{"id":1044,"date":"2016-10-21T15:44:18","date_gmt":"2016-10-21T15:44:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=1044"},"modified":"2016-10-22T17:43:28","modified_gmt":"2016-10-22T17:43:28","slug":"lhak-best-48-nr-3648","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=1044","title":{"rendered":"LHAK Best. 48 Nr. 3648"},"content":{"rendered":"<h5 style=\"text-align: left;\"><b>Weistum des Kirchspiels Nievern 1641<\/b><\/h5>\n<p><strong>Inhalt:<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#autor\">Autor, Datum, Motivation<\/a><\/p>\n<ol>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#01\">Fischerei<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#02\">Grenzen<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#03\">Forstwesen<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#04\">Aus- und Einzug in die Herrschaft<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#05\">Pfarrwesen<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#06\">Kirchenbau<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#07\">Geb\u00e4ude<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#08\">G\u00fcterverkauf von Ausw\u00e4rtigen<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#09\">Heirat<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#10\">Frondienste<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Weitere Fragen<\/li>\n<\/ol>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#11\">1. Frage: G\u00fcterverkauf von Ausw\u00e4rtigen<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#12\">2. Frage: Verteilung des sog. kleinen Zehnts und des Heuzehnt<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#13\">3. Frage: Rauch- und Leibh\u00fchner<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#14\">4. Frage: Rechte und Pflichten des H\u00fchnerberger Hofmanns<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#15\">5. Frage: Heuzehnt<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#16\">6. Frage: Bewirtung am &#8222;Herrn-Gedenktag&#8220;<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#17\">7. Frage: Abgabe f\u00fcr Nutzung der \u00c4cker<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#18\">8. Frage: Send<\/a><\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\"><a href=\"#19\">9. Frage: Frondienste der Untertanen unter dem Herrn von Staffel<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n<p><a name=\"autor\"><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\"><b>Autor, Datum, Motivation<\/b><\/p>\n<p>Aufgestellt am 21.02.1641 durch Blasius Schr\u00f6der, Pastor in Strimmig, weil die alten Einwohner nicht mehr leben und \u201edas Kirchspiel mit jungen B\u00fcrgern besetzt wurde\u201c und diese \u201ebei altem Brauch und Herkommen verbleiben\u201c sollen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[fol. 1r*] <em>Verzeichnus<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><i>Nieberer<\/i><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote1sym\" name=\"sdfootnote1anc\">1<\/a><\/sup><i>, Fachbacher und M\u00fclheimer Gemeinen Kirchen, Pfarrhoff, sambt denen Herrn von der Leyen H\u00f6ffen zu Facbbach und Hunerberg Gelegenheith[en] und Ohngelegenheith[en], Frohndiensten und sonsten durch mich, Blasium Schr\u00f6derum, pastore in Strimmig, anno 1641, d[en] 21t[en] Monaths Februarii de\u00dfweg[en], weilen die alte Ingesessenen Todte verfahren<\/i><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote2sym\" name=\"sdfootnote2anc\">2<\/a><\/sup><i> und das Kirspel mit jungen Burgern besetzt, auf das Pappier bracht worden, umb das die Herrschafft, so wohl al\u00df die Vnterthanen bey altem Brauch und Herkommen verbleiben, wie dan auch selbig[en] Mein Gro\u00dfg[\u00fcnstiger] Herr Damian von der Leyen<\/i><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote3sym\" name=\"sdfootnote3anc\">3<\/a><\/sup><i>, Churf\u00fcrst[licher] Trier[ischer] Landt- <\/i>[fol. 1v*] <i>-Hoffmeister (christmildter Ged\u00e4chtnus) bey Erkaufung<\/i><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote4sym\" name=\"sdfootnote4anc\">4<\/a><\/sup><i> gedachter Herrschafft best\u00e4ttiget und bekr\u00e4fftiget hat, al\u00df folgene zu ersehen ist.<\/i><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"01\"><\/a><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><b>1. Fischerei<\/b><\/h5>\n<p align=\"JUSTIFY\">Heinrich Augustin von Staffel<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">hatte immer seine eigenen Fischer auf der Lahn gehabt, die ihm j\u00e4hrlich von jedem Nachen den Nachen- oder Fischerzins geben<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">zieht 1625 2000 Pfund Fisch aus der Lahn<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">befiehlt in dieser Zeit seinem Schulthei\u00dfen <i>Niclas Lengling<\/i>, er soll von jedem Fischernachen der nassauischen Untertanen, die auf seinem Wasser fischen, 2 Goldfloren erheben und in Rechnung bringen<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p align=\"JUSTIFY\">Damian von der Leyen (als neuer Herr)<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">l\u00e4\u00dft sich anstatt der 2 Goldfloren Fischerzins w\u00f6chentlich freitags und samstags oder auch sonst bei Bedarf Fisch in den Leyschen Hof nach Koblenz liefern, jedes Pfund im Preis und Wert, wie es die kurf\u00fcrstlich-trierischen Fischer in die \u201eBurg zu Koblenz\u201c liefern<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">hebt den Fischerzins somit auf<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Von der Lohn und Leyschen angeh\u00f6riger W\u00e4\u00dferen<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><i>1mo<\/i><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\"><i>Erstlich ist zu wissen, da\u00df der Wohledelgeboh[rne] und Gestr[enge] Henrich Augustin von Staffel in- und alleweeg seine eigene Fischer auff der Lohn, so weith und breidt sich sein Herrlichkeith erstreckt gehabt und gehalten, welche ihm j\u00e4hrlichs von jedem Nachen gewi\u00dfen Nachen- od[er] Fischerzins<\/i><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote5sym\" name=\"sdfootnote5anc\">5<\/a><\/sup><i> geben und entrichtet. Auch haben Ihro Adeliche Gest[renge] Obg[edachte] anno 1625 in persona neben gemeiner Burgerschafft und <\/i>[fol. 2r*]<i> Fischeren einen actum verae possessionis mit dem grossen Scham Burger sein Garn die Lohn zugestrickt, wed[er]<\/i><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote6sym\" name=\"sdfootnote6anc\">6<\/a><\/sup><i> unten und oben &amp; mehr dan 2000 [Pfund] Fisch in zweyen Z\u00fcgen herausgethan und gefangen. Umb selbige Zeith hat auch der Wohledel und Gestreng Henrich Augustin von Staffel seinem Schulthei\u00dfen Niclas Lengling ernst[lich] ahnbefohlen, er solle von jedem Fischernachen, so auch von den nassauischen Unterthanen auf seinem Wasser zu fischen gef\u00e4rth<\/i><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote7sym\" name=\"sdfootnote7anc\">7<\/a><\/sup><i> werden, 2 Goldf[loren] erheben und in die Rechnung bring[en]. J\u00e4hr[lich] hingegen hat der Wohledelgeboh[rne] und Gestrenge Damian von der Leyen bey seinem ersten Eintridt in die Herrschafft vor guth ahngesehen und befohlen, <\/i>[fol. 2v*] <i>da\u00df besagte Fischer insgemein ahn Statt den 2 Goldf[loren] Fischerzins wochentlich ahm Frey- und Sambstag, auch sonsten, wan es die Noth erfordert, Fisch zu Behuffe des Leyschen Hoffs in Coblentz einbring[en] und liefferen sollen, jedes Pfund in Prei\u00df und Werth, gleichwie die Churf\u00fcrst[liche] Trier[ische] Fischer das [Pfund] Fisch in die Burg zu Coblentz liefferen, also der j\u00e4hr[liche] Fischerzins aufgehebt worden, aus Ursachen bevorstehet bi\u00df zu anderw\u00e4rthlicher Verordnung.