{"id":10032,"date":"2022-11-29T17:56:40","date_gmt":"2022-11-29T17:56:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=10032"},"modified":"2022-11-29T17:56:40","modified_gmt":"2022-11-29T17:56:40","slug":"ofb-fruecht-1615-1817-langenbach","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=10032","title":{"rendered":"OFB Fr\u00fccht 1615-1817 &#8211; Langenbach"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><span style=\"color: #ff0000;\"><strong><u>Langenbach<\/u><\/strong><strong>, Hans:<\/strong> <\/span>aus Dausenau<\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><strong><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\">Weitere Belege: Gerichtsbuch Fr\u00fccht<\/span><\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><strong>[1] Sitzung vom 21.01.1617: Hans Langenbach und Philipp Herpel aus Dausenau gegen Johannetta Breitbacher, Witwe des Hammann Herpel aus Oberlahnstein wegen Erbstreit<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Han\u00df Langenbach vnnd Philips Herpell von Daussenaw, Cleger, gegen vnnd wider Johannat Breitbacherin, weyland Hamman Herpel\u00df s[eligen] hinderla\u00dfene Wittibe von Oberlanstein, Beklagtin, reiteriren vorige ihre Clage vnd klagen ferner, da\u00df Beklagtin nit allein sie Cleger vmb ihr Zufallens, was ihnen von ihrem Vettern Hamman Herpeln geb\u00fchret, sondern auch vmb dasjenige, was Han\u00df Langenbach gem[e]l[t]en Hamman in wehrender seiner Schwacheit vorgesetzet, gebracht. Pitten demnach, Johannat Breitbacherin Erben dahin zu erkennen, da\u00df sie Cleger, ihr gebuhrlich Zufallens neben andern vorgesetzten Schulden zu erstatten schuldig seyen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Han\u00df Elsas vnnd Johanne\u00df von Niebern al\u00df Erben gem[e]l[te]r Johannat Breitbacherin von Oberlanstein, Beklagte, begehren von Clegerin zu wi\u00dfen, ob ihre Baase selige, weil sie noch 2 Jahr nach ihres Hauswirts Hamman Herpels s[eligen] Tod gelebet, von Clegern ihrer Anforderung halben angeredet worden.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Cleger antworten, ihre Anforderung sej bej ihrem Vettern seligen vor 20 Jahren geschehen, welcher auch solcher Schulden wegen ihnen, sonderlichen aber Philips Herpeln etliche Guter eingeraumbt, welche aber noch bej Lebenszeit Hamman\u00df Philips Herpeln durch andere widerumb entzogen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Beklagte pitten, weil Cleger noch bej Lebenszeiten ihres Vettern Hammans Herpels ihnen die vbergebene Guter entziehen la\u00dfen, in Recht zu erkennen, ob sie Clegern ihrer Anforderung halben schuldig sejen, Erstattung zu thun, s\u00f6nderlichen weil Cleger nit gewi\u00df sagen k\u00f6nnen, was ihres Vettern Zupringen gewesen seje.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Cl\u00e4ger pringen fur, al\u00df s\u00f6lte gedachte Johannat Breitbacherin bej Nacht aus Nilge\u00df Fausten Muhlen nach ihres Ehemanns s[eligen] Tod gerucket sein.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Beklagte haben solches, das es nit bej Nacht, sondern vielmehr in hellen Tag geschehen, mit 4 d. verurkundet, ernennen zu ihrem fernern Behelf zu Zeugen:<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>1) Hamman zu Muhlen<br \/>\n<\/em><\/span><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>2) Bernhards D\u00f6ngesen zu Muhlen<br \/>\n<\/em><\/span><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>3) Jo[ann]es Franck von Oberlanstein<br \/>\n<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\">[fol. 6v]<em> Clag&lt;&#8230;&gt; ihres Vettern seligen Ableben ihres &lt;&#8230;&gt; &lt;&#8230;&gt;tinnen Erforderung gethan, daruf auch ihr Beklagtin ihr Gelt, so sie zu Frucht stehend, in \u2026 stellen la\u00dfen. Erkennen zu Zeugen:<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>1) Nilge\u00df Fausten von Vachbach<br \/>\n<\/em><\/span><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>2) Christ Seimon von Daussenaw<br \/>\n<\/em><\/span><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>3) Johann Voll von Daussenaw<br \/>\n<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>mit Vorbehalt aller rechtlichen Notturfft.