{"id":1144,"date":"2016-10-22T17:53:51","date_gmt":"2016-10-22T17:53:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=1144"},"modified":"2016-10-22T19:28:04","modified_gmt":"2016-10-22T19:28:04","slug":"herrschaftliche-erlasse","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=1144","title":{"rendered":"Herrschaftliche Erlasse"},"content":{"rendered":"<h5><strong>Nieverner Amtsprotokolle &#8211;\u00a0 Faszikel I: Herrschaftliche Erlasse<\/strong><\/h5>\n<p><strong>Beschreibung der Vorlage<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die geheftete Vorlage besteht aus 61 gez\u00e4hlten Bl\u00e4ttern, wobei die beigelegten Zettel und B\u00f6gen mitgez\u00e4hlt sind, um ihre urspr\u00fcngliche Lage zu kennzeichnen. Jedoch sind die Beilagen wahllos eingeschoben worden und haben mit den eigentlichen Protokollen nichts zu tun. Die Bl\u00e4tter 2 und 3 weisen am oberen Blattrand in der Mitte Papierverlust durch Feuchtigkeit auf. Der Textverlust ist jedoch gering. Die Beilage fol. 41r ist an den R\u00e4ndern stark zerrissen und verknickt. Die Protokolle scheinen dem Schriftbild nach vom Amtsverwalter Gevelsdorf selbst\u00a0 geschrieben, die Beilagen weisen verschiedene H\u00e4nde auf, die sich durch die Unterschriften jedoch meistens zuordnen lassen. Die Schrift des Protokollschreibers ist sehr fl\u00fcchtig, mit starkem Hang zu Ligaturen und Abk\u00fcrzungen, Umlautstriche fehlen \u00fcberwiegend. Die Texte sind an vielen Stellen oft verbessert worden. Es finden sich immer wieder durchgestrichene Zeilen, Einschaltungen am linken Rand oder \u00fcber der Zeile. Der Zeilenstand ist durchweg unsauber. Insgesamt erscheint das Ganze in aller Eile oder lustlos niedergeschrieben worden zu sein.<\/p>\n<p><strong>Zur Transkription<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Aufgrund der beschriebenen Umst\u00e4nde ist der Text an vielen Stellen unsicher oder nicht lesbar. Umlautstriche wurden bei der \u00dcbertragung nur da \u00fcbernommen, wo sie auch in der Vorlage vorhanden waren. H\u00e4ufige vorkommende Abk\u00fcrzungen wie -[n], -[en], -[er] wurden der besseren Lesbarkeit wegen stillschweigend aufgel\u00f6st. Die Einarbeitung von Texteinschaltungen bzw. gestrichene W\u00f6rter oder Zeilen wurden in Fu\u00dfnoten angemerkt.<\/p>\n<hr \/>\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n<ol>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#01\">Erlass zur Aufzeichnung des Weinlesebestandes 1690 an Rot- und Wei\u00dfwein in der Herrschaft (1691)<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#02\">Bestellung des Peter Pul zum Waldf\u00f6rster (1691)<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#03\">Richtige Lieferung des Heuzehnts (1692)<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#04\">Verbot f\u00fcr die Fuhrleute, die Holz oder Kohle zur H\u00fctte fahren, den neuen Weg zu benutzen (1692)<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#05\">Einf\u00fchren von Wein und Bier in die Herrschaft (1693)<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#06\">Verbot au\u00dferhalb der Herrschaft Nievern mahlen zu lassen (1693)<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#07\">Holzfrevel (1694)<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#08\">Verbot, das Vieh nachts auf die Weiden zu treiben (1694)<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#09\">Falsche Kornwaage der M\u00fcller (1694)<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#10\">Richtige Lieferung des Zehnten auch aus den Vorh\u00e4uptern und Weing\u00e4rten (1694)<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#11\">Brennholzlieferung an den Pastor zu Nievern (1696)<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#12\">Holzlieferung nach Koblenz (1698)<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#13\">Verordnung betreffend Einrichtung von Nachtwachen im Kirchspiel (1726)<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#14\">Verordnung betreffend Nachl\u00e4ssigkeit in der F\u00fchrung von Kontraktenprotokollen <\/a><a href=\"#13\">(1726)<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#15\">Verordnung betreffend Nachl\u00e4ssigkeit in der Anzeige von unehelichen Geburten<\/a> <a href=\"#13\">(1726)<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: left;\"><a href=\"#16\">Verordnung betreffend Einsendung der B\u00fcrgermeistereirechnungen nach Koblenz<\/a> <a href=\"#13\">(1726)<\/a><\/li>\n<\/ol>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a name=\"01\"><\/a><strong>[I-<\/strong><strong>1690\/5]<\/strong> <strong> vom 31.10.1690: <\/strong><strong>Erlass zur Aufzeichnung des Weinlesebestandes 1690 an Rot- und Wei\u00dfwein in der Herrschaft (fol. 3v)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Schulthei\u00df wird angewiesen, mit den beiden Gerichtssch\u00f6ffen Jakob Kalter und Johannes Z\u00f6rbach \u201eim dasigen ganzen Kirchspiel\u201c von Haus zu Haus zu gehen und den in diesem Jahr gewachsenen Wein eines Jeden aufzuzeichnen, Rot- und Wei\u00dfwein jedoch getrennt. Den Untertanen wird bei 6 Goldgulden Strafe befohlen, \u201eallen erwachsenen Wein getreulich anzuweisen\u201c, nichts zu verhehlen und auch das anzugeben, was bereits verkauft wurde. Schulthei\u00df und Sch\u00f6ffen sollen alle F\u00e4sser selbst besichtigen und was nicht geeicht ist, \u00fcberschlagen.<\/p>\n<p><em>Den 31ten Octobris 1690 <\/em><\/p>\n<p><em>Die Kellervisitation auff der Lohn betreffendt<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Dem Schulthesen zu Nieberen wirdt hiemit committiret<\/em><sup>a<\/sup><em>, das<\/em><sup>1<\/sup><em> mit Zuziehung beyder Gericht\u00dfscheffen Jacoben Kalter vndt Johannesen Zurbach im dhasigen gantzen Kirspel von Haus zu Haus gehen vndt eines yeden dies Jahr gewachsenen &#8230;..chst<\/em><sup>2<\/sup><em> Wein<\/em><sup>3<\/sup><em> accurat\u00e9 auffzeichnen <\/em>[I, fol. 4r]<em>, dhabey yedoch den roth- vndt weisen separiren<\/em><sup>4<\/sup><em> solle, vndt wirdt<\/em><sup>5<\/sup><em> einem yeden Vnderthanen hiemit bey 6 G[old]g[ulden] Straff befohlen<\/em><sup>6<\/sup><em>, ihnen Committirten<\/em><sup>b<\/sup><em> allen erwachsenen Wein getrewlich ahnzuweisen<\/em><sup>7<\/sup><em> vndt nichts zu verhelen<\/em><sup>8<\/sup><em>, auch da\u00dfjenige, so ein oder der ander etwa verkaufft, ahnzugeben<\/em><sup>9<\/sup><em>, wie dan sie Committirte alle Fass selbst zu besichtigen vndt wa\u00df nicht geeichet, mit einer &#8230;.. Ruth zu vberschlagen hetten. <\/em><\/p>\n<p><em>Signat[um] Coblentz, den ut supra<\/em>.<\/p>\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>1<\/sup> davor gestrichen &#8230;.. <em>dhasigen gantzen<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>2<\/sup><em> &#8230;..chst ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>3<\/sup> dahinter gestrichen <em>auffnehmen<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>4<\/sup> dahinter gestrichen <em>lasen<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>5<\/sup><em> vndt wirdt <\/em>ist Einschaltung \u00fcber gestrichenem<em> wie dan<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>6<\/sup> dahinter gestrichen <em>wirdt<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>7<\/sup> <em>\u2013weisen<\/em> steht vor der Zeile und ersetzt gestr. <em>\u2013z&#8230;..