<\/i><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"02\"><\/a><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><b>2. Grenzen<\/b><\/h5>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">Betrifft die angrenzende \u201eFr\u00fcchter Mark\u201c beim Begehen der Marksteine und Grenzen; Rechtsstreit zwischen Heinrich Augustin von Staffel und Fr\u00fccht<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">Die Stadt Oberlahnstein hat eine Hecke oberhalb der 3 M\u00fchlen [bei Miellen], die seither zur \u201eNieverner Mark\u201c gez\u00e4hlt werden<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">alle rechtlichen \u00dcbertretungen wurden von den Sch\u00fctzen angezeigt und die \u201eFachbacher Gemeinde abgestraft\u201c, genauso wie die Einwohner von Fr\u00fccht, die \u201edarin br\u00fcchtig oder str\u00e4flich etappt worden\u201c<\/p>\n<p><em>2do<\/em><\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>In dem die Marckstein und Termin der Herrlichkeith Fachbach begang[en], antreffend die Fruchter Marck bey Regirung Henrici Augustini von Staffell, seyn beyde Parteyen <\/em>[fol. 3r*]<em> aufst\u00f6\u00dfig und streitig worden, also dardurch der Au\u00dfgang nit vollzog[en] worden, dar\u00fcber die str\u00e4ffliche Brieff zu ersehen. Die Statt Oberlohnstein hat ein Heck ahm streithbahren Orth oben den 3 M\u00fchlen, die welche jederzeith in Nieberner Marck gezog[en] worden, dan alles, was darinen ruchbahr od[er] strafflich befunden, haben die Schutzen anbracht und die Fachbacher Gemein abgestrafft, wan auch Ingesessene von Frucht darin bruchtig oder str\u00e4flich erdapfft worden.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"03\"><\/a><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><b>3. Forstwesen<\/b><\/h5>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">kein F\u00e4llen der B\u00e4ume im Hochwald f\u00fcr Bauholz und kein Verkauf ohne Genehmigung der Obrigkeit<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">alle geeigneten B\u00e4ume aus dem \u201eM\u00fchlenw\u00e4ldchen\u201c d\u00fcrfen zur Tilgung der Kriegsschulden als Bauholz verkauft werden<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">Alte B\u00e4ume, die nicht mehr als Bauholz verkauft werden k\u00f6nnen, darf die Gemeinde zum Verbrennen verwenden, jedoch nicht unter Vorwand als Bauholz verkaufen<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">Das Treiben der Schweine in die W\u00e4lder zur Eichelmast ist erlaubt<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>3tio<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Im hohen Gewaldts soll kein Baum zum Baw dienlich abgehauwen ohne Vorwissen und Willen der Obrigkeith weg verkaufft werden, <\/em>[fol. 3v*]<em> kein Gradel od[er] Scheren, viel weniger die Erdtstein ahn den terminis der Marcken bey hoher Straff nit abgehauwen werden, dan die\u00dfe vor die K\u2026ter, jene zu den Marcksteinen gehalten werden.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Da\u00df Muhlenwaldtg[en] betreffend, weil selbiges auf Erbguth gepflantzet, wie jetzo die Marckstein noch darein befunden worden neben anderen Zeich[en], und die Kriegsschulden so hoch belauffen, al\u00df hat Mein Gro\u00dfg[\u00fcnstiger] Herr Damian von der Leyen mit Hand und Insiegel bewilliget und bekr\u00e4fftiget, da\u00df ein Kirspel Niebern und Fachbach soll darein alle und jede Baum zum Verbawen dienlich verkauffen, damit Capital und Hauptsummen deren Kriegsschulden<\/em> [fol. 4r*]<em> ableg[en] und bezahlen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Alte abgangene, verfallene Baum seye einer Gemeine[n] zum Brennen verfallen mit Vorbehalt, da\u00df vnter dem Schein der Verprennung kein Kauffholtz darvon gemacht und verkaufft werde. Die\u00dfer Orths antworthete ich auf des Herr Verwalter septimam quaestionem, ob nicht der \u00c4cker dem Gewalts folge.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Cujus enim est sylva, ejusdemqu[ue] sunt in ea crescentes glandines. Die Juristen zwahr haben die\u00df[en] stylum loquendi, jedoch ahn die\u00dfem Orth hat er wed[er] Platz noch Statt, dan vor Alters hero der Gebrauch gewe\u00dfen, da\u00df man j\u00e4hrlichs das \u00c4cker durch gewisse Leuth besehen und erkennen la\u00dfen, wie fern das \u00c4cker sich erstrecke. Darnach sich der <\/em>[fol. 4v*]<em> dominus sylvae zu richten gewust und sich dahin accomodirt, wan der Satz des Aufftriebs (wie hernach erwie\u00dfen soll werden) gemacht und verordnet, mit seinen auffgetriebenen Schweinen der Vnterthanen wed[er] vertrie\u00dflich noch sch\u00e4dlich gewe\u00dfen, also niemahlen ut in fine videre licebit dem Herren des Waldts einige Ergetzlichkeith des \u00c4ckers halben geben, qua de re rationes permultae sunt, de quibus si superis placuerit coram.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"04\"><\/a><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><b>4. Aus- und Einzug in die Herrschaft<\/b><\/h5>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">der Ein- und Auszug ist frei unter der Bedingung, da\u00df der Einziehende keinen Herrn mehr hat<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">Gr\u00fcnde f\u00fcr den Ein- oder Auszug sollen angegeben werden<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">die \u201eGemeindegelder\u201c von 3 Floren sollen gezahlt werden<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">weder von der Obrigkeit noch deren Dienern ist von den Ein- und Ausziehenden daf\u00fcr Geld abgefordert worden nach der Aussage des Damian von der Leyen: \u201eGeht Heinz hin, so kommt Kunz wieder.\u201c<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">Kein Forderung des Besthaupts von den Verstorbenen, egal ob leibeigen oder nicht<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>4to<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Der Aus- und Einzug ist den Vnterthanen frey und franck von Meinem Gro\u00dfg[\u00fcnstigen] Herrn Damian von der Leyen bewilliget und zugesagt cum conditione, da\u00df der Einziehend keinen nachfolgenden Herrn hat. Auch sollen die Aus- und<\/em> [fol. 5r*] <em>Einziehende ihre Ursach und warumb erst[lich] der Obrigkeith ahnzeig[en] und ein solches mit Vorwissen und Bewilligung thun, auch die Gemeine-Geldter, al\u00df die Person 3 F[loren], wie vor alters br\u00e4uchlich, erlegen und zahlen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Von den Ein- und Ausziehenden hat wed[er]<\/em><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote8sym\" name=\"sdfootnote8anc\">8<\/a><\/sup> <em>die Obrigkeith noch ihre Diener niemahlen einiges Geldt abgefordert und ist hiebey Meines Gro\u00dfg[\u00fcnstigen] Herrn Damian von der Leyen Spr\u00fcchworth gewe\u00dfen: \u201cGehet Heins hin, so kommet Cons wied[er]\u201c.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Auch ist von denen Verstorbenen wed[er] das beste Haubt, noch \u2026rbes od[er] einiges Geldt, sie seyn leibaigen od[er] nit leibeygen gewe\u00df[en], abgefordert worden.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"05\"><\/a><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><b>5. Pfarrwesen<\/b><\/h5>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">Kirchenpatrone (collatores) sind die Erben von der Leyen-Adendorf<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">der Pastor erh\u00e4lt j\u00e4hrlich als Besoldung 3 Ohm Wein und 9 Malter Korn aus der Zehntabgabe<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">die Untertanen bestellen die Weing\u00e4rten der Pfarrei und geben dem Pastor j\u00e4hrlich den dritten Teil Trauben neben dem Zehnten, den auch der Pastor empf\u00e4ngt<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">das Gleiche gilt auch f\u00fcr die herrschaftlichen Weinberge<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">die Gemeinde mu\u00df das Pfarrhaus, Scheuern und notwendige St\u00e4lle bauen und instand halten<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">die Gemeinde mu\u00df die K\u00fche und Schweine des Pastors weiden oder h\u00fcten<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">der Pastor treibt in den Wald und auf das Feld genauso viel Schweine wie eine Gerichtsperson, \u201edie welche noch so viele Schweine, als sonst ein gemeiner B\u00fcrger auf die \u00c4cker treibt\u201c [Sinn etwas unklar]<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">Pastor, Gerichtspersonen und allgemein jeder B\u00fcrger kann einem verarmten Mitb\u00fcrger, der keine Schweine auf die \u00c4cker treiben kann, den Anteil Acker abkaufen [auf den er seine Schweine treiben w\u00fcrde]<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">jeder B\u00fcrger treibt 13 Schafe auf die Schafweide, der Pfarrer hat keine Anzahl, die Herrschaft und der Hofmann des H\u00fchnerbergs \u201etreiben auf den \u00fcbrigen Rest, was und wieviel der Weidgang leiden und ertragen kann\u201c<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">Pastor und Schulthei\u00df haben und teilen die Zehntl\u00e4mmer in zwei gleiche Teile ca. an St. Michael [29.09.]