{"id":1930,"date":"2017-07-25T14:43:17","date_gmt":"2017-07-25T14:43:17","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=1930"},"modified":"2017-07-25T14:43:17","modified_gmt":"2017-07-25T14:43:17","slug":"reichsabschied-augsburg-1530","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=1930","title":{"rendered":"Reichsabschied Augsburg 1530"},"content":{"rendered":"<p><strong>Reichsabschied Augsburg vom 19.11.1530 \u00a7\u00a7 100-130<\/strong> (nach Edition Koch 1747)<\/p>\n<hr \/>\n<table border=\"0\" width=\"100%\" cellspacing=\"0\" cellpadding=\"4\">\n<colgroup>\n<col width=\"67*\" \/>\n<col width=\"189*\" \/> <\/colgroup>\n<tbody>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"JUSTIFY\"><i>Tyranney des T\u00fcrcken, dessen Progess.<\/i><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>Belagerung Wien.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\">[p. 322] <i>\u00a7. 100. Und nachdem \u00f6ffentlich, und f\u00fcr Augen, auch m\u00e4nniglich wissend, welcher massen der Erb=Feind des Christlichen Nahmens und Glaubens, der T\u00fcrck, in gar kurtzen Jahren viel Christlicher K\u00f6nigreich, Land und Leut mit erschr\u00f6cklicher und erb\u00e4rmlicher Tyranney unter seinen Tyrannischen Gewalt bracht, und nunmehr nach Eroberung des Hungarischen K\u00f6nigreichs seinen Fu\u00df auf die Teutsche Nation gesetzt, wie sich das aus der Bel\u00e4gerung, so er des vergangenen Jahrs vor Wien f\u00fcrgenommen, lauter erscheinet: Und man dann t\u00e4glich aus guter Kundschafft wissen hat, da\u00df er an dem nicht ges\u00e4ttiget, sonder sich mit einer gr\u00f6ssern Gewalt, Macht | und in R\u00fcstung schickt, in Meinung, Teutsche Nation weiter und ernstlicher zu \u00fcberziehen und anzugreiffen. Demnach Wir, auch Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nde, die unvermeidliche Nothdurfft zu seyn erachten, sich dargegen mit gantzem Ernst und h\u00f6chstem Flei\u00df, zum f\u00f6rderlichsten, zu stattlichem Widerstand und R\u00fcstung zu schicken, und gefast zu machen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>T\u00fcrcken=H\u00fclff vom Reich 3 Jahr N. zu Fu\u00df, N. zu Ro\u00df.<\/i><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><i>Andere ausl\u00e4ndische Potentaten<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 101. Darauf haben Uns, Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nde drey Jahr lang zu solchem beharrlichen Widerstand gegen dem T\u00fcrcken, jedes derselben Jahrs N. tausend zu Fu\u00df, und N. tausend zu Ro\u00df williget. Doch da\u00df sie zuvor verst\u00e4ndiget werden, mit was Macht, auch wie viel Volcks, und an welchem Ort Wir gegen dem T\u00fcrcken einen beharrlichen Heerzug f\u00fcrnehmen und zu thun gemeinet. Item, dass sie auch zuvor vorgewist, we\u00df P\u00e4bstliche Heiligkeit, Italien, Franckreich, Hungern, Engeland, B\u00f6heim, Portugall, Polen, Dennemarck und Schottland, und andere Christliche Potentaten auch thun wollen. Darzu da\u00df sie des Anzugs und aller Kriegs=Sachen, welcher Gestalt und Macht der T\u00fcrck in mehr dann einem Ort zu Wasser und Land anzugreiffen w\u00e4re, verst\u00e4ndiget.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>um stattliche H\u00fclff mit zu ersuchen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 102. Dieweil aber solch tapffer Werck des beharrlichen Zugs, unersucht jetzt=gemeldter anderer Christlicher Potentaten, und sonst andern treffentlichen Ursachen, in solcher Eil nicht beschehen mag, so haben Wir denselben Unsern Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nden zugesagt und versprochen, zum f\u00f6rderlichsten und eilendsten Uns immer m\u00f6glich, obbemeldte P\u00e4bstliche Heiligkeit, und andere Christliche Potentaten um stattliche H\u00fclff gegen den T\u00fcrcken anzusuchen