<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>8<\/sup> dahinter gestrichen <em>gestalten<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>9<\/sup> vor geben gestrichenes Wort<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>a<\/sup> aufgegeben<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>b<\/sup> Beauftragten<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"02\"><\/a><strong>[<\/strong><strong>I-1691\/5] vom 15.02.1691: Bestellung des Peter<em> Pul<\/em> zum Waldf\u00f6rster (fol. 13r\/v)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p>Grund hierf\u00fcr ist die Tatsache, \u201eda\u00df die Untertanen des Kirchspiels Nievern in dem Wald \u00fcbel hausen und eigenen Gefallens Holz hauen, auch sich der Jagd nach Belieben bedienen\u201c. Das Protokoll legt den Aufgabenbereich dieses \u201eWaldf\u00f6rster und Jagdinspektors\u201c genau fest.<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">Wald und Jagd \u201eflei\u00dfig beobachten\u201c<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Holz nur nach Kennzeichnung mit der Axt \u201eausfolgen lassen\u201c<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">die Untertanen keine Buchen zum Brennholz schlagen lassen, sondern ihr Brennholz nur nach Notwendigkeit aus den Windbr\u00fcchen oder aus dem Abfall des herrschaftlichen Klafterholzes nehmen zu lassen<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">\u201eflei\u00dfige Obsicht haben\u201c, da\u00df kein Untertan Holz aus dem herrschaftlichen Wald unter seinem Brennholz getarnt \u201enach Haus und nachgehend aus der Herrschaft zum Verkauf verf\u00fchre\u201c<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">niemandem erlauben, ohne \u201evorher habenden Befehl\u201c zu jagen<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Sollte er aber jemanden, egal ob \u201eMann oder Weibsperson\u201c, bei \u00dcbertretung des ein oder anderen Verbots ausfindig machen, soll er ihn mit Datum, Ort und Art des Schadens aufschreiben oder aufschreiben lassen und \u201ealles, was einem Waldf\u00f6rster geb\u00fchrt verrichten, dabei aber alle Partialit\u00e4t, Freund- oder Gevatterschaft oder Passion auf Seite setzen und nicht mehr angeben, als was er wirklich gesehen oder durch der \u00dcbertreter eigene Bekenntnis erf\u00e4hrt\u201c Hierbei soll ihm als vereidigter Waldf\u00f6rster v\u00f6lliger Glauben zugemessen werden.<\/p>\n<p>F\u00fcr seine T\u00e4tigkeit<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">wird er von den herrschaftlichen Frohndiensten befreit<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">erh\u00e4lt er von jedem Stammholz, das entweder verkauft oder von \u201egn\u00e4diger Herrschaft den Untertanen aus Gnaden\u201c zugewiesen wird, 3 Albus Stammgeld<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">erh\u00e4lt er den dritten Teil von allen \u201eWald- und Jagdbr\u00fcchten\u201c, also des wertm\u00e4\u00dfigen Betrags des Wald- oder Jagdschadens<\/li>\n<\/ul>\n<p>[I, fol. 13r]<em> Den 15ten Februarii 1691<\/em><\/p>\n<p><em>Peter Pul wirdt zum Waltforster ahngenohmen <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Weilen<\/em><sup>1<\/sup><em> in Obacht genohmen worden, da\u00df die Vnderthanen des Kirspels Nieveren<\/em><sup>2<\/sup><em> in dem Walt vbel<\/em><sup>3<\/sup><em> hausen vndt aigenen Gefallens<\/em><sup>4<\/sup><em> Holtz hawen, auch sich der Jagt nach Belieben bedienen, als ist heut dato Peter Pul zu einem herrschafftlichen Waltforster<\/em><sup>5<\/sup><em> vndt Jagtinspectoren dergestalt auff- vndt ahngenohmen worden, das er den Walt vndt Jagt<\/em><sup>6<\/sup><em> fleysig beobachten, keinem einig Baw- <\/em>[?]<em> oder auch Holtz ohn verweisendten Befehl, welchen er auffzuheben<\/em><sup>7<\/sup><em>, seine Ahnweisung vndt Zeichnung<\/em><sup>8<\/sup><em> mit der Waltaxen<\/em><sup>9<\/sup><em>, ausfolgen lasen; auch nicht gestatten solle, das die Vnderthanen einige Buchen zu ihrem Brandtholtz aigenen Gefallens abhawen, sonderen sie dhahin ahnweisen solle, das ihr Brandtholtz yedoch nur nach Notthurfft<\/em><sup>a<\/sup><em> aus den Windtfallen, so dan<\/em><sup>10<\/sup><em> vbrig pleibendten Abfall von dem herrschafftlichen Claffterholtz nehmen sollen. Er solle auch<\/em><sup>11<\/sup><em> fleysige Obsicht haben, das kein Vnderthan aus dem herrschafftlichen Gewalt\u00df<\/em><sup>12<\/sup><em> vnderm Schein seines Brandtholtz einig Geholtz<\/em><sup>13<\/sup><em> nach Haus<\/em><sup>14<\/sup><em> vndt nachgehendt aus der Herrschafft zum Verkauff verfuhre <\/em>[I, fol. 13v]<em>, auch niemandten zulase, ohn vorher habendten Befehl zu jagen. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Dhafern er aber einige<\/em><sup>15<\/sup><em> in Vbertrettung einigs oder anderen Postens finden th\u00e4te, den oder die<\/em><sup>16<\/sup><em> solle er mit Tag vndt dato, auch &#8230;.. des Orths vndt Schadens, den selbige, es seye<\/em><sup>17<\/sup><em> Man- oder Weibesperson, gethan, pflichtmasig<\/em><sup>18<\/sup><em> auffzeichnen oder solches thun lasen vndt alles, was einem Waldtforster geb\u00fchret, verrichten<\/em><sup>19<\/sup><em>, dhabey aber alle Partiali\u00e4t, Freundt- oder Gevatterschafft<\/em><sup>20<\/sup><em> oder Passion<\/em><sup>b<\/sup><em> auff Seith setzen vndt nicht mehr ahngeben, als was er w\u00fcrcklich gesehen oder durch der Vbertreter selbst aigene Bekantnus erfahret, gestalten ihme hingegen<\/em><sup>21<\/sup><em> als einem veraydeten Waltforster volliger Glauben zugemessen werden solle<\/em><sup>22<\/sup><em> vndt er ahnbey<\/em><sup>23<\/sup><em> deme allen dan trewlich nachzukommen er heut dato aydlich ahngelobet<\/em><sup>24<\/sup><em>. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Dhamit aber er Peter Pul dieser seiner Diensten halben einigen Genus haben<\/em><sup>25<\/sup><em> m\u00f6ge, so thut gnadige Herrschafft deshalben erstlich<\/em><sup>26<\/sup><em> in allen herrschafftlichen Frohnen befreyen, vors andere solle er von yedem Stamholtz<\/em><sup>27<\/sup><em>, so endtweder verkaufft oder von gnadiger Herrschafft den Vnderthanen aus Gnaden ahnweiset <\/em>[<em>ahnerweiset<\/em>?]<em>, 3 Albus Stammgelt haben vndt drittens soll er von allen<\/em><sup>28<\/sup><em> Walt- vndt Jagtbr\u00fcchten<\/em><sup>c<\/sup><em>, so er ahnbringen wirdt, den dritten Theil haben. Worauff er heut dato in Beyseyn Meister Matthes <\/em>[?]<em>, des Benders, vndt Hansen <\/em>[?]<em>, des Reitknechts die w\u00fcrckliche Pflicht geleistet.