<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">desgleichen die Zehntferkel, sofern sie vorhanden sind<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">der Hofmann des H\u00fchnerbergs verk\u00f6stigt und entlohnt den Sch\u00e4fer<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">als Sch\u00e4ferlohn zahlen Pastor und gemeine B\u00fcrger dem Hofmann f\u00fcr jedes Schaf 1 Albus<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">[fol. 5v*] <em>5to<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"LEFT\"><em>Der Pfarr Nieberen veri collatores seyn die haeredes von der Leyen des Haus Adendorff.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Haben j\u00e4hrlichs dem pastori, da der Pfarr-Weingarth[en], \u00c4cker, Wie\u00dfen zu der Pfarr geh\u00f6rig noch in esse gewe\u00dfen, zur Bestallung 3 Ohm Wein und neun Malter Korn aus dem Zehendtfalle<\/em><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote9sym\" name=\"sdfootnote9anc\">9<\/a><\/sup> <em>geben.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die Weing\u00e4rth[en] zu derPfarren geh\u00f6rig seyn die Vnterthanen zu bawen schuldig und geben dem Pastoren jahrlichs davon den dritten Trauben, neben dem Zehenden, den welchen auch der Pastor empfangt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ebenm\u00e4\u00dfig[en] Gebrauch und Gewohnheith mit der Herrschafft Weinberg[en], die auch die Vnter-<\/em> [fol. 6r*] <em>-thanen schuldig zu bawen hat es.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Auch ist ein Gemeine das Pfarrhaus, Schaure[n] und nothwendige Stell dabey zu bawen und in esse zu halten, schuldig.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Auch ist ein Gemeine des pastoris Kuhe und Schwein (salvo honore) zu weyden oder h\u00fctten ohne Zahl schuldig.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Der Pastor treibet in den Waldt und auf das Feldt so viel Schwein al\u00df ein Gerichtspersohn, die welche noch so viel Schwein, al\u00df sonsten ein gemein Burger auf das \u00c4ckern treibt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Dem pastori, Gerichtspersohnen und insgemein einem jeden<\/em><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote10sym\" name=\"sdfootnote10anc\">10<\/a><\/sup> <em>Burger stehet es frey und ist zugela\u00dfen, von seinem Mitburger, welcher verarmbt und kein Schwein<\/em> [fol. 6v*] <em>auf den \u00c4ckeren treiben kan, sein Anpart \u00c4ckers von selbigem armen Burgeren zu kaufen. E\u00df soll aber ein Burger e\u00df bey einem Zukauffen bewenden la\u00dfen, sonsten zur gemeinen Straff gezog[en] wird.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ein jed[er] Burger treibt auf die Schaaffweydte dreyzehen Schaaff. Dem pastori ist seine Zahl nit gesetzt, die Herrschafft und der Hoffman des H\u00fcnerbergs treiben auf den \u00fcbrig[en] Rest, wa\u00df und wieviel der Weydtgang leyden und ertrag[en] kan.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Pastor und Schultheis haben und theilen auf zwey gleiche Part die Zehendlemmer circa S[anc]ti Michaelis Archangeli.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"LEFT\"><em>Zehendt-Ferckel im gleich[en], wan selbiger vorhanden seynd.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[fol. 7r*]<em> Der Hoffmann des H\u00fcnerbergs ernehret, zahl[e]t und belohnet den Sch\u00e4ffer aus Ursachen, dan er gebra\u00fcgt sich des Sch\u00e4ffpergs auf der Herrn Gutheren allein.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Zu Behuff des Schafferlohns, wan die Schaff obg[emelt] vorhanden, zahlet der Pastor und ein gemeiner Burger von jedem Stuck j\u00e4hr[lich] dem Hoffmann 1 Alb[us].<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"06\"><\/a><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><b>6. Kirchenbau<\/b><\/h5>\n<p>\u201eZu erbauen und im Bau zu erhalten schuldig\u201c sind<\/p>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">f\u00fcr das Kirchenschiff die Junker von Staffel als die Zehntherren (decimatores), die den Nieverner und Fachbacher Zehnt von den \u201eOrdens- und Klosterpersonen der Afholderbach, welches Kloster bei dieser Zeit zerst\u00f6rt gewesen\u201c k\u00e4uflich erworben haben<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">f\u00fcr den Chor der Pfarrer, wenn er am Zehnt teilhat<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">f\u00fcr den Turm die Gemeinde<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p>Im Besonderen soll der Kirchenbau \u201evon den wenigen Einkommen und j\u00e4hrlichen Kirchenrenten\u201c instand gehalten werden<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Vom Kirchen-Bauw. 6to<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Obzwahr br\u00e4uchlich, da\u00df die Herren decimatores, die welche vor alters die Ordens- und Cl\u00f6sterpersohnen der Affholderbach, welches Closter bei die\u00dfer Zeith zerst\u00f6rt gewe\u00dfen, von welchen die Wohledelgebohr[ene] Junckeren von Staffel den Nieberer<\/em> [fol. 7v*]<em> und Fachbacher Zehend kaufflich ahn sich bracht, nauim templi, der Pastor chorum, wan er von dem Zehend participirt, die Communitaet turrim zu erbawen und im Baw zu erhalten schuldig, hab jedoch besonder, da\u00df der Kirchenbaw<\/em><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote11sym\" name=\"sdfootnote11anc\">11<\/a><\/sup> <em>von den wenig[en] Einkom[m]e[n] und j\u00e4hrlichen Kirche[n]-Rhenten in esse erhalten werden.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wan und welchergestalt der Sendt zu besitzen, vide numero et folio 21.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"07\"><\/a><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><b>7. Geb\u00e4ude<\/b><\/h5>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">kein Abri\u00df von Geb\u00e4uden im Kirchspiel Nievern und Fachbach ohne Erlaubnis der Herrschaft bei Strafe von 10 Goldfloren<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">alle Quatember soll ein B\u00fcrgermeister mit den Geschworenen einen Umgang machen und alle H\u00e4user, D\u00e4cher und besonders die Schornsteine, die mangelhaft und br\u00fcchig sind \u201ebei versammelter Gemeinde der Geb\u00fchr nach abstrafen\u201c<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Von Hau\u00dferen. 7mo<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Der Wohledel und Gestr[eng] Henrich Augustin von Staffel, wie in Gleichem Mein Gro\u00dfg[\u00fcnstiger] Herr Damian von der Leyen haben ernst[lich] hinterla\u00dfen, da\u00df kein Haus im Kirspel<\/em> [fol. 8r*] <em>Nieberen und Fachbach ohne Ihro od[er] Ihrer Nachkommenden Vorwi\u00dfen und Willen soll abgebrochen werden bey Straff zehn Goldtf[loren]. Alle Quatember soll ein Burgermeister sambt den Geschwohrenen ein Umbgang halten, alle Hau\u00dfer, Dacher und sonderlich die Schornstein, so mangel und brochafft, bey gesambletter Gemeinen der Geb\u00fchr nach abstraffen.