unterthanen Verm\u00f6gen bezahlen, und in die Crey\u00df, darinn sie gesessen, den Einnehmern, inmassen diese Ordnung ausweist, \u00fcberlieffern w\u00f6llen, mit dieser gn\u00e4digen Vertr\u00f6stung und Vergewisserung, da\u00df ihnen solches an ihren Freyheiten, altem Herkommen und Gebrauch k\u00fcnfftiglich in allweg unvergreifflich und unnachtheilig seyn, und da\u00df auch gedachten vom Adel im Land zu Francken, und dergleichen zu Schwaben und am Rhein, zu Bewahrung solchs Gelds neben andern Crey\u00df=St\u00e4nden auch ein Schl\u00fcssel verg\u00f6nnet und zugestellt werden soll. (a)<\/i><\/p>\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>(a) R. A. 1544. \u00a7. 27. und \u00a7. 43.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Eydgenossen um H\u00fclff ersuchen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 59. Wir, und die bemeldte Kayserl. Commissarii, Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nde, und der abwesenden Bottschafften haben auch f\u00fcr rathsam und gut angesehen, unsere Bottschafft auf das f\u00fcrderlichst zu den Eydgenossen zu ordnen \/ und Ihnen dieses Christlich Vorhaben, und f\u00fcr genommenen Anschl\u00e4g er\u00f6ffnen, auch aus hieoben erzehlten Ursachen ersuchen zu lassen, da\u00df sie auch zu solchem Christlichem Werck sich angreiffen, und eine ansehentliche H\u00fclff an gutem Kriegs=Volck schicken, und unterhalten w\u00f6llen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Unterdessen nirgend Krieg anzufahen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 60. Und dieweil noth seyn will, da\u00df mittlerweil Fried und Ruhe in der gemeinen Christenheit gehalten werde, da\u00df sie derhalben f\u00fcr sich selbst gegen niemand Krieg anfahen \/ noch auch einigen anderen Christlichen Potentaten, so in der Christenheit Krieg zu | erwecken, oder zu f\u00fchren unterst\u00fcnde, helffen, oder zuziehen w\u00f6llen, darzu auch treulich helffen und f\u00f6rdern, da\u00df der Reichs=St\u00e4nd Unterthanen in der Eydgenossenschaft gesessen, ihren Herren zu diesem guten Werck ihre geb\u00fchrende Anlag auch entrichten und folgen lassen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Stifft, Kl\u00f6ster, Spit\u00e4l, Kirchen, rc. Anlag gleichm\u00e4ssig unterworffen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p lang=\"de-DE\" align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 61. Und zu diesem Christlichen milden Werck sollen auch alle Stifft \/ Capitel \/ Kl\u00f6ster \/ Ordens=Leut \/ Kirchen \/ der Kirchen Fabricken und Spit\u00e4l \/ sie seyen in St\u00e4dten oder anderswo, Geistliche und Weltliche Br\u00fcderschafften \/ und alle andere Geistliche Versammlungen \/ Communen und Clausen \/ von Mannen und Frauen, sie seyen Exempt oder nicht, ihre Steuer und Anlag geben \/ in Betrachtung, was ihnen an Handhabung des Christlichen Namens und Glaubens, davon sie auch ihre W\u00fcrde, Einkommen und Unterhaltung haben, gelegen ist. Und demnach von allen ihren Renten \/ G\u00fclten und Einkommen den zehenden Theil \/ das thut von jedem hundert G\u00fclden j\u00e4hrlichs Einkommens, jedes Jahr, als lang diese Anlag w\u00e4hret, zehen G\u00fclden bezahlen und entrichten.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Teutscher Johanser und Maltheser-Orden.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 62. Gleicher Wei\u00df soll es auch gehalten werden mit allen Commendarien und H\u00e4usern des Teutschen \/ und der Johannser \/ und anderer Ritterlicher Orden \/ welche vor andern zu Widerstand des T\u00fcrcken zu helffen, Verm\u00f6g ihrer Ordens Stifftung schuldig seynd.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Sonderbare Geistliche Personen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 63. Dergleichen sollen auch die sonderbahre Geistliche Personen \/ so nicht Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten oder Pr\u00e4laten des Reichs seynd, von ihren Pensionen, Reservaten, dergleichen auch von allen andern ihren Renten, G\u00fclten, Einkommen und Nutzungen, die sie von ihren Pfr\u00fcnden, Beneficiis, Dignitalibus, und ihren Geistlichen Stand haben, den zehenden Pfenning, (das thut von jedem hundert G\u00fclden werth, j\u00e4hrlicher Gef\u00e4ll und Nutzung, jedes Jahrs dieses w\u00e4hrenden Anschlags zehen G\u00fclden,) zu dieser Anlag bezahlen und entrichten, oder bezahlen lassen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Anlag der Geistlichen von ererbten G\u00fctern.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 64. Und damit von solchen Pensionen, Reservaten, und der gleichen Nutzungen die geb\u00fchrende Anlagen desto gewisser erlegt werden, so soll derjenig, der solche Pension oder Reservat zu bezahlen verpflicht ist, seinem Glaubiger, die Anlag diesem Anschlag gem\u00e4\u00df, abziehen, und an dem Ort, da er der Schuldner gesessen ist, in diese Anlag zu erlegen schuldig seyn. Und auf da\u00df solches den Schuldnern gegen ihren Glaubigern und Geistlichen Oberkeiten, von wegen ihrer derhalben gegebenen Verschreibungen und Pflichten desto unvergreiflicher sey, so w\u00fcrden wir und die bemeldte Kayserliche Commissarii, an statt und im Namen Kayserl. Majest\u00e4t, <\/i>[p. 456]<i> und f\u00fcr uns selbst, bey der P\u00e4bstlichen Heiligkeit, oder ihrer Heiligkeit Bottschafft mit allem emsigem Flei\u00df bef\u00f6rdern, und auf die Weg handeln, da\u00df diejenigen, so die geb\u00fchrende Anlagen von den Pensionen, und dergleichen Nutzungen entrichten derhalben von niemand beunruhiget, noch daran verhindert werden, und von andern ihren ererbten G\u00fctern und fahrenden Haab \/ sollen die Geistliche auch von hundert G\u00fclden j\u00e4hrlichs Einkommens, des Jahrs zehen G\u00fclden, und von einem tausend G\u00fclden werth Guts, f\u00fcnff G\u00fclden, wie von den Weltlichen geordnet ist, zu Anlag an dem End, da sie gesessen, bezahlen und ausrichten.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Kirchen=Kleinodien und Ornamenten exempt.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 65. Aber der Kirchen Kleinoder und Gezierde sollen in dieser Anlag nicht mit begriffen \/ sonder als zu einem Schatz der Christenheit, wo man des zu einer eylenden, nothwendigen, unvermeidlichen H\u00fclffe bed\u00f6rffen w\u00fcrde, gespart und behalten werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Geistlicher eigener G\u00fcter Anlag.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 66. Es sollen auch alle Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten, Geistliche und Weltliche, Pr\u00e4laten, Grafen, Freyen, Herren, die vom Adel, auch Frey und Reichs=St\u00e4dt, Communen, und alle andere, die Unterthanen haben, diese Steuer und Anlag, so viel derselben ihrer Personen und Communen Einkommen und G\u00fctern auferlegt, allein von solchen ihrer eignen \/ und ihrer Communen gemein G\u00fclten \/ Renten und Einkommen reichen und geben \/ ihrer Unterthanen hierin gantz unbeschwehrt, in Betrachtung, da\u00df dieselben, sie seyen Geistlich oder Weltlich, ohn da\u00df durchaus, alle f\u00fcr sich selbst, wie hiebevor gemeldt, ihre Anlag geben m\u00fcssen, damit also in allen St\u00e4nden Gleichheit gehalten, und niemands mehr dann der ander beschw\u00e4rt werde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Der Dienst=Botten, Knecht und M\u00e4gd Anlag.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 67. Und wiewol wissentlich wahr, da\u00df deren viel so J\u00e4hrlich Dienst= und Amt=Geld haben, derselben ihrer Besoldungen \u00fcber den Unkosten, den sie mit Unterhaltung der Knecht und Pferd, und in andere Weg aufwenden m\u00fcssen, um gar ein geringes geniessen m\u00f6gen, noch dann und damit in diesem gemeinen Anschlag gar niemands verschont werde, so ist von uns und den Kayserlichen Commissarien, auch Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nden, und der abwesenden Bottschafften f\u00fcr gleichm\u00e4\u00dfig und billich angesehen und gesetzt worden, da\u00df ein jeder, er sey Hohes oder Nidres, Geistlichs oder Weltlichs Stands, von jedem hundert G\u00fclden j\u00e4hrlich Dienst= oder Amts=Gelds \/ iedes Jahrs dieser w\u00e4hrenden Anlag, einen halben G\u00fclden geben soll \/ und also auf und ab, nach Mehrung und Abk\u00fcrtzung der Summen bis auf f\u00fcnffzehen G\u00fclden. Aber ein jeder Diener oder Dienst=Bott \/ Geistlich oder Weltlich, Knecht und M\u00e4gd \/ welchen unter f\u00fcnffzehen G\u00fclden zu Lohn geben wird, soll von einem jeden G\u00fclden j\u00e4hrlich ein Kreutzer zu geben schuldig seyn.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Gewissenhafte Entrichtung der Anlag.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>| \u00a7. 