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><strong>[2] Sitzung vom 20.01.1618: Hans Langenbach und Philipp Herpel aus Dausenau gegen Johannetta Breitbacher, Witwe des Hammann Herpel aus Oberlahnstein bzw. deren Erben Han\u00df Elsa\u00df und Johannes Niebern von Oberlahnstein wegen Erbstreit <\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Han\u00df Elsas vnnd Johanne\u00df von Niebern al\u00df Erben &lt;&#8230;&gt; Breitb\u00e4cherin von Oberlanstein begehren, demnach &lt;&#8230;&gt; von Han\u00df Langenbach vnnd Philips Herpeln, Burgern &lt;&#8230;&gt; Dau\u00dfenaw, al\u00df Clegern, etlicher Schulden zue Fru&lt;cht&gt; wegen Hamman Herpel\u00df gerichtlichen angelangt, vnd der &lt;recht&gt;h\u00e4ngigen Sachen halben noch Ohncosten zuwachsen m\u00f6gte, da&lt;&#8230;&gt; gemelte Kl\u00e4ger ihnen Beklagten gnugsame Caution vn&lt;d&gt; Burgschafft einsetzen w\u00f6lten, an welchesten nach gerichtlicher Au\u00dfgang ihren angewenden Ohncosten zu erheben wusten.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Han\u00df Langenbach vnnd Philips Herpel, Cleger, begehren ebenm\u00e4\u00dfig von Beklagten, von ihren kunfftigen Ohncosten Burgschafft vnnd pitten Cleger, der Scheffe w\u00f6lte in Re&lt;cht&gt; erkennen, ob Beklagten de\u00dfwegen Burgschafft zu for&lt;dern&gt; zugela\u00dfen werden solte.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Vrtheil. Wofern Cleger vnnd Beklagte nach Au\u00dfwei\u00dfung der Ger&lt;&#8230;&gt; Ordnung ihr Juramentum fur Gef\u00e4hrde selbst zu leisten \u2026 willen\u00df, soll ihnen solches permittirt vnnd zugela\u00dfen werden. Im Fall aber Cleger vnnd Beklagte sich des Juraments beschwert befinden, solches vor ihre Person zu pr\u00e6stiren, al\u00df s\u00f6llen sie gewi\u00dfe Burgen ernennen vnnd vorstel&lt;len&gt;, welche vf ihrer der Cleger vnnd Beklagten Seiten, den Eyd leisten, sollen solche angenommen werden vnd darauf geschehen, was Recht ist.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Han\u00df Langenbach vnnd Philips Herpell, Cleger, haben zum Burgen der anhengigen Rechtssachen halber ernant vnnd vorgestellet: Johannes Holzhau\u00dfern, Inwohnern zue Frucht.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Beklagte haben zum Burgen D\u00f6nges Schumachern, auch Inwohnern zue Frucht.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Ferners pitten Cleger, Johanne\u00df Langenbach vnnd Philips Herpell, begehren, da\u00df ihre Zeugen, so am jungsten Gerichtstag ernennet, abgeh\u00f6ret werden.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\">[fol. 7v]<em> Nilge\u00df Faust &lt;&#8230;&gt; Herpel seligen sey inn seiner Muhle ein Muller &lt;&#8230;&gt; 6 Jahr lang, nach welches Ableben gem[e]l[t]s Hamman\u00df Eheweib vfrichtig mit ihme Nilge\u00dfen abgerechnet vnnd furters redlich vnd ehrlich bezahlet, ob sie aber Johanne\u00df Langenbachen oder de\u00dfen Adjuncten mit Schulden vnd wie hoch verhafft oder ob sie Wittib bey Tag oder Nacht aus der Muhlen gewichen, sey ihme vnnwi\u00dfent.