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"08\"><\/a><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><b>8. G\u00fcterverkauf von Ausw\u00e4rtigen<\/b><\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\">Werden G\u00fcter den Einwohnern von Ausw\u00e4rtigen verkauft, so soll die Herrschaft den 10. Teil der Geldsumme erhalten<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>8vo<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wan G\u00fcther von Frembten vnd Ausgesessenen verkaufft<\/em><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote12sym\" name=\"sdfootnote12anc\">12<\/a><\/sup> <em>werden den Ingesessen, soll der Venditor der Herrschafft d[en] 10t[en] zu erleg[en] vnd zahlen schuldig seyn vnd bey Empfang der Haubtsumma Geldts des 10 Pfennings geniessen.<\/em> [fol. 8v*] <em>Welches die Meinung bey den Ingesessenen K\u00e4ufferen undt Verkaufferen nit hat, dan sie die\u00dfer Beschw\u00e4rnus exempt gehalten seyn.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Idq[ue] notatum numero 11 ad interrogationem primam pagina decima tertia.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"09\"><\/a><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><b>9. Heirat<\/b><\/h5>\n<p align=\"LEFT\">betrifft \u201ehalbe Kinder\u201c<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>9no<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Wan des Ingesessenen Kirspels Kinder, alle und jede Kinder der Ingesessenen, die welche zu<\/em><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote13sym\" name=\"sdfootnote13anc\">13<\/a><\/sup><em> halben Kinderen in den Ehestand zu tretten in- und zugelassen worden, ohnangesehen die von Nassaw und andere al\u00df un\u00dfer Wid[er]- und Gegenpart allegirt, vorgeben, quod una quoq[ue] proles suum sequatur ventrem hat jedoch der Wohled[el] vndt Gestrenge Henrich Augustin von<\/em><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote14sym\" name=\"sdfootnote14anc\">14<\/a><\/sup> [fol. 9r*] <em>Staffell dis nit ahngesehen, sonderen das erste Kind (obg[edachter] Elteren, so zu halben Kinder[en] sich in das Kirspel hau\u00dflichen nidergela\u00df[en] od[er] geschlag[en]) welcher sich in den heilig[en] Ehestand begeben ohne Vnterscheid, e\u00df seye gleich das j\u00fcngst od[er] elteste, e\u00df seye gleich ein J\u00fcngling od[er] Magdlein gewe\u00dfen, vor sein angeh\u00f6rig[en] Untersas und Leibaig[en] gezog[en], die Gegenparts das ander Kind und also forth ahn und successive. Welches ab anno 1622 meines Wissens also gehalten worden.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"10\"><\/a><\/p>\n<h5 style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><b>10. Frohndienste<\/b><\/h5>\n<ul>\n<li style=\"text-align: justify;\">die Untertanen m\u00fcssen: j\u00e4hrlich das Gras in der \u201eHerrenwiese\u201c m\u00e4hen, das Heu machen und die Scheuer schaffen; im Wald Brennholz f\u00fcr \u201edes Junkers Behausung\u201c zu Fachbach f\u00e4llen; alle Briefe an den Herrn von Staffel nach Balduinstein tragen; Nachen nach Balduinstein \u201eleintrecken\u201c und ziehen, wenn die Herren von Staffel Schiffleute bestellen, um Wein oder sonstige G\u00fcter nach Balduinstein zu bringen<\/li>\n<li>die Herren von Staffel haben den Frohndienstleistenden (\u201eFr\u00f6hner\u201c) ihre Leistung abgegolten<\/li>\n<li>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\">im ersten Jahr des Besitznahme hat Damian von der Leyen die gro\u00dfe \u201eHerrenwiese\u201c m\u00e4hen lassen und den Frohndienstleistenden daf\u00fcr 10 Gulden gegeben<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Frohn-Diensten und Dinstbahrk[eiten]. 10<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die Vnterthanen und Ingesessenen des Kirspels seyn schuldig j\u00e4hrlichs das Gras in d[er] Herren-Wie\u00dfen abzum\u00e4hen, das Hew zu<\/em> [fol. 9v*] <em>machen und in die Scheuwr zu schaffen, darzu und beneben haben sie vor die\u00dfem das Holtz in W\u00e4ldter abgehauwen vor des Junckers Behau\u00dfung gefurt zu Fachbach umb zu verbrennen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Auch haben sie alle Brief ahn den Herren von Staffell geh\u00f6rig auf Baldenstein getrag[en]. Wan auch die Herren von Staffell Schieffleuth bestelt od[er] bedingt<sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote15sym\" name=\"sdfootnote15anc\">15<\/a><\/sup>, umb Wein od[er] sonsten Sach[en] zum Haus Balderstein<\/em><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote16sym\" name=\"sdfootnote16anc\">16<\/a><\/sup> <em>geh\u00f6rig od[er] nothwendig, haben die Ingesessene die N\u00e4chen leintrecken und zieh[en] m\u00fc\u00dfen bis ahn Balderstein.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die Herren von Staffell hingeg[en] und &#8230;d[er] habe[n] den Froneren bey Leistung aller Frohndiensten den nothwendig[en] Kosten gegeben.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Deswegen dan auch Mein Gro\u00dfg[\u00fcnstiger] Herr Damian von der Leyen im ersten Jahr,<\/em> [fol. 10r*] <em>al\u00df Ihro Adtliche Gestr[enge] Possession genohme[n] und mir die gro\u00dfe Herren-Wie\u00dfen zu mehen la\u00dfen ahnbefohlen, zehen Gulden geben, die welche ich den Fr\u00f6neren ahn Statt und Platz des Kostens ausgetheilt und in Rechnung bracht.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\">Diese 10 Punkte hat Pfarrer Schr\u00f6der \u201enach ausgestandener gro\u00dfer Leibsschwachheit\u201c seiner \u201egro\u00dfg\u00fcnstigen Frauen und dem jungen Herrn von der Leyen zu eigener Nachrichtung hinunter geschickt\u201c. [Gemeint ist hier Anna Katharina Waldbott von Bassenheim (* 24.12.1587), die Ehefrau des Damian von der Leyen, der 1639 verstorben ist. Der \u201ejunge Herr von der Leyen\u201c ist wohl der sp\u00e4tere Erzbischof von Trier Karl Kaspar von der Leyen (1618 \u2013 1676)]. Der Pfarrer erh\u00e4lt am 27.08.1644 ein Schreiben (datiert 13.08.1644) mit weiteren Fragen zu den rechlichen Verh\u00e4ltnissen, die er nun ohne l\u00e4ngeren Aufschub nach bestem Wissen und Gewissen beantworten will.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die\u00dfe vorgeschriebene puncta, Ehrenv[e]ster Vorachtbahrer Herr, hab ich anno et die ut supra nach ausgestandener gro\u00dfer Leibsschw[a]chheit aus Ursachen vorahngezog[en] aufgesetzt und wie mich nit anderster erinneren kann, Meiner Gro\u00dfg[\u00fcnstigen] Frawen<\/em><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote17sym\" name=\"sdfootnote17anc\">17<\/a><\/sup> <em>und dem jung[en] Herren von der Leyen<\/em><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote18sym\" name=\"sdfootnote18anc\">18<\/a><\/sup><em> zu einiger Nachrichtung hinunter geschickt. Fals aber, wie vermudlich aus des Herren interrogatoriis zu verstehen, selbige nit zu rechter Handt kommen, al\u00df hab mich<\/em> [fol. 10v*] <em>vnterth\u00e4nigst schuldig befunden zu seyn, anderw\u00e4rtlich aufzusetzen, darmit Meiner Gro\u00dfg[\u00fcnstigen] Frawen, den jungen Herren von d[er] Leyen beforderst zu dienen und dem Herren Verwalter zu willfahren, auch auf die vorgeschriebene interrogatoria nach meinem Gewie\u00dfen keinem zu lieb od[er] leyd als ein Priester antworth[en]. Des H[errn] sein Schreiben sambt den interrogatoriis anno 1644, d[en] 13t[en] Aug[usti] ahn mich abgefertiget, ist mir den 27t[en] ejusdem zu recht gelieffert, den Inhalt od[er] die contenta verstanden, et nec petiit absq[ue] longiori procrastinatione pro posse et nosse beantworth.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"11\"><\/a><\/p>\n<h5 style=\"text-align: justify;\">11. Weitere Fragen<\/h5>\n<p style=\"text-align: justify;\"><b>1. Frage: G\u00fcterverkauf von Ausw\u00e4rtigen. <\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">s. u. Nr. 1<b><br \/>\n<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>11<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Primum interrogatorium fuit non venditor, an vero emptor et utrum interni sive subditi<\/em> [fol. 11r*] <em>ab hoc onere exempti, an vero promiscue invicem decimam assem venditorum bonorum Dominis de Petra porrigere debeant. Interni sunt ab hoc onere exempti.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>R[esponsum]. Emptor dat, venditor vero carere tenetur, quod tantum cum externis seruandum, quod ut melius intelligatur, octavus numerus videndus pagina nona.