68. Dieweil aber etliche Beschw\u00e4rungen tragen m\u00f6chten, sich ihres Verm\u00f6gens offenbahr zu machen, so soll ein jeder Churf\u00fcrst, F\u00fcrst, Geistlicher oder Weltlicher, Pr\u00e4lat, Pr\u00e4latin, Graf, Freyen, Herr, und vom Adel, F\u00fcrsten=R\u00e4the und dergleichen Personen, auch die Frey= und Reichs=St\u00e4dt, bey den Pflichten \/ damit ihr jeder der Kayserl. Majest\u00e4t dem Heil. Reich \/ oder sonst durchaus seiner geordneten Oberkeiten verpflicht und zugethan \/ bevorab bey Christlichem Gewissen \/ und seinen Treuen und Glauben sich selbst erinnern, und nach Verm\u00f6g dieses Anschlags und Ordnung seine geb\u00fchrende Anlag von allen und jeden seinen Haab und G\u00fctern, beweglichen und unbeweglichen, als obsteht, sie seyen oder liegen wo sie w\u00f6llen, allein an dem Ort, da er gesessen ist, gewi\u00dflich und treulich in der geordneten Einnehmer K\u00fcsten einwerffen, oder nach Sag dieser Ordnung entrichten lassen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\">&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Die Anlag von den G\u00fctern wird erlegt an dem Ort, wo einer gesessen.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Bischoffe und Ertz-Bisch\u00f6ffe in Reichs=St\u00e4dten.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Bauren=G\u00fcter.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 69. Damit auch solcher Ordnung gestracks gelebt, und allerley Irrung und Zwytracht, so dieses Anschlags halben mit Belegung der Untertanen und G\u00fcter, zwischen Geistlichen und Weltlichen St\u00e4nden sich leichtsam zu tragen m\u00f6cht, g\u00e4ntzlich verh\u00fct und abgeschnitten werde: So setzen, meynen und w\u00f6llen Wir, samt den Kayserl. Commissarien, an statt und im Namen der Kayserlichen Majest\u00e4t und f\u00fcr uns selbst, hiemit ernstlich befehlende, da\u00df ein jeder allein an dem Ort \/ da er gesessen \/ sein Anlag zu dieser beharrlichen T\u00fcrcken=H\u00fclff gebe \/ von allen seinen Haab und G\u00fctern \/ so er allenthalben hat, unverhindert wo die sind oder liegen, und da\u00df kein Stand den andern, oder desselben Unterthanen darwider tringe, noch auch anderer, so unter ihnen nicht gesessen, Haab und G\u00fcter, ob die schon unter ihme gelegen, dieser Anlag halber belege, hemme noch aufhalte, bey P\u00f6n und Straf der Kayserl. Majest\u00e4t und des Heil. Reichs Acht. Doch sollen die Geistliche in den Reichs=St\u00e4dten \/ da die Ertz=Bischoffliche oder Bischofliche Gestifft seynd \/ und die Ertz=Bischoff oder Bischoffe \/ und dieselbige Stadt und Burgerschafft nicht zusammen in ein Crey\u00df geh\u00f6rig seynd \/ nicht in der Stadt oder desselben Crey\u00df, besonder in die H\u00fclff und Crey\u00df, darinn ihre Ertz=Bischoff und Bischoff hin geh\u00f6rig seynd, gezogen und angeschlagen werden \/ und also die Geistliche der Enden von ihrer Geistlichen Oberkeit, und die Weltliche von ihrer Weltlichen Oberkeit allein belegt und gesteuert werden, und wo einer oder mehr ungehorsam erscheinen, und darwider handeln w\u00fcrden, gegen dem oder denselben, soll der Kayserlich Fiscal zu der Declaration ber\u00fchrter P\u00f6n unverz\u00fcglich, und zum f\u00f6rderlichsten zu procediren Gewalt haben und schuldig seyn. Doch sollen deren Bauern G\u00fcter \/ so nach Sag dieser Ordnung beschrie-<\/i>[p. 457]<i> -ben und gesetzt werden, den Oberkeiten, die sie zu belegen von Alters her in ruhigem Gebrauch herbracht, in dieser Anlag anzulegen unbenommen, sondern vorbehalten seyn, und sonst allen hohen und niedern Oberkeiten, Geistliche und Weltlichen, das alles an ihren Rechten und Gerechtigkeiten, und altem Herkommen unsch\u00e4dlich und unvorgreiflich seyn. (a)<\/i><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>(a). R. A. 1557. \u00a7. 49. I. P. O. Art. VIII. \u00a7. 1. Capit. Caroli VII. Art. 1.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Obrigkeitliche Anordnung zu Erlegung der Anlag.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 70. Dann so sollen auch die Churf\u00fcrsten \/ F\u00fcrsten \/ und andere Oberkeiten \/ in Krafft ihrer Oberkeiten, nach Christlicher Geb\u00fchr, ordnen \/ verschaffen und verf\u00fcgen \/ da\u00df ihre Unterthanen obber\u00fchrt, ihre geb\u00fchrende Anlag auch zahlen \/ wie davon hernach sondere Articul begriffen seynd, doch sollen in allweg alle und jede Personen, hohes und niders Stands, in Uberantwortung ihre Anlag eigentlich beschrieben werden, damit man den Ausstand zu suchen und einzubringen und den Ungehorsamen zu straffen wisse.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Frey- und Reichs-St\u00e4dt, Z\u00fcnfften, Communen, Universit\u00e4ten rc.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 71. Die Frey= und Reichs=St\u00e4dt \/ und andere St\u00e4dt \/ so den F\u00fcrsten oder andern Herrschafften zugeh\u00f6ren, sollen von dem Einkommen in ihr jeder Cammer, dergleichen von den G\u00fclten und Nutzungen ihrer Hospitaln, und anderer dergleichen H\u00e4user, so in ihrer oder der ihren Verwaltung seyn, und dann die Z\u00fcnfften \/ Gafflen \/ Gylden \/ dergleichen alle andere Universit\u00e4ten, Communen Collegia, Facult\u00e4ten und Sammlungen, wie die Namen haben, nichts ausgenommen, von ihren Gef\u00e4llen, Nutzungen und Einkommen, an obbestimmten Anschlag, auch bey den Pflichten \/ wie gemeldt, erlegen \/ und f\u00fcnfftzig G\u00fclden solches Einkommens f\u00fcr ein tausend G\u00fclden Haupt=Guts und Werths gerechnet werden, und also auf und ab, nach Anzahl ihres jedes Einkommens.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>B\u00fcrger.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Gemeine Bauers=Leut und Unterthanen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 72. Also sollen auch die B\u00fcrger in den St\u00e4dten in diesem Anschlag belegt werden \/ und ihr jeder von einem jeden tausend G\u00fclden werth Hauptguts seiner Haab und G\u00fcter, oberzehlter massen f\u00fcnff G\u00fclden j\u00e4hrlicher Nutzung, wie andere St\u00e4nde, zehen G\u00fclden, und also auf und abzurechnen, nach Wehrung und Abk\u00fcrtzung seines Verm\u00f6gens, bey den Pflichten, damit er seiner ordentlichen Oberkeit zugethan, auf seinen Treuen und Glauben, und Christlichen Gewissen bezahlen, und erlegen, wie davon hieoben und hernach weiter begriffen ist. Es sollen aber die gemeine Bauers=Leut und Unterthanen der Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und anderer Oberkeiten, die auch de\u00dfhalben hieoben und hernach geordnet ist, angeschlagen, und alles ihr Verm\u00f6gen aufgeschrieben, und je von zwantzig G\u00fclden werth Haupt=Guts 6. Creutzer oder so viel Werths daf\u00fcr, und von denen, so | unter zwantzig G\u00fclden werth haben, vier Creutzer, oder so viel Werths darf\u00fcr, Anlag=Geld j\u00e4hrlich genommen werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Juden Anlag, jede Person 1. fl.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 73. Item, die Juden sollen zu dieser T\u00fcrcken-H\u00fclff also angeschlagen werden, da\u00df ein jeder Juden=Person \/ sie sey jung oder alt, zu anfang dieser Steuer einen G\u00fclden legen \/ und die reichen Juden in solchem Anschlag den Armen zur H\u00fclff kommen, darzu soll ihrer jeder von hundert G\u00fclden Haupt=Guts, an was Wahr die immer gelegen seyn, jedes Jahrs auch einen G\u00fclden zu geben schuldig, und hiemit ihr Wucher unbekr\u00e4fftigt seyn. (b)<\/i><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>(b) Satz vom gem. Pfen. 1495. Tit. V. R. A. 1544. \u00a7. 41.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Vier Einnehmere zu Anlag.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 74. Damit nun dieser Christlicher Anschlag desto schleuniger seinen F\u00fcrgang erreiche, und des aufrichtigen Einnehmens \/ Verwahrens und Ausgebens halben \/ bey m\u00e4nniglichen desto weniger Argwohn erwachse, besonder der geneigte, gute und getreue Will zu solchem recht Christlichen Werck erhalten werde: So haben wir samt den Kayserl. Commissarien uns mit Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nden, und sie hinwider mit uns verglichen und vereinigt, und thun das auch hiemit also, da\u00df in einem jeden F\u00fcrstenthum oder Landschafft vier stattliche \/ fromme und geschickte Personen \/ zu Einnehmern solcher Anlag \/ von den Churf\u00fcrsten, oder F\u00fcrsten und desselben Landschafft verordnet werden, nemlich einer von den Chur= oder F\u00fcrsten \/ der ander von den Pr\u00e4laten und Geistlichen, der dritte von Grafen \/ Freyen \/ Herrn \/ und der Ritterschafft \/ demselben Churf\u00fcrsten oder F\u00fcrsten unterworffen \/ und der vierdt von den St\u00e4dten. Welche vier Einnehmer als dann f\u00fcrnemlich dem Lands=F\u00fcrsten, und darzu auch seiner gantzen Landschafft gelobt und geschworen seyn sollen, solche Anlag getreulich einzunehmen, zu verwahren und auszugeben, inmassen der Eyd, so hier\u00fcber einem jeden Lands=F\u00fcrsten und seiner Landschafft ihrer Gelegenheit nach gestellt werden soll, weiter ausf\u00fchren wird.