{"id":10608,"date":"2023-08-10T17:46:04","date_gmt":"2023-08-10T17:46:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=10608"},"modified":"2023-08-10T17:48:23","modified_gmt":"2023-08-10T17:48:23","slug":"ofb-schweighausen-notabilia-kb-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=10608","title":{"rendered":"OFB Schweighausen &#8211; Notabilia (KB 2)"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><strong><a id=\"nr1\"><\/a>[1] Kirchenbu\u00dfe des Johann Peter Z\u00f6ller<\/strong><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Kirchen Bu\u00df thuende Persohnen 1779<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Nachdem Joh. Peter Z\u00f6ller, Einwohner allhir, neben seiner lebenden Frau mit Maria Catharina Michelin von Gei\u00dfig geb\u00fcrtig, welche als Magd bey ihm gedient, Ehebruch getrieben und gedachte Weibspersohn auch schwanger worden, so habe nach meinem Amt pflichtm\u00e4\u00dfig diesen Hergang gn\u00e4digster Herrschafft berichtet, welche dan ihren H[errn] Consulenten Hiemer diese Sache untersuchen la\u00dfen. Nachdem nun bey Untersuchung sich die Sache so befunden und auch das Gest\u00e4dni\u00df von dem Ehebrecher gleich erfolgt ist, so haben gn\u00e4digste Herrschafft nicht allein beyden die herrschafft[liche] Strafe angesetzt, sondern auch mir den Befehl zugehen la\u00dfen, da\u00df ich beyde die Kirchenbu\u00dfe privatim coram pr\u00e6sbyterio abnehmen solte. Zu dem Ende habe beyde Persohnen vor mich komen la\u00dfen, ihnen diesen herrschafft[lichen] Befehl angek\u00fcndiget und ihnen vorbereitungswei\u00dfe gesagt, was zu ihrer Bu\u00dfe u[nd] Be\u00dferung n\u00f6tig war. Zugleich habe auch den 18 Junij ihnen bestimt, wo solche Kirchen Bu\u00dfe vor sich gehen solte, welches dan auch heute in Gegenwart des Kirchenvorstehers Joh. Henrich Maus und des Einwohners Joh. Philipp Beckers \/: dan den andern Kirchen\u00e4ltesten konte ich nicht dazu nehmen, weil er ein leib[licher] Bruder vom dem Ehebrecher war :\/ geschehen. Gott la\u00dfe ihre Bu\u00dfe rechtschaffen seyn und beyde Gnade finden vor seinen Augen hir in der Zeit u[nd] dort in der Ewigkeit, um Jesu Christi Willen, Amen. Schweighau\u00dfen, den 18 Junij 1779. Joh[annes] Haupt, p[ro] t[empore] past[or].<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Schreiben des H[errn] Metropolitans Snell zu Dachsenhausen un Betreff des Johann Joseph Faut u[nd] Rosina Radtin, welche den 17 Novemb[ris] 1776 allhir ains copuliret worden, nebst dem \u00fcber beyde gef\u00fchrten Protocollo und darauf erfolgten Resoluti, auf gn\u00e4digst herrschafft[lichen] Befehl hir eingetragen von Joh. Haupt, p[ro] t[empore] past[or].<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Vorzeiger dieses, Johann Joseph Faut, seiner Profession ein Drucker, hat bisher nirgends zur prister[lichen] Copulation mit seinem Weibe Rosina Radtin, welche er bey sich hat, gelangen k\u00f6nen, und zwar aus der Ursach, weil sie beyde kein gewi\u00dfes Heimath haben, sondern von armen Eltern an frembdten Orten erzeuget worden, mithin keinen Gebuhrts-, noch Tauf-Schein aufzuweisen haben.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Derselbe hat sich bey uns beiden Geistlichen zu Dachsenhau\u00dfen u[nd] Dornholtzhau\u00dfen gemeldet und mit bu\u00dffertigem Bekentni\u00df seiner anticipirten ehel[ichen] Beiwohnung, um die Absolution und Aufnahm zum h. Abendmahl, so dan zu mehrerer Beruhigung seines Gewi\u00dfens, um die pristerl[iche] Copulation demuthig und eindringlichst angesucht.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Nachdem wir nun alle Umst\u00e4nde auf das Genauste gepr\u00fcft und auch auf alle Fragen und gemachte Einwendungen eine genugthuende Antwort von ihm erhalten und \u00fcberhaupt eine christliche Gesinnung bey ihm wahrgenommen haben, so w\u00fcrden wir beyde von unsern Persohnen nicht das mindeste Bedencken tragen, seiner Bitte zu willfahren, wan uns nur nicht durch unser Consistorial Verordnungen die H\u00e4nde allzu viel gebunden w\u00e4ren.