und zu bitten. Und so Wir derselben Bewilligung in solchem erlangen, da\u00df Wir als dann wiederum einen gemeinen Reichs=Tag an gelegene Mahlstatt sollen thun ausschreiben, auf demselbigen alle Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nde eigner Person erscheinen, darzu P\u00e4bstliche Heiligkeit, und andere Christliche Potentaten obgemeldt, ihre tapffere Bottschafften mit v\u00f6lligem Gewalt auch verordnen und schicken sollen, da selbst nothd\u00fcrfftiglich zu handeln, zu rathschlagen und zu schliessen, welcher Gestalt auch, wie starck und m\u00e4chtig, und auf welche Zeit, und wes Orts solcher beharrlicher Heerzug gegen den T\u00fcrcken f\u00fcrzunehmen und zu vollnziehen sey, und wes daselbst beschlossen, da\u00df demselben endlich Vollnstreckung geschehe.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>Interims=H\u00fclff gegen den T\u00fcrcken,<\/i><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><i>mit N. zu Ro\u00df und N. zu Fu\u00df.<\/i><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><i>Soll an Leuten und nicht an Geld geschehen. Mit dem Volck parat stehen zur Nothdurfft bey handen zu haben.<\/i><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><i>Krey\u00df=Hauptmanns=<\/i><i>Amt.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 103. Damit aber dannoch dazwischen die Teutsche Nation f\u00fcr beschwerlichem, verderblichem, unversehentlichem Einfall und Uberzug des T\u00fcrcken, bis zu solchem Beschlu\u00df und F\u00fcrnehmen der beharrlichen H\u00fclff <\/i>[p. 323]<i> verh\u00fctet werden m\u00f6g, haben sich Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nd jetzund allhie verglichen, vereinigt und zugesagt, so fern der T\u00fcrck auf dem n\u00e4chstk\u00fcnfftigen Fr\u00fchling, ehe oder langsamer mit einem gewaltigen Heerzug, wie des vergangenen Jahrs beschehen, auf Hungern, M\u00e4hren, Schlesien, Oesterreich, oder andere des R\u00f6mischen Reichs Verwandten, herausziehen w\u00fcrde, darauff dann gewisse und gute Kundschafft, wie beschlossen, gemacht werden soll, es beschehe an welchem Ort es woll, da\u00df sie, zu Widerstand demselbigen N. tausend zu Ro\u00df, und N. tausend zu Fu\u00df, Inhalt des Anschlags, Uns hie vor zu Wormbs zu Unserem Romzug bewilliget, zu einer eilender H\u00fclff und Widerstand verordnen, und schicken sollen und w\u00f6llen. Und soll diese bewilligte eilende H\u00fclff den Verstand haben, da\u00df dieselb nicht allein auf di\u00df Jahr, sonder auch andere nachfolgende Jahr, zu welcher Zeit der T\u00fcrck mit Heerskrafft anziehen w\u00fcrde, bi\u00df solang man sich der beharrlichen H\u00fclff verglichen, doch allein einmal f\u00fcrgenommen und gebraucht werde. De\u00dfgleichen soll solche H\u00fclff an Leuten, und nicht an Geld geschehen, darzu sechs Monate lang je drey\u00dfig Tag f\u00fcr den Monat zu rechnen, wehren. Doch soll sich ein jeglicher mit seinem Volck auf acht Monat gefast machen, also: Wo die grosse hohe Nothdurfft l\u00e4ngere Zeit erfordern, als, so sich der T\u00fcrck in Hungarn l\u00e4gern, oder \u00fcber Winter bleiben w\u00fcrde, oder aber der Allm\u00e4chtig dem Christlichen Heer gegen dem T\u00fcrcken den Sieg verliehe, also, da\u00df die Nothdurfft erfordern, und f\u00fcr gut angesehen w\u00fcrde, dem T\u00fcrcken nachzufolgen, oder etwas weiters abzubrechen: Oder da\u00df man an die Feind k\u00e4me, und dieselben anzugreiffen zu schwach, sondern auf mehrer H\u00fclff, St\u00e4rckung oder Vortheil erwarten m\u00fcste: da\u00df alsdann der Oberst=Feld=Hauptmann, dergleichen die sechs Kriegs=R\u00e4th, so ihm zugeordnet, den siebenden, und wo es mit dem zu wenig, den achten Monat, und nicht weiter zuzulegen, und die Zeit der eylenden H\u00fclff darauff zu erstrecken Macht haben sollen: Dergestalt, da\u00df sie den