<\/em><\/p>\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>1<\/sup> dahinter gestrichen <em>man<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>2<\/sup> <em>des Kirspels Nieveren <\/em>ist Einschaltung \u00fcber gestrichenem <em>ihres aigenen Gefallens vbel<\/em><sup>3<\/sup> <em>vbel <\/em>ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>4<\/sup> <em>aigenen Gefallens <\/em>ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>5<\/sup> dahinter gestrichen <em>auffgen<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>6<\/sup> <em>vndt Jagt <\/em>ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>7<\/sup> <em>welchen er auffzuheben <\/em>ist Einschaltung \u00fcber gestrichenem <em>vndt<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>8<\/sup> <em>Zeichnung<\/em> steht links vor der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>9<\/sup><em> mit der Waltaxen <\/em>ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>10<\/sup> <em>dan <\/em>ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>11<\/sup> dahinter gestrichen <em>dem<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>12<\/sup> dahinter gestrichen <em>ein<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>13<\/sup><em> einig Geholtz<\/em> ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>14<\/sup> dahinter gestrichen <em>oder<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>15<\/sup> <em>einige <\/em>ist Einschaltung \u00fcber gestrichenem <em>ein oder anderen<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>16<\/sup> <em>den oder die<\/em> ist Einschaltung \u00fcber gestrichenem <em>solchen<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>17<\/sup><em>den selbige, es seye <\/em>ist Einschaltung \u00fcber gestrichenem <em>so er oder die gethan, es<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>18<\/sup><em> pflichtmasig <\/em>ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>19<\/sup><em> vndt alles, was einem Waldtforster geb\u00fchret, verrichten<\/em> ist Einschaltung \u00fcber gestrichenem <em>dhabey &#8230;..<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>20 <\/sup><em>Freundt- oder Gevatterschaft <\/em>ist Einschaltung am linken Rand<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>21<\/sup><em> hingegen <\/em>ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>22<\/sup><em> solle <\/em>ist Einschaltung \u00fcber gestrichenem <em>solle<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>23<\/sup><em> ahnbey <\/em>ist Einschaltung \u00fcber gestrichenem <em>hingegen alles das, was ein trewer Waltforster zu thun schuldig verrichten soll, <\/em>wobei<em> das <\/em>hinter <em>hingegen alles <\/em>ebenfalls Einschaltung \u00fcber der Zeile ist<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>24<\/sup><em> deme allen dan trewlich nachzukommen er heut dato aydlich ahngelobet <\/em>ist Einschaltung am linken Rand<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>25<\/sup> dahinter steht wiederholt <em>haben<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>26<\/sup><em> erstlich <\/em>ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>27<\/sup> hinter <em>Stam- <\/em>gestrichenes Wort<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>28<\/sup> dahinter gestrichen <em>Br\u00fcchten<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>a<\/sup> Notwendigkeit<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>b<\/sup> Sympathie<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>c<\/sup> zu mhd. <em>bruch<\/em> = Vergehen, Schaden<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"03\"><\/a><strong>[I-<\/strong><strong>1692\/22]<\/strong> <strong> vom 24.07.1692: <\/strong><strong>Richtige Lieferung des Heuzehnts (fol. 8r)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bezieht sich auf einen im Jahr 1691 ergangenen Erlass, der nicht befolgt und hiermit erneuert wird. Demnach laden die Einwohner des Kirchspiels Nievern das Heu \u201eeigenen Gefallens\u201c auf und schleppen es nach Hause, egal ob die Zehnteinnehmer (\u201eZehnter\u201c) da seien oder nicht. Deswegen wird \u201eihnen Nieverner und anderen im selbigen Gebiet Beg\u00fcterten\u201c bei einer Strafe von 3 Goldgulden befohlen, \u201ekein Heu aus der Wiesen zu schaffen, ehe und bevor sie sich des Zehnten halben mit den zu bestellenden Zehntern abgefunden haben werden\u201c.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Demnach mir<\/em><sup>1<\/sup><em> zu hochstem Misfallen referiret<\/em><sup>a<\/sup><em> worden, das meines im vorigen Jahr ergangenen vndt vor versambleter Gemeindt<\/em><sup>2<\/sup><em> publicirten<\/em><sup>b<\/sup><em> Befehl\u00df ohnerachtet<\/em><sup>3 <\/sup><em> die Einwohner des Kirspels Nieberen das Hew nach aigenen Gefallen, die Zehendter<\/em><sup>c<\/sup><em> seyen dha oder<\/em> <em>nicht, auffmachen <\/em>[-<em>machen<\/em>?]<em> vndt heimbschleppen, als wirdt ihnen Nieberer vnd anderen in selbigen Gebieth Beguterten hiemit bey Straff 3 G[old]g[ulden] toties quoties<\/em><sup>d<\/sup><em> sie vbertretten werden<\/em><sup>4<\/sup><em> befohlen, kein Hew au\u00df der Wiesen zu schaffen ehe vndt bevor sich sich des Zehendens halben mit den der zu bestelten Zehendteren<\/em><sup>c<\/sup><em> abgefunden haben werden. <\/em><\/p>\n<p><em>Signatum Coblentz, den<\/em><sup>5<\/sup><em> 24 Julii 1692. <\/em><\/p>\n<p><strong>Anmerkungen <\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>1<\/sup> dahinter gestr. Buchstaben<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>2<\/sup> dahinter gestr. <em>pl<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>3<\/sup> dahinter gestr. Buchstabe<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>4<\/sup> dahinter gestr. <em>hiemit<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>5<\/sup> dahinter gestr. Zahl<\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>a<\/sup> berichtet<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>b<\/sup> verk\u00fcndeten<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>c<\/sup> Zehnteinnehmer, Zehnter<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>d<\/sup> so oft wie n\u00f6tig<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a name=\"04\"><\/a><strong>[I-<\/strong><strong>1692\/20]<\/strong> <strong> vom 25.07.1692: <\/strong><strong>Verbot f\u00fcr die Fuhrleute, die Holz oder Kohle zur H\u00fctte fahren, den neuen Weg zu benutzen (fol. 8r)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">\u201eEinheimische oder fremde\u201c Fuhrleute, die Holz, Kohle \u201eoder andere materialia\u201c zur H\u00fctte fahren wird bei einer willk\u00fcrlichen Strafe verboten, den neuen Weg zu benutzen. Er ist der Gemeinde frei zu lassen, damit diese ihre L\u00e4ndereien \u201edesto besser versehen k\u00f6nne\u201c.<\/p>\n<p><em>Den 25ten Julii <\/em><\/p>\n<p><em>Gerichtliche Gemeindt des Kirspels Nieberen\u00a0 <\/em><\/p>\n<p><em>Vbergibt vnderthaniges Memorial<\/em><sup>a<\/sup><em> vndt Bittschrifft, petentes vt intus<\/em><sup>b<\/sup><em>. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Denen Fuhrleuthen<\/em><sup>1<\/sup><em> so zu den Hutten Holtz, Kohlen oder andere materialia fahren, sie seyen einheimisch oder frembd, wirdt hiemit bey<\/em><sup>2<\/sup><em> einer <\/em>[?]<em> arbitrari<\/em><sup>c<\/sup><em> Straff befohlen mit solchen ihren Fuhren sich des hierin vermelten newen Weg\u00df zu m\u00e4sigen <\/em>[?]<em> vndt also denselben der Gemeindten vmb ihre Landerey desto besser versehen zu konnen, frey zu lasen. Dan wirdt Henrichen Beffort befohlen, das nit <\/em>[?]<em> wieder <\/em>[?]<em> ein Hoffman<\/em><sup>3<\/sup><em>, welcher &#8230;.. Th&#8230;.. auff seine Gutter stellen oder aber wich wegen der &#8230;.. Gemeindt billigen <\/em>[?]<em> Dingen <\/em>[?]