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Truhen zu Anlag.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 75. Es soll auch in einem jeden F\u00fcrstenthum in ein gelegene Stadt ein gemeine Truhen \/ zu solchem Geld zu verwahren \/ mit vier guten Schl\u00f6ssen gesetzt werden, und der vier Einnehmer jeder einen Schl\u00fcssel zu der vier Schlo\u00df einem haben, also, da\u00df ihr keiner die andere drey Schlo\u00df aufschliessen, und ohn die andere seine Zugeordneten die Truhen \u00f6ffnen m\u00f6gen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Pflicht der Einnehmer.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 76. Bemeldte vier Einnehmer solchen auch aller ihrer Pflicht \/ damit sie ihrem Lands=F\u00fcrsten oder Herrn zugethan, als viel diese Handlung ber\u00fchrt, gantz erledigt und lo\u00df gezehlt seynd \/ und ihnen auch sonderlich in ihr Eyd und Pflicht gebunden werden, da\u00df sie solch Geld oder Anlag an kein anderer Ort ausgeben oder antworten <\/i>[p. 458]<i> sollen, denn allein wie hernach unterschiedlich angezeigt wir[d]: Darbey sie dann auch von jedem Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten oder Oberkeit jedes Orts gehandhabt werden, und derwegen ihrem Befehl stracks nachgehen, auch von niemand darum einiger Ungnad oder Verfolgung gew\u00e4rtig seyn sollen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Unter-Einnehmer.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 77. Und nachdem den jetzt=gedachten vier Einnehmern zu viel m\u00fchsam und beschwerlich w\u00e4re \/ solche Anlag in allen und jeden St\u00e4dten, Flecken und Orten eines jeden F\u00fcrstenthums durch ihre eigene Person einzubringen: Desgleichen den Unterthanen noch mehr ungelegen, alle ihre Anlagen an ein Mahlstatt, den vier Einnehmern gelegen, zu antworten, so soll ein jeder Lands=F\u00fcrst, samt seines F\u00fcrstenthums oder Landsverordneten vier Einnehmern, etliche Untereinnehmer, im Fall der Nothdurfft, in seines Lands Amten, Pflegen oder Hauptmannschafften, nach sein und seines Lands Gelegenheit, zu Einnehmung dieser Anlag ordnen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Zu Einbringung der Anlag.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 78. Dieselbe Untereinnehmer sollen von dem Lands=F\u00fcrsten, und von den vier gemeinen Einnehmern, gleich wie die Obereinnehmer von Geistlichen und Weltlichen geordnet und verpflicht werden, da\u00df sie solche Anlag von ihrer Amts=Verwaltung Unterthanen und Hinders\u00e4ssen \/ Geistlichen und Weltlichen getreulich und mit h\u00f6chstem Flei\u00df einbringen \/ und in einen wohl=verwahrten Kasten, den sie auch darzu gemacht haben sollen, zu werffen verf\u00fcgen, und getreulich verwahren, auch die Namen aller deren so einlegen, und deren so einlegen solten, und ungehorsam seyn, aufschreiben w\u00f6llen, damit, als obsteht, wider den Ungehorsamen geb\u00fchrlichs Einsehens beschehen m\u00f6ge.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Bey Erinnerung jedes bey seinem Gewissen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 79. Und diese Einnehmer sollen auch sondern Befehl haben, die Unterthanen ihrer verordneten Amts=Verwaltung zu der Zeit, so sie ihre geb\u00fchrende Anlag erlegen sollen, zum h\u00f6chsten ihrer Ehr und Eyd, auch sonderlich ihrer Christlichen Gewissen \/ Treuen \/ Glauben \/ und Seelen Seligkeit zu erinnern und vermahnen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Mandata zu Erlegung der Anlag.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Vermahnung dessen durch die Pfarrherrn auf den Cantzeln.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 80. Darzu soll auch ein jeder Churf\u00fcrst und F\u00fcrst in seinem F\u00fcrstenthum Mandata ausgehen lassen, darinn aus hieoben erzehlten Christl. und billichen Ursachen die Unterthanen vermahnet werden, die Ehr des Allm\u00e4chtigen GOttes, seines heiligen Glaubens, und gemeiner Christenheit Nutz und Wolfahrt zu Hertzen zu f\u00fchren, und den gemeinen Nutz und Wolfahrt der gemeinen Christenheit zu bedencken, und allem ihrem eigen Nutz f\u00fcrzusetzen, rc. mit angehefftem ernstlichen Gebot, da\u00df sich ein jeder getreulich, ohn allen Falsch und Gefahr selbst sch\u00e4tze, und seine geb\u00fchrende Anlag erlege \/ und auf die Wei\u00df und Form, wie hieoben von hohes und niders Stands=Personen unterschiedlich gesetzt ist, in die Truhen werffe, oder einwerffen | lasse. Und der gleichen Vermahnung soll auch zu jederzeit auf der Cantzel durch Pfarrherren und Prediger zum flei\u00dfigsten geschehen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Schlo\u00df und Schl\u00fcssel zur Truhen der Anlag.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 81. Dieser Untereinnehmer Truh oder Kast soll auch vier gute Schl\u00f6\u00dfe \/ und darzu vier underschiedliche Schl\u00fcssel haben \/ davon jeder des F\u00fcrstenthums oder Lands Obereinnehmer einen, und die Untereinnehmer keinen Schl\u00fcssel haben sollen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Bestimmung Tag und Mahlstatt zu Erlegung der Anlag.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 82. Und damit solche Anlag auch desto f\u00f6rderlicher, und mit weniger M\u00fche eingezogen werde, sollen die Untereinnehmer in den Amten, Vogteyen, oder Hauptmannschafften, darinn ihnen die Anlag einzusammlen befohlen, einen nahmhafften Tag und Mahlstatt den Unterthanen zuvor bestimmen und ansetzen, auf welche sie die Unterthanen und Hintersassen, ihre geb\u00fchrende Anlag erlegen sollen \/ und welche aus ihnen die selbige Zeit \u00fcberschreiten, und nicht erlegen, gegen denselben soll, Verm\u00f6g eines sondern hernach gesetzten Articuls, gehandelt werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Amt der Ober= und Unter=Einnehmer.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 83. Gleicher Gestalt sollen auch die Obereinnehmer eines jeden F\u00fcrstenthums allen und jeden Untereinnehmern ein gewisse Zeit bestimmen, ihre verschlossene Truhen in die f\u00fcrgenommene Stadt, dahin dann die gemeine Truhen gesetzt und geordnet wird, zu \u00fcberantworten, mit Ubergebung der Verzeichnu\u00df aller derjenigen, wes Stands oder Wesens die seyn, so ihr Geb\u00fchr erlegt, und der andern die ihr Geb\u00fchr erlegen sollen, aber nicht eingelegt haben.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Das Geld so bald in die Truhen werffen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 84. Wann dann also den vier gemeinen und Obereinnehmern, eine jede Truhe, (wie gemeldt) \u00fcberlieffert worden, so sollen die vier gemeine Einnehmer alsobald \/ in Gegenw\u00e4rtigkeit der Untereinnehmer, das Geld, so zu solcher Anlag gefallen, ungezehlt in ihr Truhen einwerffen \/ auch den Untereinnehmern, da\u00df sie dergestalt ihre Truhen geantwort haben, Urkund und Bekandnu\u00df geben.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Wohin Herrn und Edelleut ihr Anlag zu erlegen haben.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 85. Die Pr\u00e4laten \/ Grafen \/ Freyen \/ Herren und vom Adel \/ sollen ihr geb\u00fchrliche Anlag und Steuer in die gemeine Truhen der vier gemeinen Einnehmer des F\u00fcrstenthums oder Lands erlegen, oder in die n\u00e4chsten Truhen der Untereinnehmer, als ob stehet einzuwerffen Macht haben, doch da\u00df deren jeder den gemeinen Einnehmern unter seinem Siegel zuschreibe, an welchem Ort er sein Geb\u00fchr erlegt habe, damit man eigentlich wissens haben m\u00f6ge, wer gehorsam oder ungehorsam sey, darzu auch an demselben Ort, der entrichten Anlag, von den Untereinnehmern, oder der Oberkeit daselbst ein Urkund nehme, da\u00df er sein Einlegen desselben Orts gethan habe.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Wie auch deren Unterthanen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 86. Es soll auch mit der Grafen \/ Freyen \/ Herren \/ und vom Adel Unter= <\/i>[pag. 459]<i> thanen gehalten werden aller Maa\u00df, wie hieoben von anderer Oberkeiten Unterthanen geordnet ist.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Deren im Reich ohne Mittel unterworffenen Chur= und F\u00fcrsten rc.