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"12\"><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><b>2. Frage: Verteilung des sog. \u201ekleinen Zehnt\u201c und Heuzehnt<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">der Heuzehnt wurde zur Zeit des Pfarrers Schr\u00f6der in drei Teile geteilt: den ersten Teil empf\u00e4ngt der hochachtbare Herr von Staffel, den zweiten Teil der Pastor, den dritten der Schulthei\u00df<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">vom Grummet wurde nie eine Abgabe erhoben<\/p>\n<\/li>\n<li>\n<p align=\"JUSTIFY\">Der restliche \u201ekleine Zehnt\u201c, was in das Brachfeld an Hafer, Schotenfr\u00fcchten, Kohl, R\u00fcben, Flachs, Hans usw. ges\u00e4t wird, wird von Pfarrer und Schulthei\u00df unter sich in zwei gleiche Teile geteilt<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>12<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>2do petiit ut significare velim quid et quantum pro medietate mea ex minoribus decimis participaverim quod utiq[ue] Teutonicis facturus sum et modulum quem servavimus praeseribam.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Hoc a[nn]o das dies Jahr die Sommerfrucht meistentheil in die Korngewandt geseget et hinc rustici<\/em> [fol. 11v*] <em>inferant, da\u00df dem pastori, wie im Gleichen dem Verwalter nichts daraus geb\u00fchre, sonderen bleibe bey dem harthen Zehend, wa\u00df in das Brachfeldt geseget worden, gebuhre beyden H[erren] allein. Et ita ante hac observatum fuisse allegant.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>R[esponsum]. Bene et optime allegant, narrantq[ue] nam talem semper ego et praetor observavimus modum.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Den Hew-Zehendt betreffend, ist zu meiner Zeith in drey Theill getheilt worden. Primam partem praenobilis Dominus de Staffel, secundam partem pastor, tertiam praetor accepit.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Vom Grummigt ist niemahlen etwas gebrauchlich zu geben gewe\u00dfen, noch geben worden.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>\u00dcbrig[en] kleinen Zehend, was auch in das Brag-<\/em> [fol. 12r*] <em>-feldt ahn Haaberen, Schodenfrucht, Cappes, R\u00fcben, Flach\u00df, Hanff und sonsten wie es auch Nahmen hat od[er] haben kan, geseget wird, \u00fcberkombt der Pastor und Praetor, theilen selbig[en] Zehend in gleiche parte und nach Vergleichung nimbt jeder sein partem.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"13\"><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><b>3. Frage: \u201eRauch- und Leibh\u00fchner\u201c<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"JUSTIFY\">jedes Haus im Kirchspiel Fachbach, das bewohnt wird oder von dem Rauch ausgeht, gibt j\u00e4hrlich dem Herrn des Orts ein Huhn<\/p>\n<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">\n<p align=\"JUSTIFY\">jede leibeigene Person, nachdem sie sich verehelicht und um in Kirchspiel h\u00e4uslich niedergelassen hat, gibt der Herrschaft j\u00e4hrlich ein Huhn<\/p>\n<\/li>\n<\/ul>\n<ul style=\"text-align: justify;\">\n<li>Die Nassau-Weilburger Beamten und Diener haben zur Zeit des Pfarrer Schr\u00f6der auf der Nieverner Seite um St. Martin Rauchh\u00fchner gefordert unter dem Schein, sie seien Schirmherren. Die Untertanen haben diese Abgabe mit gro\u00dfem Unwillen entrichtet, da sie diesen Schirmherren nicht kannten<\/li>\n<li>die im Kirchspiel Nievern und Fachbach lebenden nassauischen Untertanen geben f\u00fcr ihre Leibeigenschaft der Herrschaft Nassau und Weilburg 1 Huhn und 2 Albus, j\u00e4hrlich zahlbar von jedem Verheirateten<\/li>\n<li>Diesen Mi\u00dfbrauch, Rauchh\u00fchner zur fordern, haben die nassauischen Diener nicht eingef\u00fchrt, da die Einwohner vormals s\u00e4mtlich naussauische Leibeigene waren oder anderen Junkern zustanden. Zur Zeit, als die die fragw\u00fcrdigen Rauchh\u00fchner von den nassauischen Dienern eingefordert wurden, bekamen sie u. a. von Frauen im Kindbett einen H\u00fchnerkopf \u00fcberreicht, mit dem sie zufrieden sein mussten.<\/li>\n<li>Der Rauchhafer wird wie die Rauchh\u00fchner j\u00e4hrlich von jedem Haus, von dem Rauch ausgeht, erhoben<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\">Auf Befehl des Heinrich Augustin von Staffel erstellen Pfarrer Blasius Schr\u00f6der und Notar Konrad Vogel von Diez 1627 ein \u201esummarisches Register aller Gulden und Zinsen\u201c der Einwohner. Grundlage ist ein vom vorherigen Nieverner Pfarrer Jodocus Ma\u00df aufgestelltes Register, in dem nicht nur die Erben, sondern auch die Unterpf\u00e4nde und Erbg\u00fcter, von denen die Gulden und Zinsen erhoben werden, aufgef\u00fchrt sind. Pfarrer Schr\u00f6der bemerkt zum Zeitpunkt, als er das herrschaftliche Schreiben zur Frage der rechtlichen Gegebenheiten im Kirchspiel Nievern (August 1644) beantwortet: Meistentheils Erben seyn gestorben und verdorben. Zur Aufstellung des Registers hei\u00dft es: Unser Arbeith ist dahin gangen, da\u00df ein Diener mit weniger M\u00fche und mehrer Richtigkeith die\u00dfe Zin\u00dfen jahrligst erheben k\u00f6nte. Im Mai 1636 wird Pfarrer Schr\u00f6der von Damian von der Leyen beauftragt, dieses Register (von 1627) im Archiv im Leyschen Hof zu suchen. Zu dem Archiv hei\u00dft es: in dem Gewelblein \u00fcber der Pfordten in der von der Leyen Hoff, darein uber die Ma\u00df viel B\u00fccher, Register, Brieff und Schrifften gelegen. Am dritten Tag hatte Pfarrer Schr\u00f6der das Register gefunden und dem damaligen Kellner Gottfried Beller \u00fcbergeben.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>3tia petitio fuit, wa\u00df er vor ein Beschaffenheith habe mit dem Rauch- und Leibh\u00fcneren.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ein jedes Hau\u00df im Kirspel Fachbach, wan es bewohnet wird, ein Rauch ausf\u00fchrt od[er] gehen l\u00e4st, gibt es j\u00e4hrlichst ein Hun dem Herrn loci. Auch ein jede leibaigene Person, demnach sie ehelig[en] worden und sich ins Kirspel hau\u00dflich nied[er]gela\u00dfen, gibt j\u00e4hr[lich] der Herrschafft ein Hun wie lang sie lebt. Welche beyde St\u00fcck jederzeith brauchlich gewe\u00dfen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[fol. 12v*] <em>Auch haben Nassaw-Weilburger Beambten und Diener tempore meo auf der Nieberner Seith[en] circa S[anc]ti Martini Episcopi Rauchh\u00fcner aufgehebt unter dem Schein eines Schirmherrens, die welche die Ingesessene jederzeith[en] mit gro\u00dfem Unwillen geben, vorgebend, sie seyns nit schuldig, wissen noch kennen den Schirmherren nit.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die Nassawischen Leibaigenen im Kirspel Niebern und Fachbach gesessen abstatten j\u00e4hr[lich] ihr Leibaigenschafft bey ihrer Herrschafft zu Nassaw und Weilburg mit einem Hun und 2 alb., die welche ein jed[er] Verheurather jahr[lich] zu bezah[len] schuldig.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Bey Einsamlung die\u00dfer Leibh\u00fcner haben die Nassauwische Diener den Mi\u00dfbrauch Rauch-<\/em> [fol. 13r*] \u2013h\u00fcner <em>zu forderen nit eingef\u00fchret, dan vor die\u00dfem die Ingesessene des Orths sammentlich und mit einander Nassawisch Leibaigen gewe\u00df[en] od[er] sonsten ander Juncker zugestanden. Zur Zeith, wan die vermeintliche Rauchh\u00fcner von den Nassawischen Diener erhoben worden und ein Cram:<\/em><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote19sym\" name=\"sdfootnote19anc\">19<\/a><\/sup> <em>Fraw od[er] Kinderbethische in einem Haus befunden, hat sie dem Botten \u00fcber den Gader ein H\u00fcnerkopf gereicht, damit er content m\u00fc\u00dfen seyn.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Der Rauchhaberen, die Maa\u00df verm\u00f6g Registers, wird auch j\u00e4hrli[ch] von jedem Haus, daraus ein Rauch gef\u00fchrt od[er] gela\u00dfen, geben und gehandtreicht, wie dan auch num[mero] 13 latere 15 seu folio 15 von den Rauchh\u00fcnern gesagt worden.