<em> auch abfinden solle. <\/em><\/p>\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>1<\/sup> dahinter gestr. <em>sie seyen einheimisch oder fr<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>2<\/sup> dahinter gestr. <em>zwey G[old]g[ulden] Straff so<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>3<\/sup> dahinter gestr. <em>auff seine Gutter<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>a<\/sup> Erinnerungsschreiben<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>b<\/sup> bitten wie darin<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>c<\/sup> willk\u00fcrlichen<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"05\"><\/a><strong>[I-<\/strong><strong>1693\/8]<\/strong> <strong> vom 30.03.1693: Einf\u00fchren von Wein und Bier in die Herrschaft (fol.50r)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Den \u201eUntertanen und Eingesessenen des Kirchspiels Nievern\u201c wird bei 3 Goldgulden Strafe befohlen, Wein und Bier, das sie von au\u00dferhalb in die Herrschaft Nievern einf\u00fchren, nicht einfach in ihren Keller legen, sondern den Wein vorher vom Schulthei\u00dfen besichtigen lassen und des Biers wegen sich mit dem Bierbrauer Henrich abzufinden haben.<\/p>\n<p><em>Befelch wegen des Wein- vndt Biereinfuhrens<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Demnach ich in Erfahrungh bringe, das die Vnderthanen vndt Eingesessene des Kirspels Nieberen Wein vndt Bier aigen Gefallens einfuhren, ein solches aber dem herrschafftlichen Accies <\/em>[?]<em> vndt Brawhaus praeiudiciren, als wirdt hiermit allen vndt yeden bey 3 G[old]g[ulden] Straff, so offt einer vbertretten wirdt, ahnbefohlen, kein Wein oder Bier einzufahren oder in seinen Keller zu legen, er habe dan<sup>2<\/sup> den Wein dem Schulthesen ahngezeigt vndt besichtigen lasen, wegen des Biers aber sich mit Meister Henrichen dem Bierbrawer zu vor abgefunden. Vndt dhamit sich keiner der Ohnwissenheit endtschuldigen konne, derohalben solle der Schulthes<\/em><sup>3<\/sup><em> diesen<\/em><sup>4<\/sup><em> Befehl der versambleten gantzen Gemeindt furderlich vorlesen<\/em><sup>5<\/sup><em> darnach sich dan ein yeder zu verhalten hatt. <\/em><\/p>\n<p><em>Signatum Coblentz, den 30ten Martii 1693.<\/em><\/p>\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>1<\/sup> <em>Bier<\/em> steht vor der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>2<\/sup> dahinter gestr. <em>solchen<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>3<\/sup> dahinter gestr <em>dies<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>4<\/sup> dahinter gestr <em>Gemeindt<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>5<\/sup> dahinter gestr <em>dha<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>a<\/sup> benachteiligen<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a name=\"06\"><\/a><strong>[I-<\/strong><strong>1693\/10]<\/strong> <strong> vom 02.05.1693 (fol. 52r) und [1694\/19] vom 14.08.1694: Verbot au\u00dferhalb der Herrschaft Nievern mahlen zu lassen (fol. 59v)<br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bezieht sich auf eine von den M\u00fcllern des Kirchspiels Nievern eingereichte Supplik. Daraufhin wird verf\u00fcgt, da\u00df genauso wie die \u201ebenachbarten Untertanen\u201c bei ihren M\u00fcllern bleiben m\u00fcssen, dies auch die Untertanen des Kirchspiels Nievern zu tun haben, also nicht mehr ausw\u00e4rts (\u201eauswendig\u201c) mahlen lassen. Strafe bei Zuwiderhandlung: 2 Goldgulden. Es gab hier verschiedene Zuwiderhandlungen. Das Protokoll vom 14.08.1694 listet die Namen der Personen auf, die sich nicht an den Erlass gehalten gehaben.<\/p>\n<p><em>Sambstag, den 2ten Maii 1693 <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Gesambte Muller Kirspels Nieberen vbergeben vnderthanig demuthiges Memorial vndt Bittschrifft, darauff &#8230;.. minus gratiosi decretiret<\/em><em> worden. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Gleichwie anderen benachbarten Vnderthanen verbotten worden, bey einen oder anderen frembden Mulleren zu mahlen, sonderen selbige<\/em><sup>1<\/sup><em> bey ihren Mulleren pleiben m\u00fcsen, also wirdt auch meinen Vnderthanen des Kirspels Nieberen vnd zwar yeder so offt er vbertretten wirdt<\/em><sup>2<\/sup><em> vnder einer Straff von 2 G[old]g[ulden] verbotten<\/em><sup>3<\/sup><em> forthin nichts mehr auswendig<\/em><sup>4<\/sup><em> mahlen zu lasen. Dhahingegen aber wirdt auch ihnen M\u00fcller vnder gleichm\u00e4siger Straff befohlen, sie Vnderthanen mit dem Malter vndt Liefferung des Mehls gleich andere<\/em><sup>5<\/sup><em> benachbarte Muller thun, zu halten vndt dieselbe also zu klagen nicht zu verahnlasen.<\/em><sup>6<\/sup><em>. Welches<\/em><sup>7<\/sup><em> der Schultheis<\/em><sup>8<\/sup><em> bey versamblter Gemeindt &#8230;..<\/em><sup>9<\/sup><em> publiciren<\/em><sup>10<\/sup><em> sonderen auch<\/em><sup>11<\/sup> <em>zugleich den auslandischen Mulleren bedeuten solle, das Kirspel furderst vmb das Gemahl darin zu suchen bey Vermeydung einer arbitrarie<\/em><sup>b<\/sup><em> Straff nicht mehr zu betretten. <\/em><\/p>\n<p><em>Signatum Coblentz, den 2ten Maii 1693. <\/em><\/p>\n<p><strong>Anmerkungen:<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>1<\/sup> <em>selbige<\/em> ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>2<\/sup><em> vnd zwar yeder so offt er vbertretten wirdt <\/em>ist Einschaltung am linken Rand<br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>3<\/sup> dahinter gestr. <em>sich<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>4<\/sup> dahinter gestr. Wort<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>5<\/sup> dahinter gestr. <em>Mul<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>6<\/sup> dahinter gestr. <em>Signatum Coble<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>7<\/sup> dahinter gestr. <em>also<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>8<\/sup> dahinter gestr. <em>also<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>9<\/sup> <em>&#8230;..<\/em> ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>10<\/sup> dahinter gestr. <em>vndt<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>11<\/sup><em> sonderen auch <\/em>steht links vor der Zeile<\/span><\/span><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"07\"><\/a><strong>[I-<\/strong><strong>1694\/9]<\/strong> <strong> vom 26.03.1694: Holzfrevel (fol. 56r) <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Waldf\u00f6rster Jakob Heyer bringt an, da\u00df die Untertanen \u201ein dem sogenannten Mittelberg das Holz eigenm\u00e4chtig aushauen und das Holz hin und wieder begeben (ver\u00e4u\u00dfern)\u201c. Daraufhin ergeht Erlass, da\u00df Jakob Heyer \u201edie geringste Aushauung einiger Eichenst\u00e4mme und Buchen\u201c nicht mehr gestatte, das bisher geschlagene Holz \u201emit Arrest beschlage\u201c, der Gemeinde den Berg bis auf weiteren Bescheid verbiete und sich erkundige, was seit 6 Jahren dort an Holz geschlagen und an wen es ver\u00e4u\u00dfert wurde.<\/p>\n<p><em>Den 26ten Martii <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Der Waldtforster bringt ahn<\/em><sup>1<\/sup><em>, das die Vnderthanen in dem sogenanten Mittelberg das Holtz aigenmechtig aushawen vndt das Holtz hin vnder wieder begeben, beg(e)hrt deswegen Befelch, wie sich desfals zu verhalten. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Demnach<\/em><sup>2<\/sup><em> misfallig vernehmen mus, das die Gemeindt zu Nieberen sich des ihnen vmb einen leidtlichen Zins zu Genuss vergunstigten Mittelbergs misbrauche vndt die Aichenstame aigenen Gefallens aushawen<\/em><sup>3<\/sup><em> lase vndt hin vndt wieder zu verwenden sich nicht endtsehe <\/em>[?]