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 87. Item, Churf\u00fcrsten und F\u00fcrsten \/ Geistlich und Weltlich \/ die dem Reich ohn Mittel unterworffen \/ sollen bey ihren Pflichten, inmassen hieoben in einem sondern Articul versehen, ihre Anlagen dieser Ordnung nach, den vier gemeinen Einnehmern ihres F\u00fcrstenthums oder Lands zu \u00fcberantworten bestellen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Crey\u00df=Einnehmer zu Verwahrung der Truhen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 88. Und so dann die vier gemeine Einnehmer eines jeden F\u00fcrstenthums oder Lands, alle Truhen \/ und die darinn verwahrte Anlagen \/ von den Unter=Einnehmern obgeschriebener Maa\u00df empfangen, und zusammen in ihre Truhen gebracht haben, als dann sollen dieselbe vier gemeine Einnehmer aller und jeder Churf\u00fcrsten und F\u00fcrsten, Geistlichen und Weltlichen, solche ihre Truhen mit h\u00f6chstem Flei\u00df verwahren, und den Crey\u00df=Einnehmern auf Form und Maa\u00df hernach begriffen, f\u00f6rter \u00fcberantworten.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Anlag der Grafen. Freyen, Pr\u00e4laten und Herren, dem Reich ohne Mittel zugethan. Deren Unterthanen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 89. Mit den Pr\u00e4laten \/ Pr\u00e4latin Grafen Freyen und Herren \/ dem Reich ohn Mittel unterworffen \/ und die sonst keinen Herrn dann das Reich erkennen, soll es also gehalten werden, da\u00df ein jeglicher Pr\u00e4lat, Pr\u00e4latin, Graf oder Freyherr \/ f\u00fcr sich selbst einen und seine Weltliche Unterthanen auch einen Einnehmer verordnen sollen, solche Anlag von ihren Unterthanen einzufordern \/ und wie von den gemeinen Bauers=Leuten und Unterthanen auf dem Land gemeldet, aufzuschreiben, und f\u00fcrter zu antworten, wie hernach gemeldt wird. Dieselbe drey Einnehmer sollen auch, inmassen wie vorgesetzt, den Pr\u00e4laten, Pr\u00e4latin, Grafen \/ Freyen \/ Herren \/ und ihr jedes Unterthanen sonderlich gelobt und geschworen seyn.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Desgleichen der von Adel Unterthanen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 90. Dergleichen \/ wie jetzt im n\u00e4chsten Articul gemeldet, soll es mit denen vom Adel \/ so dem Reich ohn Mittel \/ und mit ihren Unterthanen oder Hinters\u00e4ssen auch gehalten werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Deren im Reich ohn Mittel unterworffenen von Adel Anlag.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 91. Es wolten dann dieselbe vom Adel \/ dem Reich also ohn Mittel unterworffen \/ jedes Lands, darinn sie wohnhafft, ihr eigen Truhen und Einnehmer verordnen \/ die sollen dasselbig zu thun Macht haben: Doch da\u00df dieselbige wie andere Einnehmer, gelobt und geschworen, auch wie von andern St\u00e4nden, hievor und hernach mit Einbringung und Einlegung der Anlag \/ und Beschreibung derjenigen Namen, so ihr Geb\u00fchr erlegen; Desgleichen mit Uberantwortung der Truhen, in allermassen, wie von anderen Einnehmern oben und hernach gemeldet ist, handeln.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Frey= und Reichs-St\u00e4dt, so Unterthanen, <\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 92. Welche Frey und Reichs=St\u00e4dt aber auf dem Land auch Unterthanen h\u00e4tten \/ dieselbe ihre Unterthanen und Hintersassen sollen auch Macht haben, noch einen | Einnehmer zu den obgemeldten dreyen Einnehmern zu geben und zu verordnen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>auch Herrschafften haben.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 93. Wo auch dieselbe Frey= und Reichs=St\u00e4dt eine oder mehr Hereschafften auf dem Land h\u00e4tten \/ soll es alsdann mit Einbringung der Anlag derselbigen Herrschafften Unterthanen in aller massen, wie hievor von den Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und Aemter, Vogteyen, Hauptmannschafften, rc. von wegen der Verordnung der Unter= Einnehmer und anders mehr gesetzt ist, gehalten, und die Anlag, wie von den Bauers=Leuten auf dem Land geordnet, angeschlagen und eingezogen werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Ohnbemitte dem Reich Grafen, Pr\u00e4laten deren G\u00fcter und Eink\u00fcnfften Anlag. vide \u00a7. 66.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 94. Pr\u00e4laten \/ Grafen \/ Freyen \/ Herren \/ und die vom Adel \/ dem Reich ohn Mittel unterworffen \/ auch die Frey= und Reichs=St\u00e4dt sollen auch, (so viel Ihnen von wegen ihrer Pr\u00e4laturen, Herrschafften, und ihr eigen, auch gemeiner ihrer Stadt Einkommen, laut dieser Ordnung zu geben geb\u00fchrt,) bey ihren Pflichten nach Ausweisung eines vorgemeldten Articuls, also anfahend: Es sollen auch alle Churf\u00fcrsten \/ F\u00fcrsten \/ Geistlich und Weltlich \/ Pr\u00e4laten \/ Grafen \/ Freyen \/ Herren \/ vom Adel \/ auch Frey= und Reichs=St\u00e4dt \/ rc. Den Einnehmern durch sie und ihre Unterthanen verordnet, dieselbe ihr Geb\u00fchr \u00fcberantworten, und in ihre verordnete Truhen legen, welche jetzt=gemeldte Einnehmer, so sie die Anlag allenthalben von den Herrschafften und Unterthanen zusammen gebracht \/ und in ein Truhen versammlet \/ sollen alsdann dieselbe Truhen mit Flei\u00df verwahren \/ und den sechs Crey\u00df= Einnehmern, auf Form und in Maa\u00df hernach begriffen ist, f\u00fcrter \u00fcberantworten.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Anlags=Liefferung der Reichs-St\u00e4nde in gemeine Crey\u00df=Truhen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 95. Wo aber Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten, Pr\u00e4laten, Grafen= Herren, auch Frey= und Reichs=St\u00e4dt in einem Crey\u00df w\u00e4ren, die ihr Anlag lieber zuvor zusammen sch\u00fctten, und alsdann dieselben s\u00e4mtlich in die gemeine Crey\u00df=Truhen \u00fcberlieffern lassen wolten \/ die sollen Macht und Gewalt haben, ihren und ihrer Unterthanen verordneten Einnehmern bey ihren Pflichten zu befehlen und aufzulegen, da\u00df sie ihre Truhen zusammen bringen, und die darinn verwahrte Anlag also zusammen in ein wolverwahrte Truhen ohn allen Abgang werffen, und also s\u00e4mtlich ihr aller Anlagen in Gegenw\u00e4rtigkeit der verordneten sechs Crey\u00df= Einnehmer in die gemeine Crey\u00df=Truhen ungezehlt einwerffen, und, als obsteht, verwalten lassen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>6. Crey\u00df-Einnehmer wie sie sich zu verhalten.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 96. Und gleicher Gestalt soll auch allen und jeden Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und gemeinen St\u00e4nden zugelassen seyn, da\u00df ihr jeder sein und seiner Unterthanen Anlag, durch ihre darzu verordnete gemeine Einnehmer in die gemeine Crey\u00df=Truhen ungezehlt einwerffen lassen m\u00f6gen. Doch sollen die bemeldte sechs Crey\u00df=Einnehmer \/ nachdem alle oder ein ziemlicher guter Theil der An= <\/i>[p. 460]<i> lagen in die gemeine des Crey\u00df Truhen gebracht werden \/ also eingebracht Geld erstlich aus der Truhen samtlich zehlen \/ aufschreiben lassen \/ und folgends wiederum in der gemeinen Truhen verwahren, und nach Ausweisung dieser Ordnung ausgeben, und den Crey\u00dfverwandten St\u00e4nden nachgehends zu geb\u00fchrender Zeit aufrichtige gute Rechnung thun, auch auf Ansuchung der k\u00fcnfftigen Versammlung zu N\u00fcrnberg, wie viel in jedem Crey\u00df einbracht, und wieder ausgeben, was auch noch im Vorrath sey, gnugsamen schrifftlichen Bericht thun. Und in den Reichs=St\u00e4dten m\u00f6gen die Geistliche ihre sonderbare Einnehmer und Truhen, und die Weltliche auch ihre eigene Einnehmer haben, und wann sie beyderseits ihre Anlagen in solch ihr unterschiedlich Truhen gebracht so sollen sie dieselben in ein gemein Truhen zusammen sch\u00fctten, und durch ihre beyderseits verordnete Einnehmer in des Crey\u00df gemeine Truhen ungezehlt einwerffen, und, als obsteht verwalten lassen, hievon allein die Geistliche ausgenommen, die in den Frey= oder Reichs=St\u00e4dten, da Ertz=Bischofliche oder Bischofliche Gestifft sind, und dieselbe ihre Ertz=Bischoffe oder Bischoffe sollen einen andern Crey\u00df , weder die Stadt und B\u00fcrger geh\u00f6rig sind, dann mit denselben soll es bleiben und gehalten werden, wie davon hieoben ein sonder Articul begriffen ist.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Freyheit der St\u00e4dt Go\u00dflar, M\u00fchlhausen, Northausen. rc.