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Wir wi\u00dfen ihm daher keinen be\u00dferen Rath zu geben, als da\u00df er sich zu Seiner Hochfreyherrl[ichen] Gnaden, dem Herrn Baron von Stein,\u00a0 wende und Hochdieselben um gn\u00e4dige Erlaubni\u00df, an einen dero eigenen Pfarrer, diese Personen nach vorg\u00e4ngiger Absolution pristerl[ich] zu copuliren, unterth\u00e4nigst bitte. Wir unsers Orts wollen ihn zur gn\u00e4digen Willfahrung in tiefer Unterth\u00e4nigkeit hiedurch bestens empfohlen haben.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>\u00a0<\/em><\/span><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Dachsenhau\u00dfen und Dornholtzhau\u00dfen, den 13 Novemb[ris] 1776<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>M[agister] J[ohann] P[eter] Snell, Pf[arrer] zu Dachsenhau\u00dfen<br \/>\n<\/em><\/span><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>J[ohann] D[ietrich] Wagner, Pf[arrer] zu Dornholzhau\u00dfen<\/em><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><strong><a id=\"nr2\"><\/a>[2] Eheschlie\u00dfung von Joseph Faut aus Hannover und Rosina Radt aus Goldberg (Schlesien) am 17. November 1776 in Schweighausen.<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\">Ihre Tochter Maria Elisabeth wird am 08.12.1776 in Fr\u00fccht geboren und am gleichen Tag dort getauft. Eine weitere Tochter, Philippina Dorothea, wird am 12.01.1786 im Alter von 7 Jahren weniger 20 Tagen in Fr\u00fccht begraben.<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>\u00a0<\/em><\/span><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Actum Na\u00dfau, den 16 Novemb[ris] 1776<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Nachem Joseph Faut und Rosina Radtin bey Endes Unterzogenem mehrf\u00e4ltig angestanden, ihnen bey gn\u00e4diger Herrschafft die Erlaubni\u00df auszuw\u00fcrcken, da\u00df sie durch einen von denen Herrn Pfarrer zu Schweighau\u00dfen oder Fr\u00fccht copuliret werden d\u00f6rffen, indem sie beyderseits Soldaten Kinder und also so zu sagen nirgend her zu Hau\u00df seyen, sich mit ihrer Profession der Druckerey n\u00e4hreten, wegen Armuth aber und weil sie die erforderl[ichen] Zeugni\u00dfe nicht aufbringen k\u00f6nten, von denen bebachbarten he\u00dfischen darmst\u00e4dtischen und na\u00dfauischen Herren Pfarrer nicht copuliret werden k\u00f6nten, gleichwohlen in einer ehelichen Verbindung zusammen lebten und w\u00fcnschten, da\u00df solche durch pristerl[iche] Einsegnung genehmigt und sie dadurch in den Stand gesetzt w\u00fcrden, ihr Gewi\u00dfen vollst\u00e4ndig zu beruhigen und sich Gottes Seegen zu versprechen, so wurde ihnen zwar ihr Begehren jederzeit aus denen nehmlichen Gr\u00fcnden abgeschlagen, welche die ausw\u00e4rtigen Herrn Pastores zur Verweigerung der benedictionis sacerdotalis angaben. Allerma\u00dfen aber laut Beylage sub sig[no] O die daselbst ernante Herrn Pfarrer und in specie Herrn Metropolitan Snell von Dachsenhau\u00dfen, welcher als ein rechtschaffener und seine Amtspflichten p\u00fcnctlich erfullender Mann bezeuget, wie die Umst\u00e4nde beyder Supplicanten so beschaffen w\u00e4ren, da\u00df sie sich kein Bedencken machten, ihnen die benedict[ionem] sacerdotal[em] zu ertheilen, so haben S[ein]e Hochfreyherrl[iche] Gnaden befohlen, solche annoch vorhero ad protocollum zu vernehmen und nach befindenden Unst\u00e4nden den herrschaft[lichen] Consens zu ihrer Copulation, jedoch vorbeh\u00e4ltlich der allenfalsigen Einwendungen Hochderoselben, Herrn Pfarrers zu Schweighau\u00dfen zu ertheilen.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>\u00a0<\/em><\/span><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Demezufolge beyde Supplicanten folgendermaa\u00dfen constituirt worden.<\/em><\/span><\/p>\n<table>\n<tbody>\n<tr>\n<td width=\"246\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Qu\u00e6st[io] 1) De personalibus.<\/em><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"358\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Johan Joseph Faut, \u00e6tat[is] 41 Jahr, geb\u00fcrtig aus der Stadt Hannover, sein Vatter seye Soldat in hann\u00f6verischen Diensten gewe\u00dfen, er habe die Druckerey auf Leinwand erlernet, worauf er sich seit dem Tod seiner Eltern, beyderseits vor etl[ichen] 30 Jahren gestorben, n\u00e4hre.