{"id":1942,"date":"2017-07-25T14:44:24","date_gmt":"2017-07-25T14:44:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=1942"},"modified":"2017-07-25T14:44:24","modified_gmt":"2017-07-25T14:44:24","slug":"reichsabschied-regensburg-1541","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=1942","title":{"rendered":"Reichsabschied Regensburg 1541"},"content":{"rendered":"<p><strong>Reichsabschied Regensburg vom 29.07.1541<\/strong> (nach Edition Koch 1747)<\/p>\n<hr \/>\n<table border=\"0\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<colgroup>\n<col width=\"67*\" \/>\n<col width=\"189*\" \/> <\/colgroup>\n<tbody>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>Zwiespalt der Religion in Teutschland.<\/i><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><i>Widerstand des T\u00fcrcken.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\">[p. 429] <i>Wir Carl der F\u00fcnfft, von Gottes Gnaden, R\u00f6mischer Kayser, zu allen Zeiten Mehrer des Reichs, K\u00f6nig in Germanien, zu Castilien, Arragon, Legion beyder Sicilien, Hierusalem, Hungern, Dalmatien, Croatien, Navarra, Granaten, Tolleten, Valentz, Gallicien, Majorica, Hispalis, Sardinien, Corsica, Murcien, Siennis, Algarbien, Algeziren, Gibraltar, und der Canarischen und Indianischen Inseln, und der Terrae firmae, des Oceanischen Meers, rc. Ertz=Hertzog zu Oesterreich, Hertzog zu Burgundi, zu Lotterich, zu Braband, zu Steyer, zu K\u00e4rndten, zu Crain, zu Limburg, zu L\u00fctzelburg, zu Geldern, zu Calabrien, zu Athen, zu Neopatrien und W\u00fcrtemberg; Graf zu Habspurg, zu Flandern, zu Tyrol, zu G\u00f6rtz, zu Barcinon, zu Arthois, zu Burgundi, Pfaltzgraf zu H\u00e4nigau, zu Holland, zu Seeland, zu Pfird, zu Kyburg, zu Namar, zu Rosilion, zu Teritan, und zu Zutphen, Landgraf im Elsa\u00df, Marggraf zu Burggaw, zu Oristani, zu Gotiani, und des Heil. R\u00f6m. Reichs F\u00fcrst zu Schwaben, zu Catalonia, Asturia rc. Herr in Frie\u00dfland, auf der Windischen Marck, zu Portenau, zu Biscaja, zu Molin, zu Salins, zu Tripoli, und zu Mecheln. Bekennen vnd thun kund allerm\u00e4nniglich: Nachdem Wir in Unserm Kayerl. Gem\u00fcth zu mehrmahlen mit ernstlichem Flei\u00df und nothwendiger Sorgf\u00e4ltigkeit ermessen und bedacht, dem beschwerlichen Zwiespalt und Mi\u00dfverstand \/ so verschiener Jahren in dem Heil. R\u00f6mischen Reich Teutscher Nation \/ unser Heil. Christlichen Religion halben f\u00fcrgefallen ist, welcher sich von Tag zu Tag je l\u00e4nger je beschwerlicher gemehret, und dermassen au\u00dfgebreit hat, da\u00df daraus unter gemeinen St\u00e4nden des Heil. Reichs allerhand Mi\u00dftrauen und anderer Unwill erfolgt seyn mag, daneben auch den untr\u00e4glichen Last und h\u00f6chst Obligen, damit gemeine Christenheit, und sonderlich das Heil. R\u00f6mische Reich Teutscher Nation, von wegen Unsers gemeinen Feinds Christlichen Glaubens und Namens des T\u00fcrcken \/ beladen ist, dergestalt, wo dem mit tapfferm zeitigem Rath nicht ernstlicher und ansehnlicher Widerstand geschehe \/ da\u00df nicht allein des Heil. R\u00f6m. Reichs Teutscher Nation, sonder auch gemeiner Christenheit Verderben, Zerr\u00fcttung und Zerst\u00f6rung h\u00f6chlich zu besorgen: Wie dann aus dem beschwerlichen Eintringen gemeldts un|sers gemeinen Feinds Christliches Glaubens und Namens des T\u00fcrcken \/ so er gegen der Christenheit an mehr Orten mit uners\u00e4ttlicher Begierd, unmenschlicher Tyranney \/ und erb\u00e4rmlichem W\u00fcten in das Christliche Blut, zu endlicher Ausreutung Christliches Glaubens und Namens unaufh\u00f6rlich \u00fcbet und f\u00fcrnimmt, leichtlich und kl\u00e4rlich abzunehmen. So haben Wir Uns bed\u00e4chtlich erninnert, da\u00df Uns, als Roemischem Kayser \/ aus aufgelegtem Ampt geb\u00fchren und zustehen w\u00f6lle, mit zeitigem Rath und Zuthun Unser und des Reichs Churf\u00fcrsten \/ F\u00fcrsten und gemeiner St\u00e4nd \/ als unser ingeleibten Glieder, solchen h\u00f6chsten obliegenden Beschwerungen zu begegnen, dieselbige durch f\u00fcgliche Mittel und Weg zu erledigen, und von dem Heil. R\u00f6m. Reich Teutscher Nation gn\u00e4diglich abzuwenden, damit unter allen St\u00e4nden desselben Fried, Ruh und Einigkeit desto stattlicher erhalten werden m\u00f6ge. Wie Wir Uns dann de\u00df alles \/ aus sonderm \/ gn\u00e4digem, getreuem und V\u00e4tterlichem Gen\u00fcth, so Wir von Anfang unser Regierung zu der Teutschen Nation, Unserm Vatterland, gertragen haben, und noch jederzeit mit h\u00f6chstem Ernst befleissen, und so viel immer m\u00fcglich, an uns keinen Mangel erscheinen lassen haben.