Churf\u00fcrsten zu Sachsen und Brandenburg, auch Ertz=Hertzog zu Oesterreich, Ertz=Bischoff zu Saltzburg, Hertzog Wilhelm von Bayern, und Marggraf Georgen von Brandenburg, als sonderlich darzu von Uns, auch Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nden verordnet, die Ursachen solcher Erstreckung fr\u00fch und zeitlich gnug zu erkennen geben und zuschreiben sollen, welche Churf\u00fcrsten und F\u00fcrsten als dann darauff alsbald an gelegene Malstatt zusammen kommen, oder schicken, die angezeigte Ursachen erwegen. Und so der mehrer Theil aus ihnen solche Ursach f\u00fcr gnugsam ansehen und erkennen werden, alsdann sollen sie dem | Hauptmann jedes Krey\u00df de\u00df verst\u00e4ndigen, solches f\u00fcrter andern F\u00fcrsten, Pr\u00e4laten, Graffen und St\u00e4dten in dem selbigen Krei\u00df zu verk\u00fcnden, die Unterhaltung auf die zween \u00fcbrige Monat auch gewi\u00dflich haben zu erlegen. De\u00dfhalben sollen alsbald nach Endung dieses Reichs=Tags, die Obern eines jeden Krey\u00df, die andern Gro\u00dff\u00fcrsten, Pr\u00e4laten, Graffen und St\u00e4dt desselben Krey\u00df zusammen erfordern, sich obgemeldts Haupts vergleichen, und den, so sie sich vereinigen, dem obersten Feld=Hauptmann anzeigen, damit er sich mit dem Ausschreiben darnach richten m\u00f6g. Derselbig Hauptmann des Krey\u00df soll auch, obangezeigter massen, die anderen F\u00fcrsten, Pr\u00e4laten, Graffen und St\u00e4dt zu erfordern Macht haben.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>In Bereitschafft stehendes Volck.<\/i><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><i>Straff und Proce\u00df des Fiscals gegen diejenige, so ihr Kriegs=Volck nicht schicken.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 104. Demnach soll sich ein jeder Churf\u00fcrst, F\u00fcrst und Stand mit seiner Anzahl Kriegs=Volck zu Ro\u00df und Fu\u00df, mittler Zeit also und dermassen geschickt, gefast und bereit machen, so er von dem Hauptmann seines Krey\u00df beschrieben und erfordert, da\u00df er als dann sein Kriegs=Volck, wie obgemeldt von Stund und unges\u00e4umet, wol ger\u00fcst und erzeigt, auf Zeit und an Malstatt, durch den obersten Hauptmann und Kriegs=R\u00e4th ernennt werden, unverz\u00fcglich schicken, und de\u00dfhalben an ihm kein Mangel oder Saumnu\u00df erscheinen lassen. Und wo einiger Stand, auf solches Beschreiben und Erfordern, die Seinen nicht schicken, oder aber schicken und doch nicht vollkommlich, wie er angeschlagen, soll derselbig um den halben Theil, als viel er angeschlagen, gestrafft. Und Unser Kayserlicher Fiscal auf die Anzahl, so ihm zu schicken geb\u00fchrt, und jetzt gemeldter P\u00f6n, noch halb als viel, unnachl\u00e4\u00dflich gegen dem oder denen, so jetzt erzehlter massen ungehorsam w\u00e4ren, procediren. Welche Straff und P\u00f6n f\u00fcrter in gemeines Reichs Nutz gewendt und gekehrt werden sollen. (a)<\/i><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>(a) R. A. 1525. \u00a7. 2. 1542. \u00a7. 36. 1544. \u00a7. 72.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>Musterung und Bezahlung des Volcks.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 105. An dem selbigen Platz, so der Hauptmann ernennen wird, soll auch als dann alles Kriegs=Volck von neuem gemustert, und in gleiche Bezahlung der S\u00f6ld, auch An= und Ausgang der Monat, in Bedencken viel beweglicher Ursachen gebracht und vergleicht werden. Doch, da\u00df ein jeglicher Stand nicht mehr Monat oder l\u00e4nger Zeit sein Kriegs=Volck zu halten und zu bezahlen schuldig sey, dann bewilligt ist.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 106. Und damit man sich in der Musterung desto ba\u00df darnach richten, soll ein jeglicher Churf\u00fcrst, F\u00fcrst und Stand, neben Abfertigung seines Volcks, dem obersten Hauptmann schreiben, wann er dasselbig sein Volck gemustert, die Besoldung angangen, auch auf was Tag sie ausgefertigt seyn.