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Christ Simon von Dau\u00dfenaw, zweiter Zeuge, zeuget, er beneben seinem Mitburger Johannes Langenbach hetten vor Jahren Wein zu Oberlanstein abgeholet. Nachdem sie aber bey Nilge\u00dfen Muhln an der Lahn mit dem Nachen kommen, hetten sie den Nachen an der Lahn stehen la\u00dfen vnd Hamman Herpeln seligen in seiner Schwacheit besucht. Da nach allerhand Gespr\u00e4ch Johannes Langenbach aus seinem Fa\u00df in Nachen ein Flesch mit Wein, ohngefehrlich 3 Ma\u00df haltend, dieselbe sammet in der Muhln getruncken. Da zwar Hamman\u00df Weib vorgegeben, er k\u00f6nne den Wein nit wol vertragen, welches aber Hamman verneint, sondern geklagt, der Wein werde ihme durch sein Weib verhindert, solches auch mit weinenden Augen geklagt. Darauf gem[e]l[te]r Johannes Langenbach die Flesch noch einmal voll geholet vnnd Hamman dieselben zu trinken gela\u00dfen, hetten auch etlicher Schulden Red gehapt. Da Hamman gesagt, Johannes w\u00f6lle zufrieden sein, es wurde nach seinem Ableben noch so viel vbrig pleiben, da\u00df die Schuld entrichtet vnd bezahlet wurde. Wie viel aber der Schulden gewesen, sej nit namhafft gemacht worden. Weiter sej ihme nicht wi\u00dfendt.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Johann Voll von Dau\u00dfenaw, 3 Zeuge, hat Oberkeit Gesch\u00e4fft halben diesen Gerichtstag nit erscheinen k\u00f6nnen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\">[fol. 8r]<em> &lt;&#8230;&gt; zu Muhln, derselbige zeuget, al\u00df Hamman Herpel erstlich in Nilge\u00df Fausten Muhln ankommen, haben sich die Zeit beneben seinen Eheweibern, so er inn der Muhlen gewohnt, nachtbarlich, friedlich vnnd ohnverwei\u00dflich gehalten vnnd dieweil sich die letzte Hausfraw wol mit ihme vertragen, ihme alle eheliche Lieb vnd Trew erzeiget, hett sie Eheleut in Gegenwart zweyer Gerichtssch\u00f6pffen einander begifftiget dergestalt, welches vnter ihnen beiden Eheleuten am letzten lebend pliebe, solte das Letztlebende des Erstverstorbenen Verla\u00dfenschafft zu eigen haben vnnd gebrauchen. Weiter zeuget Hamman, da\u00df inn Hamman\u00df seligen wehrender Schwacheit niemands aus seinen Verwanden besucht, allein Johannes Langenbach hab vf eine Zeit ein Fuder Wein die Lahn aufgefuhret, sej inn die Muhl gegangen, hab aber nichts gesehen, da\u00df er ihme gebracht. Zeuget mehr, weil nach Ableben Hammans eine ziemliche Schult vorhanden gewesen, habe die Wittibe verm\u00f6g ihrer vfgerichten Gifftung die Schuld, auch das Burgerrecht vnnd Jahrsruhen <\/em>[Jahresr\u00fcgen]<em> bezahlen mu\u00dfen, mehr nit al\u00df 5 fl. mit \u2026 naher Lanstein weggebracht. Da\u00df aber Wittibe bej Nacht aus der Muhlen entwichen, geschehe ihr hierin vngutlich, dann sie bej hohen Tag aus der Muhlen gezogen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Bernhards D\u00f6nges von Muhlen, zweiter Zeuge, sagt, Hamman Herpel vnnd sein Eheweib Johannat hetten sich bej gesunden Tagen testamental[ite]r begifftet, ea conditione, da\u00df das Letzlebend des erst Abgestorbenen Verla\u00dfenschafft annehmen, haben vnnd gebrauchen, wie auch was an Schulden vorhanden, entrichten solte. Da dann nach Ableben Hammans seligen sein Eheweib sein Verla\u00dfenschafft zu sich gezogen, alle Schuden, deren ziemlich viel gewesen, wie auch das Burgerrecht und gemeine Waldruhen <\/em>[Waldr\u00fcgen]<em> von dem Vbrigen entrichten mu\u00dfen. Sej auch nach Entrichtung ihres Mahlherrn Nilge\u00df Fausten bej gutem vnnd hohen Tag aus der Muhln gezogen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Johanne\u00df Franck von Oberlanstein, 3 Zeuge, gibt Zeugnus, er habe Hamman\u00df Herpels s[eligen] letzte Hausfraw Johannaten, al\u00df sie Hamman geehelichet, von Oberlanstein mit einem Nachen inn die Muhl beneben einem Ober- vnnd Vnderbett, einem Schranck vnnd einer Kisten gefuhret, wiederumb nach Ableben Hammans sie Wittibe mit ihrem Hau\u00dfger\u00e4tgen in der Muhln bey gutem Tage zu Mittag, ohngefehrlich vmb 12 Vhrn, abgeholet. Wi\u00dfe weiter nichts.