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>Der Punct der strittigen Religion ist am ersten zu erledigen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 1. Dieweil Wir nun bey und allweg ermessen und bedacht, wo der Zwyspalt und Mi\u00dfverstand, so in unser heiligen Religion (wie gemelt) entstanden ist, zu Christlicher Einigkeit und Vergleichung gelangen w\u00fcrd, dadurch das Mi\u00dftrauen und anderer Unwill, so unter gemeinen St\u00e4nden f\u00fcrgefallen seyn mag, aufgehebt, und im Heiligen Reich Fried \/ Ruhe und Einigkeit desto stattlicher erhalten werden m\u00f6cht, haben wir uns den Puncten der strittigen Relgion \/ als die h\u00f6chste und f\u00fcrnehmste Beschwerung Teutscher Nation \/ vor andern gn\u00e4diglich anliegen lassen \/ und die Erledigung desselben mit embsigem Flei\u00df gesucht, der Hoffnung, es m\u00f6cht alsann unserm Feind Christliches Glaubens und Namens dem T\u00fcrcken \/ durch Uns und gemeine St\u00e4nd des Heil. Reichs mit einhelligem, einm\u00fcthigem Rath und Zuthun, nicht allein fruchtbarer Widerstand geschehen, sonder auch das Christliche Blut errett und erhalten, und zuletzt seine grausame unmenschliche Tyranney und W\u00fcten von gemeiner Christenheit mit G\u00f6ttlicher H\u00fclff abgewendt werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\">[\u00a7 2 Einberufung eines Generalkonzils]<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>Dem T\u00fcrcken de\u00dfwegen auch desto stattlicher zu begegnen.<\/i><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><i>Des R\u00f6m. K\u00f6nigs pers\u00f6nliche Feldzug gegen den T\u00fcrcken mit den Reichs-V\u00f6lckern.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\">[p. 430] <i>\u00a7. 3. Darneben haben wir auch nicht unterlassen, vielgemeldten Zweyspalt unser H. Religion durch sondere Particular=Handlungen zu gleichm\u00e4\u00dfigem Christlichem Verstand, oder auf wenigst zu einem friedlichen Anstand zu bringen, damit dem Feind Christliches Glaubens und Namens dem T\u00fcrcken \/ in f\u00fcrstehender Noth desto stattlicher und fruchtbarer Widerstand beschehen m\u00f6cht. Welcher im n\u00e4chst=verschienen zwey und drey\u00dfigsten Jahr der mindern Zahl, in treffentlicher Krieg=R\u00fcstung, und des F\u00fcrnehmens ware, die Teutsche Nation anzugreiffen, und unter seinen tyrannischen Gewalt zu bringen, wie er dann auch unser Nider=Oesterreichische Land mit grosser Macht und Kriegs=R\u00fcstung eigner Person erreicht, und dieselben mit seiner grausamen Tyranney \/ und Vergiessung viel unschuldig Christlichen Bluts erb\u00e4rmlich angegriffen und besch\u00e4diget hat. Aber durch unser, auch unsers lieben Bruders des R\u00f6mischen K\u00f6nigs \/ und gemeiner Reichs=St\u00e4nd Kriegs=Volck damahls zu einer eylenden H\u00fclff unterth\u00e4niglich bewilliget und verordnet, damit wir ihm eigner Person unter Augen zu ziehen bedacht und entschlossen gewest, wiederum zur\u00fcck und abzuziehen verursacht und getrungen worden, wie solches gemeinen St\u00e4nden unverborgen ist.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>General=Concilium gemeiner St\u00e4nde.<\/i><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><i>Dessen Aufschub.