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 97. Und dieweil aber die St\u00e4dt Go\u00dflar \/ M\u00fclhausen \/ Northausen \/ Wangen und Zell im Hammersbach \/ ihrer k\u00fcndlichen Schaden, Brand und Verarmung halben dieser Zeit ihre Anzahl Kriegs=Volck abzufertigen, und bis zu Einbringung des gemeinen Pfennings zu unterhalten nicht verm\u00f6gen: So ist f\u00fcr billich bedacht \/ da\u00df ihnen zu Gnaden und Erg\u00f6tzung ihrer erlittenen Sch\u00e4den \/ die Anzahl ihres Kriegs=Volcks nachgelassen sey \/ mit dem Geding, da\u00df andere ihre Mit=Crey\u00df=verwandte St\u00e4nde, mit ihrer der gedachten St\u00e4dt Anzahl Kriegs=Volck zu unterhalten nicht beschw\u00e4rt werden, und dieselben St\u00e4dt nicht destoweniger laut dieser Ordnung ihre Anlagen einziehen und in ihrer jeder Crey\u00df gemeine Truhen einbringen, und sonst dergleichen Freyheit und Verg\u00fcnstigung niemand andern mehr erlaubt noch geben werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Einnehmer sollen schw\u00f6ren,<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 98. Die weil aber beschwerlich und sorgsam seyn w\u00fcrde, solche Anlag von allen Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten, Geistlichen und Weltlichen, und anderen St\u00e4nden, und derselben Unterthanen an ein einige Mahlst\u00e4tt zu bringen, welches auch ohne mercklichen Kosten nicht zu wegen bracht werden m\u00f6cht, darum und nachdem das Reich Teutscher Nation in zehen Crey\u00df oder Zirckel getheilt ist: So setzen, ordnen und w\u00f6llen wir, da\u00df in einem jeden der gedachten zehen Crey\u00df oder Gezirck, nach ihrer des Crey\u00df Gelegenheit, sechs Einnehmer aus demselben Crey\u00df gesetzt und ver=|ordnet werden, und nemlich sollen die Geistliche Churf\u00fcrsten und F\u00fcrsten einen, Weltlichen Churf\u00fcrsten und F\u00fcrsten einen, Pr\u00e4laten einen, Grafen und Freyherren einen, die von der Ritterschafft und Adel einen, und die von den Frey= und Reichs=St\u00e4dten auch einen ordnen und setzen. Welche sechs Einnehmer alsdann dem gantzen Crey\u00df und St\u00e4nden \/ davon sie geordnet sind \/ auch geloben und schw\u00f6ren sollen \/ inmassen des ein sonderer Eyd von eines jeden Crey\u00df St\u00e4nden vergriffen und verfast werden soll.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>und einen geschwornen Schreiber annehmen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 99. Und diese sechs Einnehmer eines jeden Gezircks sollen Macht und Gewalt haben \/ einen frommen \/ treuen \/ geschickten Schreiber aufzunehmen \/ geloben und schw\u00f6ren zu lassen, und ihn alsdann zu Einnehmung und eygentlicher Auschreibung solcher Einlagen neben ihnen zu gebrauchen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>J\u00e4hrliche 2.mahlige Zusammenkunfft der Einnehmer.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 100. Und soll ein jeder Crey\u00df oder Zirck eine gelegene Mahlstatt oder Stadt erw\u00e4hlen und f\u00fcrnehmen, da die sechs desselben Gezircks Einnehmer jedes Jahrs zweymal \/ nemlich auf N. und N. Zeit zusammen kommen, wie sich eines jeden Crey\u00df St\u00e4nde deshalben unter ihnen vergleichen werden, und wo sie alle desselben Crey\u00df Anlagen nicht ehe empfiengen= sollen sie zum wenigsten ein bestimmte Zeit, nach Gelegenheit des Crey\u00df beyeinander bleiben, und auf die Anlagen warten, und so dieselben von jedem Stand und desselben Unterthanen empfangen, durch ihren geschwornen Schreiber eygentlich und treulich, in ihrem Beyseyn aufschreiben lassen, und dieselbe Anlag in eine K\u00fcsten oder Truhen werffen, die mit sechs Schl\u00f6ssern verwahrt sey, darzu auch ihr der sechs Einnehmer jeder einen unterschiedlichen Schl\u00fcssel haben soll.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\">&nbsp;<\/p>\n<p><i>Termin<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>und<\/i><\/p>\n<p><i>Urkund der bezahlten Anlag.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 101. Und sollen die obbemeldte sechs Crey\u00df Einnehmer allen gemeinen und Ober=Einnehmern ihres Crey\u00df der Churf\u00fcrstenthum, F\u00fcrstenthum, Pr\u00e4laten, Grafen, Freyen, Herren, von Adel auch Frey= und Reichs=St\u00e4dten, und derselben Unterthanen, die obangezeigte Zeit ernennen, und von ihnen ihr eingebrachte Anlag auf obbemeldte Zeit und Mahlstatt zu \u00fcberantworten erfordern, in welcher Zeit die obbemeldte Einnehmer der St\u00e4nde, und ihrer Unterthanen, ihr eingebrachte Anlagen und Steuer diesen Sechs des Gezircks Einnehmern zu \u00fcberantworten schuldig seyn sollen, und alsdann auch nicht unterlassen, von denselben Crey\u00df=Einnehmern ein Urkund und Bekandtnu\u00df zu empfahen \/ da\u00df sie ihre Anlag also ungezehlt eingeworffen haben. Dergleichen sollen es die sechs Crey\u00df= Einnehmer auch fleissig aufschreiben lassen, damit man wissens haben m\u00f6ge, wer sein Anlag ihnen geliefert habe oder nicht.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>S\u00e4umige Reichs=St\u00e4nde in Schickung Kriegs-Volcks und Anschlags.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Bey P\u00f6n der Acht gegen die Weltliche. Gegen die Geistliche bey Verlierung ihrer Privilegien.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Fiscal wie er procediren<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>und der P\u00f6n Declaration geschehen soll.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Execution des Oberst Hauptmanns gegen die in der Rebellion ungehorsam verharrende.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 102. W\u00fcrde sich aber jemand, er sey <\/i>[p. 461]<i> Churf\u00fcrst \/ F\u00fcrst \/ Geistlich oder Weltlich \/ Pr\u00e4lat \/ Graf \/ Freyer \/ Herr \/ von der Ritterschafft und Adel \/ oder auch von Frey= und Reichs=St\u00e4dten an Schickung seiner Anzahl Kriegs=Volcks \/ oder an Erlegung des gemeinen Pfennings und Anschlags s\u00e4umen \/ oder auch sich des verwidern, oder jemands andern an Vollenziehung dieses Anschlags verhindern, oder ihm etwas aufhalten, oder nicht verfolgen lassen (des sich in Betrachtung dieses Christlichen guten Vorhabens, und des beschw\u00e4rlichen hohen Obliegens Teutscher Nation unsers Vatterlands zu keinem zu versehen,) so haben wir, samt den obgemeldten Kayserlichen Commissarien im Namen der R\u00f6misch Kayserlichen Majest\u00e4t und f\u00fcr Uns selbst \/ und f\u00fcr Ihre Kayserl. Majest. Und unser Erb=Land, uns mit Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nden verglichen und vereiniget, Vereinigen, setzen und ordnen auch darauf aus rechtem Wissen, von R\u00f6misch Kayserl. und K\u00f6nigl. Macht Vollkommenheit, da\u00df alle und jede \/ so also ungehorsam sind \/ oder dieser Ordnung verbrechen \/ in der Kayserl. Majest\u00e4t und des Heil. Reiches Acht mit der That gefallen \/ und wo die Verbrecher Geistliche Personen w\u00e4ren, ihre Privilegien Schutz und Schirm, die sie von Kayserl. Majest\u00e4t deren Vorfahren, und dem Heil. Reich haben, damit verw\u00fcrckt \/deren privirt und entsetzt seyn \/ auch gegen ihnen samtlich und sonderlich nachfolgender massen gehandelt werden: Nemlich, soll der Kayserl. Fiscal auf Anregung und Bericht der Sechs gemeinen Einnehmer, oder auf sein selbst eygen Erk\u00fcndigung gegen denselben Ungehorsam von Stund an procediren, und ihn laden lassen zu erscheinen, und anzuzeigen, da\u00df er nach Sag dieser unser Ordnung und Abschieds sein geb\u00fchrende Anlag gehorsamlich erlegt habe, auch niemand daran verhindert, oder etwas, so jemand darzu geb\u00fchren m\u00f6cht, aufgehalten, oder nicht folgen lassen habe, oder zu sehen und h\u00f6ren, sich solcher seiner Ungehorsam halben (wo er ein Weltlicher ist,) in R\u00f6misch Kayserl. Majest. und des Heiligen Reichs Acht, und im Fall, da der Ungehorsam ein Geistliche Person w\u00e4re, alsdann zu sehen und h\u00f6ren, zu erkl\u00e4ren und zu sprechen, da\u00df er aller und jeder seiner Privilegien, Freyheiten, Gnad und Gerechtigkeit, auch Schutz und Schirms, so er von R\u00f6misch Kayserl. Majest\u00e4t und deren Vorfahren am Reich, R\u00f6m. Kaysern und K\u00f6nigen hat, verw\u00fcrckt, entsetzt und privirt sey. Und wo alsdann der Ungehorsam oder Ubertretter dieser Ordnung, er sey Geistlich oder Weltlich, nicht erscheinen, noch seinen Gehorsam, wie jetzt gemeldt ist, oder in andere Weg mit erheblichem Grund anzeigen w\u00fcrde: So soll der bemeldt Kayserl. Fiscal gegen ihme ohn einigen zierlichen Proce\u00df zum schleunigsten <\/i><i>vollfahren, und der Ungehorsam auf solchen des | Fiscals Proce\u00df und Anhalten, <\/i><i>u<\/i><i>nverz\u00fcglich vom<\/i> <i>Cammer=Richter und Beysitzern des Kayserl. Cammer=Gerichts in obbestimmte P\u00f6n erkl\u00e4rt und denunciirt, auch durch alle St\u00e4nde solcher Acht oder Privirung, zu Bestraffung des sch\u00e4dlichen Ungehorsams nachgesetzt und gefolgt werden. Zu dem, wo der Ungehorsam oder Ubertretter dieser Ordnung so lang in seiner Rebellion verharren w\u00fcrde \/ bi\u00df der Oberst Hauptmann von der Expedition wieder k\u00e4me, so soll er auch solchen Ungehorsamen mit so viel Volcks \/ als ihn vonn\u00f6then zu seyn ansehen w\u00fcrde \/ \u00fcberziehen \/ die Anlag und H\u00fclff, (die der Ungehorsam als dann gedoppelt, samt allem Kosten, so auf den Uberzug gelauffen, zu bezahlen schuldig seyn soll,) also zweyfach mit samt den aufgelauffenen Kosten und Schaden von ihme einbringen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Ungehorsame erkl\u00e4rte Aechter.