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>Zuzug der Soldaten.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\">[p. 324]<i> \u00a7. 107. <\/i><i>Und soll im Zuzug der Reisigen vier Meil auf eine Tagrei\u00df gerechnet werden, und da\u00df sie am f\u00fcnfften Tag still liegen m\u00f6gen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>Besoldung,<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 108. Es soll auch ein jeder sein Kriegs=Volck dermassen ausschicken, und der Besoldung halben mit Geld versehen, damit die sechs Monat aus, daran kein Mangel erscheine. Auch in der Bestellung versehen, so man ihrer l\u00e4nger dann sechs Monat vonn\u00f6then, da\u00df sie auch in der Besoldung weiter zu dienen schuldig seyen. Doch einem jeglichen zugelassen, sein Volck sonst der Zeit halben, seines Gefallen zu bestellen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>und Unterhaltung des Volcks folgender ma\u00df verglichen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 109. F\u00fcrter haben sich Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nde der Besoldung und Unterhaltung ihres Kriegs=Volcks zu Ro\u00df und Fu\u00df, damit Gleichheit gehalten, und keiner von dem andern \u00fcbersteigt werde, folgender Ma\u00df vereiniget und verglichen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 110. Erstlich, da\u00df in Betrachtung der theuren Zeit und Ferre des Wegs, einem Reisigen auf ein Pferd den Monat f\u00fcr Sold und allen Schaden, zw\u00f6lff G\u00fclden gegeben werden soll, je funffzehen Batzen f\u00fcr den G\u00fclden zu rechnen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 111. Item: Auf zw\u00f6lff Pferd einen Wagen, der vier Pferd und nicht mehr haben soll.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 112. Item: Dergleichen auf zw\u00f6lff Pferd einen Sch\u00fctzen zu mustern.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 113. Item: Auf zehen Pferd einen Trosser oder Botten, dem man halben Sold gibt. Doch wo Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten, und andere St\u00e4nde ihre Provisioner und Diener, und mit denselben sondere Bestallung h\u00e4tten, sie sollen bey demselben bleiben.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 114. Item: Einem Fu\u00dfknecht einen Monat vier G\u00fclden, alles obgemeldter Wehrung.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>R\u00fcst=W\u00e4gen und Tro\u00df.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 115. Und damit diese bewilligte H\u00fclff desto vollkommlicher und stattlicher zu Ro\u00df und Fu\u00df geleistet werden m\u00f6g, so soll und will ein jeder Churf\u00fcrst, F\u00fcrst und Stand die W\u00e4gen und Trosser, so auf die Reysigen geh\u00f6ren, selbst unterhalten, ohnabbr\u00fcchig der bewilligten H\u00fclff.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 116. Aber der anderer Ubersold halber, soll es, wie hernach folget, gehalten werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 117. Nemlich da\u00df unter ein F\u00e4hnlin Knecht f\u00fcnffhundert Personen geordnet, und nicht mehr dann 50. \u00fcbersoldet. Dergleichen auf einen Hauptmann \u00fcber dreyhundert Pferd, zehen Sold gegeben werden.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>Collectation und Steuer der Untertanen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 118. Und dieweil die eylende H\u00fclff gegen dem T\u00fcrcken etwas dapffer und gro\u00df, und ein gemein Christlich gut Werck ist, welches m\u00e4nniglichen zu Schutz und Trost | kommt, soll und mag ein jeder Churf\u00fcrst, F\u00fcrst und Stand seine Unterthanen um H\u00fclff und Steuer ersuchen. (a)<\/i><\/p>\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>(a) C. G. O. 1555. \u00a7. 