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7 4. Als Wir nun nach dem allem unsern Zug in Italien f\u00fcrgenommen, uns zu P\u00e4bstlicher Heiligkeit \/ nemlich Pabst Clement dem letzten di\u00df Namens seliger, gef\u00fcgt, und unser Vertr\u00f6stung nach, so Wir Churf\u00fcrsten \/ F\u00fcrsten und gemeinen St\u00e4nden \/ in etlichen Reichs=Abschieden gn\u00e4diglich gethan, mit seiner Heiligkeit soviel gehandelt, und die Sachen dahin gef\u00fcrdert, da\u00df Sein Heiligkeit bewilligt, ein General Concilium innerhalb Jahresfrist auszuschreiben und zu verk\u00fcnden, wie Wir dann damals Churf\u00fcrsten \/ F\u00fcrsten und St\u00e4n|den des Heil. Reichs solches angezeigt, haben wir nicht unterlassen, gantz Italien, so viel und m\u00f6glich gewest, in Ruhe und Frieden zu setzen, uns auch f\u00fcrgenommen, mittlerzeit des ausgeschriebenen Concilii, unser Hispanische K\u00f6nigreich zu besuchen \/ denselben in ihren Obliegen nothd\u00fcrfftige H\u00fclff und F\u00fcrlehnung zu thun, und alle Sachen dahin zu richten, damit wir uns auf vorgemeldt Concilium eigener Person verf\u00fcgen \/ und demselben vorseyn m\u00f6chten. (a) Warum aber solch Concilium seinen F\u00fcrgang nicht erreicht hat \/ zweiffeln wir nicht, gemeine St\u00e4nde und m\u00e4nniglich trage des gut wissen.<\/i><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>(a) R. A. 1532. \u00a7. 5. 1548 \u00a7. 6.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><i>Wie der T\u00fcrckische Admiral Barbarossa in Africam sich in das K\u00f6nigreich Tunis und Siciliam gesetzt.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p align=\"LEFT\"><i>Kayser Carol. V. victorisirt, und erobert Tunis.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 5. Nachdem aber folgends der Barbarossa seinen Fu\u00df in Africam gesetzt \/ daselbst das K\u00f6nigreich Tunis angegriffen \/ und erobert, haben wir zu Hertzen und Gem\u00fcth gef\u00fchrt, wo der Feind unsers Christlichen Glaubens und Namens, der T\u00fcrck \/ der End einwurtzeln solte, zu was beschw\u00e4rlicher Sorg und Gef\u00e4hrlichkeit, auch un\u00fcberwindlichem Schaden nicht allein unsern n\u00e4chsten gelegenen K\u00f6nigreichen und Landen, sondern auch gemeiner Christenheit solches gereichen und gelangen w\u00fcrde. Wie dann gemeldter Barbarossa unser K\u00f6nigreich Sicilien in seinem hin und wiederziehen zu mehrmahlen angegriffen, und sein F\u00fcrhaben dahin gestellt hat, dasselb und andere unsere K\u00f6nigreich und Land zu \u00fcberfallen, besch\u00e4digen und zu verderben. Derowegen wir aus unvermeidlicher Nothdurfft verursacht und bewegt, zu Errettung unserer K\u00f6nigreich, Land und Leut, und sonderlich gemeiner Christenheit zu Trost, Wohlfarth und Gutem, uns mit treffentlichen Kosten in Gegenr\u00fcstung zu schicken, und eigner Person mit ansehnlichen Armada von Galleen, und andern Kriegs=Schiffen in Africam zu ziehen, des Ends wir auch dem Barbarossa (aus Verleyhung G\u00f6ttlicher Gnaden) abgesiegt \/ das bemeldt K\u00f6nigreich Tunis erobert \/ und dem K\u00f6nig dasselb wiederum zugestellt. Haben auch folgends unser Rei\u00df in Sicilien und Neapolis genommen, und uns von dannen zu der jetzigen P\u00e4bstl. Heiligkeit gen Rom verf\u00fcgt \/ der Meynung, abermahls anzuregen und zu fordern, damit das vielbemeldte Concilium ausgeschrieben und gehalten werden m\u00f6cht, darzu wir dann die P\u00e4bstliche Heiligkeit geneigt und gutwillig befunden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><i>T\u00fcrck und seine Tyranney.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Hungarn und Oesterreichs Noth.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Reichsh\u00fclf.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\">[p. 436]<i> \u00a7. 