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\">[fol. 8v]<em> &lt;&#8230;&gt; Au\u00dfage, das Letztlebend vnter ihres \u2026 s[eligen] Hamman Herpels vnnd seiner letztlebenden Hausfrawen alle Verla\u00dfenschafft haben, auch die Schulden bezahlen s\u00f6lte, da\u00df demnach durch deren Wittiben Erben al\u00df Beklagte ihnen Cl\u00e4gern ihr noch ausst\u00e4ndige Schulden entrichtet wurden. Bitten, der Scheff w\u00f6lle zu Recht erkennen, den Beklagten ihre v\u00dfstendige Schulden zu bezahlen schuldig vnd verdammen seyen, cum refusione expensarum.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Beklagte pringen dargegen fur, Clager solten allso bald nach Ableben Hammans seligen ihre Schulden eingefordert haben, welches nit geschehen bi\u00df nach Ablauf zweyer Jahr.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Cl\u00e4ger haben dieses, da\u00df deme nit so sej, mit 4 d. verurkundet. Ernennen zu Zeugen Jacob Knebe&lt;l&gt;, jetzigen Hofman vf Mauch.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Beklagte haben vorbracht, al\u00df ob Philips Herpel seiner Schulden halben Hamman\u00df s[eligen] Wittiben besuchen w\u00f6ll&lt;en&gt;, indem er aber zu Vachbach erfahren, da\u00df sie abgezog&lt;en&gt;, sey er daselbsten wiederumb vmbgewendet vnnd naher Hau\u00df gegangen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Obiger verurkunden solches mit 4 d., da\u00df Philips seiner Schulden gesunnen <\/em>[?]<em>.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><strong>[3] Sitzung vom 22.04.1618: Hans Langenbach und Philipp Herpel aus Dausenau gegen Johannetta Breitbacher, Witwe des Hammann Herpel aus Oberlahnstein bzw. deren Erben Han\u00df Elsa\u00df und Johannes Niebern von Oberlahnstein wegen Erbstreit <\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Han\u00df Elsas vnnd Jo[ann]es Niebern erscheinen fur einem erbaren Gericht, klagen auf ihre vorige Sachen. Weil aber Cleger von Dau\u00dfenaw ohngehorsamlich ausplieben, vnangesehen, da\u00df es ihnen der Schulthes zu wi\u00dfent gemacht, erkent der Scheff die Ohngehorsamen in dermaligen Ohncosten.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><strong>[4] Sitzung vom 03.02.1619: Hans Langenbach und Philipp Herpel aus Dausenau gegen Johannetta Breitbacher, Witwe des Hammann Herpel aus Oberlahnstein bzw. deren Erben Han\u00df Elsa\u00df und Johannes Niebern von Oberlahnstein wegen Erbstreit<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Han\u00df Elsa\u00df vnnd Johanne\u00df Niebern von Oberlanstein al\u00df Beklagte wegen Hamman Herpel\u00df seligen Wittiben pringen fur, demnach Cleger Johanne\u00df Langenbach vnnd Philip Herpel den jungst verschienen Gerichtstag, so denominiret gewesen, den 25ten Feb[ruarii] a[nn]o 1618, ohngehorsamlichen au\u00dfplieben vnd gleichwol der Gerichts Costen ergangen, al\u00df w\u00f6lle ein erbar Gerich Clegere ihres ohngehorsamlichen Au\u00dfenpleibens halben in damaligen ergangenen Vncosten mit Recht condemniren, w\u00f6llen al\u00df dann Beklagte ferner\u00df der rechthengigen Sachen halben zu Recht stehen wie gebuhret.