45. o. dieweilen rc. R. A. 1654. \u00a7. 180. Kayserl. Resolut. \u00fcber die verlangte Extension besagten \u00a7. vom Jahr 1670.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>M\u00fcntz der Wechsel zu machen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 119. Demnach hat sich der Durchleuchtig F\u00fcrst, Herr Ferdinand, zu Hungern und B\u00f6hem K\u00f6nig, Unser lieber Bruder, dem Handel allenthalben zu gut bewilligt, in Hungern, Oesterreich, Schlesien, M\u00e4hren und andern ihren Erblanden zu verf\u00fcgen und zu verschaffen, dieweil Ferre halben de\u00df Wegs einen jeden Stand beschwerlich, auch nicht wol m\u00fcglich ein sonder Wechsel zu machen, da\u00df eins jeden M\u00fcntz nach ihrem Werth in allen obgemeldten Orten genommen werden soll.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>Hauptmann des Kriegs= Volcks.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 120. Und damit solch eylend H\u00fclff desto stattlicher vollnzogen und vollbracht werden m\u00f6g, so hat sich N. auf Unser auch Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nde Ersuchen, und Uns und denselben zu gehorsamen und freundlichen Gefallen, auch dem Reich zu Gutem, und in Betrachtung solches ehrlichen und Christlichen F\u00fcrnehmens, der Hauptmannschafft \u00fcber obgemeldt Kriegs=Volck zu Ro\u00df und Fu\u00df unternommen, mit dem man der Besoldung seiner Hauptmannschafft und anders verglichen und vereint, wie da\u00df sein Bestallungs=Brieff innh\u00e4lt.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>6. Kriegs=R\u00e4th zugeordnet.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 121. Demselben Hauptmann seynd sechs Kriegs=R\u00e4th zugeordnet, nemlich Hertzog Philips von B\u00e4yern, Wilhelm, Herr zu Ronnenberg, Friederich, Graff zu F\u00fcrstenberg, Weyrich Graff zu Oberstein, Sigmund von He\u00dfberg Ritter, und Kuntz Gotzmann, neben ihm alle Sachen zum besten f\u00fcrzunehmen und zu handeln, wie dann der \u00f6berst Hauptmann und Kriegs=R\u00e4the dar\u00fcber, wie de\u00df vergangenen Jahrs beschehen, gew\u00f6hnliche Pflicht gethan haben, alles Innhalt ihrer Bestallungs=Brieff. (b).<\/i><\/p>\n<p><i>(b) R. A. 1641. \u00a7. 45.1542. \u00a7. 47. 1566. \u00a7. 52.<\/i><\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>An Platz der abg\u00e4ngigen<\/i><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><i>vorgeschlagene R\u00e4th.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 122. Es soll auch der ber\u00fchrt Hauptmann Macht und Gewalt haben, wo einer unter den Sechsen auf beschehen Ersuchen solcher Verwaltung sich nicht unterfahen wolt, oder einer oder mehr mit Tod abgieng, oder sonst verschickt, da\u00df er aus den nachfolgenden einen andern Kriegs=Rath an desselben statt, und den gleichf\u00f6rmiger Besoldung auffnehmen soll und mag: Nemlich Philippsen, Graffen zu Solms. Ruprechten, Graffen zu Manderschied. Johann, Herrn zu B\u00e4yern. N. von Castel. Alt Reynharten von Neuneck. Carlen von Auffsatz. Wolff Dieter von Kn\u00f6rringen, alle drey Ritter. Sylvester von Schawenberg. Burckhard von Embs. Jost von Steinberg. Lupart Torck. Wolff Dieterich von Homburg.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>Kundschafft des T\u00fcrcken Einfalls in Hungern, rc.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 123. Derselbig oberst Hauptmann soll Befehl haben, da\u00df er samt den Kriegs=R\u00e4then, als viel er bey ihm hat, so bald ihm von den obgemeldten verordneten sechs Churf\u00fcrsten und F\u00fcrsten auffs wenigst drey gleichlautende und gewisse Kundschafft zukommen, da\u00df der T\u00fcrck mit einem gewaltigen Heerzug, wie obgemeldt, auf Hungern, M\u00e4hren, Schlesien, Oesterreich, oder andere de\u00df R\u00f6mischen Reichs Verwandten angezogen ist, dem Hauptmann eines jeden Krey\u00df solches von Stund und unges\u00e4umet verk\u00fcnden, und begehren, die Churf\u00fcrst, F\u00fcrsten, Graffen und St\u00e4dt seines Krey\u00df zu beschreiben, und zu erfordern, auf Zeit und Mahlstatt, so derselb oberst Hauptmann und Kriegs=R\u00e4th benennen werden, ihr Volck zu schicken.