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 103. Die Kayserl. Majest\u00e4t und Wir sollen und w\u00f6llen auch samt und sonders, solcher ungehorsamen und erkl\u00e4rten Aechter keinen \/ ehemahlen er alles das, so ihme diese Ordnung auflege, vollkommentlich und gehorsamlich erstatt hat \/ von der Acht nicht absolviren noch erledigen, und ob darwider etwas von Ihrer Kayserl. Majest\u00e4t oder uns erlangt w\u00fcrde, oder aus eigner Bewegnu\u00df ausgienge, dasselbig soll dann als jetzt, und jetzt als dann von Unw\u00fcrden und unkr\u00e4fftig seyn.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Wohin die Crey\u00df-Anlagen anzuwenden.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 104. Wir setzen \/ ordnen und wollen auch, da\u00df eines jeden Krey\u00df Anlag also zusammen gebracht und gelieffert, an keinen andern Ort noch gebrauch ausgeben oder verwendet werde, dann darzu sie durch die Christgl\u00e4ubige Menschen gegeben ist: Nemlich allein zu Widerstand des T\u00fcrcken \/ und seiner Helffer und Anh\u00e4nger: Darauf haben wir mit Wissen und Rath gemeiner St\u00e4nde f\u00fcr nutz und gut angesehen und geordnet, dieweil sie diese Christliche Expedition auf ihren selbst Kosten dem Allm\u00e4chtigen GOtt zu Lob \/ und Erhaltung Christliches Glaubens f\u00fcrgenommen \/ derwegen auch ein jeglicher der Zehen Krey\u00df seine Kriegs=R\u00e4the, als obsteht, zu dem obersten Feldhauptmann verordnet: So sollen die verordnete Einnehmer in einem jeden Krey\u00df erstlich von solcher Anlag jedem Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten, Pr\u00e4laten, Grafen, Herren, und andern St\u00e4nden ihr ausgelegt Geld, so ihr jedem auf die Bestellung und Unterhaltung seiner Anzahl Kriegs=Volcks gangen, wiederum hinaus geben, oder zu Uberantwortung seiner Anlag abziehen, und alsdann ferner die verordnete Sechs Krey\u00df=Einnehmer, von dem also zusammen brachten Geld der Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und gemeiner St\u00e4nde, davon sie verordnet seyn, desselben ihres Krey\u00df aufgenommen, und wider den T\u00fcrken geschickt, Kriegs=Volck besolden und unterhalten, und demnach desselben Krey\u00df geb\u00fchrend verordnete Kriegs= <\/i>[p. 462]<i> R\u00e4the zu jeder geb\u00fchrenden Zeit so viel Geld zuschicken, damit das Kriegs=Volck unverz\u00fcglich gewi\u00dflich bezahlt \/ und aller Unrath, so aus nicht=Bezahlung bey dem Kriegs=Volck entstehen m\u00f6cht, verh\u00fctet werde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Jeglichen Creyses Anzahl Volcks.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 105. Damit auch ein jeder Krey\u00df sein Anzahl Volcks gewi\u00dflich haben \/ auch wissen m\u00f6g, da\u00df mit seinem Geld getreulich und n\u00fctzlich gehandelt werde, so soll ein jeder Krey\u00df seinem Kriegs=Rath zween erbare \/ geschickte Gegenschreiber zuordnen \/ und den dreyen ihres Krey\u00df Geld zu verwalten vertrauen, die sollen alsdenn ihr Kriegs=Volck alle Monaten Mustern und bezahlen, und nachgehends ihren Obern richtige und gute Rechnung thun, auch bey ihren sondern Pflichten flei\u00dfigs Aufmerckens haben, da\u00df an ihrem Kriegs=Volck nach den Personen kein Mangel erscheine \/ und jederzeit die Anzahl, wie beschlossen ist, an den Personen ersetzt sey.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Eigennutz und Vortheil der Hauptleut in der Musterung.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 106. Desgleichen alle Eigenn\u00fctzigkeit und Vortheil bey den Hauptleuten und Kriegs=Volck in der Musterung \/ Abzehlung und Bezahlung mit Flei\u00df abgewendt, und solcher Gesuch, der sonst nicht l\u00f6blich, in diesem Christlichen Werck mit nichten gedultet werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Wie an streitigen und zweyherrischen Orten die Anlag zu erheben.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 107. Und damit diese Anlag nindert verhindert werde, meynen, ordnen und w\u00f6llen wir, ob sich zutr\u00fcge, da\u00df in einem Crey\u00df St\u00e4dt oder Unterthanen w\u00e4ren, dar\u00fcber zween die Oberkeit zu haben vermeynen \/ und sich derhalben nicht vergleichen m\u00f6chten oder wolten, welcher aus ihnen von denselben St\u00e4dten oder Unterthanen die Anlag fordern und empfahen solt, da\u00df alsdann die andere desselben Crey\u00df verwandte St\u00e4nd einen verordnen \/ der das erlegt und eingebracht Geld an dem streitigen Ort, obber\u00fchrter Wei\u00df und Maa\u00df empfahe, und den Einnehmern desselben Crey\u00df \u00fcberlieffere, doch den Herrschafften an ihr jedes Gerechtigkeit und Oberkeit ohne Schaden, denen auch hiemit nichts benommen, noch den Unterthanen wider ihre Herrschaft gegeben oder zugelassen werden soll.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Feyert\u00e4gliche Ermahnung zur T\u00fcrcken=Steuer. Aufgerichte <\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Allmosen=St\u00f6ck.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 108. F\u00fcrter haben wir und gemeine St\u00e4nde des Reichs f\u00fcr nutz angesehen und geordnet, da\u00df in allen Pfarrkirchen \/ in St\u00e4dten und auf dem Land, ein besonder Stock oder Truhen gesetzt \/ und das Volck alle Sonntag \/ auch Feyertag \/ und andere T\u00e4g, daran geprediget wird \/ durch die Prediger zum flei\u00dfigsten ermahnet werden sollen, ihre H\u00fclff auch \u00fcber die hieoben bestimmte geb\u00fchrende Anlage \/ unser Christlichen Kriegs=Volck \/ welches wieder die Unglaubigen unseren heiligen Glauben und Vatterland beschirmen soll \/ nach eines jeden Gelegenheit, und wie ihn der Allm\u00e4chtig ermahnt, aus Christlicher Liebe und Neigung zu reichen=| dieselbe St\u00f6ck oder Truhen sollen auch durch die Oberkeit und Amtleut, in Beyseyn etlicher ehrbarer Personen alle Monat aufgethan, und was darinn befunden, eigentlich beschrieben, und den Sechs Ober=Einnehmern des Crey\u00df \u00fcberantwortet werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>St\u00fcck, B\u00fcchsen, Mauerbrecher, Munition.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 109. Ferner haben wir auch gemeinen St\u00e4nden freundlich und gn\u00e4diglich bewilligt und zugesagt, \u00fcber die N. St\u00fcck B\u00fcchsen \/ darunter N. St\u00fcck Mauerbrecherin seyn sollen, die wir mit aller Munition und anderer Zugeh\u00f6rung zu unterhalten vormahls bewilliget, noch ein N. oder N. Mauerbrecherin diesem Christlichen Kriegs=Volck zuzuordnen, und gleicher massen mit aller Zugeh\u00f6rung zu versehen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Jedem F\u00e4hnlein ein halb Schlang oder Falcona.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 110. Und damit auch das Christliche Kriegs=Volck mit einem Feld= Gesch\u00fctz gegen diesen m\u00e4chtigen Feind den T\u00fcrcken \/ seine Helffer und Anh\u00e4nger desto besser gefast sey, haben gemeine St\u00e4nde diesem Werck zu gutem sich erbotten, und versprochen, da\u00df ein jeder Crey\u00df einem jeden F\u00e4hnlein Knecht \/ N. halbe Schlangen oder Falcona, mit samt N. Kugeln \/ und anderer auf jedes St\u00fcck geh\u00f6rigen Reitschafft und nothd\u00fcrfftiger Versicherung mitgeben, verordnen und unterhalten soll.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Reichs Feld=Gesch\u00fctz, Munition, Artelarey.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 111. Doch soll solch Gesch\u00fctz nicht anders wohin \/ noch anderer Gestalt, dann bey des Reichs Kriegs=Volck f\u00fcr ein Feld=Gesch\u00fctz gebraucht \/ und wo an demselben, oder seiner zugeh\u00f6rigen Artelarey und Munition einiger Mangel sich zutr\u00fcge \/ der soll auch durch weiter F\u00fcrsehung und Ordnung der Reichs=Versammlung zu N\u00fcrnberg ersetzt und erstatt werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>N\u00f6thigen Vorrath zu verschaffen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 112. Und damit auch mittlerzeit an nothd\u00fcrfftiger Munition und Artellarey, zu der Reichs=St\u00e4nde Feld=Gesch\u00fctz geh\u00f6rig \/ kein Mangel erscheine \/ so soll nichts desto weniger ein jeder Crey\u00df Zugeh\u00f6rung halben, an eine bequeme, und dem Heer nicht weit entlegne Stadt dermassen Vorrath verschaffen \/ damit eines jeden Crey\u00df Rathe denselben also finden, und unverz\u00fcglich zu der Nothdurfft zu gebrauchen, zu sich bringen m\u00f6ge.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Proviant.