<em>, dieses aber dem ihnen allein<\/em><sup>4<\/sup><em> gegen solchen Zins verliehenen<\/em><sup>5<\/sup><em> Nie\u00dfbrauch sch&#8230;.. starck zu wieder lauffet, als wirdt dem Waltforsteren Jacob Heyer hiemit befohlen, die geringste Aushawung einiger Aichenstamm<\/em><sup>6<\/sup><em> vndt Buchen nicht zu gestatten, das befundlich gehawene Holtz auch mit Arrest zu beschlagen vndt der Gemeindt bis auff ferneren Bescheidt den Berg zu verbiethen<\/em><sup>7<\/sup><em>, sich weniger auch<\/em><sup>8<\/sup><em> zu erkundigen, was von 6 Jahren hero daraus gehawen<\/em><sup>9<\/sup><em>, von wem es geschlagen vndt ahn wen das Holtz begeben worden. <\/em><\/p>\n<p><em>Signatum. <\/em><\/p>\n<p><strong>Anmerkungen <\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>1<\/sup> <em>Der Waldtforster bringt ahn <\/em>steht links vor der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>2<\/sup> dahinter gestr. <em>ich<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>3<\/sup> <em>auszuhawen<\/em> ?,<em> -zu-<\/em> als Einschaltung \u00fcber der Zeile; dahinter gestr. Buchstabe<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>4<\/sup> dahinter gestr. Buchstabe<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>5<\/sup> <em>verliehenen <\/em>ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>6<\/sup> hinter <em>Aichen<\/em>&#8211; gestr. <em>oder &#8230;..<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>7<\/sup> <em>das befundlich gehawene Holtz auch mit Arrest zu beschlagen vndt der Gemeindt bis auff &#8230;..bescheidt den Berg zu verbiethen<\/em> ist Einschaltung am linken Rand<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>8<\/sup> <em>weniger auch <\/em>ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>9<\/sup> dahinter gestr. Buchstabe<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"08\"><\/a><strong>[I-<\/strong><strong>1694\/12]<\/strong> <strong> vom 19.04.1694: Verbot, das Vieh nachts auf die Weiden zu treiben (fol. 57r\/v) <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Grundlage sind laut Protokoll mehrere Klagen wegen Weidesch\u00e4den aus dem Kirchspiel Nievern (von einigen Jahren her). Hierzu finden sich zwei Vorg\u00e4nge vom 15.10.1692<\/p>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">[1692\/16]: Velten Kraus und seinen Gef\u00e4hrten beklagen sich, da\u00df \u201eihnen ihre habenden Grummetwiesen ganz abgeweidet worden\u201c. Dies k\u00f6nnte nur von denjenigen zu Miellen, die Ochsen halten, geschehen sein. Diese nun als \u201eFuhrleute\u201c genannten Ochsenhalter Dietrich Schr\u00f6der, Johannes <em>Diellschneider<\/em>, Johannes Jung und Jakob <em>Diellman<\/em> fr\u00fch verweisen jedoch auf Peter Bernd, dessen Ochsen sie morgens fr\u00fch und abends sp\u00e4t von auf die Weide h\u00e4tten gehen sehen.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">[1692\/17]: Dietrich Schr\u00f6der beklagt einen Weideschaden in einem \u201eSt\u00fcck Hafer\u201c im vorigen Jahr. Er konnte den T\u00e4ter zuerst nicht ermitteln, habe aber dann erfahren, da\u00df es Peter Bernds Sohn mit den Ochsen gewesen sei.<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Man kam nun darauf, da\u00df der Schaden allem Anschein durch nachts auf die Weiden getriebenen Vieh entstanden sein m\u00fcsse. Hierauf wird den \u201eEinwohnern des Kirchspiels Nievern\u201c befohlen, ihr Vieh \u201emit scheinendem Tag\u201c auf die Weiden und auch wieder von den Weiden zu treiben. Das n\u00e4chtliche Weiden an \u201esch\u00e4dlichen und unsch\u00e4dlichen Orten\u201c wird nun g\u00e4nzlich untersagt. Sollte nachts Vieh auf den Weiden angetroffen werden, droht die Konfiszierung. Der Pfarrer wird angewiesen, \u201ebeschehene Verordnung zu m\u00e4nniglicher Wissenschaft von der Kanzel deutlich zu publizieren\u201c, damit sich keiner der Unwissenheit entschuldigen k\u00f6nne.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Demnach von etlichen Jahren hero verschiedene Klagen aus dem Kirspel Nieberen vorkommen, das einen so anderen<\/em><sup>2<\/sup><em> durch Abatzen in Fr\u00fcchten, Wies vndt Felderen<\/em><sup>3<\/sup>,<em> ohn das man die Thater ausforschen konnen, mercklicher Schade<\/em><sup>4<\/sup><em> zugefugt worden, solches aber allem Ahnstehen nach dhahero endtstanden, das einige durch eine Zeit hero eingeschlichenen Misbrauch ihr Vieh bey dunckheller Nachten auff die Weyde getrieben vndt sich deren zu der Nachbarn hochsten Schaden bediendt, gleichwohl nichts billiger dan, das<\/em><sup>5<\/sup><em> allbesorglicher Schade verhutet werde, als wirdt allen vndt jeden Einwohneren des Kirspels Nieberen hiemit<\/em><sup>6<\/sup><em> alles Ernstes befohlen, das fortahn ihr Vieh anderster nicht als mit scheinendten Tag auff, auch mit scheinendten Tag aus der Weidt treiben, sich aber des nachtlichen Weydens<\/em><sup>7<\/sup><em>, es geschehe ahn schadtlich oder ohnschadtlichen Orthen<\/em><sup>8<\/sup><em> vndter Straff der Confiscation<\/em><sup>a<\/sup><em> de\u00df<\/em><sup>9<\/sup><em> bey nachtlicher Weylen auff der Weidt befundenen Vieh\u00df endthalten sollen, gestalten da\u00df<\/em><sup>10<\/sup><em> Vieh, so kunfftig bey Nachtszeit auff der Weidt betretten wirdt, confisciret seye vndt dhavon<\/em><sup>11<\/sup><em> dem Jenigen, so dasselbe in der That betrettet vndt hinder <\/em>[?]<em> den Schulthes nach<\/em><sup>12<\/sup> <em>Nieberen<\/em><sup>13<\/sup><em> &#8230;.. ein vierter Theil, vbrige drey vierte Theil aber zur herrschafftlichen Straff heimgefallen seyen sollen. Vndt wirdt Herr Pastor<\/em><sup>14<\/sup><em>, dhamit<\/em><sup>15<\/sup><em> sich keiner ins k\u00fcnfftig<\/em><sup>16<\/sup> [I, fol. 57v]<em> mit der Ohnwissenschafft endtschuldigen konne, hiemit ersucht, diese also dem gemeinen Wesen zum Besten beschehene Verordtnung zu manniglichen Wissenschafft von der Cantzell de\u00fctlich zu publiciren<\/em><sup>b<\/sup><em>.<\/em><\/p>\n<p><em>Signatum Coblentz, den 19ten April 1694.<\/em><\/p>\n<p><strong>Anmerkungen <\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>1<\/sup> dahinter gestr. <em>vndt deswegen<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>2<\/sup> dahinter gestr. <em>in<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>3<\/sup> dahinter gestr. <em>mercklicher Schade zugef\u00fcgt worden<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>4<\/sup> dahinter gestr. <em>endtst<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>5<\/sup> dahinter gestr. <em>yeden<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>6<\/sup> dahinter gestr. <em>befo-<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>7<\/sup> davor gestr. Buchstaben<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>8<\/sup><em> es geschehe ahn schadtlich oder ohnschadtlichen Orthen<\/em> ist Einschaltung am linken Rand<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>9<\/sup> dahinter gestr. <em>auff die<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>10<\/sup> dahinter gestr. <em>bey nachtlicher &#8230;.. Nachtzeiten auff<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>11<\/sup> dahinter gestr. <em>ein Viertell Theil<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>12<\/sup> dahinter gestr. Buchstabe<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>13<\/sup> dahinter gestr. <em>zu dem Schulthesen<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>14<\/sup><em> vndt wirdt Herr Pastor <\/em>ist Einschaltung am linken