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Cl\u00e4ger begehren von einem erbarn Gericht verstendiget zu werden, ob Beklagte gehaltenen Gerichtstag ernennet vnnd bestimpt haben. Befindet sich, das solches geschehen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Vrtheil. Demnach Cleger vf bestimpten Gerichtstag au\u00dfplieben vnnd nit erschienen vnd aber solches Au\u00dfenpleibens halben damal\u00df keine Entschuldigung angezeiget, welches Cl\u00e4ger wol thun k\u00f6nnen, weil ihrer mehr al\u00df einer, vnd ob schon einer aus ihnen erhebliche Vrsachen des Au\u00dfpleibens gehapt, doch der andern einer hette erscheinen oder solches abkundigen sollen, dieweill aber solches nit geschehen, al\u00df erkent der Scheff, da\u00df Cleger damligen ergangenen Ohncosten Beklagten zu erstatten schuldig seyen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\">[fol. 10v]<em> Johann Voll von Dau\u00dfenaw zeuget, er habe Johanne\u00df Langenbachen ein Fuder Wein zue Lanstein mit einem Nachen nacher Dau\u00dfenaw gefuhret, vnnd al\u00df sie mit dem Nachen gegen Nilge\u00dfen Muhln kommen, hab Johanne\u00df Langenbach ein Kand voll Weins genommen vnd zu Hamman Herpeln inn die Muhln gangen. Folgents daruf noch einen Krug mit Wein geholet. Da Johanne\u00df Langenbach beneben Christ Simon bald aus der Muhlen kommen, hab Zeuge geh\u00f6rt, da\u00df Johanne\u00df Langenbach zue Simon gesagt, Herpel Hamman\u00df Fraw hette gew\u00f6lt, sie s\u00f6lten den Wein vnden im Hau\u00dfe vf der Banck stehen la\u00dfen vnnd nit inn die Stuben tragen, dann er truncke damal\u00df keinen Wein. Wi\u00dfe weiter nichts hievon.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Jacob Knebel, itziger Hoffman vff Mauch, gibt Zeugnu\u00df, Johanne\u00df Langenbach von Dau\u00dfenaw hab dem Schulthe\u00dfen zue Frucht sein Gebuhr gegeben, da\u00df er die Schulden, so Herpel Hamman daselbsten stehend gehapt, rechtm\u00e4\u00dfiger Weis in Verbott hab stellen la\u00dfen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>\u00a0<\/em><\/span><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Cleger haben mit 4 d. verurkundet, da\u00df Beklagte gestanden, Hamman Herpel sej Clegern etwas Schulden schuldig gewesen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Cl\u00e4ger pringen fur, demnach Herpel Hamman, wie inn Zeugensage vermeldet wird, mit seinem letzten Eheweib ein Testament aufgericht, da\u00df das Letztlebende Ehegemahl des Verstorbenen Verla\u00dfenschafft haben vnnd gebrauchen s\u00f6lte vnd dargegen die al\u00dfdann noch vnbezahlte Schulden entrichten s\u00f6lte, wie sie dann auch das Burgerrecht vnnd andere Schulten bezahlet, al\u00df pitten Cl\u00e4ger, der Scheff w\u00f6lle Beklagte dahin erkennen, da\u00df sie verm\u00f6g vfgerichten Testaments Clegern ihre noch hinder- vnd ausstendige Schulden bezahlen s\u00f6lten vnd begehrten daruf, der rechtsschwebenden Sachen halben ein Endvrtheil.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Beklagte sagen, es s\u00f6lten Clager noch bej Herpel Hamman\u00df Leben ihme selber oder nach de\u00dfen Ableben bej seinem Eheweib ihre Schulden s\u00f6lten gesunnen haben, weil aber solches nicht geschehen, sondern allererst vber 2 Jahr nach der Frawen Tod Forderung gethan, al\u00df sejen Beklagten Clegern keiner Schulden gestendig, pitten ebenm\u00e4\u00dfig, der Scheffe w\u00f6lte das Endvurtheil der schwebenden Sachen halben ergehen la\u00dfen.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\">[fol. 11r]<em> Cl\u00e4ger zeigen an, da\u00df das Gelt, so Herpel Hamman zue Frucht stehend gehapt, noch bej Lebzeiten Herpel Hamman\u00df Weib durch den vorigen Schulthe\u00dfen D\u00f6nge\u00dfen, Sarpruckischen Schulthe\u00dfen, sej arrestirt vnnd in Verbott gestellt gewesen, vmb welche Schuld gedachtes Hamman\u00df Weib mit Nilge\u00dfen zue Fachbach am Gericht zu Frucht getaget haben.