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>Oberst Hauptmann soll das Kriegs=Volck in Pflicht nehmen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 124. Demselbigen Obersten Hauptmann sollen auch die Hauptleut der Krey\u00df, auch alles Kriegs=Volck, und was das sey, von de\u00df Reichs wegen geloben, schw\u00f6ren und Pflicht thun, ihm, als Hauptmann, die Zeit der Bestellung, gehorsam und gew\u00e4rtig zu seyn, wie dann ein jeder Stand sein Kriegs=Volck darauff abfertigen, auch von denselbigen Pflicht nehmen soll, dem also nachzukommen. Und soll der Hauptmann und Kriegs=R\u00e4th solch eilend Reichs=H\u00fclff allein wider den T\u00fcrken, und seine Anh\u00e4nger und Helffer, so der, wie obgemeldt, mit einem gewaltigen Heerzug, wie de\u00df vergangen Jahrs beschehen, auf der benannten Ort eins ziehen w\u00fcrde, brauchen und f\u00fchren.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 125. Und ist hierinn sonderlich bedacht, was Unfals hievor aus ungleichem Verstand, Unordnung, auch dem Verzug entstanden, darum haben sich die Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nde verglichen, da\u00df solches alles in diesem F\u00fcrnehmen vermitten bleiben, und auf dem Obersten Feld=Hauptmann, und seinen zugeordneten Kriegs=R\u00e4then stehen soll, dem allem Ordnung und Ma\u00df zu geben.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 126. Und wes sie also mit zeitigem Rath ordnen und machen, demselben die Hauptleut eines jeden Krey\u00df, auch alle Kriegs=Volck, gehorsamlich geleben und folgen, und darauff eines jeden Krey\u00df Hauptmann derhalben dem Obersten Feld=Hauptmann, dem also nachzukommen, sondern Pflicht thun sollen. Doch m\u00e4nniglichen sonst an seine Gerechtigkeit unnachtheilig und unsch\u00e4dlich.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>D\u00fcrcken=Zug durch Polen gegen Schlesien, rc.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 127. Und im Fall, ob der T\u00fcrck durch Polen, auf die Marck, Schlesien, Pommern, oder andere Reichs=Verwandten, oder aber auf Hungern und Krabaten theilen w\u00fcrde, da\u00df alsdann jedes Ort die anstossende Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten, Pr\u00e4laten, Graffen und St\u00e4dt auf Ermahnung des obgedachten Obersten Hauptmanns, mit al=|ler Macht zu Rettung zuziehen und helffen sollen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>Proviant Zoll=frey.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 128. F\u00fcrter ist f\u00fcr gut angesehen, in Betrachtung der schwinden und theuren Zeit, da\u00df die Proviant durch die Proviant=Meister so f\u00fcrgenommen werden sollen, f\u00f6rderlich bestellt und verordnet, doch da\u00df der \u00fcberm\u00e4\u00dfig und unordentlich F\u00fcrkauff in solchem f\u00fcrkommen und vermitten, sonder damit ein freyer Marck, wie Kriegs=Brauch und Herkommen, gehalten, und da\u00df solch Proviant, Zoll und M\u00f6netfrey an allen St\u00e4dten, Z\u00f6llen und Orten gelassen werden sollen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00a7 129: Auf Bitte der Reichsst\u00e4nde verzichtet K\u00f6nig Ferdinand auf die ihm in einer p\u00e4pstlichen Bulle gew\u00e4hrte Erlaubnis, G\u00fcter der Geistlichen zu verkaufen und verspricht ihnen, sie wegen bereits verkaufter G\u00fcter zu entsch\u00e4digen.