Rand, dahinter gestr. <em>ersucht diese<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>15<\/sup> davor gestr. <em>dhamit &#8230;.. also dem gemeinen &#8230;.. beschehene Verordtnung zu manniglichen Wissenschafft<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>16<\/sup> dahinter gestr. <em>sich keiner<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>a<\/sup> Beschlagnahme<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>b<\/sup> bekanntzugeben<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"09\"><\/a><strong>[I-<\/strong><strong>1694\/20]<\/strong> <strong> vom 23.08.1694: Falsche Kornwaage der M\u00fcller (fol. 60r) <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Text bezieht sich zun\u00e4chst auf die im Protokoll vom 14.08.1694 genannten Personen, die das Verbot, ausw\u00e4rts mahlen zu lassen, \u00fcbertreten haben. Diese f\u00fchren jedoch an, von den M\u00fcllern \u00fcbervorteilt worden zu sein. Weiterhin berichtet das Protokoll, es gebe mehrere Beschwerden der Untertanen des Kirchspiels Nievern, das die dortigen M\u00fcller \u201emit dem Malter sehr unrichtig verfahren\u201c. Die sei auch der Grund, warum einige ausw\u00e4rts mahlen lie\u00dfen. Den M\u00fcllern wird bei einer Strafe von 6 Goldgulden eine Frist von 10 Tagen gesetzt, eine \u201erichtige Waage\u201c und \u201egen\u00fcgsam gezeichnete Gewichte\u201c in ihre M\u00fchle zu schaffen, \u201eauf dieses Gewicht zu mahlen\u201c und sich \u201emit dem gew\u00f6hnlichen Malter zu begn\u00fcgen\u201c.<\/p>\n<p><em>Das Mahlen betreffend <\/em><\/p>\n<p><em>Den 23ten Augusti <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Erschienen die wegen des Mahlens in Straff Declarirte vndt wolten sich zwar excu[l]piren<\/em><sup>a<\/sup><em>, das die M\u00fcller sie vbernehmen thaten vnd zu viel molterten <\/em>[?]<em>, weilen sie aber solches zu vorders<\/em> <em>ahnbringen <\/em>[?]<em> sollen &#8230;.. es gn\u00e4dige Herrschafft bey der Straff gelasen. Dhamit sie aber wegen des Mahlen\u00df<\/em><sup>1<\/sup> <em>gegen die Muller keine fernere Klag haben mogen, ist vor die Muller folgendter Befelch ergangen, yedoch haben ihrer yeden die Straff endtlich halb nachgelasen, das also yeder 1 G[old]g[ulden] geben solle. <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Demnach die Vnderthanen des Kirspels Nieberen sich beschweren, das dhasige Kirspels<\/em><sup>2<\/sup><em> Muller<\/em><sup>3<\/sup><em> mit dem Malter sehr ohnrichtig verfahren vndt sie zuweilen viel zu kurtz kommen, deswegen auch endtlich genothiget seyn wurden, auswendig mahlen zu lasen, als wirdt<\/em><sup>4<\/sup><em> zu Abschaffung<\/em><sup>5<\/sup><em> alles Missell\u00df<\/em><sup>b<\/sup><em> vndt kunfftiger Klag yedem M\u00fcller bey 6 G[old]g[ulden] Straff befohlen, innerhalb 10 Tagen eine richtig Wagh vndt zu yede\u00df Erkenntnus genugsam gezeichnetes Gewicht in seine Muhl zu schaffen, forthin auff das Gewicht zu mahlen vndt sich mit dem gewohnlichen Malter zu begnugen, niemanden aber vnder obgedachter Straff<\/em><sup>6<\/sup><em> toties quoties<\/em><sup>c<\/sup><em> graviren<\/em><sup>d<\/sup><em> solle. <\/em><\/p>\n<p><em>Signatum Coblentz, den 23ten Augusti. <\/em><\/p>\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>1<\/sup> dahinter gestr. <em>kein<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>2<\/sup> <em>dhasige Kirspels<\/em> ist Einschaltung \u00fcber gestr. <em>die<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>3<\/sup> dahinter gestr. Buchstabe<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>4<\/sup> dahinter gestr. <em>ihnen<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>5<\/sup> dahinter gestr. <em>als<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>6<\/sup> dahinter gestr. <em>welche<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>a<\/sup> rechtfertigen<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>b<\/sup> zu mhd. <em>missehelle<\/em> (kontrahiert: <em>missele<\/em>) = Mi\u00dfhelligkeit<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>c<\/sup> so oft wie n\u00f6tig<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>d<\/sup> zur Last fallen, belasten<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a name=\"10\"><\/a><strong>[I-<\/strong><strong>1694\/21]<\/strong> <strong> vom 20.09.1694: Richtige Lieferung des Zehnten auch aus den Vorh\u00e4uptern und Weing\u00e4rten (fol. 60v) <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Nach dem Protokoll stehen dem Landesherren grunds\u00e4tzlich auch aus Weinbergen, Vorh\u00e4uptern (Kopfseite eines Grundst\u00fccks) und w\u00fcsten Weinbergen guten Teils das Drittel, durchgehend aber (ohne die Pfarrweing\u00e4rten) der Zehnt zu. Es wird nun verordnet, da\u00df diejenigen \u201eEinwohner des Kirchspiels Nievern\u201c, die in den Landesherrn drittel- oder zehntbaren Weing\u00e4rten, Vorh\u00e4uptern oder w\u00fcsten Weing\u00e4rten s\u00e4en oder pflanzen, den Zehnt richtig liefern und diejenigen, die nur drittelbares Gut haben \u201esich des Drittels halben abfinden sollen\u201c. Der Waldf\u00f6rster wird angewiesen, diese bestimmte Verzehntung bzw. Verdrittelung k\u00fcnftig zu \u00fcberwachen. Die Strafe wird mit 2 Goldgulden angesetzt. Der Schulthei\u00df jedoch soll diese Verordnung vor der versammelten Gemeinde \u201egeb\u00fchrend publizieren\u201c, damit sich keiner der Unwissenheit entschuldigen k\u00f6nne.<\/p>\n<p><em>Wegen des Zehendten in den Vorhaupter vndt in Weingartsbergen\u00a0 <\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Demnach mir<\/em><sup>1<\/sup><em> misfallig vorkommen<\/em><sup>2<\/sup><em>, das bis hierzu <\/em>[?]<em> in meinem Kirspel Nieberen der<\/em><sup>3<\/sup><em> Weingarts, Vorhaupteren vndt auch w\u00fcste<\/em><sup>4<\/sup><em> Weinbergen, woraus mir<\/em><sup>5<\/sup><em> guten Theils der dritte Theil<\/em><sup>6<\/sup><em>, durchgehendts aber, die Pfarrweing[arten] allein ausgenohmen, der Zehendt alleinig competirt<\/em><sup>7a<\/sup>, <em>nicht zu Weingart sonder zu Felt gebawet, daraus aber weder Zehendt noch Drittel<\/em><sup>8<\/sup><em> gegeben wurde<\/em><sup>9<\/sup><em>, solches aber zu mercklichen Verschmalerung meines habendten Drittel vndt Zehendt rechtens gereichet, als wirdt<\/em><sup>10<\/sup><em> hiemit befohlen, das die Einwohnere des Kirspels Nieberen von<\/em><sup>11<\/sup><em> allem<\/em><sup>12<\/sup><em>, so sie in denen mir zehendtbaren oder drittelbahren<\/em><sup>13<\/sup><em> Weingarts, Vorhaupter vndt w\u00fcsten Weing[arten]<\/em><sup>14<\/sup><em> s\u00e4hen oder pflantzen, ohne Vnderscheidt den Zehendt richtig<\/em><sup>15<\/sup><em> liefferen; die Jenige aber, so nur drittelbares Guth haben, sich des Drittels halben abfinden sollen vndt die<\/em><sup>16<\/sup><em> mein Waltforster zur Verzehendt-<\/em><sup>17<\/sup><em> vndt &#8230;.. Theilung respective<\/em><sup>18<\/sup><em> ehe vndt bevor sie die Fruchten hinweghfahren vnder einer Straff von 2 G[old]g[ulden] toties quoties<\/em><sup>b<\/sup><em> beyruffen, von denen Jenigen Fruchten weniger nicht so etwa &#8230;.. abgethan den Zehendten endtrichten sollen. Vndt dhamit sich<\/em><sup>19<\/sup><em> niemandt der Ohnwissenheit endtschuldigen moge, so wirdt dem Schulthesen hiemit befohlen, diese Verordtnung vor versambleter Gemeindten geb\u00fchrendt zu publiciren<\/em><sup>c<\/sup><em>. <\/em><\/p>\n<p><em>Signatum Coblentz, den 20ten Septembris 1694.