41. Und als wir zu Kayserlichem Gem\u00fcth gef\u00fchrt, uns auch mit gemeinen St\u00e4nden bed\u00e4chtlich erinnert, welcher Maa\u00df der Erbfeind Christliches Glaubens und Namens, der T\u00fcrck \/ in kurtzen Jahren seine Macht erweitert, etliche Christliche K\u00f6nigreich und Land erobert, und in seinen tyrannischen Gewalt mit unmenschlicher Tyranney gen\u00f6thigt und gebracht hat, dermassen, da\u00df er nunmehr (wo dem nicht zeitlich F\u00fcrsehung geschicht,) das Heil. R\u00f6mische Reich Teutscher Nation leichtlich anzugreiffen, und zu beschedigen unterstehen mag: Wie er dann solches zu etlichen mahlen mit grossem Ernst f\u00fcrgenommen, und f\u00fcr und f\u00fcr in emsiger Arbeit gestanden ist, und noch t\u00e4glich steht, das K\u00f6nigreich Hungern zu verderben und zu eroberen, und seinen Fu\u00df auf die Teutsche Nation zu setzen. Derowegen dann die St\u00e4nde des K\u00f6nigreichs Hungarn, darzu unsere gemeine Landschafften, unser Ober= und Nieder=Oesterreichischen Land \/ ihre ansehnliche Bottschafften zu uns und gemeinen St\u00e4nden abgefertigt haben, uns ihr h\u00f6chst Obliegen \/ beschwerliche Betr\u00e4ngnu\u00df \/ und f\u00fcrstehende Noth zu er\u00f6ffnen, und um f\u00fcrderliche Rath und H\u00fclff bey uns \/ und gedachten St\u00e4nden unterth\u00e4niglich und freundlich anzusuchen und zu bitten.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><i>Dero Abgesandten.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 42.Demnach haben Wir und gemeine St\u00e4nde, die gedachten Hunger= und Oesterreichischen Bottschafften in ihren Werbungen gn\u00e4diglich, g\u00fctlich und freundlich angeh\u00f6ret, und nicht ohne Beschw\u00e4rung unserer Gem\u00fcth vernommen, mit was unmenschlicher Tyranney der Feind unsers Christlichen Glaubens und Namens, der T\u00fcrck \/ sie zu mehrmahlen j\u00e4mmerlich und erb\u00e4rmlich bel\u00e4stiget, welcher Gestalt er auch zu etlichenmahlen viel tausen Christlichs Volcks hinweg geschleifft \/ und in ewigen Zwang und Elend gef\u00fchrt: Daraus gefolget, da\u00df sie durch t\u00e4gliche Gegenwehr, der sie sich nach ihrem Verm\u00f6gen gebraucht, g\u00e4ntzlich ersch\u00f6pfft und er\u00f6\u00dft w\u00e4ren, dermassen, wo ihnen stattliche und erschie\u00dfliche H\u00fclff nicht begegnen m\u00f6cht, da\u00df sie aus tringender \u00e4ussersten Noth nichts anders, dann ihres endlichen Verderbens, gew\u00e4rtig seyn m\u00fcsten. Wie sie dann solches m\u00fcndlich und schriftlich nach L\u00e4ngs und zum kl\u00e4glichsten anzeigt, und um <\/i>[p. 437]<i> Rettung und H\u00fclff zum unterth\u00e4nigsten und zum hefftigsten angesucht und gebeten haben.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><i>Kundschafft von des T\u00fcrcken Anzug gegen Hungarn.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 43. Darneben hat auch unser freundlicher lieber Bruder, der R\u00f6mische K\u00f6nig, uns und gemeinen St\u00e4nden etliche glaubliche Kundschafften f\u00fcrbracht \/ wie der Feind Christliches Glaubens und Namens, der T\u00fcrck \/ eine stattliche Anzahl Kriegs=Volck ausgeschickt \/ der Meynung, das Christliche K\u00f6nigreich Hungarn abermahls zu \u00fcberfallen \/ zu besch\u00e4digen, und unter seinen tyrannischen Gewalt zu bringen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><i>Ungehindert der noch nicht erfolgten Ringerung der Anlag.<\/i><\/p>\n<p><i>Bewilligte eilende H\u00fclff.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Valor des G\u00fclden.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 44. Und wiewol Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und gemeine St\u00e4nde wol Ursach gehabt, vor Erledigung der Ringerung in des heiligen Reichs Anschl\u00e4gen \/ welcher sie zum \u00f6ftermahl vertr\u00f6st seynd, sich in einige Anlag nicht zu begeben: So haben Sie doch Uns, und gemeldtem unserm freundlichen lieben Bruder, dem R\u00f6mischen K\u00f6nig \/ zu unterth\u00e4nigstem Gefallen, und den obgemeldten beschw\u00e4rten Landen und Leuten zu Trost und Rettung, aus getreuem Christlichem Mitleiden ein eilend H\u00fclff bewilligt: doch in k\u00fcnfftigen F\u00e4llen der vertr\u00f6sten Ringerung unbegeben: Nemlich den halben Anschlag des Romzugs \/ uns auf jungstem Reichstag im ein und zwantzigsten Jahr der mindern Zahl, zu Worms gehalten, unterth\u00e4niglich bewilliget, und folgends auf Unser gn\u00e4digst Zulassen zu Widerstand des T\u00fcrcken in Hungarn geleistet. Und denselben Anschlag an Geld \/ auf drey Monat \/ und im Fall unvermeidlicher und augenscheinlicher Nothdurfft, auch auf den vierten Monat zu erlegen, also da\u00df f\u00fcr einen Gereysigen zw\u00f6lf \/ und f\u00fcr einen Fu\u00dfknecht vier G\u00fclden eines jeden Monats gerechnet \/ und f\u00fcr jeden G\u00fclden f\u00fcnffzehen Batzen \/ oder derselben Werth bezahlt werden soll.