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Beklagte reiteriren ihre nechte Clage vnnd sagen, da\u00df Herpel Hamman\u00df Weib vff ihrem Todbett von andern erinnert worden, ob sie noch etwas schuldig, da sie ausgesagt, sie were niemands nicht schuldig, was sie aber an Schulden noch ausstehend habe, da\u00df wurden ihre Erben nach ihrem Ableben auch finden. Pitten wie vor vmb Endvrtheil.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><em>Demnach in anhengiger Rechtshandlung zwischen Johanne\u00df Langenbachen vnd Philips Herpeln, Burgern zu Daussenaw, al\u00df Clegern an einem, gegen vnd wider Han\u00df Elsa\u00df vnnd Johannes Niebern, Burger zu Oberlanstein al\u00df Beklagten am andern Theil, etliche Zeugensage abgeh\u00f6ret, also da\u00df ein erbar Gericht Clag vnnd Antwort, wie auch der Zeugen Sage der Gebuhr di\u00dfmal\u00df nit er\u00f6rtern kann, zudem auch das Gericht dermal\u00df nit v\u00f6llig ersetzt, al\u00df wird das Endvrtheil bi\u00df vf den nechtskunfftigen Gerichtstag differirt vnd vfgeschoben, soll al\u00dfdann ohn einigen weitern Ohncosten der Cleger vnnd Beklagten erfolgen vnnd mitgetheilet werden.<\/em><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\"><strong>[5] Sitzung vom 03.10.1620: Hans Langenbach und Philipp Herpel aus Dausenau gegen Johannetta Breitbacher, Witwe des Hammann Herpel aus Oberlahnstein bzw. deren Erben Han\u00df Elsa\u00df und Johannes Niebern von Oberlahnstein wegen Erbstreit<\/strong><\/span><\/p>\n<p style=\"text-align: justify;\"><span style=\"font-family: times new roman, times, serif; font-size: 10pt;\">[fol. 11v] <em>Vrtheil. Inn Sachen der Rechtfertigung zwischen Philips Herpeln vnnd Johanne\u00df Langenbachen von Dau\u00dfenaw, Clegern an einem, vnnd Johannat Breitbecherin von Oberlanstein seligen hinterla\u00dfene Erben, etliche Schulden im Handel angezogen belagent, Beklagten am andern Theil. Nach Clag, Antwort vnd allem Vorpringen, Erme\u00dfen vnnd Gestalt dieser Sachen, erkent der Scheff zu Recht, da\u00df die geforderte Schulden den Clegern zustendig vnd die Beklagten ihnen Clegern dieselbige Schulden zu uberantworten, zuzustellen vnd zu bezahlen schuldig vnd zu verdammen sejen. Wie dann der Scheff die Beklagten auch allso verdampt mit Erstattung Gerichtscosten vnd Schaden derhalben erlitten. Welcher M\u00e4\u00dfigung der Scheff hernachmal\u00df zu thun hiemit vorbehalten haben will.<\/em><\/span><\/p>\n<hr \/>\n<p><span style=\"font-size: 10pt; font-family: times new roman, times, serif;\"><b>Letztes Update: 29. November 2022<\/b><\/span><br \/>\n<span style=\"font-size: 10pt; font-family: times new roman, times, serif;\"><b>Ralph Jackmuth<\/b><\/span><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Langenbach, Hans: aus Dausenau Weitere Belege: Gerichtsbuch Fr\u00fccht [1] Sitzung vom 21.01.1617: Hans Langenbach und Philipp Herpel aus Dausenau gegen Johannetta Breitbacher, Witwe des Hammann Herpel aus Oberlahnstein wegen Erbstreit Han\u00df Langenbach vnnd Philips Herpell von Daussenaw, Cleger, gegen vnnd wider Johannat Breitbacherin, weyland Hamman Herpel\u00df s[eligen] hinderla\u00dfene Wittibe von Oberlanstein, Beklagtin, reiteriren vorige ihre &hellip; <a href=\"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/?page_id=10032\" class=\"more-link\"><span class=\"screen-reader-text\">\u201eOFB Fr\u00fccht 1615-1817 &#8211; Langenbach\u201c<\/span> weiterlesen<\/a><\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-10032","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/10032","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10032"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/10032\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.ahnenforschung-jackmuth.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10032"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}