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 113. Wir sollen und w\u00f6llen auch diese gn\u00e4dige und gute Ordnung machen, da\u00df dem gantzen Heer an nothd\u00fcrfftiger Proviant gute F\u00fcrsehung geschehe \/ und an dem, auch allem anderen, so wir, laut unser schrifftlichen Anzeig im Anfang dieses Reichs=Tags geschehen, auf uns genommen, gar kein Mangel erscheinen lassen soll.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>M\u00fchlen, Back\u00f6fen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 114. Und sonderlich w\u00f6llen und sollen wir, der Proviant halben die Verordnung thun, da\u00df dieselbige an gelegene sichere Pl\u00e4tz und Kasten gef\u00fchrt und verwahrt, auch so viel M\u00fchlen und Back\u00f6fen aufgericht werden \/ da\u00df ein ansehnliche Anzahl Mehl <\/i>[p. 463]<i> gemahlen und Biscocta in rechter Zeit gebacken werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Zuf\u00fchrung des Proviants von angr\u00e4ntzenden Landen.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>An statt Korns, Meel.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 115. Gleicher massen haben wir diesem Christlichen Werck zu gutem und Wolfarth bewilligt, und auf uns genommen, zum f\u00fcrderlichsten bey den anstossenden Landen \/ als Bayern \/ Schwaben \/ und andern, dermassen gute Ordnung f\u00fcrzunehmen und zu machen, da\u00df aus denselben anstossenden Landen auch Proviant zugef\u00fchrt werde, und da\u00df die Frembden, so von weitem her Proviant bringen, vor andern nahe gesessenen, und Inl\u00e4ndischen, gef\u00f6rdert und abgefertigt werden. Damit aber solch zuf\u00fchren dem Christlichen Kriegs=Volck desto f\u00fcrtr\u00e4glicher sey, w\u00f6llen wir durch unser offen Ausschreiben und Vermahnungs=Brief gn\u00e4diglich verwaren, heissen und vermahnen, da\u00df alle die, so dem Kriegs=Volck Getreyd zuzuf\u00fchren vorhabens seyn, sich beflei\u00dfigen sollen, an statt des Korns \/ so viel immer m\u00f6glich ist, Meel zu machen \/ und zuzuf\u00fchren.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Kriegs-Proviant aller Orten Zollfrey.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 116. Und damit der gemeine Kriegsmann seine Nahrung um einen ziemlichen Pfenning gehaben \/ und der \u00fcberm\u00e4\u00dfige unordentliche F\u00fcrkauff f\u00fcrkommen, und ein freyer Marckt, wie Kriegsgebrauch und Herkommen ist, gehalten, so soll alle Proviant, die diesem Christlichen Heer zugef\u00fchrt wird, Geleyd \/ Zoll \/ Freygelds und Maut \/ auch aller ander Auflagen und Beschwerungen zu Wasser und Land, in allen St\u00e4dten und Orten frey und unbeschw\u00e4rt gelassen werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Item, <\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 117. Und zu desto stattlicher Unterhaltung dieses Heers, haben wir samt den Kayserlichen Commissarien im Namen der Kayserl. Majest\u00e4t und f\u00fcr uns selbst, mit Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nden, und sie mit uns verglichen und vereinigt, da\u00df ein jeder aus seinem Land und Gebiet die Proviant frey zuf\u00fchren lassen, und mit nichten verhindern noch verbieten soll.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Vier verordnete R\u00e4the nach Regenspurg,<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 118. Dieweil sich aber weiter auch allerhand hochwichtige Sachen und Handlungen in dieser Christlichen treffentlichen Expedition zuversichtig zutragen werden, dar\u00fcber weitere F\u00fcrsehung beschehen mu\u00df, darzu noch zur Zeit ungewi\u00df, ob man mit dem obbestimmten Anschlag des gemeinen Pfennings, diesen f\u00fcrgenommenem Zug und Anzahl Kriegs=Volcks bey einem oder mehr Creysen erhalten m\u00f6ge oder nicht: So sollen von gemeiner St\u00e4nde wegen vier R\u00e4th verordnet werden \/ die auf den ersten Tag Junii schierstk\u00fcnfftig zu Regenspurg einkommen, da selbst bis auf fernern Bescheid der gemeinen Reichs=St\u00e4nde, so, wie hernach folget, zu N\u00fcrnberg zusammen kommen werden, verharren, und die Post und Briefe, so von dem Obersten Feld=Hauptmann und andern dieser Expedition halben an gemeine St\u00e4nde ausgehen werden, erbrechen und \u00fcberschicken;<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Unverm\u00f6gliche Crey\u00df.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 119. Wo auch in Sachen auf diesem Reichs=Tag beschlossen, ichzic abgehen wollte, von gemeiner St\u00e4nd wegen anhalten und bef\u00fcrdern, da\u00df dieselbe ohn Aufhalten und Verzug in das Werck bef\u00fcrdert werden, und nachgehends auf den dreyzehenden Tag des Monats Julii n\u00e4chstkommend, alle Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nde se[l]bst pers\u00f6nlich, oder durch ihre Bottschafften mit gnugsamen vollm\u00e4chtigen Gewalt zu N\u00fcrnberg einkomme, alle Nothdurfft dieser Expedition, und wes sich derhalben zugetragen h\u00e4tte oder w\u00fcrde, zu vernehmen, und geb\u00fchrend Ein= und F\u00fcrsehung zu thun, und sonderlich wo sich bef\u00fcnde, da\u00df einer oder mehr Crey\u00df zu Unterhaltung seiner Anzahl Kriegsvolcks \/ mit seiner einbrachten Anlag nicht verm\u00f6gentlich gnug w\u00e4re \/ alsdann die Vergleichung unter den Creysen zu machen und zu verschaffen, da\u00df derselben unverm\u00f6genlichen Crey\u00df Kriegs=Volck aus der andern statthafftern Crey\u00df \u00fcberbliebenen eingebrachten Anlagen unterhalten, und der unverm\u00f6glichen Beschwerung abgestellt, und kein Stand vor dem andern beschwert werde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"227\"><i>Termin den gemeinen Anlags=Pfenning zu erlegen.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Macht der R\u00e4th, die Anlag zu mindern und zu mehren.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 120. Und damit solches desto gewisser beschehe, so w\u00f6llen und ordnen wir, da\u00df der gemein Pfenning \/ verm\u00f6g dieses allhie gemachten Anschlags, zum f\u00f6rderlichsten und auf das allerl\u00e4ngst vor dem dreyzehenden Tag Julii allenthalben eingezogen \/ und in gemein Crey\u00df=Truhen den Sechs gemeinen Einnehmern erlegt und \u00fcberantwort werde. Darzu sollen die bemeldte verordnete R\u00e4the Gewalt und Macht haben \/ ohn einig wider hinder sich bringen, im Fall der Nothdurfft, Mehrung und Ringerung in dieser Anlag \/ nach Gestalt und Gelegenheit des Uberschu\u00df oder Mangels, f\u00fcrzunehmen \/ und zu machen, mit der Bescheidenheit, da\u00df solche Mehrung und Minderung der Anlagen nicht anders, dann nach Form und Gestalt dieses allhie gemachten Anschlags f\u00fcrgenommen und gemacht werde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Obligation der abwesenden St\u00e4nd.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 121. <\/i><i>Und da\u00df aber in diesen hochwichtigen Sachen nichts versaumet werde: So sollen gemeine St\u00e4nde des Reichs, so durch sich selbst, oder ihre vollm\u00e4chtige Bottschafften, auf bestimmten dreyzehenden Tag Julii zu N\u00fcrnberg ankommen, ihrer seyen viel oder wenig, unverzogentlich in den Sachen f\u00fcrschreiten und schliessen und solcher ihr Beschlu\u00df die Abwesende nicht weniger binden, dann als ob sie selbst auch zugegen w\u00e4ren.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Kayserl. Bewilligung in diesen Anschlag.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 122. Und da\u00df auch in Einbringung dieses gemeinen Pfennings und Anschlags desto weniger Irrung und Hinderung f\u00fcrfallen: So haben Wir samt den Kayserl. Commissarien an statt und im Namen der Kayserlichen Majest\u00e4t \/ und f\u00fcr Uns selbst \/ auch von wegen Ihrer Kayserl. Majest\u00e4t <\/i>[p. 464]<i> und unser Erblanden, in diese Christliche nothwendige Ordnung und Anschlag bewilligt \/ wir sollen und w\u00f6llen auch darwider nichts f\u00fcrnehmen oder thun, noch andern zu thun gestatten.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Emp\u00f6rung und Krieg im Reich.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 123. Und als wir auch ferrer zu K\u00f6niglichem Gem\u00fcth gef\u00fchrt, und mit gemeinen St\u00e4nden bed\u00e4chtlich und stattlich erwegen, was treffliche Verhinderung diesem Christlichen nothwendigen Werck aus dem erfolgen k\u00f6nte, wo mittlerweil im Heil. Reich Teutscher Nation oder auch an andern Enden der Christenheit Unfried \/ Emp\u00f6rung und Krieg angericht oder gedultet werden solten: Demnach haben wir samt den Kayserlichen Commissarien an statt und von wegen der Kayserl. Majest\u00e4t, und f\u00fcr uns selbst, uns mit Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nden, und sie hinwiederum mit uns vertragen und vereinigt, da\u00df Ihro Kayserl. Majest\u00e4t und wir, nicht allein als R\u00f6mischer Kayser und K\u00f6nig, besonder auch als Christliche K\u00f6nig und F\u00fcrsten des Heiligen Reichs, f\u00fcr uns und von wegen unser beyder Erb=Land, Fried und Recht im Reich gegen desselben Mit=Gliedern und andern Christlichen Potentaten halten, und darzu auch verf\u00fcgen sollen, da\u00df solches im Heiligen Reich best\u00e4ndiglich bleibe und erhalten werde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Kayserl. und K\u00f6n. Mandat an alle St\u00e4nde des Reichs.