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><i>Werbung Kriegs=Volcks.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Anschlag zu dessen Unterhaltung<\/i><\/p>\n<p><i>gegen den T\u00fcrcken.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 45. Dergestalt, da\u00df der Oberst \/ und die verordnete Kriegs=R\u00e4th hernach bemeldt, zum f\u00fcrderlichsten Kriegs=Volck zu Ro\u00df und Fu\u00df in den n\u00e4chst=anstossenden Landen, doch ausserhalb Hungarn, Oesterreich, und andern unsers freundlichen lieben Bruders des R\u00f6m. K\u00f6nigs anstossenden Erbk\u00f6nigreich und Landen annehmen: dasselbig an gelegenen Orten mustern, in Hungern f\u00fchren, von gemeiner St\u00e4nd Geld drey Monat, und so es die Nothdurfft h\u00f6chlich erfordert, den vierdten Monat unterhalten, und zu Widerstand unsers Feinds Christliches Glaubens und Namens, des T\u00fcrckens \/ fruchtbarlich und erschie\u00dflich, so viel immer m\u00f6glich gebrauchen sollen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><i>Wohin die Anlag f\u00f6rderlichst zu entrichten.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 46. Und dieweil Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und gemeine St\u00e4nd, auch der abwesenden Bottschafften, wohlbed\u00e4chtlich erwegen, da\u00df dieser f\u00fcrhabenden eilenden H\u00fclff der Verzug in viel Weg verhinderlich und nachtheilig ist: So haben sie unterth\u00e4niglich gewilliget, ihre Anlag zum f\u00f6rderlichsten, und nachfolgender Maa\u00df zu entrichten: Nemlich sollen die St\u00e4nde \/ der Fr\u00e4nckischen \/ Bayerischen und Oe|sterreichischen Crey\u00df, ihr geb\u00fchrende Anl\u00e4g dieser eilenden H\u00fclff, so viel sich die auf zween Monat erstreckt, als die n\u00e4chstgesessen, zum f\u00f6rderlichsten einem jeden m\u00f6glich, und zum l\u00e4ngsten in einem Monat, dem n\u00e4chsten, hinder Burgermeister und Rath zu Regenspurg oder Passau, der Schw\u00e4bisch Crey\u00df zum l\u00e4ngsten in sechs Wochen hinder Burgermeister und Rath zu Augspurg \/ und der Rheinisch \/ desgleichen der vier Churf\u00fcrsten bey Rhein \/ der Niederl\u00e4ndisch und Westph\u00e4lisch \/ beyde Ober= und Nieder=S\u00e4chsische \/ auch der Burgundische Crey\u00df \/ hinder Burgermeister und Rath zu Franckfurt \/ zum schiersten und zum l\u00e4ngsten in zweyen Monaten, gewi\u00dflich und endlich erlegen. Und wenn ein jeder sein Geld also auf zween Monat erlegt hat, alsdann soll er sich mit dem \u00fcbrigen Geld auf den dritten, und im Fall der Nothdurfft auf den vierdten Monat auch gefast machen. Und dasselbig im n\u00e4chsten darnach folgenden Monat an bestimmte End, gewi\u00dflich und ohn Verzug auch lieffern, damit solches, (wie obgemeldt,) auch nutzlich und erschie\u00dflich m\u00f6g angelegt und gebraucht werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><i>Zur Anlag s\u00e4umige soll der Pfenningmeister dem Fiscal anzeigen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 47. Wo aber dar\u00fcber jemands von gemeinen St\u00e4nden, wer der oder die w\u00e4ren, ungehorsam seyn \/ und ihr geb\u00fchrlich Anlag in bestimmter Zeit nicht erlegen w\u00fcrden, der oder dieselbe sollen durch den verordneten Pfenning=Meister \/ wie hernach gemeldt, Unserm Kayerlichen Fiscal angezeigt werden \/ der soll gegen ihnen mit geb\u00fchrlichen Processen, wie im Heil. Reich Herkommen ist, vollfahren und procediren, und sie zu geb\u00fchrlicher Gehorsam und Bezahlung mit Ernst anhalten.