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[fol. 13v*]<em> Hoc advertat wo ? und ahn welchem Orth die Hau\u00dfer und Wohnung[en] abgebrochen od[er] in die \u00c4schen geleget, hat das Register wed[er] Platz noch Statt, dan die Gerechtigkeith nit vom Platz, sonderen von der Wohnung erstanden und verwach\u00dfen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Sequitur in literis der Gulden und Zinsen, so die Vnterthanen j\u00e4hrlichs zu geben schuldig seyn, ist mir ein Register zugestelt worden, so in a[nn]o 1627 in Beyseyn Ew[er] Ehrw[\u00fcrdige] unter Handt Conraden Vogelen als notarii geschrieben, darein alle Erben, was und wie viell sie geben, specificirt. Aber es ist kein Vnterpfandt gesetz. Hinc quaero, obs von allen G\u00fctheren gegeben wird, od[er] von etlich[en] Stuckeren. Meistentheils Erben seyn gestorben und verdorben. Ist mir gleichwohl auferlegt<\/em> [fol. 14r*] <em>solches wied[er] in Richtigkeith zu bring[en] qu&#8230; suggerat modum et medium hoc perficiendi.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>R[e]s[ponsum]. Wahr ist e\u00df und geschriebenerma\u00dfen alles geschehen, dan Herr Conradus Vogell von Dietz, notarius, und ich haben damahlen aus Befehl des Wohledel[en] und Gestr[engen] Henrici Augustini von Staffel die M\u00fche und Arbeith \u00fcber un\u00df genohmen und ein summarisch Register aller Gulden und Zin\u00dfen aufgericht. Aber die\u00dfe summam colligirt aus einem Guldt- und Zinsregister, welches vor mir Herr Jodocus Ma\u00df, pastor in Nieberen, geschrieben und aufgesetzt, darein nit allein die Erben, sonderen auch die Vnterpfandt und Erbg\u00fcther, davon selbige Gulden und Zins j\u00e4hrlich\u00df fallen, gnugsamb zu ersehen seyn. Unser<\/em> [fol. 14v*] <em>Arbeith ist dahin gangen, da\u00df ein Diener mit weniger M\u00fche und mehrer Richtigkeith die\u00dfe Zin\u00dfen jahrligst erheben k\u00f6nte.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Dies Register hab ich im Jahr, al\u00df die Kays[erischen] Coblentz aus der frantz\u00f6sischen Hand errettet<\/em><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote20sym\" name=\"sdfootnote20anc\">20<\/a><\/sup><em>, in dem mich Mein Gro\u00dfg[\u00fcnstiger] Gebiether<\/em><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote21sym\" name=\"sdfootnote21anc\">21<\/a><\/sup> <em>Herr Damian von der Leyen vervollm\u00e4chtiget, in dem Gewelblei[n] \u00fcber der Pfordten in der von der Leyen Hoff, darein uber die Ma\u00df viel B\u00fccher, Register, Brieff und Schrifften gelegen, des gewe\u00dfenen Kellners zu Nickenig <\/em>[?]<em> genanth <\/em>[?]<em> Strasser seyn Register, Brieff, Handtschrifften und was dergleichen aufzusuchen. Darein bis ahn den dritten Tag gesessen, hab ich auch dis Register gefunden und Herren Gottfrid Belleren, damahlen<\/em><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote22sym\" name=\"sdfootnote22anc\">22<\/a><\/sup> <em>Kellneren, eingeh\u00e4ndiget. Von desselben<\/em> [fol. 15r*] <em>Erben dan hat der Herr Verwalter dis Regist[er] zu repetir[en] und forderen, darein seinem Begehr[en] ein Gnug[en] geschehen kan und wird.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"14\"><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><b>4. Frage: Rechte und Pflichten des H\u00fchnerberger Hofmanns<\/b><\/p>\n<ul>\n<li>mu\u00df wie ein Untertan den Pfarrhof erbauen helfen und in Stand halten, ansonsten kann ihm der Pfarrer das Begr\u00e4bnis oder das Krankensakrament verweigern<\/li>\n<li>mu\u00df sein Gro\u00df- und Kleinvieh (au\u00dfer Schafen, sofern vorhanden) jeden Tag unter die Gemeindeherde treiben; dazu kann er von der Gemeinde gezwungen werden (unabh\u00e4ngig von der Herrschaft); er darf nicht mehr Schweine als eine Gerichtsperson j\u00e4hrlich auf die \u00c4cker treiben<\/li>\n<li>kann wie jeder B\u00fcrger einem armen Mitb\u00fcrger, der keine Schweine auf die \u00c4cker treiben kann, den Acker abkaufen [auf den er seine Schweine treiben w\u00fcrde] und statt ihm so viele Schweine wie dieser \u201eauftreiben\u201c<\/li>\n<li>der Hofmann hat die gleichen \u201eRechte und Gerechtigkeiten, Nutzen und Nutzbarkeiten\u201c wie ein Untertan<\/li>\n<\/ul>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Quarto utrum colonus des Hunerbergs teneatur D[omi]nis sicut subditus praestare paramentum et an pari passu eum iis ambulet sic recuset praestare juramentu[m] an ad id constringi possit.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>R[esponsum]. Maxime ut subdit: tenetur Do[mi]nis praestare juramentum nam pari passu cum iis ambulat quod videre licet. Der Colonus des Hunerbergs mu\u00df helffen erbawen gleich wie ein subditus den<\/em><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote23sym\" name=\"sdfootnote23anc\">23<\/a><\/sup> <em>Pfarrhoff und in esse halten. Wo nit, kan ihm der Pastor die Begrabnus, neben dem auch die heilige<\/em> [fol. 15v*] <em>sacramenta zu administriren abschlag[en] in zufallenden Kranckheithen. Der Colonus ist jedes Tags sein gro\u00df und klein Viehe (ausgeschlossen die Herdte Schaffe, so einige vorhand[en])<\/em><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote24sym\" name=\"sdfootnote24anc\">24<\/a><\/sup> <em>vnter die gemeine Herden zu treiben. Darzu verm\u00f6g ihrer Ordtnung die Gemeine ihn zwing[en] kan ohne einigen Hindernu\u00df der Herschafft. Der Hoffmann darf nit mehr ahn der Zahl Schwein dan ein Gerichtsperson j\u00e4hr[lich] auf das Acker[n] treiben.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Der Hoffman hat die Freyheith, wie ein Burger umb ein andern armen Burgeren j\u00e4hr[lich] ein \u00c4cker[n] zu kaufen und ahn Statt de\u00dfen so viel Schwein als dem Burger zugestanden auftreiben.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Der Hoffman mu\u00df alle Morgens seine Schwein unter die gemeine Herdt in das \u00c4ckern treiben.<\/em> [fol. 16r*] <em>Dahero dan, wan die\u00dfer colonus in die\u00dfen und in anderen Rechten und Gerechtigkeithen, Nutz- und Nutzbahrkeith[en] et ut subditus participirt. Quid ni praestaret juramentum [pri]mo colonus ratione etiam fidelitatis &#8230; locorum moris et consuetudinis est. Ad secundu[m] juramentum astringendus est, quod semper Domini de Staffell servaverunt sic duplici juramento astringendus.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"15\"><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><b>5. Frage: Heuzehnt<\/b><\/p>\n<p>Die Wiesen in den G\u00e4rten sind vom Heuzehnt ausgeschlossen, ebenso der Grummet (s. u. 2. Frage)<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"CENTER\"><em>5<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ad quintum punctum, ob man von allen Wie\u00dfen Zehend-Hew zu geben schuldig.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>R[esponsum]. Quod non, dan die Garth[en]-Wie\u00dfen seyn ausgeschlossen und exemp[t]. Von dem Grummigt vide pagina 14.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"16\"><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><b>6. Frage: Bewirtung am \u201eHerrn-Gedenktag\u201c<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Zur Frage nach Essen und Trinken an diesem Tag soll ein \u201eunversch\u00e4mter Willibrodus\u201c gesagt haben: \u201eSo viel der Bauch halten kann.\u201c Der Hintergrund hierzu ist unbekannt. Jedenfalls taugt der Ausspruch nicht als Angabe in einer Rechnung, wie Pfarrer Schr\u00f6der bemerkt: \u201e&#8230; dann auch der Herr von Staffel ein solches unbillig s\u00e4uisch Wesen in den Rechnungen nit hat passieren lassen &#8230;\u201c Weitere Auskunft kann der Pfarrer nicht geben, da seine Rechnungen \u201ein die Aschen gelegt worden\u201c Man soll sich beim \u201eStafflischen Diener\u201c zu Balduinstein erkundigen, seiner Erinnerung nach w\u00e4ren diese Bewirtungskosten nie in die Rechnungen aufgenommen worden.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>6<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Sexto wird gefragt, wa\u00df vor diessem dem<\/em> [?] &#8230; [fol. 16v*] <em>vor der Herrschafft seye gegeben worden ahn Essen und Trincken, wan man Herrn-Dencktag gehalten.