<\/em><\/p>\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>1<\/sup> <em>mir<\/em> ist Einschaltung \u00fcber gestr. <em>ich<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>2<\/sup> <em>vorkommen<\/em> ist Einschaltung \u00fcber gestr. <em>vernehmen m\u00fcsen<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>3<\/sup> <em>der<\/em> ist Einschaltung \u00fcber gestr. <em>in denen<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>4<\/sup> <em>auch w\u00fcste<\/em> ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>5<\/sup> dahinter gestr. <em>zu<\/em>, dar\u00fcber gestr. Einschaltung <em>woraus zu<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>6<\/sup> <em>Theil<\/em> ist Einschaltung \u00fcber gestr. Wort<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>7<\/sup> dahinter gestr. <em>bisher zu bisher zu zu Verschmalerung &#8230;.. &#8230;&#8230;<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>8<\/sup> dahinter gestr. <em>gereich<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>9<\/sup> <em>wurde<\/em> ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>10<\/sup> dahinter gestr. <em>allen vndt yeden hie<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>11<\/sup> dahinter gestr. Wort<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>12<\/sup> dahinter gestr. <em>so<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>13<\/sup><em> oder drittelbahren <\/em>steht links vor der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>14<\/sup> <em>vndt w\u00fcsten Weing[arten]<\/em> ist Einschaltung \u00fcber gestr. <em>Bergen<\/em>, dahinter gestr. <em>ohne Vnderscheidt, <\/em>vor<em> Bergen <\/em>doppeltes<em> vndt<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>15<\/sup> <em>richtig<\/em> ist Einschaltung \u00fcber gestr. <em>ohne Verschmalerung<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>16<\/sup> dahinter gestr. Wort<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>17<\/sup> aus <em>Verzehendtung<\/em> korrigiert<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>18<\/sup> <em>vndt &#8230;.. Theilung respective <\/em>ist Einschaltung links vor der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>19<\/sup> dahinter gestr. <em>deswegen<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>a<\/sup> zusteht<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>b<\/sup> so oft wie n\u00f6tig<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>c<\/sup> verk\u00fcnden<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"11\"><\/a><strong>27.07.1696: Brennholzlieferung an den Pastor zu Nievern (fol. 37r\/v) <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Bezieht sich auf eine Verordnung vom 14.12.1695, in der \u201edie Untertanen des Kirchspiels Nievern\u201c angewiesen wurden, dem Pastor zu Nievern das zustehende Brennholz zu liefern. Dem \u201eSchulthei\u00dfen und dermaligen B\u00fcrgermeister\u201c wird bei 5 Goldgulden Strafe befohlen, weiteres Brennholz zu liefern.<\/p>\n<p><strong>\u00a0<\/strong>[fol. 37r] <em>Herr Pastor zu Nieberen vbergibt vnderthanige<\/em><sup>1<\/sup><em> Gegenremonstration vndt Supplication<\/em><sup>2a<\/sup><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Gleichwie ich wegen sonderbarer von dem yetzigen<\/em><sup>3<\/sup><em> Herrn Pastoren zu Nieberen mir vndt meinem Haus bezeigten Trewe<\/em><sup>4<\/sup><em>, vorhin sonderlich aber ahm 14ten Decembris nechst abgewichenen Jahres verordtnet, das ihme Herrn Pastoren bis zu meiner Revocation<\/em><sup>c<\/sup><em> vndt ohne einige Consequentz <\/em>[?]<sup>5<\/sup><em> noch &#8230;&#8230; &#8230;.. Verordtnung das nothig Brennholtz durch die Vnderthanen des Kirspels Nieberen<\/em><sup>6<\/sup><em> gemacht vndt beygeliefert worden, also hatte es dhabey sein Bewenden vndt wirdt<\/em><sup>7<\/sup><em> deme Schulthesen vndt dermahligen Burgermeister zu Nieberen hiemit bey 5 G[old]g[ulden] Straff befohlen, also baldt den Ahnstalt zu machen, das<\/em><sup>8<\/sup><em> ohne einige Zeit verlieren vndt noch vor &#8230;.. Erndt wenigst <\/em>[?]<sup>9<\/sup><em> einige<\/em><sup>10<\/sup><\/p>\n<p><em>&#8230;.. Brennholtz<\/em><sup>11 <\/sup>[fol. 37v] <em>hernach aber zu besserer gelegener Zeit weitere Nothurfft beygef\u00fchrt <\/em>[?]<em> werde. <\/em><\/p>\n<p><em>Signatum Coblentz, den 27ten Julii 1696. <\/em><\/p>\n<p>[fol. 37v]<em> &#8230;.. Herr Johan Wilhelm Borkleibner <\/em>[?]<em> zahlt auff erkauffte 2 &#8230;.. 280 Reichsthaler <\/em><\/p>\n<p><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>1<\/sup> dahinter gestr. Buchstaben<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>2<\/sup> darunter vier gestrichene Zeilen<em>Gleichwie vorige Verordtnungen, sonderlich der ahm 14ten Decembris nechstverwichenen Jahres &#8211; Gleichwie ich durch den yetzigen Herrn Pastoren zu Nieberen wegen sonderbahrer mir vndt meinem Haus bezeigten<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>3<\/sup><em> yetzigen <\/em>ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>4<\/sup> dahinter gestr. Buchstaben<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>5<\/sup><em> vndt ohne einige Consequentz <\/em>[?] ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>6<\/sup><em> durch die Vnderthanen des Kirspels Nieberen<\/em> ist Einschaltung am linken Rand<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>7<\/sup> dahinter gestr. <em>ihme<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>8<\/sup> dahinter 2 gestr. Worte<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>9<\/sup><em> wenigst <\/em>[?] ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>10<\/sup> dahinter gestr. Wort<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>11<\/sup> Rest der Zeile gestrichen<\/span><\/p>\n<p><sup>a<\/sup> Gegenvorstellung, Einwand<br \/>\n<sup>b<\/sup> Bitte<br \/>\n<sup>c<\/sup> Widerruf<\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"12\"><\/a><strong>10.11.1698: Holzlieferung nach Koblenz (fol. 40r) <\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Anmahnung an den Schulthei\u00df zu Nievern, den n\u00f6tigen Holzvorrat \u201evon denen auf der Lahn gelegenen D\u00f6rfern\u201c nach Koblenz \u201eunfehlbar zu liefern oder widrigenfalls gew\u00e4rtig zu sein, da\u00df man sich an ihm ergreifen werde\u201c.