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 124. Hierum, und dieweil wir samt den Kayserl. Commissarien an statt und im Namen der Kayserl. Majest\u00e4t und f\u00fcr uns selbst, solchen Fried und gute Einigkeit im Heil. Reich zu erhalten \/ Krieg und Aufruhr zu verh\u00fcten, geneigt seyn: So gebieten wir von R\u00f6misch Kayserl. und K\u00f6nigl. Macht Vollkommenheit, allen und jeden Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten, Geistlichen und Weltlichen, Pr\u00e4laten, Grafen, Freyen, Herren, Rittern, Knechten, Hauptleuten, Land=V\u00f6gten, Bitzthumben, V\u00f6gten, Pflegern, Verwesern, Amtleuten, Schultheissen, B\u00fcrgermeisten, Richtern, R\u00e4then, B\u00fcrgern, Gemeinden, und sonst allen andern des Heil. Reichs Unterthanen und Getreuen, in was W\u00fcrden, Stands oder Wesens die seyen, hiemit ernstlich und w\u00f6llen, da\u00df keiner den andern mit Gewalt und der That \/ wider Recht \/ und der Kayserlichen Majest\u00e4t \/ und des Heiligen Reichs aufgerichten Land=Frieden \u00fcberziehe \/ angreiffe noch besch\u00e4dige, sonder sich ein jeder gegen dem andern friedlich halte, und bey ordentlichen Rechten bleiben lasse, wie dann derselbige der Kayserl. Majest\u00e4t und des Heil. Reichs aufgerichter Land=Fried seines Inhalts weiter vermag, als lieb einem jeden sey der Kayserl. Majest. auch unser und des Reichs schw\u00e4re Ungnad und die P\u00f6n in obbemeldtem Ihro Kayserl. Majest. und des Heil. Reichs ausgangenen Land=Frieden begriffen \/ zu | vermeiden \/ das ist Kayserl. Majest\u00e4t und unser ernstliche Meynung.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Ersuchung Ausl\u00e4nd. Christl. K\u00f6nig und Potentaten, in specie Dennemarck um H\u00fclff.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 125. Dieweil aber zu diesem guten F\u00fcrhaben und Werck der beharrlichen H\u00fclff wider den T\u00fcrcken \/ auch andere Christliche K\u00f6nige und Potentaten, aus Christlicher Neigung und Mitleiden, wider gemeiner Christenheit Erbfeind zu helffen wol geneigt sind: So sollen dieselbe, als Italia, Franckreich, Engeland, Polen \/ Schottland und andere um H\u00fclff gebetten, und insonders aber Dennemarck \/ als zum Theil auch des Heil. Reichs verwandt Mitglied, durch den Churf\u00fcrsten zu Sachsen, und Landgrafen zu Hessen ersucht werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Der St\u00e4nd Erkl\u00e4rung zur fernern H\u00fclff.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 126. Und wiewol diese bewilligte T\u00fcrcken-H\u00fclff sich nur auf zwey Jahr, doch allein im Fall der Nothdurfft erstreckt, dannoch haben Churf\u00fcrsten \/ F\u00fcrsten und gemeine St\u00e4nde bewilliget \/ sich auch weiter \/ wo es die Nothdurfft erfordert \/ und sie derhalben nothd\u00fcrfftiglich und zeitlich bericht werden, gegen der Kayserlichen Majest. und uns, und zur Rettung des Christlichen Bluts und gemeines Vatterlands, aller unterth\u00e4nigen, getreuen, Christlichen Gehorsam und Geb\u00fchr zu erzeigen und zu halten, darab die Kayserl. Majest. und wir zuversichtlich ein gn\u00e4dig gut Gefallen empfahen werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Reservatio Statuum Imperii.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 127. Dieweil aber Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und gemeine St\u00e4nde der Kayserl. Majest\u00e4t und uns zu unterth\u00e4nigem Gefallen, und diesem Christlichen Werck zu Bef\u00f6rderung und gutem unverhindert, we\u00df ihrer etliche befreyet, und von Alters herbracht, gutwillig und gehorsamlich in diese H\u00fclff eingelassen: So setzen, ordnen und w\u00f6llen wir, da\u00df solche ihr jetzt gethane Bewilligung und Einlassen ihnen allen, und ihrer jedem besonder keinen Eingang geb\u00e4ren, und ihren Rechten, Gerechtigkeit, Freyheiten, und altem Herkommen sonst in allweg unsch\u00e4dlich und unabbr\u00fcchig seyn soll. (a)<\/i><\/p>\n<p><i>(a) R. A. 1654. \u00a7. 137. Cap. Caroli VI. Art. 1. &amp; Caroli VII. Art. 1.<\/i><\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><i>Bischoff zu Modona, P\u00e4bstlich Nuntius neben bewilligter H\u00fclff gegen den T\u00fcrcken.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Ausschreibung des Concilii in Welschland.<\/i><\/p>\n<p><i>Terminus und locus des gemeinen Concilii<\/i><\/p>\n<p><i>nach Trient bewilliget.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Zu Vereinigung im Glauben und Fried im Reich zu pflantzen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 128. Als dann auch die P\u00e4bstliche Heiligkeit ihr ansehenliche Bottschafft, nemlich den Ehrw\u00fcrdigen Herrn Johann \/ Bischoffen zu Modona, auf diesen Reichs=Tag allher verordnet, und neben der H\u00fclff \/ die Ihro Heiligkeit wider den T\u00fcrcken bewilligt \/ er\u00f6ffnen und anzeigen hat lassen, da\u00df Ihro Heiligkeit das Concilium allweg nothwendig geacht habe, zu Abstellung der St[r]eit und Uneinigkeit dieser l\u00f6blichen Teutschen Nation \/ gantzer Christenheit zu gutem und Wolfarth \/ hab aber gleichwol geacht, da\u00df aus allerley beweglichen Ursachen, Teutsche Nation zur Haltung des Concilii keine gelegene Mahlstatt geben m\u00f6ge, und derwegen f\u00fcr gut angesehen, das Concilium in Welschland \/ nemlich gegen Mantua, Ferrara, Bononia oder Placentz auszuschreiben; <\/i>[p. 465]<i> So ferr aber dieser St\u00e4dt keine aus etlichen Ursachen f\u00fcr bequem geacht w\u00fcrden, w\u00e4re Ihre Heiligkeit bedacht, dasselbig Concilium auf unser lieben Frauen Himmelfahrt den funffzehenden Tag Augusti schierst k\u00fcnfftig gen Trient oder Cammerich zu legen \/ welche St\u00e4dt beyde in Teutscher Nation gelegen w\u00e4ren, damit Ihro Heiligkeit dieser Nation, die ihr sehr lieb sey, Rath schaffen und das Concilium einmahl ohne Verhinderung seinen F\u00fcrgang gewinnen und erlangen m\u00f6ge. Darauf haben Wir samt den Kayserl. Commissarien \/ Uns mit den Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und gemeinen St\u00e4nden entschlossen und bemeldter Ihro Heil. Bottschafft \/ neben der Antwort Ihr. Heil. bewilligten H\u00fclff halben gegeben, von wegen des Concilii antworten lassen, da\u00df wir seiner Heil. Gem\u00fcth und Willen des Concilii halben gern geh\u00f6rt, b\u00e4ten auch, dasselbig unverz\u00fcglich auf den bestimmten Tag gewi\u00dflich ausgeschrieben und gehalten werde; Aber der Mahlstatt halben nehmen Wir zu gutem hohen Danck an, da\u00df Ihro Heiligkeit unserm Bitten nach, solch Concilium in Teutscher Nation zu halten bewilligt, und so ferr keine gelegenere Mahlstatt in Teutscher Nation, als Regenspurg oder C\u00f6lln erhalten werden mag \/ so w\u00f6llen wir und gemeine St\u00e4nde uns an der ernennten Mahlstatt des Concilii, nemlich der Stadt Trient \/ begn\u00fcgen lassen \/ mit dem Christlichen geb\u00fchrenden und gehorsamen Erbieten, da\u00df wir das Concilium besuchen, und allen guten m\u00fcglichen Flei\u00df f\u00fcrwenden w\u00f6llen, alle Streit und Uneinigkeit hinzulegen \/ damit alle in unser Heil. Religion schwebende Irrungen zu Christlicher guter Vergleichung gebracht \/ und guter Fried und Ruhe gepflantzt und erhalten werde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00a7\u00a7 129-132: Religionsstreit<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00a7\u00a7 133-141: Kammergericht<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00a7\u00a7 142-143: Schlussformel<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\" height=\"14\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00a7\u00a7 144-145: Unterschriften der Repr\u00e4sentanten der Reichsst\u00e4nde<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><b>Letztes Update: 21. Juli 2016<\/b><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><b>Ralph Jackmuth<\/b><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reichsabschied Speyer vom 11.04.1542 (nach Edition Koch 1747) &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; &nbsp; Rathschl\u00e4g \u00fcber ein gemein Concilium. T\u00fcrcken=H\u00fclff. [p. 444] Wir Ferdinand, von GOttes Gnaden, R\u00f6mischer K\u00f6nig, zu allen Zeiten Mehrer des Reichs, in Germanien, zu Hungern, B\u00f6heim, Dalmatien, Croatien, und Sclavonien, rc. 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