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Darauff wie verstanden der impudens Wilibrordus geantworth und bericht: \u201eSo viel der Bauch halten kann.\u201c<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>R[esponsum]. Medium tenuere beati haud eredite de\u00df Willibordus Bericht bestehen kan, dan auch der Herr von Staffel ein solches unbillig sauisch We\u00dfen in den Rechnung[en] nit hat passiren la\u00dfen, sit ut sit Dominorum est praescribere modum. E\u00df w\u00e4re aber dienlich, weil die meinig[en] Rechnung[en] in die Aschen gelegt worden, da durch ich nit allerdings klahr berichten kan. Die\u00dfen punctum betreffend, da\u00df man sich durch den Stafflischen Diener zu Balder\u2013<\/em> [fol. 17r*] <em>\u2013stein erk\u00fcndig[en] und verst\u00e4ndig[en] l\u00e4\u00dft, daraus man allen Verlauff zu vernehmen, dan mich nit erinneren kan, da\u00df ferners deshalber einbracht worden in die Rechnung[en].<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"17\"><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><b>7. Frage: Abgabe f\u00fcr Nutzung der \u00c4cker<\/b><\/p>\n<p>Es wird keine Abgabe erhoben, die Untertanen leisten Frohndienste<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>7<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Septima quaestio fuit, ob nit der \u00c4cker vor dem Gew\u00e4ldts, so<\/em><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote25sym\" name=\"sdfootnote25anc\">25<\/a><\/sup> <em>dem Herren zustehet, der Herschafft von den Vnterthanen bezahlt werde, od[er] ob sie nichts geben. Cujus enim est sylva, ejusdem quoq[ue] in ea crescentes<\/em><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote26sym\" name=\"sdfootnote26anc\">26<\/a><\/sup> <em>glandines.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>R[esponsum]. Die Unterthanen haben niemahlen der Herrschafft einige Ergetzlichkeith wegen des \u00c4ckeren geben, noch etwas bezahlt. Die\u00dfer Nutzbahrkeith halbe[n] ungezweiffelt m\u00fc\u00dfen die Vnterthanen der Herrschafft die Frohndiensten leisten. Vide numerum tertium folio 5to.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"18\"><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><b>8. Frage: Send<\/b><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Der Send soll j\u00e4hrlich am 24.02. (Apostel Matthias) in der Kirche in Nievern zusammenkommen in Anwesenheit des Herrn von Stein, des Pfarrers und 6 Sch\u00f6ffen. Der Pfarrer soll die Sendordnung schriftlich zur Hand haben und Schere, Stempel und Rute neben sich legen lassen und deren Bestimmung der Gemeinde erkl\u00e4ren; dann nach vorausgegangenen Zeremonien und gew\u00f6hnlichen Formalit\u00e4ten die Sendsch\u00f6ffen wegen der \u201eBr\u00fcchten, Exzessen und \u00dcbertretungen\u201c, die er schriftlich vor sich liegen haben soll, befragen und die Schuldigen dar\u00fcber anh\u00f6ren, entscheiden, richten, und mit Zustimmung der hochachtbaren Herren vom Stein \u00fcber die \u201eBr\u00fcchten und Bruchhaften\u201c nach der Sendordnung das Urteil ergehen lassen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Send-Geldbu\u00dfen sind in drei Teile unterteilt: die erste geht an den hochachtbahren und tatkr\u00e4ftigen Herrn vom Stein, die zweite an die Kirchenkasse, die dritte an den Pastor und die Sch\u00f6ffen<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[fol. 17v*]<em> 8<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Octavo wolle der Herr berichten, wan und wie der Sendt zu Fachbach besessen seye worden, quibus praesentibus et formalitatibus. It[em] quis multas synodi accipiat, quid pastor inde habeat et quid Domini loci.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>R[esponsum]. Der Sendt soll j\u00e4hr[lich] ahn S[anc]ti Matthiae Apostoli in der Kirch[en] Nieberen be\u00dfessen werden praesentibus D[omi]nis de Petra, pastore et scabinis, quorum sex esse debent. Und soll der Pastor die Sendtordnung in Handen schrifft[lich] haben und neben sich die Scher, Stampff und Ruth[en] leg[en] la\u00dfen, deroselbig[en] Explication der Communitaet vorhalten, al\u00dfdan praemissis caeremoniis et formalitatibus consuetis die Sendtscheffen weg[en] der Br\u00fcchten, Excessen und<\/em> [fol. 18r*] <em>\u00dcbertrettung[en], so der Pastor verzeichnet vor sich haben soll, examiniren und dan die Exorbitanten dar\u00fcber anh\u00f6ren, decidiren, judiciren et cum consensu praenobilium Dominorum de Petra \u00fcber die Br\u00fcchten und Bruchafften nach der Sendtordnung sententiam ergehen la\u00dfen.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Synodi multae in tres partes subdividunt[ur]: prima praenobili et strenuo D[omi]no de Petra, secunda fabricae, tertia pastori et scabinis cedit. Der Wohledelgeborne von Staffel jedesmahls der Fabrick sein Ahnpart verehrt der Straffen.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p><a name=\"19\"><\/a><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\" align=\"CENTER\"><b>9. Frage: Frohndienste der Untertanen unter dem Herrn von Staffel<\/b><\/p>\n<ol>\n<li style=\"text-align: justify;\">Briefe f\u00fcr den Herrn von Staffel nach Balduinstein tragen<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Bei Ankunft des Herrn von Staffel Brennholz f\u00fcr sein Haus in Fachbach bereitstellen<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Gras in der \u201eGro\u00dfen Wiese\u201c des Junkers [Herrn von Staffel] m\u00e4hen und in die Zehntscheuer bringen<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Erscheinen bei hohen und niedrigen Jagden, bei Fangen von Klein- und Gro\u00dfwild und folgen, solange der Herr es begehrt und alle Arbeit neben dem Jagen und Treiben verrichten.<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Pflege der Weing\u00e4rten des Herrn von der Leyen<br \/>\nDie Herrschaft soll bei Leistung der Frohndienste den Untertanen die notwendigen Kosten erstatten<\/li>\n<li style=\"text-align: justify;\">Keinem Herrn ist es erlaubt gewesen, ab 1622 innerhalb der Fachbacher und Nieverner Gemarkung, in W\u00e4ldern, auf Bergen und an Hecken zu jagen. Trotzdem haben Kurtrierische, Naussauische und Steinische Jagden veranstaltet. Diese wurden beim ersten Mal durch den \u201estafflischen\u201c Schulthei\u00df und Pfarrer Schr\u00f6der aufgrund obrigkeitlichen Befehls in der G\u00fcte abegemahnt, beim zweiten Mal \u201edurch zul\u00e4ssige Pf\u00e4ndungsmittel angegriffen und gepf\u00e4ndet\u201c; die Jagdherrlichkeit steht dem Herrn von der Leyen allein zu<\/li>\n<\/ol>\n<p style=\"text-align: justify;\">Die Nassauischen Beamten und Kellner wie auch die Wohledelgeborenen von Staffel hatten vormals ihre Leibeigenen in der Herrschaft Fachbach sitzen und zu Frohnarbeiten wie die Pflege der Weing\u00e4rten und Unterst\u00fctzung bei Jagden herangezogen, was sie auch getan haben. Das ist ab 1622 eingestellt worden. Diese Untertanen zahlen stattdessen j\u00e4hrlich 1 Huhn und 2 Albus.<\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>9<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\" align=\"LEFT\"><em>9no, wa\u00df vor Frohndiensten die Ingesessenen vor die\u00dfem thun m\u00fc\u00dfen<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[fol. 18v*] <em>R[esponsum]. Alle und jede Brieff, so dem Herren von Staffel betroffen, haben seyn auf Baldenstein getrag[en].<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>2do. Bey Ahnk\u00fcnfft der Wohledelen von Staffel auf Fachbach in ihrer Behau\u00dfung haben die Vnterthanen im Waldt Holtz gehauwen und vor des Herren Behau\u00dfung gef\u00fchrt.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>3tio. Die Vnterthanen haben das Gras in des Juncker Gro\u00dfen Wie\u00dfen gemehet, auffgemacht und in die Zehenscheuwr gef\u00fchrt<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>4to. Wan der Herr sie zu den Jachten erfordert, hoch und niederigs, klein und gro\u00df Wildt zu fang[en], haben sie erscheinen m\u00fc\u00df[en] und wie lang der Herr begehrt, gefolget und alle Arbeith neben dem Jag[en] und Treiben verrichtet.