<strong><br \/>\n<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Gleichwie mir gantz missf\u00e4llig vorgebracht worden, das ohnerachtet all ergangenen Befehlen keine Provision<\/em><sup>a<\/sup><em> von Holtz von<\/em><sup>1<\/sup><em> denen auf der Lohn gelegenen D\u00f6rfferen nacher Coblentz gef\u00fchret, als wirdt hiemit meinem Schultheisen zu Nieberen<\/em><sup>2<\/sup><em> ernstlich ahnbefohlen ohn weittere Zeitt verliehrung den n\u00f6ttigen Vorrath ahn Holtz nacher Coblentz ohnfehlbar zu lieferen oder wiedrigenfals gewerttig zu seyn, das man sich ahn ihme ergreiffen werde. <\/em><\/p>\n<p><em>Signatum Bliscastell, den 10ten Novembris 1698<br \/>\n<\/em><\/p>\n<p><em> C. F. von der Leyen <\/em><\/p>\n<p><strong>Anmerkungen:<\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>1<\/sup> dahinter gestr. <em>Nieb-<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>2<\/sup> dahinter gestr. <em>hiemi<\/em><em>&#8211;<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>a<\/sup> Vorrat<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<h5><strong>Nieverner Amtsprotokolle &#8211;\u00a0 Faszikel III: Herrschaftliche Erlasse<\/strong><\/h5>\n<p><a name=\"13\"><\/a><strong>[III-1726\/1] vom<\/strong><strong> 12.03.1726:\u00a0Verordnung betr. Einrichtung von Nachtwachen im Kirchspiel (fol. 4r)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[III, fol. 4r] <em>Demnach misf\u00e4llig vernehmen m\u00fcsen, da\u00df meine Kirspels Unterthanen auff der Lohn die vorhin erlasene &#8230;<\/em><sup>1<\/sup><em> Verordnung, da\u00df man in dasigen meinen D\u00f6rffger gleich ahn all benachbahrten Orthen die Nachtswacht<\/em><sup>2<\/sup><em> halten und<\/em><sup>3<\/sup><em> unter den Gemeindtsleuthen es umbgehen lasen solle, nicht allein<\/em><sup>4<\/sup><em> ausser Acht gesetzet und damit zu continuiren unterlasen, sonderen auch das Jungvolck beederley Geschlechts Son- und Feyer<\/em><sup>5<\/sup><em>-, auch andern Tag in den Wirthsheusern bis in die spathe, ja gantze N\u00e4cht beym Spiell sich einfindte, als befehle und verordne hiermit widerholter, da\u00df besagte meine Unterthanen die Nachtswacht wider anfangen und damit best\u00e4ndig also und dergestalt<\/em><sup>6<\/sup><em> fortfahren, womit zu Fachbach und Nievern alle Nachts ahn jedem Orth 4 Man (2 vor Mitternach[t] und zwey nach Mitternacht), zu M\u00fchllen aber nur 2 Man (einer vor und der ander nach Mitternacht) herumbgehen und die Stund anblasen<\/em><sup>7<\/sup><em>, die Wirth hingegen niemand l\u00e4nger dan neun Uhr abendts auffhalten, noch nach solcher Zeit was &#8230;..<\/em><sup> 8<\/sup><em> verzapffen sollen. Welches dan mein Schultheis daselbst unter ohnausbleibenden arbitrarie Straff offentlich zu jedermans Nachricht zu verk\u00fcndten und die Contravenierten gehorsambst anzuzeigen hatte <\/em><\/p>\n<p><em>Cob[lentz], den 12ten Martii [1]726 <\/em><\/p>\n<p><strong>Anmerkungen <\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>1 <\/sup><em>&#8230;<\/em> ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>2 <\/sup><em>die Nachtswacht <\/em>Einschaltung \u00fcber gestrichenem <em>einen Nachtswachter, welcher alle Stund herumbgehen und selben blasen solle<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>3 <\/sup><em>und <\/em>ist Einschaltung \u00fcber gestrichenem <em>oder<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>4 <\/sup>dahinter steht gestrichen <em>gegen gedachte Verordnung abgeben konne<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>5<\/sup> dahinter steht gestrichen &#8211;<em>tags<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>6 <\/sup><em>also und dergestalt <\/em>ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>7 <\/sup><em>womit &#8230; anblasen <\/em>ist Einschaltung am unteren Blattrand<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>8 <\/sup><em>was &#8230;. <\/em>ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a name=\"14\"><\/a><strong>[III-1726\/<\/strong><strong>3<\/strong><strong>] vom<\/strong><strong> 12.03.1726:\u00a0Verordnung betreffend Nachl\u00e4ssigkeit in der F\u00fchrung von Kontraktenprotokollen (fol. 5r)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[III, fol. 5r] <em>Nachdemahlen in denen Kauff und Verkauffen weniger nicht dan in<\/em><sup>1<\/sup><em> Ausfertigung der gerichtlichen Obligationen im Kirspel Nieveren ein zimbliche Ohnordnung zu unterlauffen scheinet, als wird hiermit dasigem Gericht<\/em><sup>2<\/sup><em> ahnbefohlen<\/em><sup>3<\/sup><em>, all solch und dergleichen Gerichtsh\u00e4ndel dahier jedesmahl confirmiren und bekr\u00e4fftigen zu lasen, widrigens solche vor null und nichtig erkl\u00e4hret und gehalten werden sollen. <\/em><\/p>\n<p><em>Cob[lentz], den 12ten Martii [1]726 <\/em><\/p>\n<p><strong>Anmerkungen <\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>1<\/sup> dahinter steht gestrichen <em>de<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>2<\/sup> <em>dasigem Gericht <\/em>ist Einschaltung \u00fcber gestrichenem <em>demselben<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>3<\/sup> dahinter steht gestrichen <em>unter<\/em><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"15\"><\/a><strong>[III-1726<\/strong><strong>\/4<\/strong><strong>] vom<\/strong><strong> 16.03.1726:\u00a0Verordnung betreffend Nachl\u00e4ssigkeit in der Anzeige von unehelichen Geburten (fol. 5r)<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>All<\/em><sup>1<\/sup><em> dieweillen sich verschiedentlich zugetragen, da\u00df die fleischliche Laster, ehe und bevor die Persohnen dem christ-catthollischen Gebrauch nach in facie Ecclesiae geeheliget, ge\u00fcbet, andern ohne das der<\/em><sup>2<\/sup><em> ahngebende Vatter sie heyrathen will, beschw\u00e4ngeret werden<\/em><sup>3<\/sup><em>, und solche<\/em><sup>4<\/sup><em> Thatten, indem der Geb\u00fchr nach keine Ahnzeig dar\u00fcber beschehen, ohngestrafft geblieben, als wird dem Schultheisen und Gericht zu Nieveren ahnbefohlen, auff dergleichen fleisigst zu invigiliren, und so bald ein oder anders in Erfahrung gebracht wird, diejenigen gleich ad protokollum zu vernehmen und es demselben, umb hiernechst solche zu behoriger Straff ziehen zu konnen, ordentlich einzuverleiben. <\/em><\/p>\n<p><em>Cob[lentz], den 16ten Martii [1]726<br \/>\nRosenbaum <\/em><\/p>\n<p><strong>Anmerkungen <\/strong><\/p>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><sup>1 <\/sup>davor steht gestrichen <em>Herr Schultheis und Gericht zu Nievern<\/em><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>2<\/sup> dahinter gstrichener Wortanfang<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>3 <\/sup><em>werden <\/em>ist vor die Zeile geschrieben<\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><sup>4 <\/sup>dahinter steht gestrichen <em>dem<\/em> <\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"16\"><\/a><strong>[III-1726<\/strong><strong>\/5<\/strong><strong>]<\/strong><strong>, 16.03.1726:\u00a0Verordnung betreffend Einsendung der B\u00fcrgermeistereirechnungen nach Koblenz (fol. 5r)<\/strong><\/p>\n<p><em>Eodem dem Burgermeister und k\u00fcnfftig anbefohlen, die Burgermeistereyrechnungen hier einzuschicken.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><b>Letztes Update: Oktober 2016<\/b><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><b>Ralph Jackmuth<\/b><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nieverner Amtsprotokolle &#8211;\u00a0 Faszikel I: Herrschaftliche Erlasse Beschreibung der Vorlage Die geheftete Vorlage besteht aus 61 gez\u00e4hlten Bl\u00e4ttern, wobei die beigelegten Zettel und B\u00f6gen mitgez\u00e4hlt sind, um ihre urspr\u00fcngliche Lage zu kennzeichnen. Jedoch sind die Beilagen wahllos eingeschoben worden und haben mit den eigentlichen Protokollen nichts zu tun. Die Bl\u00e4tter 2 und 3 weisen am &hellip; <a href=\"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=1144\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eHerrschaftliche Erlasse\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1144","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1144","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1144"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1144\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1144"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}