<\/em><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"246\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>2) Warum er nicht in Hannover geblieben u[nd] daselbst seine Profe\u00dfion fortgetrieben?<\/em><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"358\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Seye unter die Soldaten gekommen und im letzten Krieg von den Frantzosen gefangen worden, wo selbst er wieder lo\u00df worden, weil er aber in seinem Vatterland keine Erbschafft gehabt habe, so seye er gen\u00f6thiget gewe\u00dfen, in der Welt umher zu ziehen und seiner Druckerey abzuwarten.<\/em><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"246\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>3) Wo und seit wan er mit Constitutin bekandt worden seye?<\/em><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"358\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Seye nunmehro 5\/4tel Jahr, da\u00df er mit ihr auf dem Hunds-Ruck seye bekandt worden, woselbst er in einem Dorf Kleinich <\/em>[VG Bernkastel-Kues]<em> &#8230; baadisch und zweybr\u00fcckischer Hoheit kranck gelegen, Constitutin aber sich seiner angenommen, da\u00df er nicht im Elend umgekommen sey.<\/em><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"246\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>4) Ob er nicht schon vorher mit Weibsbildern bekandt und in specie nicht verheurathet gewe\u00dfen?<\/em><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"358\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>K\u00f6nne vor Gott dem Allm\u00e4chtigen bezeugen, da\u00df er mit niemand verheurathet gewe\u00dfen seye.<\/em><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"246\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>5) Ob er die Bigamie vor ein Verbrechen halte und wi\u00dfe, was vor hohe Straf darauf gesetzt sey?<\/em><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"358\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Ja, in allweg halte es vor die gr\u00f6\u00dfte S\u00fcnde und die Pflicht christ[licher] Obrigkeiten, Bigamos criminaliter zu bestrafen.<\/em><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"246\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>6) Ober er also im Fall sein Angeben ad qu\u00e6st[ionem] 4 nicht wahr seyn solte, alle Verantwortung und Straf auf sich allein ziehen und sich noch \u00fcberdas der obrigkeit[lichen] Ahnung unterwerffen wolle, da\u00df er gn\u00e4dige Herrschafft mit Unwarheiten hintergangen?<\/em><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"358\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Ja, er unterwerffe sich nicht allein allen weltlichen Richter zur sch\u00e4rfsten Strafe, sondern auch dem allm\u00e4chtigen Richterstuhl Gottes, wofern sein Angeben nicht wahr seye.<\/em><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"246\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>7) Ob er mit Constitutin in keiner Verwandtschafft stehe und warum er die n\u00f6tige Zeugni\u00dfe nicht beybringe?<\/em><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"358\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Gantz und gar nicht. K\u00f6nne die Zeugni\u00dfe wegen gro\u00dfer Entfernung und Mangel an Geld und Addressen nach Hannover nicht beybringen.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Die Wahrheit dieser Au\u00dfagen t[estiert] Johann Joseph Faut.<\/em><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"246\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>8) Rosina Radtin. De personalibus.<\/em><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"358\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Rosina Radtin, \u00e6tat[is] 29 Jahr, geb\u00fcrtig aus Preusisch Schlesien und zwar aus der Stadt Goldberg. Ihr Vatter seye Soldat in preusischen Diensten gewe\u00dfen und vor 20 Jahren gestorben.<\/em><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"246\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>9) Wie und auf was Art sie auf den Hunds R\u00fcck gekommen?<\/em><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"358\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Ihr Vatter seye aus preusischen Diensten gekommen und \u00fcberall herumgezogen, habe auf dem Hunds R\u00fcck sein Brod auf denen Fl\u00f6tzen verdienet, welches der Anla\u00df zu ihrer Dahinkunfft gewe\u00dfen.