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\">[fol. 19r*] 5to. <em>Auch ist den Vnterthanen ins gemein, ut videre est folio sexto, der Herr von der Leyen Weingarth[en] zu erbauwen auferlegt. Da von sie dan der Herrschafft den Dritten Trauben geben.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Desweg[en] soll die Herrschafft bey Leistung dieser und anderer Frohndiensten den nothwendig[en] Kosten geben, vide folio undecimo.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Ultimo. Keinem Herren ist zugela\u00dfen worden, ab anno 1622 auff der Fachbacher und Nieberer Marcken, Waldt[en], Berg[en] und Hecken ruhig und ohnahngefochten zu jag[en], ohnahngesehen Churtrierisch[e], Nassawisch[e] und Steinisch[e] vermeindliche Jachten ahngestelt, dan selbige durch den Stafflisch[en] Schulthei\u00df[en]<\/em> [fol. 19v*] <em>und mich aus oberkeitlichem schrifft[lichem] Befehl erst[lich] in der G\u00fcthe abgemandt und nachmahlen durch zula\u00dfige Pfandungsmittel ahngriffen und gepf\u00e4nd worden, in Erwegung die\u00dfe Herrlichkeith dem Herren von der Leyen allein zustandig.<\/em><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><em>Die Nassauwische Beambten und Kellner, wie im Gleich[en] die Wohledelgeb[ohrne] vom Stein haben zwahr vor die\u00dfem ihre Leibaigenen<\/em><sup><a class=\"sdfootnoteanc\" href=\"#sdfootnote27sym\" name=\"sdfootnote27anc\">27<\/a><\/sup> <em>in der Herrschafft Fachbach gesessen zu ihren Frohndiensten, al\u00df Weingarthen zu graben, Jachten beyzuwohnen und sonsten zu verrichten, vorbeschieden und gefordert. Im Welchem sie auch parirt und gefolgt. Ein solches aber ist ab anno 1622 eingestelt und verhindert worden, Ursach sie abstatten<\/em> [fol. 20r*] <em>der Orth ihrer Leibaigenschafft j\u00e4hrlichs bey ihrer Herrschafft mit einem Hun und zwey Alb[us], ut videre licet folio decimo 5to, [paragra]pho ultimo.<\/em><\/p>\n<hr \/>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong>Anmerkungen<\/strong><\/p>\n<div id=\"sdfootnote1\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote1anc\" name=\"sdfootnote1sym\">1<\/a> Vorlage hat verschriebenes <i>Niebererer<\/i><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote2\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote2anc\" name=\"sdfootnote2sym\">2<\/a> Vorlage hat verschriebenes <i>verfahrren<\/i><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote3\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote3anc\" name=\"sdfootnote3sym\">3<\/a> * vor 1576, \u2020 1639<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote4\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote4anc\" name=\"sdfootnote4sym\">4<\/a> 18.\/28.03.1629<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote5\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote5anc\" name=\"sdfootnote5sym\">5<\/a> Vorlage: dahinter gestrichen <i>gestr[enge] obg<\/i><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote6\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote6anc\" name=\"sdfootnote6sym\">6<\/a> Vorlage: <i>wed[er] <\/i>ist Einschaltung \u00fcber der Zeile<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote7\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote7anc\" name=\"sdfootnote7sym\">7<\/a> Vorlage: dahinter gestrichen <i>\u2013et <\/i>(<i>gef\u00e4rthet<\/i>)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote8\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote8anc\" name=\"sdfootnote8sym\">8<\/a> Vorlage hat verschriebenes <i>wieder<\/i><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote9\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote9anc\" name=\"sdfootnote9sym\">9<\/a> Vorlage: dahinter gestr. Buchstabe<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote10\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote10anc\" name=\"sdfootnote10sym\">10<\/a> Vorlage hat <i>jeder<\/i><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote11\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote11anc\" name=\"sdfootnote11sym\">11<\/a> Vorlage: dahinter gestr. <i>zu erhalten schuldig<\/i><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote12\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote12anc\" name=\"sdfootnote12sym\">12<\/a> Vorlage: dahinter gestr. <i>verkaufft<\/i><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote13\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote13anc\" name=\"sdfootnote13sym\">13<\/a> Vorlage: Wort verbessert<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote14\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote14anc\" name=\"sdfootnote14sym\">14<\/a> Vorlage: dahinter wiederholt <i>von <\/i>(fol. 9r*)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote15\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote15anc\" name=\"sdfootnote15sym\">15<\/a> Vorlage: <i>-in- <\/i>?, Wort korrigiert<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote16\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote16anc\" name=\"sdfootnote16sym\">16<\/a> Vorlage: dahinter gestr. <i>od[er]<\/i><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote17\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote17anc\" name=\"sdfootnote17sym\">17<\/a> Anna Katharina Waldbott von Bassenheim (* 24.12.1587)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote18\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote18anc\" name=\"sdfootnote18sym\">18<\/a> insbes. Karl Kaspar (* 18.12.1618, \u2020 01.06.1676, Erzbischof v. Trier) u. Damian Hartard (* 1624, \u2020 1678, Erzbischof v. Mainz)<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote19\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote19anc\" name=\"sdfootnote19sym\">19<\/a> Vorlage: dahinter gestr. <i>od[er]<\/i><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote20\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote20anc\" name=\"sdfootnote20sym\">20<\/a> Mai 1636<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote21\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote21anc\" name=\"sdfootnote21sym\">21<\/a> Vorlage: Wort verbessert<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote22\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote22anc\" name=\"sdfootnote22sym\">22<\/a> Vorlage: dahinter wiederholt <i>damahlen<\/i><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote23\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote23anc\" name=\"sdfootnote23sym\">23<\/a> Vorlage: Wort verbessert<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote24\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote24anc\" name=\"sdfootnote24sym\">24<\/a> Vorlage: schlie\u00dfende Klammer fehlt<\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote25\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote25anc\" name=\"sdfootnote25sym\">25<\/a> Vorlage: dahinter gestr. <i>von<\/i><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote26\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote26anc\" name=\"sdfootnote26sym\">26<\/a> Vorlage hat verschriebenes <i>crestentes<\/i><\/p>\n<\/div>\n<div id=\"sdfootnote27\">\n<p class=\"sdfootnote\" style=\"font-size: small;\"><a class=\"sdfootnotesym\" href=\"#sdfootnote27anc\" name=\"sdfootnote27sym\">27<\/a> Vorlage: dahinter gestr. <i>schafft<\/i><\/p>\n<\/div>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: small;\"><b>Letztes Update: Oktober 2016<\/b><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: small;\"><b>Ralph Jackmuth<\/b><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Weistum des Kirchspiels Nievern 1641 Inhalt: Autor, Datum, Motivation Fischerei Grenzen Forstwesen Aus- und Einzug in die Herrschaft Pfarrwesen Kirchenbau Geb\u00e4ude G\u00fcterverkauf von Ausw\u00e4rtigen Heirat Frondienste Weitere Fragen 1. Frage: G\u00fcterverkauf von Ausw\u00e4rtigen 2. Frage: Verteilung des sog. kleinen Zehnts und des Heuzehnt 3. Frage: Rauch- und Leibh\u00fchner 4. 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