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><i>Die von Alters her billich ausgezogene St\u00e4nd werden dabey gelassen, gegen die \u00fcbrige aber der Proce\u00df continuirt.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 48. Doch sollen die, so von Alter her \/ durch andere St\u00e4nde \/ in des Heil. Reichs Anlagen billich au\u00dfgezogen seynd \/ mit solchen Processen, oder in andere Weg nicht beschwert, sonder bey altem Herkommen gelassen: aber die, so von Alters in des Heil. Reichs Anschl\u00e4gen gewest \/ sollen keineswegs \u00fcbersehen \/ noch die Proce\u00df, so derwegen gegen ihnen f\u00fcrgenommen, suspendirt oder abgeschafft, sondern hierinn unter den St\u00e4nden Gleichheit gehalten werden. (a)<\/i><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>(a) R. A. 1548. \u00a7. 53.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><i>Nothd\u00fcrfftig Gesch\u00fctz und Ammunition.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><i>Proviant.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7 49. Und zur F\u00fcrderung dieser nothwendigen eilenden H\u00fclff, hat der R\u00f6mische K\u00f6nig \/ unser freundlicher lieber Bruder \/ auf gemeiner St\u00e4nd unterth\u00e4nig Bitt bewilligt, des Reichs Kriegs=Volck, so zu dieser eilenden H\u00fclff bestellt wird, mit nothd\u00fcrfftigem Gesch\u00fctz und allem dem \/ das darzu geh\u00f6rig \/ und demselben anh\u00e4ngig ist, zu versehen, und dasselbig auf ihrer Liebden selbst Kosten die obgemelte Zeit der dreyer oder vier Monat zu unterhalten: Darzu gn\u00e4diglich zu verordnen, da\u00df bemeldt Kriegsvolck nothd\u00fcrfftig Proviant um einen gleichen und billichen Pfenning bekommen m\u00f6g, und in <\/i>[p. 438]<i> allen Weg zu verh\u00fcten, da\u00df \u00fcberm\u00e4\u00dfiger unordentlicher F\u00fcrkauff vermitten \/ sondern ein freyer Marckt (wie Kriegs=Gebrauch und Herkommen ist,) gehalten werde.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><i>Wegen der Anlag der M\u00fcntzVerwechslung.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 50. Und dieweil gemeiner St\u00e4ndt M\u00fcntz \/ so sie zu solcher eilenden Anlag erlegen sollen \/ so eilend und ohne Nachtheil nicht verwechselt werden mag: so hat sich gemeldter unser freundlicher lieber Bruder, der R\u00f6m. K\u00f6nig, erbotten, und bewilligt, im K\u00f6nigreich Hungarn und andern ihrer Liebden Erblanden dermassen F\u00fcrsehung zu thun, da\u00df gemeine St\u00e4nde, und das Kriegs=Volck an ihrer M\u00fcntz keinen Verlust noch Schaden leiden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><i>In was M\u00fcntz solche erlegt werden soll.<\/i><\/p>\n<p><i>Valor dessen.<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 51. Doch sollen und w\u00f6llen gemeine St\u00e4nde ihre geb\u00fchrende Anlag mit guter ganghafftiger M\u00fcntz \/ als Ducaten \/ Cronen \/ Gold \/ Thalern \/ Batzen \/ Zehnern \/ und dergleichen erlegen. Aber ein jede in ihrem Werth, wie sie jetzo gilt, nemlich ein Ducaten f\u00fcr vier und zwantzig, ein Cronen f\u00fcr drey und zwantzig \/ ein Gold=G\u00fclden f\u00fcr achtzehen \/ und ein Thaler v\u00fcr siebenzehen Batzen. Item, ein und zwantzig Zehner f\u00fcr f\u00fcnffzehen Batzen: Dergestalt, da\u00df ein jeder Stand sein geb\u00fchrende Anlag an obgemeldter, oder anderer dergleichen guter ganghafftiger M\u00fcntz erlegen soll, ein jeden Gulden zu f\u00fcnffzehen Batzen gerechnet, wie obgemeldt ist.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><i>Oesterreichs Anzeig der doppelten T\u00fcrcken=Anlag.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 52. Und nachdem etliche St\u00e4nde, so in den Ober= und Nieder=Oesterreichis. Landen beg\u00fctert seynd, sich beklagt haben, da\u00df sie mit zweyfacher H\u00fclff wider den T\u00fcrcken belegt \/ wo sie diese eilende H\u00fclff leisten solten: So hat gemeldter unser lieber Bruder bewilligt, gedachte St\u00e4nd hierinn gn\u00e4diglich zu entheben, und F\u00fcrsehung zu thun, damit sie mit einiger doppeln H\u00fclff nicht beschw\u00e4rt werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><i>Besoldung des Officiers, Soldaten und Pfenning=<\/i><i>Meisters.