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\"><\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\">\u00a7 130: Auch will K\u00f6nig Ferdinand von den G\u00fctern der Reichsst\u00e4nde seiner Erblande keine Steuer w\u00e4hrend der T\u00fcrkenhilfe erheben.<\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>Unbilliche doppelte Anlag.<\/i><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><i>Moderation derselben<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 131. Dieweil sich auch etliche Unser und des Reichs F\u00fcrsten und St\u00e4nde beschwert haben, da\u00df, wiewol sie in allen des Reichs Anschl\u00e4gen neben andern Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nden, und derselben gleichm\u00e4\u00dfig, auf alles ihr Einkommen angelegt, so werden sie doch und die ihren nichts desto minder daneben auf ihre Herrschafften, Flecken, G\u00fclt, G\u00fcter und Unterthanen in den Oesterreichischen Landen gelegen, von k\u00f6niglicher W\u00fcrde zu Hungern und B\u00f6hem, und ihren Landschafften derselben Land, nicht allein wider den T\u00fcrcken, sondern auch sonst mit Anlagen auch belegt, und also zwyfach damit angeschlagen, das dann Wir, auch Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und andere St\u00e4nde f\u00fcr unbillich geacht. Darauff haben Wir mit Unserm Bruder so viel gehandelt, da\u00df sein Liebde f\u00fcr sich und ihre Landschafften der Oesterreichischen Land, Uns und gemeinen St\u00e4nden gutwillig bewilligt, zugesagt und versprochen hat, da\u00df sein Liebde, und all ihr Landschafften, aller ihrer Oesterreichischen Land (welcher sich ihr Liebde hiermit vollk\u00f6mmlich angenommen und gem\u00e4chtiget hat) gegen allen obgemeldten F\u00fcrsten und St\u00e4nden, und den ihren, so viel derselben F\u00fcrsten und St\u00e4nde, ihr Herrschafften, und derselben G\u00fcter in den Oesterreichischen Landen haben, oder die bi\u00dfher in einige Weg in Mitleydung gezogen worden sind, in gegenw\u00e4rtigen und k\u00fcnfftigen wehrenden Reichs=T\u00fcrcken=H\u00fclff still stehen sollen und wollen, also zu verstehen, da\u00df dieselbige F\u00fcrsten und St\u00e4nd, und die ihren, wie obstehet, so G\u00fcter in bemeldter seiner Liebden Land haben, von denselben ihren G\u00fctern, so offt das Reich eine T\u00fcrken=H\u00fclff thun, | ihrer Liebden, noch derselben Landschaft mit keiner T\u00fcrcken=H\u00fclff oder Steur verbunden, noch die zu thun schuldig, sondern, wie obstehet, frey seyn sollen, damit sie in dieser T\u00fcrcken=H\u00fclff, in und bey des Reichs Anschl\u00e4g bleiben m\u00f6gen. Doch soll solches seiner Liebden auch den bemeldten F\u00fcrsten und St\u00e4nden nach Ausgang solcher T\u00fcrcken=H\u00fclff zu allen Theilen an ihren Rechten, Freyheiten und Gerechtigkeiten un vergriffen seyn.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>Wegen Moderation das Christlich Werck der T\u00fcrcken H\u00fclf nicht zu hindern.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\">[p. 327]<i> \u00a7. 138. Und wiewol auf dem andern gehaltenen Reichs=Tag zu N\u00fcrnberg, auch folgends den beyden gehaltenen Reichs=T\u00e4gen zu Speyer ein sonder Articul im Abschied gestellt, da\u00df hinf\u00fcrter Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nd, in keine neue Anlag willigen, <\/i>[p. 328]<i> oder etwas geben sollen, es seyen dann solche Anschl\u00e4g, nach eines jeden Stands Gelegenheit und Verm\u00f6gen, geringert und gem\u00e4\u00dfigert. Dieweil aber obgemeldte eylende T\u00fcrcken=H\u00fclff ein nothd\u00fcrfftig, mild und Christlich Werck, darzu ein jeder auch mit seinem Nachtheil, H\u00fclff und Rath zu thun billig geneigt seyn soll. Und ob jetzo einige Ringerung f\u00fcrgenommen und beschehen solt, da\u00df dasselbig diesem F\u00fcrnehmen eine grosse L\u00e4ngerung und Verzug, darzu dem Anschlag und H\u00fclff einen mercklichen Abbruch geb\u00e4hren w\u00fcrde. Demnach ist mit denjenen, so sich der Anschl\u00e4g beschweren, und deshalben supplicirt haben, aus angezeigten Ursachen so viel geredt und gehandelt, da\u00df sie allein di\u00dfmals, zu F\u00f6rderung solches guten Wercks, Gedult tragen wollen. Dargegen ist ihnen zugesagt und versprochen, da\u00df sie hinf\u00fcrter in keinen Anschlag zu willigen schuldig seyn sollen, solche Ringerung und geb\u00fchrlich Einsehens sey dann zuvor beschehen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>R\u00e4th der 10. Krey\u00df.