<\/em><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"246\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>10) Wie sie sich nach dem Tod ihres Vatters ern\u00e4hret habe?<\/em><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"358\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Mit N\u00e4hen und Stricken, auch wan solches nicht hinreichend gewe\u00dfen, mit Heischen vor der Th\u00fcre.<\/em><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"246\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>11) Wie sie an Constituten gekommen?<\/em><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"358\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Wie die armen Leuten, welche ihresgleichen suchen, so gut wie die Vornehmen. Er habe kranck in ihrem Hau\u00dfe gelegen und sie habe in Betracht seiner guten Kentni\u00dfe in Gottes Wort und seines ehrbaren Wandels sich seiner angenommen, ihme abgewartet und ihre Erkentlichkeit seye der Ursprung ihrer nachherigen Liebe zu ihm gewe\u00dfen.<\/em><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"246\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>12) Ob sie seit dieser Zeit immer als Mann und Frau zusammen gelebt haben?<\/em><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"358\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Ja.<\/em><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"246\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>13) Ob sie schon ein Kind mit ihm gehabt und warum sie sich nicht haben trauen la\u00dfen?<\/em><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"358\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Dermahlen sey sie gesegneten Leibes, habe aber noch kein Kind von ihm gehabt und k\u00f6nne eben aus den nehm[lichen] Ursachen wie Constitutus keine Zeugni\u00dfe aufbringen.<\/em><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"246\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>14) Solle auf die Qu\u00e6st[iones] 5 u[nd] 6 ebenfals antworten.<\/em><\/span><\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"358\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Stehe mit keinem Menschen in ehe[licher] Verbindung, wolle auch alle zeit[liche] u[nd] ewige Strafen auf sich allein laden, wo sie gn\u00e4dige Herrschafft mit der Unwahrheit berichte.<\/em><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<tr>\n<td width=\"246\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Beyde.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Worauf sie sich dan bey ihrer unvorsichtigen Heurath verla\u00dfen und ob sie nicht vielmehr davon abstehen und Gott ihren Fehler abbitten wollten, als ihre Kinder hink\u00fcnfftig gleichfals dem Mangel und Elend aussetzen?<\/em><\/span><\/p>\n<\/td>\n<td style=\"text-align: justify;\" width=\"358\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>K\u00f6nnen das Kind unter ihrem Hertzen nicht mehr verla\u00dfen, auch nicht von einander abstehen, sondern \u00fcberla\u00dfen sich der Gnade u[nd] Barmhertzigkeit Gottes und bitten gnadigste Herrschafft fu\u00dff\u00e4llig um Erlaubni\u00df der prister[lichen] Einsegnung.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Pr\u00e6lecta. T[estis] kan nicht schreiben.<\/em><\/span><\/td>\n<\/tr>\n<\/tbody>\n<\/table>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Resol[utum]. <\/em><\/span><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Vorstehendes Protocoll samt Beylage wird dem H[errn] Pf[arre]r von Schweighau\u00dfen communiciret, um solches abschrifft[lich] in das Kirchenbuch einzutragen oder beyzulegen. Das Original aber ad acta zu reproduciren. Somit demselben angef\u00fcget, beyde Supplicanten nochmahlen selbst zu vernehmen, dafern er irgend ein impedimentum canonicum etwas noch entdecken solte, gn\u00e4diger Herrschafft zu berichten. Wo aber nicht, so wird von Herrschaffts wegen erlaubt, die Suppl[icanten] in der Kirche zu Schweighau\u00dfen, jedoch in der Stille zu copuliren. <\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Hiemer<br \/>\n<\/em><\/span><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Freyherrl[ich] von Steinischer Secretarius<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Copia des darauf von mir ertheilten Copulations Scheins. <\/em><\/span><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Nachdem Vorzeiger dieses, Johann Joseph Faut aus Hannover herkommend und seiner Profession nach ein Leinwandsdrucker, und Rosina Radin aus Goldberg in Schlesien geb\u00fcrtig, miteinander auf dem Hundsruck bekandt geworden, auch ihrem Gest\u00e4ndni\u00df nach \u00fcber 5\/4 Jahr als Mann und Frau beyeinander gelebet, so da\u00df letztere auch von ersterem schwanger geworden, aus Mangel aber ihrer beyderseitigen Geburts-Scheine, die sie sowohl wegen der weiten Entfernung, als auch wegen Armuth nicht berbeyschaffen k\u00f6nnen, nirgends und in keinem Lande zur pristerlichen Trauung haben gelangen k\u00f6nnen, so haben sie endlich auf Recommendation zweyer benachbarten Geistlichen von dem reichs-frey-hochwohlgebohr[enen] Freyherren von und zum Stein, nachdem Hochdieselben durch Dero Herrn Secretarium diese beyde nach einander ad protocollum nehmen la\u00dfen, den herrschafft[lichen] Consens in der ehe[lichen] Verbindung und die gn\u00e4dige Erlaubni\u00df erhalten, da\u00df solche durch den Hochdenenselben eigenen Pfarrer zu Schweighau\u00dfen solte verrichtet werden.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Nachdem nun von meiner gnadigen Herrschafft sowohl das gef\u00fchrte Protocoll zur Einsicht, als auch den gn\u00e4digsten Befehl, wan anders mir kein impedimentum canonicum bekandt w\u00e4re, zur prister[lichen] Trauung dieser beyden Persohnen erhalten, so habe denselben pflichtm\u00e4sig nachleben wollen und also diese angezeigte Persohnen auf den 24 post Trinit[atis], ware der 17 Nov[embris], nachdem ihnen in Gegenwart der beyden Kirchen \u00c4ltesten ihre Privat Bu\u00dfe abgenommen, darauf Absolution und auf ihr Verlangen das hei[lige] Abendmahl ertheilet, im Nahmen Gottes ehelich eingesegnet. Gott la\u00dfe ihre Bu\u00dfe rechtschaffen vor ihm seyn ppp.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>In desto mehrerer Beglaubigung dieses Vorgangs und da\u00df beyde mehr angezeigte Personen durch pristerl[iche] Einsegnung w\u00fcrcklich miteinander verbunden worden, habe solches sowohl mit meiner eigenen Hand Unterschrifft, als auch mit meinem gew\u00f6hnlichen beygedruckten Pettschafft attestiren sollen u[nd] wollen.<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Schweighau\u00dfen bey Na\u00dfau, den 17 Nov[embris] 1776<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>L[ocus] S[igilli]<\/em><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Johannes Haupt<br \/>\n<\/em><\/span><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Hochfreyherr[lich] von Steuinischer Pfarrer<\/em><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt; font-family: times new roman, times, serif;\"><strong>Letzte \u00c4nderung: 10. August 2023<\/strong><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt; font-family: times new roman, times, serif;\"><strong>Ralph Jackmuth<\/strong><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[1] Kirchenbu\u00dfe des Johann Peter Z\u00f6ller Kirchen Bu\u00df thuende Persohnen 1779 Nachdem Joh. Peter Z\u00f6ller, Einwohner allhir, neben seiner lebenden Frau mit Maria Catharina Michelin von Gei\u00dfig geb\u00fcrtig, welche als Magd bey ihm gedient, Ehebruch getrieben und gedachte Weibspersohn auch schwanger worden, so habe nach meinem Amt pflichtm\u00e4\u00dfig diesen Hergang gn\u00e4digster Herrschafft berichtet, welche dan &hellip; <a href=\"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=10608\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eOFB Schweighausen &#8211; Notabilia (KB 2)\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-10608","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/10608","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10608"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/10608\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10608"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}