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 53. Ferner hat unser freundlicher lieber Bruder der R\u00f6misch K\u00f6nig bewilligt, gemeine St\u00e4nd mit den Besoldungen des Obersten, der Kriegs-R\u00e4th \/ de\u00dfgleichen des Pfenning=Meisters und anderer Befehlhaber, darzu mit den doppel \/ oder \u00dcbersolden nicht zu beschweren \/ sonder dieselben zu unterhalten und zu erlegen, oder von der St\u00e4nd erlegtem Geld unterhalten oder erlegen zu lassen, doch da\u00df alsdann solcher Kosten an der Zahl des Kriegs=Volcks abgezogen, damit gemeine St\u00e4nd in solchen nicht ferner beschwert werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><i>Kriegs=Kosten des Kriegs-Herrn.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 54. Dergleichen soll sein Lieb, als der Herr des Kriegs \/ sonst allen andern Kriegs=Kosten \/ wie der Namen hat, f\u00fcr sich selbst tragen \/ ausserhalb der Besoldung des Kriegs=Volcks, wie davon hievor Meldung geschehen ist.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 55. Und dieweil uns Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und gemeine St\u00e4nd, und der abwesenden | Bottschafften unterth\u00e4niglich heimgestellt haben, zu obgemeldtem Kriegs=Volck einen Obersten gn\u00e4diglich zu verordnen, welcher diesem Werck, zu unser und des Heil. Reichs Ehr \/ Nutz und wolfarth vorseyn m\u00f6cht \/ doch au\u00df dem Heil. Reich Teutscher Nation, und da\u00df derselbig uns und gemeinen St\u00e4nden mit Eyden und Pflichten verwandt seyn soll. (a)<\/i><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>(a) R. A. 1500. \u00a7. 53. 1567. \u00a7. 42.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><i>Obrist=Hauptman[n] \u00fcber das Kriegs=Volck.<\/i><\/p>\n<p><i>Seine Besoldung nach Bestallungsbrief.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 56. Darauf haben wir den Wolgebohrnen, unsern lieben Getreuen, Friedrichen \/ Grafen zu F\u00fcrstenberg \/ zu einem Obersten Hauptmann \u00fcber viel gedacht Kriegs=Volck benennt und f\u00fcrgenommen, welchen auch Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nde ihnen wohl gefallen lassen. Und ist darauf mit ihm, seiner Hauptmannschafft Besoldung \/ und anders halben gehandelt (a) und \u00fcberkommen, wie das sein Bestallungs=Brief ferner ausweiset.<\/i><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>(a) R. A. 1500. \u00a7. 53. 1567. \u00a7. 42.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><i>Zugeordnete Kriegs=R\u00e4th.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 57. Demselben Obersten Hauptmann seynd vier Kriegs=R\u00e4th zugeordnet, nemlich, die Edlen und unser und des Reichs liebe Getreuen, Gangolff, Freyherr zu Hohen Geroltzeck, La\u00dfla Graf zum Hag, Wolff Dieterich von Kn\u00f6rringen, und Andreas Pflug, mit denselben soll der Oberst alle f\u00fcrfallende Kriegs-Gesch\u00e4fft zum treulichsten berathschlagen, handeln und f\u00fcrnehmen, wie sie dann alle de\u00dfhalben gew\u00f6hnlichen Eyd und Pflicht gethan haben. (b)<\/i><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>(b) R. A. 1500. Tit. 58. Conclus. III. Imp. d. 11 Mart. 1707.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><i>Pfenning=Meister zu Aufhebung gemeiner Anlag,<\/i><\/p>\n<p>&nbsp;<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 58. Und damit gemeiner St\u00e4nde Anlag, zu dieser eilenden H\u00fclff bewilligt, zum f\u00f6rderlichsten zusammen bracht, und zu solchem nothwendigen Werck gebraucht werden m\u00f6g, so haben gemeine St\u00e4nd, unsern und des Reichs lieben Getreuen, Wolffgang Schutzspar \/ genannt Milchling \/ Land=Commenthur zu Marpurg Teutsches Ordens \/ zu einem Pfenningmeister f\u00fcrgenommen und geordnet: Der soll von obgemeldten