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 139. Und sollen Wir und die zehen Krey\u00df ein jeder einen treffentlichen ansehenlichen Rath auf den achten Tag Martii schierst, zu Speyer haben, welche R\u00e4th neben Unseren, auch Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nden dahin verordneten Visitatorn und Commissarien, nach Verh\u00f6r= und Erfahrung eines jeden Stands Gelegenheit, auf einen gleichm\u00e4\u00dfigen Anschlag im Reich rathschlagen, handeln und schlie\u00dfen sollen.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<tr valign=\"TOP\">\n<td width=\"26%\">\n<p align=\"LEFT\"><i>Ausstand an T\u00fcrcken=H\u00fclffe.<\/i><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><i>Anschl\u00e4g zu Unterhaltung Cammer=Gerichts.<\/i><\/p>\n<p align=\"LEFT\"><i>Fiscals Amt gegen Ungehorsame zu procediren.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<td width=\"74%\">\n<p align=\"JUSTIFY\"><i>\u00a7. 140. Und nachdem Uns, auch Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nden, Unser Kayserlicher Fiscal allher auf diesen Reichs=Tag geschrieben und angezeigt, wie von der hievor bewilligten, und in vier Theil getheilten T\u00fcrcken=H\u00fclff, auch sonst der beschehenen Anschl\u00e4g, Unterhaltung Regiments und Cammer=Gerichts, allerley Ausstand der Ungehorsamen halben, \u00fcber sein vielf\u00e4ltiges Ersuchen und Proce\u00df, noch nicht erlegt sey. Damit nun die Ungehorsamen f\u00fcr den Gehorsamen in solchem, wie billich, kein Vortheil haben, so ist Unser, auch Churf\u00fcrsten, F\u00fcrsten und St\u00e4nde Befehl und Meynung, da\u00df Unser Kayserlicher Fiscal, auch Pfenning=Meister, allen Flei\u00df f\u00fcrwenden, auch der Fiscal gegen den Ungehorsamen, doch ausgescheyden diejenigen, so von Churf\u00fcrsten und F\u00fcrsten ins Reichs Anlage ausgezogen, ernstlich procediren und f\u00fcrfahren sollen, damit, was noch unerlegt und ausst\u00e4ndig, auch hinf\u00fcrter f\u00e4llig, f\u00f6rderlich erlegt, ausgericht, und bezahlt werde, und alsdann davon, wie ihres Amts ist, geb\u00fchrliche Rechnung thun.<\/i><\/p>\n<\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><b>Letztes Update: 21. Juli 2016<\/b><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><b>Ralph Jackmuth<\/b><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Reichsabschied Augsburg vom 19.11.1530 \u00a7\u00a7 100-130 (nach Edition Koch 1747) Tyranney des T\u00fcrcken, dessen Progess. Belagerung Wien. [p. 322] \u00a7. 100. Und nachdem \u00f6ffentlich, und f\u00fcr Augen, auch m\u00e4nniglich wissend, welcher massen der Erb=Feind des Christlichen Nahmens und Glaubens, der T\u00fcrck, in gar kurtzen Jahren viel Christlicher K\u00f6nigreich, Land und Leut mit erschr\u00f6cklicher und erb\u00e4rmlicher &hellip; <a href=\"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=1930\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eReichsabschied Augsburg 1530\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1930","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1930","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1930"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1930\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1930"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}