ernennten St\u00e4dten zum f\u00f6rderlichsten die Anlag aufheben \/ zusammen bringen, gemeiner St\u00e4nd Kriegs=Volck damit unterhalten, und dieselben sonst in keinen andern Gebrauch, wie der Namen haben m\u00f6cht, wenden oder kehren: auch in seinem Einnehmen und Ausgeben, und allen andern Sachen, gemeiner St\u00e4nd Nutzen f\u00f6rdern und suchen, darzu jetzt=gemeldten St\u00e4nden, oder denen, so sie darzu verordnen werden, wann und zu welcher Zeit er derowegen ersucht w\u00fcrde, alles seines Einnehmens und Ausgebens ehrbare und aufrichtige Rechnung thun, und sonst alles das vollenziehen, das einem getreuen frommen Pfenning=Meister geb\u00fchrt, wie er dann uns und gemeinen St\u00e4nden deshalben Eyd und Pflicht gethan hat. (c)<\/i><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>(c) R. A. 1526. \u00a7. 12. 1529. \u00a7. 18.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><i>soll die Ungehorsame der Anlag dem Fiscal anzeigen.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 59. Der gedachte Pfenningmeister soll sich auch jederzeit bey den gedachten St\u00e4dten und sonst eigentlich erk\u00fcndigen, ob einiger oder mehr St\u00e4ndt ihre geb\u00fchrende Anlag nicht erlegt <\/i>[p. 439]<i> h\u00e4tten. Und welche er also ungehorsam befindet, dieselben soll er jederzeit unserm Kayserl. Fiscal anzeigen \/ gegen denselbigen zum f\u00fcrderlichsten wissen zu procediren, und sie zu billicher Bezahlung mit Ernst anzuhalten. Und soll hierinn niemands angesehen werden, noch ausgenommen seyn, dann die, von denen hieoben Meldung geschehen ist.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><i>Beharrliche H\u00fclff gegen den T\u00fcrcken.<\/i><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 60. Und nachdem wir samt Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und gemeinen St\u00e4nden, mit zeitigem stattlichem Rath erwogen und bedacht, da\u00df unserm gemeinen Feind Christliches Glaubens und Namens, dem T\u00fcrcken \/ ohn ein beharrliche tapffere H\u00fclff, f\u00fcrtr\u00e4glicher Abbruch nicht beschehen, noch sein tyrannisch F\u00fcrnehmen von gemeiner Christenheit abgewendt werden m\u00f6g: So haben wir uns mit gemeinen St\u00e4nden, von wegen der beharrlichen H\u00e4lff \/ Uns auf j\u00fcngstem Reichs=Tag zu Augspurg wider den T\u00fcrcken bewilligt \/ nach Nothdurfft unterredt, und uns nach hin und wieder gepflegter Handlung, mit ihnen solcher H\u00fclff halben, und wie dieselb dem Heil. Reich, und gemeiner Christenheit zu Nutz und Wolfarth gebraucht werden soll, verglichen und entschlossen, wie solches in einer sondern Schrifft, neben diesem Abschied aufgericht, eigentlich begriffen ist.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\">Die restlichen \u00a7\u00a7 61-82 betreffen RKG, Reichsm\u00fcnzordnung, u. a.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><b>Letztes Update: 21. Juli 2016<\/b><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><b>Ralph Jackmuth<\/b><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reichsabschied Regensburg vom 29.07.1541 (nach Edition Koch 1747) Zwiespalt der Religion in Teutschland. Widerstand des T\u00fcrcken. [p. 429] Wir Carl der F\u00fcnfft, von Gottes Gnaden, R\u00f6mischer Kayser, zu allen Zeiten Mehrer des Reichs, K\u00f6nig in Germanien, zu Castilien, Arragon, Legion beyder Sicilien, Hierusalem, Hungern, Dalmatien, Croatien, Navarra, Granaten, Tolleten, Valentz, Gallicien, Majorica, Hispalis, Sardinien, Corsica, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=1942\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eReichsabschied Regensburg 1541\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1942","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1942","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1942"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1942\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1942"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}